Blog-Artikel zu Sansas "Coming of Age"

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      Blog-Artikel zu Sansas "Coming of Age"

      Hallo zusammen,

      ich habe einen Blog-Artikel zu Sansas "Coming of Age" geschrieben - ich halte sie nämlich für eine der unterschätzesten Figuren aus ASOIAF ;)
      ant1heldin.de/coming-of-age-sansa-stark-1
      Ich freue mich über zahlreiche Leser und Kommentare!
      In meinem Blog "Ant1heldin" schreibe ich allgemein über starke Frauenfiguren abseits vom kitschigen Frauenbild aus der Popkultur.
      LG, eure Sabine
      Hallo Sabine,
      mir gefällt deine Analyse Sansas wirklich gut und entspricht im Großen und Ganzen auch meinem Empfinden. Ich finde es eigentlich traurig, dass viele Leser immer bei der frühen kleinen naiven Sansa hängen bleiben und ihre Wandlung nicht wirklich realisieren. Existiert Teil 2 schon oder bin ich nur zu doof ihn zu finden?
      Und nu gucke ich mal, welche Antiheldinnen du sonst noch so zu bieten hast. ^^
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Hi Esmeralda,

      schön, dass du auch so empfindest! Ich halte Sansa schlicht und einfach für den interessantesten Charakter der Reihe. Wirklich "geflasht" hat mich auch, wie einfühlsam Martin aus der Perspektive eines 13-jährigen Mädchens erzählen kann. Hätte ich einem männlichen Autor so nicht zugetraut, denn es wird ja nie kitschig oder so.
      Ich hab den Blog erst heute "gelauncht", Teil 2 des Sansa-Artikels kommt morgen! Vielen Dank für dein Interesse! :)
      Okay, fein! Ich erwarte ihn mit Spannung! :)
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Hallo Sabine!

      Ich habe Sansa auch sehr gern und teile deine Meinung, dass sie interessanter wie Daenerys ist.
      In ihr steckt sehr viel und mir gefällt der Pfad in der Serie gar nicht. Obwohl ich manchmal die Augen verdreht habe, bei ihre Aktionen zu Beginn hat sie mich nie genervt. Was ich immer mehr bei ihr sehe, ist ihre Beobachtungsgabe und auch ihr Mitgefühl. Vor allem hat mich auch beeindruckt, wie sie Ser Dontos das Leben gerettet hat.
      Auch ich freue mich schon auf Teil2 und auch auf andere Artikel.
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Ich kann mich Esmeralda und Crannogwoman nur anschleißen.Ich mag den Charakter Sansa sehr,ganz besonders seit unserem gemeinsamen Reread.Auch ich bin gespannt auf Teil 2 dieser sehr schönen und einfühlsamen Analyse. :)
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      Ich hab den Artikel auch gelesen und fand ihn auch sehr toll. Sansa gehört zu meinen Lieblingsfiguren, auch wenn sie mich am Anfang etwas genervt hat aber sie war erst elf und noch voller Unschuld. Es ist interessant zu lesen, wie sie allmählich aufwacht und die Analyse hat das gut rausgearbeitet. Ich bin auf Teil 2 ebenfalls gespannt
      Locke ist der Name eines Hauses im Norden, nicht der eines Söldners :P :D

      Und im Übrigen bin ich Ser Garlan Tyrells Meinung ;)

      crannogwoman schrieb:

      Hallo Sabine!

      Ich habe Sansa auch sehr gern und teile deine Meinung, dass sie interessanter wie Daenerys ist.
      In ihr steckt sehr viel und mir gefällt der Pfad in der Serie gar nicht. Obwohl ich manchmal die Augen verdreht habe, bei ihre Aktionen zu Beginn hat sie mich nie genervt. Was ich immer mehr bei ihr sehe, ist ihre Beobachtungsgabe und auch ihr Mitgefühl. Vor allem hat mich auch beeindruckt, wie sie Ser Dontos das Leben gerettet hat.
      Auch ich freue mich schon auf Teil2 und auch auf andere Artikel.


      Hallo Crannogwoman,
      ja, sie lernt auf die "harte Tour", ihre Naivität abzulegen und wird dann tatsächlich zu einer guten Beobachterin all der Vorgänge, die um sie herum geschehen! Obwohl sie zB nicht ganz durchschaut, dass Lady Miranda sie auf dem Weg nach unten ins Vale die ganze Zeit ausfragt :) Ich glaube, Randa hat eine ziemlich gute Ahnung, wer "Alayne" in Wirklichkeit ist!
      Ja, und es ist erstaunlich, dass sie ihr Mitgefühl behalten kann! Sie wird nicht bitter oder so.
      Endlich jemand, der erkennt, wie stark Sansas Entwicklung ist und wie stark und teilweise rebellisch sie selbst ist bzw. wird. Schon sehr früh kann man das erkennen. Ich stimme deiner hervorragend ausgearbeiteten Analyse fast ausschließlich zu.

      ...Aber schon ihr ungewollter Verrat an ihrem Vater gegen Ende des Buches erreicht echte Tragik...


      Genau! Die Betonung liegt auf ungewollt und deshalb verstehe ich auch nie die Empörung, wenn Sansa dafür von so vielen verflucht oder so gar beschimpft wird.

      ... Die Ritter der Kingsguard, mit wenigen Ausnahmen, haben aber kein Problem
      damit, Sansa auf Geheiß von Joffrey hin zu verprügeln, sogar vor den
      Augen des ganzen Hofstaats, und keiner rührt einen Finger, um ihr zu
      helfen. ...


      Welche Ausnahmen wären das? Mir fällt nur Sandor ein, der sich verweigert. Und er ist auch der einzige, der zumindest ansatzweise protestiert. ("Genug!")

      ... Sansas Figur wächst an der Konfrontation mit der realen Welt....


      Toller Satz! :thumbup:

      ... Leider ist ihr keine normale Entwicklung zum Teenager vergönnt. ...


      Das war aber im Allgemeinen den wenigsten vergönnt und da bildet Sansa keine Ausnahme.

      Auch deiner Analyse der Beziehung zwischen Sansa und Sandor und was sie für sie bedeutet, sehe ich genauso.


      ... den Zwerg Tyrion (den sie ja eigentlich respektiert)...


      Tut sie das? Inwiefern?


      ...
      Ihr bleibt nur der stumme Protest: Als Tyrion ihr bei der
      Hochzeitszeremonie den Mantel umlegen möchte und sie am Ruck zupft,
      damit sie sich hinkniet, weigert sie sich: „I won’t. Why should I spare his feelings when no one cares about mine?“ ...


      Absolut korrekt! Hier habe ich gejubelt. Viele andere haben auch hier wieder Sansa verteufelt. :( ?(

      Cloud Dancing schrieb:

      Welche Ausnahmen wären das? Mir fällt nur Sandor ein, der sich verweigert. Und er ist auch der einzige, der zumindest ansatzweise protestiert. ("Genug!")

      Zumindest versucht zu widersprechen hat auch einmal Arys Oakheart.
      Arys Oakheart was courteous, and would talk to her cordially. Once he even objected when Joffrey commanded him to hit her. He did hit her in the end, but not hard as Ser Meryn or Ser Boros might have, and at least he had argued. The others obeyed without question . . . except for the Hound, but Joff never asked the Hound to punish her. He used the other five for that.
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      -Jim Morrison
      Genau! Die Betonung liegt auf ungewollt und deshalb verstehe ich auch nie die Empörung, wenn Sansa dafür von so vielen verflucht oder so gar beschimpft wird.


      Weil die Königin zu benutzen um die Befehle ihres eigenen Vaters aufzuheben bereits den zweiten Verrat aus egoistischen Gründen an ihrer Familie darstellt, nachdem sie für den ersten mit dem Verlust ihrer symbolischen Zugehörigkeit zu den Starks (Lady) büßen musste.
      Die Tragweite der Konsequenzen ist ungewollt, die Handlung ist es nicht.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Naja... Man sollte bedenken, dass es sich zur Zeit des Verrats bei Sansa um ein pubertierendes Mädchen handelt. Und wenn in Westeros der Lebenszyklus der Menschen so ist wie bei uns, dass ist das die Art und Weise gewesen, wie Sansa gegen ihren Vater rebelliert. Ich habe zwei 12 jährige Töchter und weiß wovon ich rede....
      Wenn man vergleicht, dass Danaerys mit 13 mit Khal Drogo verheiratet wird, was Arya innerhalb ihrer ersten Lebensjahre durchmacht aber auch erreicht oder dass Robb mit 16 König wird, dann muss man das nicht wirklich bedenken. Andere Mädchen ihrer Zeit sind innerhalb der Pubertät bereits Mutter.
      Vergleiche zu heutigen Teenagern - insbesondere unserer westlichen Welt halte ich für sehr fernliegend.
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      Maegwin schrieb:

      was Arya innerhalb ihrer ersten Lebensjahre durchmacht aber auch erreicht

      Was meinst du damit?
      Dass sie immer wieder aus eigener Kraft schafft sich aus mehr oder weniger aussichtslosen Situationen zu befreien?

      ​Vergleiche zu heutigen Teenagern - insbesondere unserer westlichen Welt halte ich für sehr fernliegend.

      Das trennen zu können ist für mich auch immer eine ziemlich schwierige Sache und ich ziehe wahrscheinlich automatisch solche Vergleiche.

      Wie sich wohl Sansa in der Situation von Daenerys,also bei einer Heirat mit einem Dothraki-Fürsten entwickelt hätte? Daenerys hatte zu der Zeit ja schon einiges durch,während Sansa sehr behütet und liebevoll aufwuchs und sich ihre kindliche ,verträumte Art eben bis zu den schlimmen Ereignissen "leisten konnte" und es nicht anders kannte.
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      -Jim Morrison

      George schrieb:

      Und wenn in Westeros der Lebenszyklus der Menschen so ist wie bei uns,...

      Ist der wie bei uns? Das habe ich immer etwas anders wahrgenommen. Die meisten wurden doch sehr früh in die Verantwortung genommen. Nicht behandelbare Krankheiten und generell die beschriebene größere Grausamkeit der Gesellschaft mit einem dadurch bedingten frühen Tod haben ja nicht gerade dazu beigetragen, dass die Leute sehr alt werden konnten, bis auf einige Ausnahmen vielleicht. Allerdings sehe ich das auch so, dass die Kindheit der Stark-Kinder erst mal so behütet beschrieben wird wie die Kindheit in unserer westeuropäischen Welt zumeist ist oder wenigstens sein sollte. Allerdings sind sie dann recht rasch und heftig mit der westerosischen Realität konfrontiert worden. Insbesondere Sansa hat in dieser behüteten Welt romantische und realitätsferne Ideen entwickelt. Arya kam ja von Anfang an mit der klassischen Frauenrolle in Westeros nicht gut zurecht und erschien mir immer schon distanzierter und kritischer.Insofern fand ich ihre Entwicklung - so gruselig sie für ein junges Kind ist - durchaus nachvollziehbar.

      onyx schrieb:

      Wie sich wohl Sansa in der Situation von Daenerys,also bei einer Heirat mit einem Dothraki-Fürsten entwickelt hätte? Daenerys hatte zu der Zeit ja schon einiges durch,während Sansa sehr behütet und liebevoll aufwuchs und sich ihre kindliche ,verträumte Art eben bis zu den schlimmen Ereignissen "leisten konnte" und es nicht anders kannte.

      Sansa hätte sicher sehr gelitten, aber das hat sie ja auch, nachdem sie erkannte, was mit Jeoffrey wirklich los war. Ich vermute, sie hätte länger gebraucht als Daenerys, um sich bei den Dothraki durchzusetzen, aber so wie ihre Entwicklung weiter geschildert wird, denke ich, sie hätte es irgendwann auf ihre eigene Art und Weise auch geschafft. Dany war halt von Anfang an die Bettelprinzessin, ihr war klar, dass sie sich in bestimmte Situationen zu fügen hatte. Allerdings entstand eine echte emotionale Beziehung zwischen Drogo und ihr, das hat die ganze Situation veändert und für sie leichter gemacht.