Nur abgeschlossene Serien lesen?

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      Nur abgeschlossene Serien lesen?

      Guten Morgen ihr Lieben! Ich wüsste von euch gerne, wie ihr es mit dem Lesen von Serien handhabt. Lest ihr nur abgeschlossene Serien? Oder ist es euch relativ egal, wann der nächste Band rauskommt?

      Ich persönlich habe früher einfach gelesen worauf ich Lust hatte und mir gar keine besonderen Gedanken darüber gemacht, wann das nächste Buch rauskommt. Ich habe auch nicht extra nachgeschaut, ob es sich um eine Serie handelt, wie viele Bücher schon draußen sind, wie lange der Abstand zum letzten erschienenen Buch bereits ist, etc. Aber davon hat mich ASOIAF irgendwie geheilt. Ich bin fast schon paranoid. Nachdem ich eine gefühlte Ewigkeit auf AFFC gewartet habe und jetzt schon wieder warten muss, muss ich immer recherchieren.
      Manchmal tappe ich allerdings in die Falle (so z.B. bei The Expanse - 5 von 9 Büchern sind bereits erschienen, aber zum Glück wenigstens in regelmäßigen Abständen).

      Die lange Wartezeit hält mich auch davon ab z.B.die Kingkiller Chronicles von Patrick Rothfuss zu lesen, obwohl ich mir aufgrund der Inhaltsangabe und Rezensionen relativ sicher bin, dass es mir sehr gut gefallen würde.

      Andererseits ist es auch interessant, die Zeit des Wartens zu Spekulationen zu nutzen. Man setzt sich doch deutlich eingehender mit dem Buch/den Büchern auseinander. Weiters ist der Kauf eines Buchs aus einer noch nicht abgeschlossenen Serie auch eine Möglichkeit junge Autoren (nicht unbedingt im Sinne des Alters, sondern ihrer Autorenschaft) zu fördern/finanzieren und so dazu beizutragen, dass auch der Rest der Reihe veröffentlicht wird.

      Wie handhabt ihr das?
      Interessantes Thema. ASOIAF kann einem eigentlich dazu bringen nur noch abgeschlossene Serie zu lesen, da womöglich keiner mehr von uns womöglich 30 Jahre auf die Auflösung einer Geschichte warten will. Ein Unterschied besteht aber in der Hinsicht, inwieweit die einzelnen Bände in sich abgeschlossen sind. Da ist ASOIAF eben sehr schlecht geeignet, da die einzelnen Bände kaum einen wirklichen Abschluss darstellen (am ehesten noch ASOS) und meistens sogar in Cliffhangern enden, sodass man wissen will wie es weitergeht. Rothfuss ist in der Hinsicht besser, da er eine Biografie schreibt, haben seine Bände auch einen gewissen Abschluss. Man wird zwar durch Andeutungen neugierig gemacht wie es weitergeht, das ist aber längst nicht so schlimm wie bei ASOIAF.
      Ganz gut gemacht fand ich das bei der Mistborn-Reihe von Sanderson. Der erste Band könnte auch als alleiniger Roman für sich stehen, trotzdem gibt es noch zwei Fortsetzungen, die an offene Fragen aus dem ersten Band anknüpfen.

      Andererseits ist es auch interessant, die Zeit des Wartens zu Spekulationen zu nutzen.​

      Das ist aber auch gefährlich, denn dann kann das passieren was hier beim Lied oft genug passiert, dass man sich in bestimmte Theorien zu sehr hineinsteigert und vermutlich dann enttäuscht ist, wenn es anders kommt. Und desto länger die Wartezeit, je größer ist auch die Erwartung und damit einhergehend ist auch die Enttäuschung groß, wenn das Werk nicht den Erwartungen entspricht.
      Das Problem wird sich mir wohl längere Zeit nicht mehr stellen, da alle Reihen, die mich derzeit noch interessieren würden, bereits abgeschlossen sind, oder sich aus in sich abgeschlossen Episoden zusammensetzen.

      Das mit dem Warten, bis der Finalband rauskommt, wäre bei mir allerdings eine alleinige Frage des Szenarios. Bei einem Martin oder Rothfuss, die hierzulande bei großen Verlagen wie Blanvalet/Penhaligon oder Klett-Cotta erscheinen, kommt man damit sicher durch. Bei Nischenwerken, wie sie bei Golkonda oder Festa erscheinen, gegebenenfalls eher weniger.

      Post was edited 1 time, last by “Beren Stark” ().

      Ich liebe die Zamonien-Bücher von Walter Moers. Da war das bisher alles kein Problem, weil die einzelnen Bücher zwar vom selben Kontinent handeln, in sich aber abgeschlossen sind. Jetzt gibt es aber einen Band, der mit enem Cliffhanger endet und dem eine Fortsetzung folgen soll. Diese ist jetzt offiziell auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein anderes Buch über Zamonien lässt auch auf sich warten, das finde ich aber gar nicht so schlimm, weil ich nicht recht weiß, worum es da gehen soll. Dass ich aber jetzt mit diesem Cliffhanger hier hocke, ärgert mich schon. Nein, ich glaube, ich möchte keine nicht beendeten Fortsetzungsreihen mehr lesen. Einzelne Bände, die in sich abgeschlossen sind und die auch einzeln oder in verkehrter Reihenfolge gelesen werden können, sind mir egal, da finde ich es sogar nett, wenn ich "alte Bekannte" wiedertreffe.
      Ich habe mir da bisher auch nie Gedanken gemacht. Entweder die Reihe war eh schon vollständig, oder man musste halt mal ein Jahr warten bis zum nächsten Band. Das war verschmerzbar.
      Seit ASOIAF ist das was anderes. Nun schaue ich tatsächlich drauf, ob eine Reihe schon beendet ist, oder welche Geschwindigkeit der Autor drauf hat. Ich finde die Warterei bzw. die Ungewissheit, ob man das Ende überhaupt irgendwann einmal zu lesen bekommt, wirklich frustrierend. Und dabei geht's bei mir noch, da ich wenigstens die bereits bestehenden 5 Bände in einem Rutsch lesen konnte. Ich möchte nicht wissen, wie es den Fans der ersten Stunde ergeht ...

      Chopsticks wrote:

      Die lange Wartezeit hält mich auch davon ab z.B.die Kingkiller Chronicles von Patrick Rothfuss zu lesen, obwohl ich mir aufgrund der Inhaltsangabe und Rezensionen relativ sicher bin, dass es mir sehr gut gefallen würde.


      Ja, das steht bei mir auch in der Warteschleife. Also den ersten Teil habe ich bereits heruntergeladen, aber ich traue mich nicht anzufangen.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Chopsticks wrote:

      Lest ihr nur abgeschlossene Serien? Oder ist es euch relativ egal, wann der nächste Band rauskommt?
      Wäre ich hier, wenn ich nur abgeschlossene Serien lesen würde? :rolleyes:
      Naja, ich gebe zu, dass ich früher mal eine böse Erfahrung hatte, die allerdings nicht das Lesen sondern den Kauf einer Reihe betraf. Ich hatte die (damals) vierbändige Serie von Elisabeth Scarborough "Songs from the Seashell" über die Leihbibliothek geliehen und fand sie ganz süß. Ich kaufte mir einen Band (4 von 4) und stellte dann fest, dass der Verlag die Serie eingestellt hatte und ich kam an die anderen Bände nicht mehr ran... (In der Zwischenzeit hab ich die Bücher aber gebraucht kaufen können)
      Zwar ist jeder Band gut für sich selbst lesbar, weil es abgeschlossene Abenteuer sind, aber danach hab ich von Mehrteilern, sofern ich nicht mehr alle am Stück erwerben kann, ziemlich lange die Finger gelassen... :D
      Aber beim Lied war das für mich einfach schon zu spät...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I
      Ich weiß schon nicht mehr welche Buchreihe es war, aber die Entscheidung sie nicht kaufen war sofort gefallen, als ich bei Amazon in einer Rezension gelesen habe, dass diese Reihe nicht mehr beendet werden würde. Wenn man von Anfang an weiß, dass man irgendwann bei einem Cliffhanger anlangt und der nie aufgelöst wird, ist das schon irgendwie frustrierend. Bei offenen Reihen ist das aber eigentlich kein Problem. Wer hätte denn z.B. mit dem Lesen der Harry Potter-Reihe gewartet, bis alle Bände erschienen sind?

      George Martins Lahmarschigkeit ist in der Branche zum Glück nicht die Regel bzw. war er am Anfang noch wesentlich flotter. Ich bin mir aber relativ sicher, er hat selber nicht damit gerechnet, dass er so lange brauchen wird.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Esmeralda wrote:

      Brigthroar wrote:

      Wer hätte denn z.B. mit dem Lesen der Harry Potter-Reihe gewartet, bis alle Bände erschienen sind?
      Ich... :D


      Ich hab' tatsächlich auch nicht gewartet. Allerdings hat die Reihe mich dann irgendwann gar nicht mehr gefesselt. Den letzten Band habe ich bis heute nicht gelesen.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Harry Potter passt aber auch bis auf Band 6 und 7 auch in die Kategorie wo jeder Band für sich soweit abgeschlossen ist und man sogar einen späteren Band zuerst lesen kann ohne Probleme zu haben in die Welt hineinzufinden. Ich habe auch Band 4 zuerst gelesen.

      Esmeralda wrote:

      Wäre ich hier, wenn ich nur abgeschlossene Serien lesen würde?

      Touché ;)

      Für mich war das Warten auf ASOIAF bis jetzt einfach so schlimm, dass ich mich jetzt auch bei anderen Serien kaum noch traue, sie zu beginnen ^^

      Besonders leid tut mir das aber, wenn ich daran denke, dass so ("durch mich") unbekannte Autoren ihre Serien nicht vollständig veröffentlicht bekommen, weil sich das erste Buch zu schlecht verkauft. Und das nicht weil das Buch schlecht ist, sondern weil alle auf den Abschluss der Serie warten, bevor sie das Buch lesen.
      Ich habe mir beim Starten einer neuen Reihen noch nie Gedanken darüber gemacht, ob diese bereits abgeschlossen ist. Alle Reihen, die mir bisher sehr gefallen haben, waren nicht vollständig als ich mit ihnen anfing. Jedoch ist es meist auch so, dass ich nun nur ein Jahr auf den nächsten Band warte. Das Lied von Eis und Feuer ist das schon ungewöhnlich. Wäre das die Norm, würde ich mir mehr Gedanken zu diesem Thema machen. Eine Reihe ohne abschließendes Ende anzufangen würde mich sehr stören.

      Wenn ich so drüber nachdenke muss ich aber zugeben, dass ich noch nie eine Reihe begann, wo nicht mindestens der dritte Band bereits erschienen ist.