Bundestagswahl 2017

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      Ser Erryk schrieb:


      Liegt wohl daran, dass sich viele schon auf Gabriel vs. Merkel eingestellt haben also auf weitere vier Jahre Große Koalition, weitere vier Jahre Stillstand. Schulz hingegen gibt als unbeschriebenes Blatt, aber mit der Erfahrung Europaparlament Hoffnung auf einen Regierungswechsel, weg von der Großen Koalition und Merkel.


      Große Koalitionen kann ich auch nicht mehr sehen. Gabs die eigentlich auf Bundesebene schon mal mit der CDU als Juniorpartner? Und die Erleichterung darüber, dass es Gabriel nicht macht, war sicher groß, aber dieser Enthusiasmus? Vielleicht ist das grade auch die Zeit, alles so absolut zu machen? Das passt dazu, dass es kaum noch leise Töne gibt, sondern immer so ein "zack, bumm", alles noch krasser, weil so viele Informationen so schnell verfügbar sind und auch nicht nachhaltig konsumiert werden. Naja, ich will hier nicht rumphilosophieren, ich freu mich einfach, dass viele junge Leute so begeisterungsfähig für Europa sind. MEGA!

      Brigthroar schrieb:


      Das dürfte daran liegen, weil in Deutschland so gut wie niemand das Europaparlament wirklich ernst nimmt, selbst die Parteien nicht. Ansonsten hätte die SPD wohl auch irgendeinen größeren Namen für den Kommisionspräsidenten ins Rennen geschickt, als Martin Schulz.


      Ich fand das damals eine logische Konsequenz, dass man den bekanntesten Europäer der SPD, der auch noch Parlamentspräsident ist, zum Kandidaten macht. Das hat für mich eigentlich nichts mit Abschieben zu tun. Vielleicht wäre Steinmeier noch ne Nummer gewesen, aber der klebte doch an seinem AA-Sitz, bis er den Platz im Bellevue bekommen hat. Sonst wüsste ich nicht, wen man da Prominenteres ins Rennen hätte schicken sollen.

      Arjen2102 schrieb:


      Wäre vielleicht nicht die schlechteste Idee... Verteidigungstechnisch gesehen


      Meinst Du, das wird in Zukunft noch so eine starke Relevanz haben? Wir haben doch nicht mal mehr die Wehrpflicht, es scheint nicht so, als würde sich die Regierung auf einen Verteidigungsfall einstellen.

      Grunkins schrieb:

      Nö ganz im Gegenteil, es ist essentiell, dass in einer Demokratie das Militär auch unter effektiver demokratischer Kontrolle steht und nicht eine interne abgeschottete Organisation ist.


      Das Militär steht unter demokratischer Kontrolle, jeder Einsatz muss vom Parlament genehmigt werden. Nur sollte (meiner Meinung nach) jemand, der oder die die Bundeswehr im Kabinett vertritt auch Anhung von der Materie haben.

      penelope schrieb:

      Meinst Du, das wird in Zukunft noch so eine starke Relevanz haben? Wir haben doch nicht mal mehr die Wehrpflicht, es scheint nicht so, als würde sich die Regierung auf einen Verteidigungsfall einstellen.


      Ja. Die halbe Welt befindet sich bereits im Krieg, auch wenn es andere Kriege sind als im 20. Jahrhundert. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben leicht nachgelassen, könnten aber auf absehbare Zeit wieder steigen.
      Putin lässt 3000 T-80 Kampfpanzer modernisieren und hat 2500 Exemplare seines neuen T-14 bestellt. Mit der Mig35 und der SU 35 zwei neue Kampfflugzeuge entwickelt. Die russische Armee testet sich grade selbst in der Ostukraine und in Syrien. In Kaliningrad sind mehr Waffensysteme stationiert als je zuvor.
      China hat bereits angekündigt, die Inseln im Südchinesichen Meer nicht aufzugeben. Trump hat bereits kundgetan, dass er Chinas "Bemühungen" dort nicht akzeptieren werde. Dazu gibt es noch Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei und den kleinen Dicken in Nordkorea.
      Ja, ich denke, eine Verteidigungsfähige Bundeswehr wäre in der aktuellen Weltlage nicht das Falscheste.
      UNd ja, ich denke, jemand der selbst "gedient" hat, kennt und versteht die Probleme und Aufgaben der Soldaten besser, als eine Frau von der Leyen oder ein "wir brauchen keine Wehrpflicht auch wenn die meisten SAZler aus ihr hervorgegangen sind" Zu Guttenberg.

      EDIT: was ich eigentlich sagen wollte, der Verteidigungsetat soll jährlich steigen, bis wir die von der Nato geforderten 2% des Bruttoinlandsproduktes erreichen
      zeit.de/politik/deutschland/20…igung-ausgaben-bundeswehr

      Facit Omnia Voluntas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Arjen2102“ ()

      Ein richtiger Krieg, also ein offener militärischer Konflikt zwischen zwei souveränen Staaten, der auch tatsächlich ausgefochten wird und nicht eingeschlafen ist, ist mir zur Zeit keiner bekannt. Erst recht nicht befindet sich die halbe Welt in solchen. Bewaffnete Konflikte mag es zur Zeit mehr geben, das stimmt und umgangssprachlich kann man die auch gerne Krieg nennen. Kritisch wird es dann nur wenn man die Zahl heutiger bewaffneter Konflikte nimmt und das dann mit früheren Kriegen vergleicht. Dabei werden nämlich die zahlreichen bewaffneten Konflikte unterschlagen, die es auch früher schon gab. Insgesamt gehen nämlich sowohl bewaffnete Konflikte als auch Kriege deutlich zurück, trotz Großkonflikte wie in Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Nigeria.

      Das Militär steht unter demokratischer Kontrolle, jeder Einsatz muss vom Parlament genehmigt werden. Nur sollte (meiner Meinung nach) jemand, der oder die die Bundeswehr im Kabinett vertritt auch Anhung von der Materie haben.

      Eine Person die ein Ministerium leitet muss vor allen Ahnung von Politik haben. Und zwar auch in der praktischen Anwendung, sonst könnten wir die Bundesrepublik einfach durch die führenden Politikwissenschaftler regieren lassen. Für das Fachwissen hat sie Personal, auch wenn es sicherlich sehr förderlich wäre, welches zu haben.
      Es bringt dem Militär gar nichts, wenn es einen Verteidigungsminster aus seinen Reihen hat, der weiß was politisch getan werden müsste, aber nicht fähig ist das auch realpolitisch umzusetzten. Anders herum geht das doch sehr viel einfacher.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)

      Kasimir schrieb:

      Anders herum geht das doch sehr viel einfacher.


      Theoretisch ja, praktsich ist die Bundeswehr seid Jahren nicht einsatzfähig. Im V-Fall hätte Deutschland nur eine Chance, direkte Kapitulation.
      Als ich noch aktiv war gab es die Vorgabe 6 Monate Auslandseinsatz, 6 Monate Heimat, meine maximale Heimtphase lag bei 4 Monaten ,weil es einfach zu wenig Personal gab. In unserer Panzerkompanie waren maximal 2/3 der Leos Fahrtauglich, nur jeder zweite Kampftauglich.

      Kasimir schrieb:

      Ein richtiger Krieg, also ein offener militärischer Konflikt zwischen zwei souveränen Staaten, der auch tatsächlich ausgefochten wird und nicht eingeschlafen ist, ist mir zur Zeit keiner bekannt. Erst recht nicht befindet sich die halbe Welt in solchen. Bewaffnete Konflikte mag es zur Zeit mehr geben, das stimmt und umgangssprachlich kann man die auch gerne Krieg nennen.


      Nenn es Krieg oder nicht. Menschen sterben weil Russland sein Herrschaftsgebiet vergrößert. Und die Welt schaut zu.
      Pro russische Separatisten sind der Ukrainischen Armee an Personal, Waffen und Ausrüstung deutlich überlegen. Wahrscheinlich haben die sich im Jägereibedarf mit Waffen eingedeckt.


      Facit Omnia Voluntas

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Arjen2102“ ()

      Im Verteidigungsfall rechne ich sowieso mit einem Atomkrieg, da bringen uns auch Hubschrauber nichts mehr. Aber das Problem sehe ich auch. Wenn es nach mir geht, sollte langfristig sowieso eine gemeinsame europäische Armee aufgebaut werden, unter Einbindung der französischen Atomwaffen. Solch eine Armee wäre sowohl kostengünstiger, als auch effizienter und tatsächlich theoretisch in der Lage ein gewissen Abschreckungspotenzial zu haben. Denn seien wir ehrlich, auch mit einer gut ausgerüstete, personalstarke und effiziente Bundeswehr könnte die Bundesrepublik gegen einen Angriff einer größeren Macht nicht gehalten werden. Das war schon im kalten Krieg so und heute immer noch.
      Das mit der euorpäischen Armee sehen ja auch die meisten Politiker so, leider sehe ich aber keine Konzepte dafür. Weder für das Sprachproblem, noch für das wohl noch viel größere, dass die verschiedenen europäischen Rüstungsindustrien jeweils Hauptkonkurennten sind. Von dem vermitteln der gewaltigen Vorteile die solch ein Vorgehen, das eben nicht für eine Militarisierung Europas, sondern für das Gegenteil sorgen würde, ganz zu schweigen. Denn zu wenige Soldaten haben wir nicht. Die EU-Staaten haben weit mehr als die USA. Sie werden nur sehr ineffizient eingesetzt.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)
      Warum sollte die Bundeswehr auch konventionell direkt für einen Krieg im völkerrechtlichen Sinne vorbereitet sein? Deutschland hat nur neutrale bzw. NATO-Nachbarn.

      Ich möchte den Onkel Vladimir jetzt nicht schön reden, aber der macht eher eine Modernisierungswelle um den Status Quo zu erhalten. (Ob Russland nicht mit ganz anderen Ausgaben besser gedient wäre, ist widerum ein anderes Thema, das hier allerdings den Rahmen bei weitem sprengt.)

      Edit: Das Sprachproblem bei einer europäischen Armee halte ich für überschätzt. Innerhalb Nato bzw. PfP ist englisch bei den Offizieren und Unteroffizieren bei Auslandseinsätzen ohnehin längst Standard.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Nenn es Krieg oder nicht. Menschen sterben weil Russland sein Herrschaftsgebiet vergrößert. Und die Welt schaut zu.
      Pro russische Separatisten sind der Ukrainischen Armee an Personal, Waffen und Ausrüstung deutlich überlegen. Wahrscheinlich haben die sich im Jägereibedarf mit Waffen eingedeckt.

      Was aber nichts daran ändert, dass sich die Zahl bewaffnette Konflikte in den letzten 20 Jahren halbiert hat und es seit Jahren keinen echten Krieg mehr gab. Und ja, u.a. der Bürgerkrieg in Syrien sind sehr schlimm. Waren der Irakkrieg, der Zerfall Jugoslawiens, der Völkermord in Ruanda usw. auch. Nur dass sie quanitativ deutlich mehr und zum Teil auch heiße Kriege waren.

      Warum sollte die Bundeswehr auch konventionell direkt für einen Krieg im völkerrechtlichen Sinne vorbereitet sein? Deutschland hat nur neutrale bzw. NATO-Nachbarn.

      Das ist sowieso der wichtigste Punkt von allen. Wobei die Bundeswehr tatsächlich auch ihren anderen Aufgaben nur eingeschränkt nachkommen kann.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)

      Kasimir schrieb:

      Denn zu wenige Soldaten haben wir nicht. Die EU-Staaten haben weit mehr als die USA. Sie werden nur sehr ineffizient eingesetzt.


      Dazu sind sie schlecht ausgerüstet, schlecht ausgebildet und haben (Gott sei Dank) kaum Kampferfahrung. Briten und Franzosen ausgenommen.

      ssnake schrieb:

      Warum sollte die Bundeswehr auch konventionell direkt für einen Krieg im völkerrechtlichen Sinne vorbereitet sein? Deutschland hat nur neutrale bzw. NATO-Nachbarn.


      Weil eine Vorbereitung auf einen Krieg Jahre dauert, eine Mig oder eine konvetionelle Rakete recht schnell Köln erreichen kann. Wenn Putin es wollte könnten seine Panzer in 2 Wochen in Berlin stehen. Falls die Amerikaner nicht ihr Veto einlegen würden.

      ssnake schrieb:

      Edit: Das Sprachproblem bei einer europäischen Armee halte ich für überschätzt. Innerhalb Nato bzw. PfP ist englisch bei den Offizieren und Unteroffizieren bei Auslandseinsätzen ohnehin längst Standard.


      In der Tat. Es gibt ja bereits Multinationale Verbände (z.B. das Deutsch-Niederländische Korps und die Deutsch-Frnazösische Brigade).
      Die Koorparation bei ISAF und KFOR haut auch immer sehr gut funktioniert.

      Eine Europäische Armee würde auch ich bevorzugen, aber in Zeiten von Brexit und LePen (Gott bewahre uns) sehe ich das aber in weiter Ferne.
      Facit Omnia Voluntas
      Dazu sind sie schlecht ausgerüstet, schlecht ausgebildet und haben (Gott sei Dank) kaum Kampferfahrung. Briten und Franzosen ausgenommen.

      Jupp. Was aber auch eine Folge der ineffizienten Ressourcennutzung ist. Sicherlich wäre auch eine Europäische Armee nicht auf amerikanischen Standard, immerhin geben die mehr als 5% ihres BIP fürs Militär aus. Aber die EU hat ja auch keine militärische Supermachtsambition.

      Und den Brexit halte ich diesbezüglich eher für einen Segen. Die hätten da nämlich nie mitgemacht.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)
      So offtopic finde ich es gar nicht. Europäische Integration und Verteidigungspolitik sind ebenfalls Themen, die bei der Wahlentscheidung nicht unbeudeutend sein können.

      Das muss aber das Ziel sein. Tatsächlich einem konvetionellen Angriff seitens einer Großmacht standhalten zu können.

      Ja, aber das ist dennoch was anderes. Einen Angriff eine Zeitlang aufhalten zu können und durch den Besitz eines kleinen, aber effizenten Atomwaffenarsenals, sowie eines geschlossenen Europäischen Blocks so seinen Angriff nochmal sehr viel unwahrscheinlicher zu machen als er, zumindest zur Zeit, sowieso schon wäre ist etwas anderes, als theroetisch die gesamte Welt militärisch dominieren zu können, wie es die USA könnte. Zumal die Nato und das Bündnis mit Supermacht ja aufrecht erhalten und sie keinesfalls als Supermacht abgelöst werden soll. Es soll lediglich die Abhängigkeit gemindert und dadurch eine höhrere Selbstständigkeit und Sicherheit geschaffen werden.
      Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von „Kasimir“ (Heute, 17:14)
      Die Meinung, dass ein Brexit (wenn er jemals kommt) bei der Bildung einer Euro-Armee eher hilfreich als hinderlich sein wird, bin ich auch.

      Dass Putin vorhat, seine Panzer in den nächsten Wochen in Berlin abzustellen, glaube ich eher weniger. Die Parkstrafen können sich die doch nie leisten. ;)
      Und die ganzen Staffeln an Migs bzw. Mittelstreckenraketenwerden bei den kurzen Distanzen von Kaliningrad aus, können auch mit der intensivsten Flugzeug bzw. Abwehrschirmaufrüstung nicht wirklich aufgehalten werden.

      Solche Sandkastenspiele sind aber ohnehin zum Scheitern verurteilt. Langfristig massiv aufzurüsten für ein Planspielchen, dass wahrscheinlich nie kommt, wird mit den budgetäten Folgen noch jeder Regierung das Genick brechen. Also denen, die wiedergewählt werden wollen/müssen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Wie kommt denn der Einschätzung der geschätzten Deutschen User hier eigentlich die Schmutzkübelkampagne der Union gegen Martin Schulz an? Eher verunsichernd oder sogar kontraproduktiv? Bis jetzt scheint bei den Vorwürfen die "smoking gun" ja eher zu fehlen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake schrieb:

      Wie kommt denn der Einschätzung der geschätzten Deutschen User hier eigentlich die Schmutzkübelkampagne der Union gegen Martin Schulz an? Eher verunsichernd oder sogar kontraproduktiv?
      Ich hab das in etwa erwartet, daher wird das von mir ziemlich ignoriert.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Arjen2102 schrieb:

      ssnake schrieb:
      Warum sollte die Bundeswehr auch konventionell direkt für einen Krieg im völkerrechtlichen Sinne vorbereitet sein? Deutschland hat nur neutrale bzw. NATO-Nachbarn.

      Weil eine Vorbereitung auf einen Krieg Jahre dauert, eine Mig oder eine konvetionelle Rakete recht schnell Köln erreichen kann. Wenn Putin es wollte könnten seine Panzer in 2 Wochen in Berlin stehen. Falls die Amerikaner nicht ihr Veto einlegen würden.


      Man sollte auch an den NATO Verteidigungsfall denken.
      Es kann nicht Sinn eines Verteidigungsbündnisses sein, dass sich eines der größten und reichsten Länder einen schlanken Fuß macht, während Nachbarland Polen alleine die baltischen Staaten verteidigen darf. Bei aller Schelte gegen die Amis: die können im Fall des Falles schneller in Polen helfen als die Bundeswehr.

      Esmeralda schrieb:

      ssnake schrieb:

      Wie kommt denn der Einschätzung der geschätzten Deutschen User hier eigentlich die Schmutzkübelkampagne der Union gegen Martin Schulz an? Eher verunsichernd oder sogar kontraproduktiv?
      Ich hab das in etwa erwartet, daher wird das von mir ziemlich ignoriert.



      Ich finde solche Schmutzkampagnen immer ziemlich unterirdisch und hoffe, dass sowas hier nicht usus wird. :/ Wobei die vorliegende nach meiner Meinung jetzt nicht so viel Resonanz gefunden hat. Eher peinlich für die CDU.

      Ansonsten freue ich mich, dass Martin Schulz inzwischen auch mal ein paar inhaltliche Pflöcke einschlägt und muss schon über die Reaktionen schmunzeln, z.B. bei meinem "Lieblingsverein", der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die heute mit ganzseitigen Anzeigen in der SZ und der FAZ warnt, die Agenda 2010 zurückzudrehen. Ganzseitige Anzeigen, Wahnsinn, was das wohl kostet?
      Die Kohle hat der Spaßverein...wird ja von den Arbeitgeberverbänden finanziert.
      Das ist sowieso eine absolut perverse Masche die da läuft. Und genügend Menschen fallen bereitwillig drauf rein. Kaum hat Schulz angekündigt die Bezugsdauer vom ALG I erhöhen zu wollen, schon schreien alle "Populist, wie soll man das finanzieren". Jede angekündigte Verbesserung des Sozialstaats gilt inzwischen gemeinhin als "Populismus". Der "Lügenpresse-Vorwurf" ist meiner Meinung nach auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialpolitik weitgehend gerechtfertigt - nur halt nicht so, wie sich die Pegida-Anhänger das vorstellen. Man merkt auch jetzt schon die ersten Ansätze, wie man überall bei Schulz versucht irgendwas auszugraben was er irgendwann mal in Würselen gemacht hat. Könnte man bei Merkel und Asse ja auch mal breit angelegt machen. Am Ende wähle ich die Sozen doch noch.
      Passend zu Grunkins' Beitrag ein Zitat von Schulz:
      "Der neoliberale Mainstream hat alle Vorzüge unserer sozialen Marktwirtschaft zu Wachstumshemmnissen erklärt."

      Der Populismusvorwurf in Bezug auf mögliche sozialpolitische Verbesserungen passt meiner Meining nach da mit rein.

      Die Wahl wird jedenfalls spannender als gedacht.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.