• Liebe User unseres Eis-und-Feuer-Forums,

    wir haben im Zuge der neuen Datenschutz-Grundverordnung unsere Nutzungsbedingungen aktualisiert. Beim Neuanmelden solltet Ihr diese aufmerksam durchlesen und bestätigen, um weiter im Forum aktiv posten zu können. Vielen Dank für Euer Verständnis - es ist im Sinne Eurer Datensicherheit!

Bundestagswahl 2017

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

      schnoeps schrieb:


      Die AfD speist sich übrigens nicht aus Verlieren zeit.de/2017/26/afd-waehler-studie-interview


      Ich gehe später noch mal auf das ein oder andere ein aber in Kürze so viel - die Studie stammt von vor der Bundestagswahl. Die mir bekannten Analysen danach haben soweit mir bekannt die AfD als Partei mit signifikant überdurchschnittlichem Anteil von Niedrigverdienern und Menschen ohne höhere Bildung ergeben.
      Allerdings war das von mir zugegeben keine korrekte Aussage. Bei den Verlieren habe ich nur noch einen Rest von Verständnis für ihre Wahlentscheidung. Leute wie Weidel, die das ganze offensichtlich rein kalkuliert betreibt um sich einen netten Posten im Bundestag zu sichern oder stinkreiche Globalisierungsgewinner, die ihr Geld in Offshorekonten schaffen und es toll finden wie günstig man in Drittweltländern Urlaub machen kann, wird man wohl überhaupt nicht erreichen.
      Ein wenig die Claudia Roth des Forums. Stets empört, aber leider auch etwas beschränkt.


      Hier möchte ich lediglich den Hinweis erteilen, dass unsere Netiquette manchmal etwas dehnbar sein mag, insbesondere bei Grundsatzdiskussionen. Es ist allerdings unüblich und unerwünscht Dritte als unmittelbar als beschränkt zu bezeichnen - das gilt sowohl für Politiker als auch Diskussionspartner. Ich habe den Beitrag nicht gemeldet, halte ihn aber eher für kurios, denn bereits innerhalb der inhärenten Logik deiner Ausführungen bringe ich den symbolischen Grund für die Entstehung der AfD doch sehr wenig mit einer überbordend zupackenden Dame einer Minderheitenpartei ohne Studienabschluss in Verbindung.

      Man kann das Thema rational und sachlich angehen und wird zu ähnlichen Schlüssen wie ich kommen. Oder man betrachtet es durch die ideologische Brille und gefällt sich in vermeintlich humoristischen Beleidigungen.


      Entweder man geht sachlich vor und stimmt dir zu oder man ist ideologisch verblendet. Das lässt in der Tat auf eine interessante, ergebnisoffene Diskussion hoffen und erklärt zeitgleich, weshalb ich aus deiner Perspektive dazu so wenig Beitrag leiste.

      @Ser Arthur Dayne: Die Sorgen sind ja nicht diffus, sondern sehr evident für jeden. Bis auf den Bereich der Arbeit haben sich alle Dinge unter der Regierung der CDU signifikant verändert.


      Mhm. Sehr evident für jeden und fast alle Dinge haben sich verändert. Ich nehme an, das ist die wieder die adäquate, laienfreundliche Argumentationsführung zur obengenannten ergebnisoffenen Diskussion.



      Ganz genau. Nimmt man den Menschen diese Angst, verschwindet die AFD dahin, wo sie hingehört.


      Das ist vom psychologischen Standpunkt aus betrachtet aber ein bisschen schwerer als es klingt. :)
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      ssnake schrieb:

      schnoeps schrieb:

      Meine Hoffnung ist aber ohnehin, dass man aus diesem Parteiengeklüngel endlich aussteigt und ein vernünftiges System etabliert.


      Das war wunderbar selbst entlarvend.


      Könnte man meinen, aber ich lese hier bei ziemlich vielen Beteiligten eine gewisse Demokratiefeindlichkeit raus. Der Sinn einer Demokratie ist nicht, dass man die anderen Wähler ausschließlich verurteilt und gar keine inhaltliche Konsequenz aus einer Wahl ziehen möchte. Frau Merkel hat - laut eigener Aussage nach der Wahl - sowieso nichts anders machen können. Die bekannten SPD-Großen beschimpfen ihre Exwähler schon seit Monaten/Jahren im Endeffekt als dumm. Die hießigen Beschimpfungen kennen wir alle.

      Das soll natürlich nicht heißen, dass man sich an jedem einzelnen Wähler aufhängt und Frau Merkel jedem die Hand halten muss. Aber Demokratie hat für mich auch etwas mit Kompromiss zu tun und ich lese hier - bitte nicht aufregen - teilweise ziemlich extremistische Meinungen, die von vorneherei keinerlei Kompromiss zulassen. Das ist übrigens nicht nur auf die AfD begrenzt, wie wir in den Wochen vorher lesen konnten.
      Könnte man meinen, aber ich lese hier bei ziemlich vielen Beteiligten eine gewisse Demokratiefeindlichkeit raus. Der Sinn einer Demokratie ist nicht, dass man die anderen Wähler ausschließlich verurteilt und gar keine inhaltliche Konsequenz aus einer Wahl ziehen möchte.


      Das ist die gleiche unsinnige Aussage, die bereits im Rahmen der Erörterung der Meinungsfreiheit gern herangezogen wird.
      Aus der Meinungsfreiheit leitet sich das Recht ab seine Meinung zu äußern, kein Anrecht auf inhaltliche Akzeptanz oder gar Zustimmung. Aus dem demokratischen Gedanken leitet sich der Anspruch auf Teilnahme am demokratischen Betrieb ab, kein Anspruch auf Zustimmung oder gar Durchsetzung der Forderungen.
      Nicht mehr und nicht weniger.
      Es ist legal seine Wahl mit einer gestellten Forderung zu verknüpfen und es ist ebenso legal seine Wahl an die Gegenforderung zu verknüpfen, dass die erste Forderung völlig restlos abgelehnt wird. Nachdem zwei Forderungen diametral entgegengesetzt sein können, entsteht dadurch auch keineswegs immer ein Kompromiss - tatsächlich ist Kompromisslosigkeit bei einer bestimmten Thematik eine ebenso valide Position wie jede andere auch und gewiss keine die ausgerechnet von der AfD ausgespart wird.
      "Gar keine inhaltliche Konsequenz aus einer Wahl ziehen" ist etwas, was du hier einfach mal so unterstellst - die Konsequenz wird sich dort finden, wo ein Konsens besteht.

      Jeder darf wählen wen er möchte, niemand ist gefordert mit dieser Wahl mehr zu tun, als sie zu akzeptieren. Innerhalb eines legalen Rahmens darf anschließend innerhalb der Meinungsfreiheit allerdings auch jeder alles finden wie er möchte - einschließlich dieser Wahl. Diese dahinkonstruierten Versuche eine offensichtliche Asymmetrie zu Gunsten einer bestimmten Gruppe zu schaffen, die nicht nur dürfen soll, sondern auch noch mit Applaus, finde ich entsprechend mehr als ermüdend.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Maegwin schrieb:

      Das ist die gleiche unsinnige Aussage, die bereits im Rahmen der Erörterung der Meinungsfreiheit gern herangezogen wird.
      Aus der Meinungsfreiheit leitet sich das Recht ab seine Meinung zu äußern, kein Anrecht auf inhaltliche Akzeptanz oder gar Zustimmung. Aus dem demokratischen Gedanken leitet sich der Anspruch auf Teilnahme am demokratischen Betrieb ab, kein Anspruch auf Zustimmung oder gar Durchsetzung der Forderungen.
      Nicht mehr und nicht weniger.


      Anstatt jetzt einen Schwenk zur Meinungsfreiheit zu machen, hättest Du Dich lieber auf die eigentliche Aussage meines Postings konzentrieren können.


      Maegwin schrieb:

      Es ist legal seine Wahl mit einer gestellten Forderung zu verknüpfen und es ist ebenso legal seine Wahl an die Gegenforderung zu verknüpfen, dass die erste Forderung völlig restlos abgelehnt wird.


      Die meisten Forderungen sind "legal", aber die Forderungen eines Diktators in einer Diktatur sind oft auch "legal". Das trägt noch weniger zum Thema bei als Dein vorheriger Absatz.


      Maegwin schrieb:

      Nachdem zwei Forderungen diametral entgegengesetzt sein können, entsteht dadurch auch keineswegs immer ein Kompromiss - tatsächlich ist Kompromisslosigkeit bei einer bestimmten Thematik eine ebenso valide Position wie jede andere auch und gewiss keine die ausgerechnet von der AfD ausgespart wird.
      "Gar keine inhaltliche Konsequenz aus einer Wahl ziehen" ist etwas, was du hier einfach mal so unterstellst - die Konsequenz wird sich dort finden, wo ein Konsens besteht.


      Es entsteht natürlich nicht "immer" ein Kompromiss, allerdings gibt es dann beispielsweise Kompromisse bei der Umsetzung. Innerhalb dieser Umsetzung können dann Problemstellungen abgefangen werden. Es wirkt etwas bizarr, dass Dir hier nur die AfD als konkretes Beispiel einfällt. Das vergiftet natürlich wieder jeder Argumentation. Abgesehen davon unterstelle ich hier nichts, sondern man kann das beim Lesen dieses Threads nachvollziehen. Die erwähnte Aussage von Frau Merkel - nach der Wahl - kannst Du ebenfalls einfach im Netz finden.


      Maegwin schrieb:

      Jeder darf wählen wen er möchte, niemand ist gefordert mit dieser Wahl mehr zu tun, als sie zu akzeptieren. Innerhalb eines legalen Rahmens darf anschließend innerhalb der Meinungsfreiheit allerdings auch jeder alles finden wie er möchte - einschließlich dieser Wahl. Diese dahinkonstruierten Versuche eine offensichtliche Asymmetrie zu Gunsten einer bestimmten Gruppe zu schaffen, die nicht nur dürfen soll, sondern auch noch mit Applaus, finde ich entsprechend mehr als ermüdend.


      Es ist schon seltsam, dass Du mir jetzt erzählst, dass jeder wählen darf was er/sie möchte. Die von Dir erwähnte Akzeptanz fordere ich hier im Thread seit Monaten. Aus einer bestimmten Art der Meinungsbekundung kann man schließen, dass etwas nicht akzeptiert hier. Von daher bedeutet der Ausdruck einer Meinung nicht gezwungenermaßen die Akzeptanz von etwas Anderem. Für die Meinungsfreiheit gibt es übrigens Grenzen, siehe StGb.
      Es entsteht natürlich nicht "immer" ein Kompromiss, allerdings gibt es dann beispielsweise Kompromisse bei der Umsetzung. Innerhalb dieser Umsetzung können dann Problemstellungen abgefangen werden. Es wirkt etwas bizarr, dass Dir hier nur die AfD als konkretes Beispiel einfällt.


      Nicht besonders, wenn man bedenkt, dass sich die Diskussion um diese Partei und die angebliche oder tatsächliche Ignoranz ihrer Forderungen und die Legitimität dieser Ignoranz gedreht hat. Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie den Vorwurf gehört es würde sich für einen guten, demokratischen CDU-Wähler oder gar einen entsprechenden Fraktionsführer gehören der Linken die Durchsetzung ihrer Forderungen zu wünschen.
      Zu der Extrahierung etwaig mehrheitlich und moralisch vertretbarer Positionen dieser und aller anderen Minderheitenparteien habe ich mich bereits geäußert.


      Es ist schon seltsam, dass Du mir jetzt erzählst, dass jeder wählen darf was er/sie möchte. Die von Dir erwähnte Akzeptanz fordere ich hier im Thread seit Monaten.


      Nein, daran ist überhaupt nichts seltsames außer deiner Definition von Akzeptanz. Nicht zu akzeptieren, dass jeder wählen darf was er möchte würde bedeuten denjenigen von der Wahlurne wegzuzerren oder ihm eine bestimmte Wahl zu untersagen. Das tut niemand.
      Selbstverständlich - und hier sind wir bei der Meinungsfreiheit - darf sich jeder anschließend im legalen Rahmen zu dieser getroffenen Wahl äußern wie er möchte.

      Für die Meinungsfreiheit gibt es übrigens Grenzen, siehe StGb


      Es war mir völlig klar, dass du an diesem Strohmann nicht vorbeikannst ohne ihn abzufackeln, deshalb habe ich bereits im vorherigen Beitrag explizit geschrieben:

      Innerhalb eines legalen Rahmens


      Nachdem du selbst auf das StGB verweist, darf ich wohl annehmen, dass wir uns trotz deiner starken Bedenken beim Wort "legal" nicht an einer daherfantasierten Diktatorengesetzgebung sondern unserer aktuellen orientieren.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Neu

      Maegwin schrieb:

      Nicht besonders, wenn man bedenkt, dass sich die Diskussion um diese Partei und die angebliche oder tatsächliche Ignoranz ihrer Forderungen und die Legitimität dieser Ignoranz gedreht hat. Ich habe in meinem bisherigen Leben noch nie den Vorwurf gehört es würde sich für einen guten, demokratischen CDU-Wähler oder gar einen entsprechenden Fraktionsführer gehören der Linken die Durchsetzung ihrer Forderungen zu wünschen.


      Ich habe bisher auf die Wähler hingewiesen und nicht auf die AfD-Politiker bzw. Parteimitglieder. Wie gesagt, die AfD ist nur das Symptom.

      Maegwin schrieb:

      Nein, daran ist überhaupt nichts seltsames außer deiner Definition von Akzeptanz. Nicht zu akzeptieren, dass jeder wählen darf was er möchte würde bedeuten denjenigen von der Wahlurne wegzuzerren oder ihm eine bestimmte Wahl zu untersagen. Das tut niemand.
      Selbstverständlich - und hier sind wir bei der Meinungsfreiheit - darf sich jeder anschließend im legalen Rahmen zu dieser getroffenen Wahl äußern wie er möchte.


      Oha, jetzt muss man 2018 schon froh sein, dass man noch zur Wahl gehen darf. ;)
      Nein, Du musst in der Demokratie die Wahlentscheidung eines anderen akzeptieren, selbst wenn Du die schrecklich findest. Es sagt hier niemand, dass Du sie respektieren musst und Du darfst sie natürlich in vernünftigem Rahmen kritisieren. Was ich hier und auf Facebook noch schlimmer gelesen habe, hat mit konstruktiver Kritik oft nichts mehr tun. Sobald man mit Beschimpfungen anfängt, die schon in Richtung Nötigung ausarten, hat man den Pfad der Akzeptanz der Wahlentscheidung eines anderen bereits verlassen.
      Das eigentliche Probleme sieht der 0815 Hater allerdings nicht: durch die Beschimpfungen verprellt man dauerhaft Wähler, die vorher noch Groko gewählt haben. Im Prinzip dient man damit eigentlich Kräften, die eher demokratiefeindlich sind. Bevor Du das jetzt aus der Hüfte irgendeine angebliche Widerlegung reinfeuert, solltest Du zumindest für Dich überlegen, ob da nicht etwas dran ist. In Deutschland ist man von der Grundidee eigentlich darauf aus, dass man Menschen im Zweifelsfall wieder in die Gesellschaft hereinholt, siehe z.B. resozialisierendes Strafsystem. Diese Grundidee wurde hier im Forum schon vor Monaten kurz nach der Wahl abgelehnt, also ich die Wiedereingliederung von AfD Wählern forderte.

      Leider meinen nicht wenige Zeitgenossen in Deutschland, dass sie grundsätzlich mit allem Recht haben, wenn sie gegen die AfD sind. Für die Simplifzierung kann man aber der AfD keinen Vorwurf machen, sondern da lief schon vorher bei vielen Menschen - jenseits von AfD-Wählern - etwas gewaltig schief.

      Maegwin schrieb:

      Nachdem du selbst auf das StGB verweist, darf ich wohl annehmen, dass wir uns trotz deiner starken Bedenken beim Wort "legal" nicht an einer daherfantasierten Diktatorengesetzgebung sondern unserer aktuellen orientieren.


      Ich wollte ursprünglich darauf hinaus, dass man innerhalb der Meinungsfreiheit legal Forderungen stellen kann, die als solche illegal sind. Von Ausnahmen natürlich abgesehen. :)

      Neu

      Jeder darf wählen wen er möchte

      Springer schrieb:

      Oha, jetzt muss man 2018 schon froh sein, dass man noch zur Wahl gehen darf.


      Ich weiß nicht, aus welchem Zitat meinerseits du ableistest darüber froh sein zu müssen, aber ich will dich natürlich nicht davon abhalten. Jeder zusätzliche Grund zur Freude verschönert unser Leben.

      niemand ist gefordert mit dieser Wahl mehr zu tun, als sie zu akzeptieren.

      Springer schrieb:

      Nein, Du musst in der Demokratie die Wahlentscheidung eines anderen akzeptieren, selbst wenn Du die schrecklich findest.


      Selbstverständlich - und hier sind wir bei der Meinungsfreiheit - darf sich jeder anschließend im legalen Rahmen zu dieser getroffenen Wahl äußern wie er möchte.

      Springer schrieb:


      Es sagt hier niemand, dass Du sie respektieren musst und Du darfst sie natürlich in vernünftigem Rahmen kritisieren.



      Sag mal Springer:
      Bereitet es dir eigentlich irgendeine Art besonderer Freude meine Aussagen in eigenen Worten zu rekapitulieren?
      Ich meine - ich fühle mich geehrt und sage selbstredend ununterbrochen schlaue Sachen, aber irgendwie klingt es als würdest du ein intensives Streitgespräch mit jemandem führen, der überhaupt nicht da ist. :)

      Ich pöble Leute nur selten an, beleidige sie noch seltener. Tatsächlich bin ich nicht sicher, ob ich innerhalb der letzten zehn Jahre überhaupt jemanden beleidigt habe, wobei das zugegebenermaßen auch daran liegt, dass ich es nicht tun muss, damit sie sich beleidigt fühlen.
      Ich habe auch äh.. noch fast nie mit Gegenständen nach irgendwem geworfen und wenn dann meistens mit sehr weichen Sachen und nach Menschen die ich kannte und mochte. Selbstverständlich gilt das auch für meine Nicht-Mitwähler.
      Ich bin im Gegensatz zu dir allerdings nicht der Ansicht, dass die geäußerte Kritik grundsätzlich konstruktiv sondern nur rechtlich zulässig sein muss. Eben auf Grund der von dir genannten Grundidee eines resozalisierenden Strafsystems. Das ist eben nicht nur resozialisierend ist sondern auch unsoziales Verhalten abstraft so wie wir es eben im tagtäglichen Umgang mit anderen tun, die sich uns selbst gegenüber oder anderen aus unserer Sicht ungerecht verhalten. Dabei unterscheide ich Wort, Tat und Wahlurne nicht.


      Das eigentliche Probleme sieht der 0815 Hater allerdings nicht: durch die Beschimpfungen verprellt man dauerhaft Wähler, die vorher noch Groko gewählt haben. Im Prinzip dient man damit eigentlich Kräften, die eher demokratiefeindlich sind


      Ich glaube nicht, auch wenn es schön wäre, dass inspirierende Gespräche die Lösung sind. Sondern konsequente (beleidigungsfreie - da hast du natürlich Recht -aber auch hysteriefreie) Bestimmtheit. Das hängt damit zusammen, dass ich den Angstfaktor den hier einige User schon erwähnt haben als ursächlichen Faktor für die Demokratiefeindlichkeit sehe und als das was die Menschen tatsächlich von den großen Parteien weggetrieben hat. Aber hier müsste ich recht weit ausholen wie es aus meiner Sicht dazu kam, wie sich die Partei zusammensetzt, wie man der Entwicklung aus meiner Sicht begegnen kann und was sich schon als müßig erwiesen hat - und dazu bin ich heute einfach zu müde.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Neu

      Maegwin schrieb:

      Ich weiß nicht, aus welchem Zitat meinerseits du ableistest darüber froh sein zu müssen, aber ich will dich natürlich nicht davon abhalten. Jeder zusätzliche Grund zur Freude verschönert unser Leben.


      Siehe Emoticon!

      Maegwin schrieb:

      Sag mal Springer:
      Bereitet es dir eigentlich irgendeine Art besonderer Freude meine Aussagen in eigenen Worten zu rekapitulieren?
      Ich meine - ich fühle mich geehrt und sage selbstredend ununterbrochen schlaue Sachen, aber irgendwie klingt es als würdest du ein intensives Streitgespräch mit jemandem führen, der überhaupt nicht da ist.


      Es freut mich, dass Du Dich geehrt fühlst. *kein Emoticon

      Maegwin schrieb:

      ch pöble Leute nur selten an, beleidige sie noch seltener.


      Dir ist natürlich klar, dass ich das die Meinungsfreiheit auf Dich und die Allgemeinheit bezogen habe. Zumindest von dem (vereinfachten) Standpunkt ausgehend, dass wir in D alle die gleichen Rechte habe.


      Maegwin schrieb:

      Ich glaube nicht, auch wenn es schön wäre, dass inspirierende Gespräche die Lösung sind. Sondern konsequente (beleidigungsfreie - da hast du natürlich Recht -aber auch hysteriefreie) Bestimmtheit. Das hängt damit zusammen, dass ich den Angstfaktor den hier einige User schon erwähnt haben als ursächlichen Faktor für die Demokratiefeindlichkeit sehe und als das was die Menschen tatsächlich von den großen Parteien weggetrieben hat. Aber hier müsste ich recht weit ausholen wie es aus meiner Sicht dazu kam, wie sich die Partei zusammensetzt, wie man der Entwicklung aus meiner Sicht begegnen kann und was sich schon als müßig erwiesen hat - und dazu bin ich heute einfach zu müde.


      Alleine mit Gesprächen ist es wohl nicht getan, die Maßnahmen müssen eben passen. Ich gebe hier ein vereinfachtes Beispiel:
      Die Mietpreisbremse wurde einführt, nachdem sich über Jahre ein vermeidlicher Missstand entwickelt hat. Allerdings hat diese Mietpreisbreme in der Praxis keine Verbesserung der Lage für Neumieter gebracht, ohne das Thema jetzt als solches zu diskutieren. Dementsprechend gab es Beschwerden aus der Bevölkerung. Die SPD Führung hat aber noch zu Beginn des Wahlkampfes kommuniziert, dass das Thema zur Zufriedenheit der Wohnungssuchenden/Neumieter erfolgreich erledigt sei. Zusätzlich gab es von Seiten der SPD-Führung immer wieder Aussagen, die die Betroffenen bei Unzufriedenheit letzlich als "dumm" hingestellt haben.

      Inzwischen sieht man bei der SPD aber selber, dass die Mietpreisbremse nicht im offiziell verbreiteten Sinne funktioniert. Daher möchte man jetzt nachbessern. Auf das Resultat bin ich mal gespannt.

      Man hätte von Anfang an kommunizieren können, dass man keinen staatlichen Eingriff möchte bzw. dies im Zusammen mit Mietpreisbremsen schwierig findet. Stattdessen gab es den Versuch einer Regulierung - was ich tapfer finde - aber es hat nicht funktioniert. Das hätte man nach einer Weile ehrlich kommunizieren können und entweder weitere Versuche unterlassen bzw. neue ankündigen können. Stattdessen hat man aber das Schlechtmöglichste getan: die gescheiterte Mietpreisbremse wurde - trotz besseren Wissens - weiterhin als gute Lösung dargestellt. Außerdem wollte man dafür noch Lob und hat beim Ausbleiben entsprechend reagiert, siehe oben.
      Hier stimmte also weder die Kommunikation, noch die Maßnahmen. :(

      Neu

      kurzer einwurf- ich bin nicht sooo sehr mit deutscher Politik bewandert, bekomme aber natürlich am rande manches mit: ist die AfD sowas wie die "Lega" in Italien? oder eher vergleichbar mit dem "movimento 5 stelle"? möchte das nur schnell für mich einordnen.
      Edit: habe im moment nicht so die zeit mir einen grobüberblick zu schaffen, ich habe zwar schon einiges über die AfD gehört, aber ich kann jetzt nicht genau sagen ob es eine Partei mit klaren rechts-Tendenzen ist (wie bspw. bei uns die Lega), oder eher eine reine protestpartei (movimento-5-stelle).
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „el_drogo“ ()

      Neu

      Klare Rechtstendenzen. Wer Hitler relativiert und 60-80 Millionen aus direkter Ursache hervorgerufene Todesopfer als Fliegenschiß der Menschheitsgeschichte begreift hat diese Frage klar beantwortet.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Neu

      SPD-Vize und Bundesfinanzminister Olaf Scholz twitterte: „Die Aufgabe, unser Land zu regieren, ist keine Folge von Game of Thrones, sondern eine ernste Angelegenheit. Das sollten alle Beteiligten nie vergessen.“


      :D
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Neu

      Grunkins schrieb:

      Springer schrieb:


      Hier stimmte also weder die Kommunikation, noch die Maßnahmen. :(


      Korrekt. Das ist aber keine moralische Berechtigung, eine Partei wie die AfD zu wählen...


      Es gab damals für die Wahl der NSDAP keine moralische Berechtigung und dennoch ist es passiert. Die Welt wird leider nicht alleine dadurch besser, dass man prinzipiell Recht hat. Es ist eben Teil der Demokratie, dass man trotzdem auf andere zugehen sollte. Natürlich kann man nicht jeden Extremisten mitnehmen, aber bei den meisten Menschen ist es durchaus möglich - immerhin war es jahrelang so. Was dann noch als Fanatikertum übrig bleibt, kann vermutlich keine Partei über die 5% Hürde heben.

      Neu

      Ich halte rituelle liberale Selbstgeißelung und pseudotherapeutische Gespräche gegenüber einer Bevölkerungsgruppe, die sich einfache Orientierung und feste Strukturen wünscht für den denkbar schlechtest möglichen Ansatz. Selbstverständlich machen die dortigen Wähler mitunter auch reale Probleme geltend - wenn auch keine halbwegs vernünftigen exklusiv. Doch auch die gab es schon immer und sie wurden vielleicht nicht im gewünschten Tempo, aber dennoch im Laufe der Zeit vom regulären Parteipanorama gelöst. Auch ängstlichere Menschen gab es schon immer und es sind deutlich mehr als 12% -16%. Tendenziell bis zu 30% würde ich sagen und das reicht dann bereits um eine kritische Masse für viele Formen interessanter Katastrophen zu erreichen.
      Das wahre Kernproblem ist, dass die meinungstaktende Bevölkerungsschicht während der Flüchtlingskrise selbst kurzzeitig ihren glücklichen Gedanken verloren hat und das gesamte Orchester mitsamt der Personen mit geringerer Resilienz und Fertigkeit zur rationalisierenden Kompensation dadurch sehr nachhaltig aus dem Trott kam.

      Was dann noch als Fanatikertum übrig bleibt, kann vermutlich keine Partei über die 5% Hürde heben.


      Darauf läuft es auf jeden Fall hinaus, ja. Der Weg dazwischen ist allerdings der interessante und schwierige Part.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Neu

      Springer schrieb:


      Es gab damals für die Wahl der NSDAP keine moralische Berechtigung und dennoch ist es passiert. Die Welt wird leider nicht alleine dadurch besser, dass man prinzipiell Recht hat.


      Es war im bisherigen Verlauf der Diskussion allerdings der von dir strittig gemachte und angezweifelte Punkt. Das man sich überlegen sollte, wie man von den 13% AfD runterkommt, hat ja wenn man hier nachliest, keiner wirklich angezweifelt.

      ​Es ist eben Teil der Demokratie, dass man trotzdem auf andere zugehen sollte. Natürlich kann man nicht jeden Extremisten mitnehmen, aber bei den meisten Menschen ist es durchaus möglich - immerhin war es jahrelang so. Was dann noch als Fanatikertum übrig bleibt, kann vermutlich keine Partei über die 5% Hürde heben.


      Wurde mehr als genug getan. Kannst gerne mal versuchen mit solchen Leuten zu diskutieren. Hier ist ja genau das Problem, dass man mit Kompromissbereitschaft und Dialog signalisiert, das die radikale, provokative und destruktive Vorgehensweise erfolgreich ist. Und das die Positionen und Diskursstrategien im Grunde ihre Legitimität haben.

      Neu

      Hier ist ja genau das Problem, dass man mit Kompromissbereitschaft und Dialog signalisiert, das die radikale, provokative und destruktive Vorgehensweise erfolgreich ist.


      Exakt.
      Zu glauben, dass jemand der mit seiner Strategie erhält Erfolg hat seine Verhaltensweise ändert, ist aus meiner Sicht nach liberaler Selbstgeißelung und pseudotherapeutischen Gesprächen gleich der zweitschlechteste Ansatz.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.