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Bundestagswahl 2017

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      Es gibt in den Plänen der Türkis-Blauen zwar bestimmte Punkte, dass Nicht-Österreicher bei Sozialleistungen stärker beeinträchtigt werden sollen, als Österreicher, aber unterm Strich ist es punkto Sozialleistungen eine Verschlechterung für alle.

      Dass die ganz Rechten ein Herz für die (einheimischen) Armen hätten, wäre aufgrund der Sozialisation der führenden Politiker auch durchaus überraschend.

      Würde sich jemand ihrer (Protest-)Wähler die Mühe machen, mal die Wirtschafts- und Sozialprogramme (so vorhanden) von Fronte Nationale, FPÖ, Flaams Belang, AfD und wie sie alle heißen, tatsächlich zu lesen und deren Bedeutung nachzuvollziehen, wären die Erfolge der letzten Jahrzehnte in der Form kaum möglich gewesen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Springer schrieb:

      Tatsächlich ist das Rückfahren des Sozialstaats eine mögliche Strategie gegen Armutsmigration. Deutschland ist hier z.B. von Armutsmigration aus Bulgarien und Rumänien betroffen und diese Menschen kann man nicht mit Trick 17 an der Grenze abweisen.


      DIese Strategie wird vor allem im rechten Lager kolpotiert, von denjenigen die ohnehin keine Freunde des Sozialstaats und Interessensvertreter des Großkapitals sind. Abhängig von den Zahlen dürfte es in erster Linie die Arbeiterklasse sein, die unter diesen Maßnahmen leidet.


      Das Modell als Polit. Flüchtling zu kommen, aber in Wirklichkei Armutsmigrant zu sein, gab es schon lange vor 2015.


      Dann muss man sich die Frage stellen, warum es diese Armutsmigration überhaupt gibt. Aber dann müsste man die systemische Frage stellen. Und das können oder wollen viele nicht. Auch zahlreiche Genossen im linken Lager nicht, wie man in Form der Attacken auf Wagenknecht sieht.
      „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (Gandhi)

      Der Sinn des Lebens sollte nicht darin bestehen zu tun was wir wollen, sondern das zu tun, was vernünftig ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Sandhai“ ()

      Grunkins schrieb:

      Springer schrieb:

      Deutschland ist hier z.B. von Armutsmigration aus Bulgarien und Rumänien betroffen und diese Menschen kann man nicht mit Trick 17 an der Grenze abweisen.


      Ohne diese furchtbare Armutsmigration unter der wir ächzen, wären mit der Landwirtschaft und der Pflege schon zwei existenzielle Branchen vollkommen zusammengebrochen.


      In der Regel handelt es sich in der Pflege aber am angeworbene Fachkräfte aus dem Ausland. Die muss man nicht durch Runterfahren des Sozialstaats abhalten zu kommen. Die sogenannten Spargelstecher in der Landwirtschaft sind Saisonarbeiter und somit ebenfalls keine Armutsmigranten ins Sozialsystem.

      Das Problem bei gewissen Entwicklungen ist die Eigendynamik, die gerne übersehen oder abgestritten wird. Dementsprechend können die Fallzahlen in kurzer Zeit deutlich ansteigen. Siehe z.B. die Sache mit dem Kindergeld.
      focus.de/politik/deutschland/s…rscheiben_id_9394173.html
      Es ist durchaus sinnvoll eine solche Entwicklung zumindest ernst zu nehmen und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

      Es gibt nur zwei Möglichkeiten:
      1. Man begrenzt das Sozialsystem auf Angehörige der Gruppe (Nation), innerhalb der das Sozialsystem generiert wird. Allerdings durfte sich schon Gabriel als Nazi beschimpfen lassen, als er das Thema vor Monaten ansprach.
      2. Daher fährt man lieber das Sozialsystem zurück, um es für Armutsmigranten kompatibel und gleichzeitig weniger interessant zu machen. So "benachteiligt" man auch niemanden, allerdings wirkt es sich auf die Lebensweise der Betroffenen nicht unbedingt positiv aus.

      Die Ideen von diversen Unionspolitiker, z.B. Flüchtlingen kein Geld sondern Gutscheine zu geben, dienen letztlich nur dem unattraktiv machen für Flüchtlinge. Die Idee mit der Mindestrente von Frau Nahles ist in diesem Zusammenhang ebenfalls grenzwerig.

      Springer schrieb:


      In der Regel handelt es sich in der Pflege aber am angeworbene Fachkräfte aus dem Ausland. Die muss man nicht durch Runterfahren des Sozialstaats abhalten zu kommen. Die sogenannten Spargelstecher in der Landwirtschaft sind Saisonarbeiter und somit ebenfalls keine Armutsmigranten ins Sozialsystem.


      Beide Gruppen sind Armutsmigranten, denn weder lassen osteuropäische Frauen ihre eigenen Kinder und Familien grundlos zurück um hier unter miesen Arbeitsbedingungen zu schuften und sich von den Personen, die sie pflegen, herumkommandieren und abkanzeln zu lassen, noch machen Spargelstecher einen Job für den sich in Deutschland absolut Jeder zu schade ist, ohne besonderen Anreiz. Übrigens ging es mir nicht nur um "Spargelstecher". Ich komme vom Land und habe einige Freunde vom Hof (Rinder, Pferde, Ackerbau). Bei Gäulen hat man noch ein paar Mädels, die das mal aus Spaß zwei Jahre machen aber sonst gibt es kaum noch Personal für die alltäglichen Arbeiten auf den Höfen. Das sind fast überall wo ich mich bewege Osteuropäer.

      Jedenfalls kommen sowohl Pflegerinnen als auch Arbeiter in der Landwirtschaft nur aufgrund des massiven Wohlstandsgefälles. Zu glauben man könne aus so einem Wohlstandsgefälle nur positives ziehen und im Sinne einer perfekten Membran alles Erwünschte reinlassen und Alles Unerwünschte draußen halten ist einfach nur unreflektierter Sozialegoismus.

      Damit will ich nicht sagen, dass man eine solche Entwicklung vollständig ignorieren sollte oder es "in Ordnung" ist, wenn das System ausgenutzt wird. Was hier aber wieder mitschwingt, ist das Narrativ der Opfer- und Zahlernation Deutschlands, die von arabischen Flüchtlingen, osteuropäischen Zuwanderern und natürlich nicht zu Vergessen griechischen Rentnern und italienischen Zinsdieben ausgenutzt wird. Denn:

      Es ist durchaus sinnvoll eine solche Entwicklung zumindest ernst zu nehmen und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.


      Ja. Das sollen die entsprechenden Behörden und Politiker tun. Was hier vermutlich eher bevorsteht, ist eine wochen- oder monatelange Debatte über ein vermutlich in Summe vollkommen belanglose Thema, bei dem es schlimmstenfalls um einige Tausend Ausnutzer geht.

      Grunkins schrieb:

      Beide Gruppen sind Armutsmigranten, denn weder lassen osteuropäische Frauen ihre eigenen Kinder und Familien grundlos zurück um hier unter miesen Arbeitsbedingungen zu schuften und sich von den Personen, die sie pflegen, herumkommandieren und abkanzeln zu lassen, noch machen Spargelstecher einen Job für den sich in Deutschland absolut Jeder zu schade ist, ohne besonderen Anreiz.


      Wer saisonal im Ausland arbeitet ist kein Armutsmigrant, aber Du beharrst anscheinend darauf. Was Du oben beschreibst findet übrigens 1:1 zwischen Polen und Ukraine statt. Im übrigen arbeitest Du hier mit billigen Empörungsklischees.


      Grunkins schrieb:


      Jedenfalls kommen sowohl Pflegerinnen als auch Arbeiter in der Landwirtschaft nur aufgrund des massiven Wohlstandsgefälles. Zu glauben man könne aus so einem Wohlstandsgefälle nur positives ziehen und im Sinne einer perfekten Membran alles Erwünschte reinlassen und Alles Unerwünschte draußen halten ist einfach nur unreflektierter Sozialegoismus.


      Ähnlich funktioniert es aber weltweit, selbst bei so tollen Vorbildsländern wie Kanada. Das wird natürlich von der breiten Bevölkerung ausgeblendet, weil man sich so besser fühlt.


      Grunkins schrieb:


      Es ist durchaus sinnvoll eine solche Entwicklung zumindest ernst zu nehmen
      und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.


      Ja. Das sollen die entsprechenden Behörden und Politiker tun. Was hier vermutlich eher bevorsteht, ist eine wochen- oder monatelange Debatte über ein vermutlich in Summe vollkommen belanglose Thema, bei dem es schlimmstenfalls um einige Tausend Ausnutzer geht.


      Ach so, nur einige Tausend. :rolleyes:

      Springer schrieb:

      Ach so, nur einige Tausend.


      Empörungspolitik geht so einfach.
      Erst neulich machte sich ein FPÖ-Politiker aus der zweiten Reihe Luft, in dem er die Pläne der Rechtsregierung punkto Minimierung von Mindestsicherung und Familienbeihilfe mit folgendem Modell rechtfertigte:

      Er als alleinverdienender vierfacher Familenvater verdiene netto nur 3.100 Euro immerhin, (als Landtagsabgeordneter, der dies mal 15 im Jahr kriegt, das hat er allerdings verschwiegen), Asylanten (nicht Asylwerber) mit vier Kindern, die nicht arbeiten gehen, kriegen mit allen Beihilfen fast genau soviel wie er!

      Dass es diesen kolportierten Fall in Österreich allerdings genau 97 mal gab, und dafür hunderttausenden staatsbürgerschaftsübergreifend die Sozialgelder und Familenbeihilfe gekürzt werden sollen (ab drittem Kind nur mehr 50 € im Monat), das erwähnte er ebenfalls nicht.

      Dafür soll es laut kolportierten Plänen für Familien, die mehr als 60.000 € Jahreseinkommen haben, bald pro Kind 3000 € Steuernachlass pro Jahr geben.

      Jetzt frage ich mich nur eines: Wer wird denn eigentlich in Wirklichkeit gefördert?

      Das "Gesindel" soll auf sich selbst schauen, das halte ich für dire staatsbürgerschaftübergreifende Botschaft. Wer arm ist, ist selber schuld - "are there no working houses?" (Wer das Zitat nicht kennt, soll gefälligst selber googlen.)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ssnake“ ()

      ssnake schrieb:


      Empörungspolitik geht so einfach.


      Ja. Leider wird aber oft übersehen, dass das kein Alleinstellungsmerkmal des rechtsradikalen Pöbels ist. Vor Jahren wurde beispielsweise schon einmal von vergewaltigenden Schwarzafrikanern gesprochen. Das war im Westen Teil der unterirdischen Kriegspropaganda gegen Gaddafi, der damals auch ein paar afrikanische Söldner beschäftigte.

      Oben liest man dann "von" (gemeint deutsche) "Personen, ..., herumkommandieren und abkanzeln zu lassen" ... :(
      Das stammt eher aus der Klamottenkiste der schlechten Au-Pair Erfahrungen, die in der Form weltweit ähnlich sind (auch bei dt. Au-Pairs). Aber Hauptsache 1:1 auf Pflegekräfte anwenden, weil das ist natürlich alles das Gleiche ist, schon klar. ;)

      Springer schrieb:


      Wer saisonal im Ausland arbeitet ist kein Armutsmigrant, aber Du beharrst anscheinend darauf. Was Du oben beschreibst findet übrigens 1:1 zwischen Polen und Ukraine statt. Im übrigen arbeitest Du hier mit billigen Empörungsklischees.


      Es gibt keine klare inhaltliche Definition von Armutsmigration. Der Duden sagt dazu auch nur "durch Armut ausgelöste Migration", wobei klar ist, dass der hier diskutierte Kontext weder etwas mit absoluter Armut nach UNO-Definition noch etwas mit unserem relativen Armutsbegriff zu tun hat. Wir diskutieren über Migration aufgrund des Wohlstandsgefälles zwischen Deutschland und osteuropäischen Staaten. Nichts Anderes tun Saisonarbeiter. Darauf werde ich solange beharren, bis du nicht eine begründete, alternative Verwendung des Begriffs darlegst.

      Ähnlich funktioniert es aber weltweit, selbst bei so tollen Vorbildsländern wie Kanada. Das wird natürlich von der breiten Bevölkerung ausgeblendet, weil man sich so besser fühlt.


      Falsch, es funktioniert nur in Kanada, Australien und vielleicht noch ein paar anderen kleinen Staaten mit natürlichen, d. h. geographisch eindeutigen Grenzen (oder faschistischen, abgeschotteten Ländern). Nicht umsonst werden immer diese Staaten als "Vorbilder" genannt.
      Eventuell hast du ja noch nichts von der millionenfachen illegalen Migration aus Latein- und Mittelamerika in die USA mitbekommen, von Bangladesch nach Indien oder aus Nordafrika nach Südeuropa gehört.
      Ausgeblendet wird da auch mal wieder überhaupt nix, genauso wenig wie verschwiegen. Ich weiß nicht wie oft ich schon Diskussionen über "Einwanderergesetz mit Punktesystem nach kanadischem Vorbild" gehört habe. An einer Hand abzählen, lässt es sich mit Sicherheit nicht.

      Springer schrieb:


      Oben liest man dann "von" (gemeint deutsche) "Personen, ..., herumkommandieren und abkanzeln zu lassen" ... :(
      Das stammt eher aus der Klamottenkiste der schlechten Au-Pair Erfahrungen, die in der Form weltweit ähnlich sind (auch bei dt. Au-Pairs). Aber Hauptsache 1:1 auf Pflegekräfte anwenden, weil das ist natürlich alles das Gleiche ist, schon klar. ;)


      Das hast du dir gerade vollständig aus den Fingern gesogen, aber wundert mich nicht. Meine Erfahrungen damit sind real. Ich war nur ein Jahr lang FSJler in dem Bereich, aber durfte da bereits einiges erleben. Ebenso wie ich die Einstellung dazu in der eigenen Familie bei den etwas älteren Herrschaften sehe. Übrigens habe ich das nicht geschrieben um zu moralisieren, sondern um zu verdeutlichen, dass die Jobs, die vorwiegend von diesen Migranten gemacht werden, so Scheiße sind, dass sie nur auf wirtschaftlichen Überlegungen basieren und es schon einen erheblichen Anreiz braucht, damit man dafür nach Deutschland kommt.

      Ach so, nur einige Tausend.


      Einige Tausend richten keinen wesentlichen wirtschaftlichen Schaden an. Meiner Meinung nach ist das keine moralische Frage (selbstverständlich ist das Ausnutzen des Systems moralisch verwerflich und je nach dem auf welche Art kriminell). Es ist politisch eine Kosten-Nutzen Abwägung, wie stark man ein solches System umbaut, um das Ausnutzen zu verhindern. Freier Kapitalverkehr bringt Steuerhinterziehung. Fehlende Videokameras in der Öffentlichkeit zu unaufgeklärten Straftaten. Und eine fehlende Mauer um Deutschland rum illegale Einreise. Bei solchen Fällen sind wir uns in der Regel einig, dass die Kosten wesentlich höher sind als der Nutzen, wenn man versucht Missstände zu beseitigen. Oder das wir grundlegende Normen verletzen, wenn wir das tun.
      Nicht anders sehe ich das bei dieser Kindergeldfrage.
      Eine hauptsächlich auf Empörungsbasis geführte Diskussion, bei der der politische Mehrwert verschwindend gering ist.
      Und ja. Darüber empöre ich mich ein wenig.
      Interessante Diskussionen, die hier immer geführt werden. Was mich interessieren würde: Gibt es denn wirklich klare Anzeichen dafür, dass es uns seit dem großen Flüchtlingsstrom 2015 schlechter geht, weil das Sozialsystem aus den Fugen gerät? Oder ist das wieder diese diffuse Angstsache, von der ich jedenfalls bis jetzt überhaupt nichts gemerkt habe. Ich persönlich kann von mir sagen, dass ich keine überhöhte Kriminalität in meinem Umfeld mitbekommen habe (und das obwohl ich oft genug in Frankfurt bin, wo der Migrantenanteil besonders hoch ist), noch das es mir irgendwie schlechter geht als vor 2015 (eher im Gegenteil, als Student musste ich bedeutend stärker auf mein Geld schauen und sowas wie der WM-Trip nach Russland wäre undenkbar gewesen).
      Das kann aber auch bloß ich sein und es ist nie sinnvoll von sich selbst auf andere zu schließen. Ich jedenfalls würde meinen, die Aufnahme der Flüchtlinge hat zumindest an meiner Situation überhaupt nichts verschlimmert und auch niemanden sonst aus meinem näheren Umfeld.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Grunkins schrieb:

      Es gibt keine klare inhaltliche Definition von Armutsmigration. Der Duden sagt dazu auch nur "durch Armut ausgelöste Migration", wobei klar ist, dass der hier diskutierte Kontext weder etwas mit absoluter Armut nach UNO-Definition noch etwas mit unserem relativen Armutsbegriff zu tun hat. Wir diskutieren über Migration aufgrund des Wohlstandsgefälles zwischen Deutschland und osteuropäischen Staaten. Nichts Anderes tun Saisonarbeiter. Darauf werde ich solange beharren, bis du nicht eine begründete, alternative Verwendung des Begriffs darlegst.


      Beim Migration geht man - als normal denkender Mensch - davon aus, dass jemand in ein anderes Land abwandert. Du bezeichnest Urlauber doch auch nicht als Migraten. Aber lass gut sein ...
      Im Prinzip sind wir wieder bei der gleichen Situation angekommen, bei der wir kurz nach der Wahl waren. Anstatt man einfach mal bereit ist die Probleme festzustellen, wird wirklich alles abgestritten und sich in absichtliche Mißverständnisse oder Nebenkriegsschauplätze geflüchtet. Jetzt steht die AfD schon bei 17% und inzwischen scheint es mir nur noch von der Unfähigkeit der AfD-Politker abhängig zu sein, ob dieser Trend gestoppt wird.


      Ser Erryk schrieb:

      Gibt es denn wirklich klare Anzeichen dafür, dass es uns seit dem großen Flüchtlingsstrom 2015 schlechter geht, weil das Sozialsystem aus den Fugen gerät?


      Was hat denn das unattraktiv machen des Sozialsystems zum Abhalten potentieller Armutsmigranten mit Deiner Frage zu tun?
      Trollst Du hier nur oder bist Du eher uninformiert? :)
      Zumal Du mit "nicht aus den Fugen geraten" für einen 2 Jahreszeitraum ohnehin nichts ableiten kannst. Dann kann ich Dich auch fragen, ob unser Sozialsystem wirklich aus den Fugen geraten würde, wenn wir den HartzIV Satz verdoppeln. Bringt unsere Diskussion auch nicht weiter.

      Springer schrieb:


      Beim Migration geht man - als normal denkender Mensch - davon aus, dass jemand in ein anderes Land abwandert. Du bezeichnest Urlauber doch auch nicht als Migraten. Aber lass gut sein ...


      Auch wenn die Abwanderung nicht dauerhaft ist, spielt sie im diskutierten Kontext eine Rolle. Ist aber wie du schon sagst, völlig egal, weil es in der Landwirtschaft wie dargestellt längst nicht nur Saisonarbeit betrifft.

      Im Prinzip sind wir wieder bei der gleichen Situation angekommen, bei der wir kurz nach der Wahl waren. Anstatt man einfach mal bereit ist die Probleme festzustellen, wird wirklich alles abgestritten und sich in absichtliche Mißverständnisse oder Nebenkriegsschauplätze geflüchtet. Jetzt steht die AfD schon bei 17% und inzwischen scheint es mir nur noch von der Unfähigkeit der AfD-Politker abhängig zu sein, ob dieser Trend gestoppt wird.


      Jetzt nicht mehr verschwiegen sondern abgestritten. Was wird abgestritten? Wir haben gerade monatelange AfD-Sprech Diskussionen, hauptsächlich CSU getrieben hinter uns. Asyltourismus, Ankerzentren, kriminelle Flüchtlinge hier, kriminelle Flüchtlinge da, jede Abschiebung wird derzeit von den Medien hin und her begleitet, permanent werden Asylurteile Diskutiert. Einfach mal bei Google eingeben. Diese Kindergeld-Geschichte aktuell wird von der SPD und Union vorangetrieben. Polizeiaufgabengesetze die die staatliche Kontrolle massiv ausweiten etc.
      Aber dein Beitrag zeigt eigentlich sehr schön, woran das Problem krankt: Die gefühlte Wahrnehmung ist zunehmend faktenresistent.

      Grunkins schrieb:


      Aber dein Beitrag zeigt eigentlich sehr schön, woran das Problem krankt: Die gefühlte Wahrnehmung ist zunehmend faktenresistent.


      Das Problem krankt? :thumbdown:
      Nein, mein Beitrag zeigt nur meine Ermüdung über Dein Ausweichen vor Problemstellungen und der Sabotage einer Diskussion. Da werden 268336 - ohne irgendeine Begründung - zu ein paar Tausend reduziert und anschließend irgendwelche Fehlvergleiche gebracht, verbunden mit der Anwendung von Klischees (rumkommandierende Deutsche). Zudem stellst Du Dich oben ein bisschen dumm, wie Du wohl selber weißt.

      Das dient alles zum Schönreden des Status Quo, der Probleme einfach ausblendet. Als nächstes wirst Du dann anfangen die AfD schön zu reden.
      Da werden 268336 - ohne irgendeine Begründung - zu ein paar Tausend reduziert

      Vielleicht deshalb weil bis auf ca. 1 Prozent (Experte in einer ZDF Sondersendung letzter Woche) von diesen 268.336 die Kindergeldzahlungen korrekt und berechtigt sind, da die Eltern in Deutschland arbeiten und dieses Einkommen auch in Deutschland versteuern. Kindergeld ist eine Rückerstattung bereits bezahlter Steuern und wenn diese geleistet sind ist der Anspruch geltend.
      Ohne weiteres scheint das auch gar nicht zu ändern, da auf EU Ebene agiert werden müsste.

      Die AFD wir hier von anderen Usern schön geredet.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Springer schrieb:


      Nein, mein Beitrag zeigt nur meine Ermüdung über Dein Ausweichen vor Problemstellungen und der Sabotage einer Diskussion.


      Und wieder keine Begründung. Dein penetrantes Wiederauftreten, bei dem du jedes mal den Diskussionszirkel wieder von vorne beginnst und natürlich stets das Mantra vom "Verschweigen, Schönreden und Abstreiten" wiederholst und dich dann rechtzeitig mit Hinweis auf die vermeintlichen Defizite deiner Diskussionspartner einer Argumentation entziehst, ist übrigens auch äußerst ermüdend.

      Da werden 268336 - ohne irgendeine Begründung - zu ein paar Tausend reduziert und anschließend irgendwelche Fehlvergleiche gebracht, verbunden mit der Anwendung von Klischees (rumkommandierende Deutsche).


      Die von dir genannte Zahl bezieht sich auf alle im Ausland lebenden, vom deutschen Staat Kindergeld beziehende Kinder. Nicht auf die, die das System tatsächlich unrechtmäßig (im juristischen wie moralischen Sinne) ausnutzen.
      Warum ich diese "Klischees" verwendet habe, habe ich begründet. Es steht dir frei darauf einzugehen. Anscheinend ist dir ein Beitrag mit Argumenten, ohne die oben genannten Schlagwörter -Verschweigen, Schönreden, Abstreiten - nicht möglich.

      Zudem stellst Du Dich oben ein bisschen dumm, wie Du wohl selber weißt.


      Im Gegensatz zu dir bin ich tatsächlich daran interessiert, meine Diskussionskontrahenten richtig zu verstehen und nicht bei bestimmten Triggern einfach alles in deren Beiträge hineinzuinterpretieren, was ich vorher im negativen Sinne erwarte. Wie man anhand einer von SPD-Kommunalpolitikern losgetretenen und von den Regierungsparteien aufgenommenen Diskussion (Kindergeld für im Ausland lebenden Kinder) von "Abstreiten" sprechen kann, leuchtet mir nämlich kein bisschen an.

      Das dient alles zum Schönreden des Status Quo, der Probleme einfach ausblendet.


      Nein. Ein ganz erheblicher Teil der aktuellen Problematik mit neurechten Parteien ist meines Erachtens darauf zurückzuführen, dass man Probleme hochstilisiert, in permanentem Alarmismus lebt und auch von linker Seite den Menschen einredet, dass sie alle Opfer sind und es ihnen furchtbar schlecht geht und sie benachteiligt werden.
      Ich halte es daher nicht für sinnvoll, jedes Problem zur Staatsräson zu erheben.

      Als nächstes wirst Du dann anfangen die AfD schön zu reden.


      Nö. Ich lehne die AfD und ihre zentralen Positionen tatsächlich ab und möchte diese daher auch nicht links verpackt haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Grunkins“ ()

      Ich habe wirklich keine Ahnung, wie du auf diesen Unsinn kommst.


      Ich gehe davon aus, die staatlichen Transferleistungen bescheren den Betroffenen in Deutschland zwar keinen finanziellen Reichtum, doch sie bewahren monetär bedürftige Menschen vor Hunger, Durst, Kälte, Obdachlosigkeit usw. und ermöglichen eine gewisse Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Außerdem sind die von Sozialleistungen abhängigen Personen meines Wissens automatisch krankenversichert. Das sind Privilegien, die in sehr vielen anderen Nationen der Welt nicht existieren. Insofern geht es selbst den an oder knapp über der Armutsschwelle lebenden Deutschen relativ gut. Das wollte ich zum Ausdruck bringen. Sicher wäre es schön, besäßen alle Menschen viel Geld, doch man darf eben nicht außer Acht lassen, dass Sozialleistungen steuerfinanziert sind und somit von arbeitenden Menschen erwirtschaftet werden müssen.

      Zum Lohndumping: Soweit ich weiß, gibt es in Deutschland seit der Initiation des flächendeckenden Mindestlohns keinen Niedriglohn-Sektor mehr.


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daenerys I“ ()

      Neu

      Grunkins schrieb:

      Im Gegensatz zu dir bin ich tatsächlich daran interessiert, meine Diskussionskontrahenten richtig zu verstehen und nicht bei bestimmten Triggern einfach alles in deren Beiträge hineinzuinterpretieren, was ich vorher im negativen Sinne erwarte.


      Was sollst Du auch Anderes von Dir selber schreiben? Die Unterstellung in meine Richtung muss natürlich gleich mitgeschickt werden. :)
      Neben Deiner seltsamen Migrantenfehlinterpretation gebe ich Dir mal ein weiteres Beispiel für Deine Art sich mit Sachverhalten auseinander zu setzen:

      Grunkins schrieb:

      Falsch, es funktioniert nur in Kanada, Australien und vielleicht noch ein paar anderen kleinen Staaten mit natürlichen, d. h. geographisch eindeutigen Grenzen ...


      Es kommen auch Boote bei Australien an. Diese lässt man aber einfach nicht anlegen, sondern schleppt sie teilweise einfach wieder raus. Die Strategie mit dem "Nichtanlegenlassen" fährt man in Teilen der EU offenkundig nun auch, während andere konstruktivlos kritisieren. Die Landgrenzen der EU in den Süden sind ebenfalls relativ überschaubar. Aber auch hier lagert man lieber an nicht so demokratische Länder aus (Du sprachst oben natürlich gleich von faschistischen Ländern, klar).
      Das "Einfalltor" in die EU sind derzeit Sonderankommen mit Nicht-EU Ländern wie Serbien, über die die Menschen dann mit dem Flugzeug kommen. Aber selbst da könnte man etwas tun.

      Du beschreibst es mit dem Australienbeispiel so, als ob die unkontrollierte Armutsmigration in die EU gar nicht aufzuhalten ist. Das ist natürlich bequem, weil man dann nichts tun muss. So hat es schon Frau Merkel versucht. Aber wie bei vielen anderen Themen (Pflege, Infrastruktur, Digitalisierung, usw.) kann man durchaus etwas tun. Die Frage ist nur, ob man das überhaupt möchte und bereit ist, die eigenen, aus Bequemlichkeit gebildeten, Standpunkte zu hinterfragen. Solange man aber mit einer fehlerhaften Beschreibung des Sachverhalts bei allen möglichen Themen jede Diskussion im Keim ersticken möchte, wird natürlich gar nichts passieren. Das fördert aber dafür die Erodierung des Vertrauens in den Staat bzw. die Gesellschaft. Natürlich wird auch das abgestritten und die aus dem Nichts - zusätzlich zu den immer noch gewählten Radikalparteien - entstandenen zweistelligen Prozentergebnisse für die AfD werden dann Facebook zugeschrieben.

      Neu

      Springer schrieb:


      Was sollst Du auch Anderes von Dir selber schreiben? Die Unterstellung in meine Richtung muss natürlich gleich mitgeschickt werden. :)


      Das ist keine Unterstellung, sondern begründet und belegt. Und dafür lieferst du den Beleg direkt mit:

      Du beschreibst es mit dem Australienbeispiel so, als ob die unkontrollierte Armutsmigration in die EU gar nicht aufzuhalten ist.[...]


      Erstens ging es im von dir zuvor genannten Beispiel um innereuropäische Migration, das heißt du konstruierst jetzt im Nachhinein einen anderen Kontext um meine Aussage herum.
      Zweitens habe ich nicht behauptet, dass "unkontrollierte Armutsmigration gar nicht aufzuhalten ist".
      Drittens bin ich überhaupt nicht näher auf die australische Flüchtlingspolitik eingegangen, sondern habe Australien als eine Ausnahme in Sachen Migration beschrieben, während du es so dargestellt hast, als wären Staaten mit einer Migrationspolitik wie Kanada die weltweite Regel. Was nachweislich falsch ist, wenn man sich die Migrationssituation im Nahen Osten, in Indien und Südostasien, in diversen afrikanischen Regionen oder zwischen Mexiko und den USA ansieht.
      Und viertens hast du auch die "faschistischen Staaten" in einen falschen Kontext gerückt - ich habe diese lediglich als ein weiteres Beispiel neben Australien und Kanada für Staaten genannt, die sich gegen ungewollte Migration vollkommen oder weitgehend abschotten können. Dabei denke ich z. B. an Nordkorea oder das ein oder andere Land auf der arabischen Halbinsel.

      Wie du siehst, lohnt es sich manchmal doch, etwas dümmlich nachzufragen anstatt Alles wild durcheinander werfend zu einem Feindbild zusammenzuschnüren was in die eigene Analyse passt.

      Das ist natürlich bequem, weil man dann nichts tun muss.


      Das ist jetzt wiederum eine Unterstellung. Ebenso wie diese sinnlose Polemik:

      ​Natürlich wird auch das abgestritten und die aus dem Nichts - zusätzlich zu den immer noch gewählten Radikalparteien - entstandenen zweistelligen Prozentergebnisse für die AfD werden dann Facebook zugeschrieben.

      Schon wieder abstreiten, schon wieder

      Neu

      Nun ja, zum einen findet die Armutsmigration in die EU permanent statt. Weil die Migranten im Straßenbild aber nicht so auffällig sind, nämlich weiß und integrationsbemüht, fällt das halt nicht so auf. Denn auf jeden Flüchtling, der übers Mittelmeer kommt, kommen mehrere, die in die EU aus Osteuropa einwandern.

      Das ist eigenartigerweise kaum noch ein Thema. Oder die Westwanderung innerhalb der EU. Tschechien z.B. hat die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU - aber auch den größten Fachkräftemangel. Preisfrage: Wie hat sich das Arbeitslosenproblem wohl gelöst? Und warum ist trotz permenatem Aufschwung die Lohnquote immer noch so schlecht?

      Doch das sind alles Fragen, die nicht gestellt werden - es könnte ja den Shareholder Value der Medienbetreiber schmälern.

      P.S. Ich habe nicht das geringste gegen Einwanderer aus dem Osten, habe ein paar sehr gute Freunde mit Wurzeln von dort.

      Ich habe was dagegen, wenn Migration und Asyl in einen Topf geschmissen werden.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!