Bundestagswahl 2017

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      Wundert mich, dass es hier gar keinen Kommentar zu den Wahlen in Ostdeutschland gab. Erfreulich war das nicht gerade.

      Aber in europäischer Hinsicht war der Sommer doch gar nicht so schlecht. Erst Strache, dann Salvini und jetzt wahrscheinlich auch Johnson gescheitert. Man muss sich immer nur vor Augen halten: Deutschland hinkt den europäischen Entwicklungen in Sachen Rechtspopulismus hinten nach. Einfach vorspulen, was mit diesen Figuren letztendlich passiert - und keine Sorgen!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Sehr erschreckend ist für mich, dass wohl unglaublich viele Jungwähler bei der Nicht-Alternative ihr Kreuz gemacht haben. Ursprünglich war ich eigentlich der Überzeugung, dass uns irgendwann die jüngeren Wähler von dem Übel erlösen aber die Hoffnung habe ich nur noch für Gesamtdeutschland zusammengerechnet.

      Die Verteufelung der Autoindustrie wird uns aber noch zusätzlich in eine Krise führen die jetzt schon deutlich spürbar ist, wenn auch noch nicht wirklich in der Wahrnehmung angekommen, dann könnte es auch wieder insgesamt kippen.

      Da hilft wohl nur irgendwo ein Konservativer der mehrere Ströme bedienen kann. Der Söder übt das gerade und ein Merz bringt sich irgendwie nochmal in Stellung. zu Guttenberg soll sich auch schon ein neues Anwesen im Lande zugelegt haben.

      Die SPD verstrickt sich weiter in Grabenkämpfen und Schuldzuweisungen. Das wird schwer sich wieder zu positionieren.

      Der grüne Hype wird etwas nachlassen wenn aus Parolen und Forderungen keine Lösungen nachfolgen. Lösungen die natürlich auch Sinn machen und bisher ist hier meilenweit nichts ersichtlich. Die Münchner Innenstadt soll auch wirklich total grün und sauber und toll werden, aber schon im Münchner Speckmantel gehen die ersten Probleme los und auf dem Land schüttelt man nur noch den Kopf. Da ist nichts zu Ende gedacht und nur der Polarisierung und der aktuellen Stimmung wegen herausgebrüllt.

      Gottseidank ist für die grosse Wahl noch etwas Zeit. Ich war immer der Rebell in einer Königstreuen Familie (an einem Fenster im Elternhaus klebt heute noch ein Wahlaufkleber mit dem Konterfei von FJS) und würde auch gerne beim nächsten Mal zumindest über mehrere Möglichkeiten vernünftig nachdenken können.
      Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat

      Pekkorino wrote:

      bisher ist hier meilenweit nichts ersichtlich.


      Das hat sich auch bereits nach Österreich herum gesprochen, dass in Bayern in Sachen Umdenken genau nichts passiert.

      Italien und Österreich stellen den Alpentunnel bis 2026 fertig, in Bayern brauchen sie zehn Jahre länger dafür. Schildbürgerstreich de luxe! Bei der CSU ist kein Umdenken da, fürchte ich, und das hat mit der Verteufelung der Autoindustrie nichts zu tun, die denkt da teilweise schneller um als die sie hofierende Politik.

      Aber natürlich kann man nicht mit Federstrich Fahrverbote und dergleichen aussprechen ohne die Öffiverbindungen herzustellen.

      Ist im Großraum Wien nicht unähnlich: Während die Öffis und überhaupt die Stadtentwicklung international gelobt werden, basteln sie im umgebenden (und natürlich tiefschwarzen) Niederösterreich jetzt mühsam wieder die Bahnverbindungen zusammen, die sie vor 20 Jahren stillgelegt haben und alles in den Straßenbau gesteckt haben...
      Weil für die 300.000 Tagespendler es (und das kam auch nicht über Nacht) kaum noch Möglichkeiten mehr gibt, ohne Hauptwohnsitz in Wien ihr Auto abzustellen.

      Die Infrastruktur in der Peripherie, das Leben am Land überhaupt, da gings in unseren Breiten mit Vollgas 40 jahre lang in die falsche Richtung. Dafür brauchts langfristig denkende Politik, was in Zeiten der rechten Brüller, die viele Angstparolen, aber null Lösungskompetenz haben, natürlich fatal ist.

      Schönes Beispiel in Italien: Nachdem die Fünf Sterne, dieses politische Panikorchester zwischen ganz links und ganz rechts, die Stadt Rom übernahmen, machten sie mal was auf den ersten Blick schlaues: Sie stoppten den Bau von neuen Müllverbrennungsanlagen. Wohin mit dem Müll von Rom? Heimlich still und leise wurde viel Geld dafür ausgegeben, dass er mit Sonderzügen nach Österreich gebracht wurde, wo mit Roms Müll, die Fernwärme von 100.000en betrieben wird.

      Als der Kostenfaktor aufflog, wurde auch das eingestellt. Ergebnis: Die römische Müllabfuhr weiss nicht mehr, wohin damit, in Rom gibt's jetzt im Sommer eine Rattenplage wie seit
      Jahrhunderten nicht mehr, außer im Winter, wenn die Ratten vor den Wildschweinen flüchten, die dann mitten in der Stadt im Müll wühlen. Kurzfristige Lösungen von Dilletanten in einer immer komplexeren Welt...
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      Wien, München, Hamburg, Stuttgart etc. ist ja alles gut und recht. Aber hier werden immer nur Parolen über die verdreckten Städte verbreitet, die aber nur einen kleinen Teil eines Landes ausmachen. Gibt es eigentlich Statistiken, wieviele Großstadtbewohner die ja nachweislich grüner wählen, hierzu auch Ihr SUV geopfert haben? Gibt es irgendwann die schon längst fällige Diskussion über die Wahrheit der Elektromobilität. Hier wird wiedermal nur auf ein Pferd gesetzt, das jetzt schon ein unglaublicher ökologischer Unsinn ist. Ein Puzzleteil im Gesamten mag das sein, aber alle Pfuschen nur irgendwie herum und vergessen dabei, dass man den Menschen sagen muss, dass jeder seinen Teil beitragen muss, aber nicht nur in D oder A sondern überall. Vielleicht erreichen unsere Länder irgendwann ein Ziel, aber wir wissen doch eigentlich dass es schon vorbei ist.

      Ich lebe unglaublich gerne auf dem Land und hier beschäftigen sich unglaublich viele mit Artenschutz, Umwelt, Natur, Müllvermeidung etc. Was wir aber halt nicht haben ist ein Nahverkehr. Und auch wenn die laut kreischende Katha mir verspricht, dass bald pro Stunde ein Bus fährt, dann weiss ich immer noch nicht wohin.

      Unser nächstes Firmenfahrzeug wird ein Hybrid werden. Die kleine Pendlerrutsche meiner Frau wird wohl Elektrisch werden, solange nicht zuviele in der Nachbarschaft gleichzeitig tanken wollen. Der Strom Grundversorger sagt ganz deutlich, dass Ladestationen an den meisten Standorten gar nicht möglich sind.

      Werden wir, die ausserhalb wohnen, weil wir nicht nur die Ruhe schätzen sondern auch das Umfeld und die Natur und die sehr friedlichen Mitbewohner, irgendwann die neuen Raucher oder Fleischfresser, weil wir Mobil sein müssen.

      Wiedermal möchte ich Vertrauen aufbauen in unsere Ingenieure und Erfinder, dass hier ganz schnell ein Durchbruch in welche Richtung auch immer stattfindet.
      Hoffen möchte ich auf zukünftige Präsidenten und Kanzler und Gruppen die verstehen, dass ein brennender Regenwald die ganze Welt betrifft.
      Dass unser Verzicht auf Kohle gar nichts bringt, wenn hier nicht alle mitmachen.

      Dass es überhaupt nichts bringt auf die Demo für Tierwohl zu gehen nach den abscheulichen Vergehen in der "Milchfabrik" bei mir um die Ecke und danach beim Aldi 5 lecker marinierte Steaks für 4.99 EUR zu holen. Dafür muss das nächste Tier gequält werden.

      Und solange hier gar nichts funktioniert und nur Stückwerk zustande kommt, ist der Nährboden für Rechte Parteien gelegt worden.

      Eins muss klar sein, jetzt gibt es keine Protestwähler mehr. Jetzt ist jedem klar und muss klar sein, dass eindeutig Rechtsradikal gewählt wird. Jeder der sein Kreuz bei AfD macht muss tatsächlich wissen, jawoll ich bin ein Nazi.
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      Pekkorino wrote:

      Werden wir, die ausserhalb wohnen, weil wir nicht nur die Ruhe schätzen sondern auch das Umfeld und die Natur und die sehr friedlichen Mitbewohner, irgendwann die neuen Raucher oder Fleischfresser, weil wir Mobil sein müssen.
      Ja, lautet die Antwort. Ich bin in derselben Situation, wenn ich aufs Auto verzichte, kann ich gleich Einsiedler werden. ^^
      Ich bezeichne mich ja immer als Grüner, aber ich bin halt auch ein Old-School-Landei. Ich fahre also schon seit jeher Kleinwagen, und plane die Autofahrten ökonomisch, zum Spaß bin ich schon Jahrzehnte nicht mehr gefahren, das hab ich in meiner (Dorf-)Jugend genügend gemacht. Mir war es schon immer rätselhaft, wie man auf die Idee kommen kann, sein Haus mit Styropor einzukleiden. Aber ich habe einen alten Ölofen, falls es richtig kalt wird (letzten Winter für ein paar Stunden nur gebraucht). Ich predige Verzicht und bescheidenes Leben als Lösung, esse aber Fleisch wie verrückt und bin nicht bereit, darauf zu verzichten. Und bin leidenschaftlicher Raucher.
      Ich wünschte, jeder würde so leben können, wie er will, das ist aber unrealistisch, und die Viele wissen nicht mal, was sie wollen.
      Das mit dem Aktionismus sehe ich auch, so ist die Politik nun mal.
      Und zu den Nazis: Ich hab mal geschworen, wenn sie 20 % kriegen, wandere ich aus. Ich musste das kürzlich modifizieren (auf 20% im Bundestag), sonst wäre ich jetzt schon weg...
      In dieser Beziehung sitzen wir schon im kochenden Wassertopf und tun noch so, als wäre es grad angenehm lauwarm.
      HODOR !

      Pekkorino wrote:

      Und auch wenn die laut kreischende Katha mir verspricht, dass bald pro Stunde ein Bus fährt, dann weiss ich immer noch nicht wohin.


      Der Nahverkehr auf dem Land ist die nächste große ökologische Nebelkerze. Nicht mal in meiner Heimatstadt, die weit davon entfernt ist "ländlich" zu sein, mit 5 Stadtteilen, 42.000 Einwohnern und 2 S-Bahnhöfen mit guten Verbindungen nach Düsseldorf/Neuss/Mönchengladbach ist die Buslinie außerhalb der Stoßzeiten ausgelastet. Was das umwelttechnisch bringen soll, Busse und Züge den ganzen Tag im Kreis fahren zu lassen, wenn durchschnittlich drei Leute drin sitzen, bleibt dann wohl ein Rätsel.

      Schöne Erfahrung auch auf der Intercity-Strecke Rheine-Osnabrück-Göttingen - ich hatte einen halben Waggon für mich alleine. Da schneidet er Diesel-Cayenne mit 350 PS besser ab...

      ssnake wrote:

      Pekkorino wrote:

      bisher ist hier meilenweit nichts ersichtlich.


      Das hat sich auch bereits nach Österreich herum gesprochen, dass in Bayern in Sachen Umdenken genau nichts passiert.

      Italien und Österreich stellen den Alpentunnel bis 2026 fertig, in Bayern brauchen sie zehn Jahre länger dafür. Schildbürgerstreich de luxe! Bei der CSU ist kein Umdenken da, fürchte ich, und das hat mit der Verteufelung der Autoindustrie nichts zu tun, die denkt da teilweise schneller um als die sie hofierende Politik.



      Die Bahnstrecke Brenner Basistunnel ist aktuell glaube ich bei knapp 100 von 230 km.

      In Deutschland hat man gar nicht an das Projekt geglaubt, auch nachdem schon gebohrt wurde.
      Allein Italien hat 5 Milliarden in das Projekt geschoben.

      Aktuell hat unser Verkehrsminister wohl 5 mögliche Trassen im Gepäck und gegen jede Trasse gibt es Bürgerbegehren. Vor allem im Kreis Rosenheim gibts wohl viel Unruhe.
      Also in ein paar Jahren ist Italien und Österreich fertig und bei uns wurde noch nicht mal begonnen.
      Dann fällt irgendwo bei Innsbruck ein Zug aus einem Rohr oder es werden einfach gar keine fahren bis Deutschland soweit ist.
      Dann gibts nach wie vor das Thema Fernpass Richtung Füssen oder Zirler Berg nach Garmisch.

      Ich wäre bei den ersten, die mit dem Zug zum Skifahren oder im Sommer nach Italien fahren würde, werde es aber wohl nicht mehr erleben.

      Ich fahre alle weiteren Strecken eh mit dem Zug und kann Richtung Frankfurt, Mannheim oder Ruhrgebiet kaum freie Plätze im ICE feststellen.

      Aber es wird niemals eine Lösung für vernünftigen öffentlichen Nahverkehr geben für das Land.
      Ich sehe quasi täglich meinen Hausberg und kann da aber nicht mehr hin, weil dieser zum Naherholungsgebiet für den Stuttgarter Raum erkoren wurde.
      Unsere Autobahnen sind proppevoll mit Tagesausflügler und das gebe ich mir am Sonntag nicht mehr.
      Ich kenne wenigstens meine Ecken die der Städtler in Google nicht findet weil dort nie ein Influencer ein Foto gemacht hat, bis jetzt.

      Wie bekommen wir diese Massen von Autos von den Strassen?
      Das geht nicht über Verbote oder Steuern oder Maut. Das schreckt den Stuttgarter kaum ab.
      Aber die Familie, die ihr Auto benötigt, die hat ein Problem.
      Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, bei denen es darum geht, wer den cooleren, imaginaeren Freund hat

      Pekkorino wrote:

      Elektromobilität.

      Ist eigentlich schon bekannt, was mit den Altbatterien werden wird? Ich habe überhaupt noch nichts von Ideen geäußert, wie man diese möglichst umweltschonend entsorgen will, wenn die Autos Schrott sind.

      Und ich wohne am Rand einer rheinischen Großstadt, da weiß eigentlich keiner, wie man "öffentlicher Nahverkehr" überhaupt buchstabiert. Ich habe Termine bei wechselnden Klienten an wechselnden Wohnorten, die ich ohne Auto nicht so leicht erreichen kann. Mit den Öffis, wie sie jetzt sind, wäre ich Ewigkeiten unterwegs.

      Grunkins wrote:

      Was das umwelttechnisch bringen soll, Busse und Züge den ganzen Tag im Kreis fahren zu lassen, wenn durchschnittlich drei Leute drin sitzen, bleibt dann wohl ein Rätsel.
      zu solchen Zeiten dann kleinbusse wäre ja ein guter Anfang (in manch anderen Ländern gibt es das schon lange, in mancher ruhrgebietsstadt vereinzelt oder bei Bürgerbussen)

      Hildegunda wrote:

      Pekkorino wrote:

      Elektromobilität.

      Ist eigentlich schon bekannt, was mit den Altbatterien werden wird? Ich habe überhaupt noch nichts von Ideen geäußert, wie man diese möglichst umweltschonend entsorgen will, wenn die Autos Schrott sind.


      Ich mein da hätte es geheißen die werden soweit es geht bei Solaranlagen bzw. bei Solar- & Windkraft in diversen Speichern und anderem Zeug verbaut/dafür recycelt. Wenn die E-Batterien fürs Auto zu alt & ausgelutscht sind sind die dafür geeignet weil dort iwie andere Wirkungsgrade & Speicherzeitkapazitäten gebraucht werden. Blöd is halt nur dass das jetzt erstmal dauert weil hier ja beides gleichzeitig im Kommen is und fraglich sein wird wie viel Bedarf an Speichern & Co. bestehen wird wenn die ersten E-Autos bezüglich der Batterien in ausreichendem Maße schrottreif sind.
      Ich stelle die Gegenfrage: Wo kommt das Altöl so genau hin und wo die Überreste von Kernkraftwerken?
      Wir haben in Wirklichkeit auf alle diese Fragen keine Antwort.

      Das Weltklima hat allerdings immer eine sehr gute Antwort auf die Frage des Verbrennens von fossilen Brennstoffen.

      Und ja: Es gibt keine leichten Antworten. Wäre es sinnvoll, einen nigelnagelneuen Benziner zu verschrotten und mir dafür ein E-Auto anzuschaffen?
      Nein, dann wäre das Auto ja umsonst produziert worden! Und wieviel CO2 kostet die Produktion eines Autos?

      Komplexe Fragen brauchen auch komplexe Antworten.

      Und zu guter letzt: Es werden alle Opfer bringen müssen, letztendlich auch ungefragt.

      Und die Peripherie wird wie eigentlich seit dem Mittelalter wie üblich das größte Opfer bringen müssen. Das Erdölzeitalter machte die Landbevölkerung erstmals frei und den Städten gleich - das Erdölzeitalter ist aber vorbei.

      Es wird intelligente Politik und Management brauchen, um das abzufedern. Ich glaube aber nicht, dass das ganz gelingen wird. In der Zukunft - so wir eine haben wollen - wird wohl eher wieder gefragt sein, dass man lebt, wo man arbeitet.

      Diejenigen, die aus der Stadt geflohen sind oder immer schon lieber am Land wohnen wollten - die werden die großen Verlierer sein.
      Wenn sie es sich denn gefallen lassen! Da sind wir bei den Gelbwesten in Frankreich als radikalste Ausdrucksform der Frustration der Abgehängten bis jetzt.
      Und das nur, weil Macron die Treibstoffbesteuerung erhöhen wollte und die Pendlerpauschale ökologisieren wollte. Ist die Motivation in Ostdeutschland fürs Wahlverhalten vielleicht gar keine so verschiedene andere gewesen? Von den Linken zu den ganz rechten, Hauptsache, jemand entspricht unserer Frustration?
      Dass unsere Lebensart ENTBEHRLICH ist? Es ist die volle Härte, aber dennoch nicht ganz unwahr.
      (Und gleich einen Sündenbock serviert, wie praktisch.)

      Und ob wir in Zukunft eine Volkswirtschaft haben werden, die von der Politik auch so verstanden und bearbeitet wird, nämlich als Generationenprojekt?


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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 2 times, last by “ssnake” ().

      Das mit dem Altöl weiß ich net aber ich würde mal stark annehmen dass die Kraftwerküberreste soweit es geht dekontaminert und der darauf erfolgende Abfall plus das was sich nicht dekontaminieren lässt mit in die Endlager des eigentlichen Atommülls kommt, würde am meisen Sinn machen. Das mit den Endlagern ist zwar so eine Sache aber mit diesen sogenannten Brüter-Kernkraftanlagen ließe sich zumindest der Bestand an ´richtigem´ Atommüll, also den Brennelementen bis zu einem gewissen Grad wiederverwenden und durch die Brüter-Funktionsweise aufbrauchen. Die Menge an quasi neuem Atommüll wäre sehr viel kleiner als die Alte und hätte eine drastisch geringere Stahlungsdauer, ob die Strahlungshöhe auch geringer wäre weiß ich allerdings nicht. Löst das Problem zwar nicht hundertprozentig, macht es aber deutlich kleiner und damit händelbarer.
      DIE Lösung schlechthin wären natürlich Kernfusionskraftwerke.

      Aber da gibt es kaum technologische Fortschritte, es heißt seit 15 Jahren, dass man auf ein Funktionieren in 35 Jahren hofft. Das wäre der Deus-Ex-Machina gewesen - aber auf den können wir nicht mehr hoffen. Nicht rechtzeitig.
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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Nun, das gehört ja eigentlich nicht in diesen Thread, aber tatsächlich tut sich schon was im Bereich Fusion.
      Vor allem das zum Tokamak konkurrierende Stellarator-Prinzip (Wendelstein 7-X, Greifswald) legt hier ganz schön zu.
      Allerdings sind alle Bauphasen/Aufrüstphasen auch immer gleich in Jahren zu rechnen.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!

      AracheonoXis wrote:

      Nun, das gehört ja eigentlich nicht in diesen Thread, aber tatsächlich tut sich schon was im Bereich Fusion.
      Vor allem das zum Tokamak konkurrierende Stellarator-Prinzip (Wendelstein 7-X, Greifswald) legt hier ganz schön zu.
      Allerdings sind alle Bauphasen/Aufrüstphasen auch immer gleich in Jahren zu rechnen.


      Hast du da einen weiterführenden Link? Ohne allzuviel Fachchinesisch?
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      Mich frustriert das sehr - sowohl der große Zuwachs der AFd, als auch das Unvermögen der GroKo irgendwelche Antworten darauf oder auf die Klimakrise zu finden.

      Ich mache jetzt einmal die Woche Homeoffice und einmal die Woche fahre ich mit dem Zug zur Arbeit. So habe ich fast die Hälfte von CO 2 zu früher eingespart. Ich würde gerne zwei Tage Zug fahren, aber ich zahle deutlich mehr und benötige doppelt so lange. Die Zeit kann ich mir vertreiben, in dem ich Buch lese, aber ich finde es traurig, dass das Zugfahren so teuer ist. Da muss die GroKo endlich was machen!!! Es ist nicht fair, dass man dafür "bestraft" wird, wenn man umweltbewusster ist.

      Und ich habe meine Ernährung umgestellt. Ernähre mich häufiger vegan, trinke keine Milch mehr, keine Eier, Fleisch und Fisch jeweils einmal die Woche. Überhaupt keine Einschränkung dadurch <3
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

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      Zur Bahn soviel - ich fahre eigentlich alles was über 100 km geht und länger als ein paar Stunden dauert mit dem Zug. Regios sind eine Katastrophe. Beim ICE funktioniert alles irgendwie einigermaßen und umso mehr man fährt umso besser wird die Quote zu Pro Zug. Im Grunde bin ich Vielfahrer und da wird auch das Preis/Leistungsverhältnis zum Auto echt gut.

      Seltsam ist nur, dass wenn man TGV fährt sofort ein qualitativer Unterschied zum ICE auffällt. Mag natürlich Zufall sein, aber beim TGV funktioniert alles und er wirkt auch irgendwie sehr hochwertig.

      Toll war letzten der Österreichische RailJet. Von München nach Kärnten, W-Lan funktioniert, Zeitung am Tisch, Kaffee kommt schnell und schmeckt und die Zugbegleiter sind unglaublich aufmerksam und zuvorkommend.
      Auch die Fenster sind viel grösser und man bekommt viel von der Landschaft mit. Da hat es natürlich Landschaft im Unterschied zur Fahrt Stuttgart - Mannheim - Frankfurt.

      Wenn man mehr Menschen auf die Schiene bringen will muss man hier erst mal Qualität schaffen, Zuverlässigkeit und Preislich muss es sich auch lohnen.

      Am Ende werden wir den GLS Cowboy aus Sindelfingen nicht von unseren Autobahnen bringen aber viele andere, die sich über die zusätzliche Zeit mit Ihrer Familie freuen und preislich auch noch vorteilhafter als mit dem Auto fahren. Das wäre schneller umgesetzt als erst mal über irgendwelche Alternativen Antriebsarten diskutiert.
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      Pekkorino wrote:


      Seltsam ist nur, dass wenn man TGV fährt sofort ein qualitativer Unterschied zum ICE auffällt. Mag natürlich Zufall sein, aber beim TGV funktioniert alles und er wirkt auch irgendwie sehr hochwertig.


      Allerdings ist das Bahn fahren in Frankreich tendenziell teurer würde ich sagen. Zum Beispiel muss man eigentlich jede Verbindung extra reservieren was schnell mal 50€ drauf kostet.

      Wenn man mehr Menschen auf die Schiene bringen will muss man hier erst mal Qualität schaffen, Zuverlässigkeit und Preislich muss es sich auch lohnen.


      Oder anders gesagt: Man muss einen riesigen Berg Geld investieren, damit die Bahn nicht permanent am Limit ist. Wenn alleine 2500 Lokführer fehlen ist klar, es muss nur einer krank werden und schon bricht die ganze Kette in sich zusammen. Dann fällt ein Zug aus, die Leute drängen in einen Anderen, er ist überfüllt, fährt nicht los , der Bahnhof ist blockiert...

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      Pekkorino wrote:

      Seltsam ist nur, dass wenn man TGV fährt sofort ein qualitativer Unterschied zum ICE auffällt. Mag natürlich Zufall sein, aber beim TGV funktioniert alles und er wirkt auch irgendwie sehr hochwertig.

      Mit dem bin ich noch nie gefahren, kann mich aber an ein Telefonat meines Ex-Freundes erinnern, der mit dem TGV nach Paris wollte und dann von einem Acker aus anrief. Kann auch sein, dass es eine Bombendrohung war und kein Ausfall. Jedenfalls musste er einige Stunden im Niemandsland auf dem Acker ausharren. So ein Mist kann natürlich immer passieren.