Neue ASOIAF-Geschichte in "Book of Swords"

      Neue ASOIAF-Geschichte in "Book of Swords"

      Nicht erschrecken, es ist natürlich kein Publikationsdatum für The Winds of Winter. In einer Anthologie von Dozois soll am 17. Oktober auch eine Geschichte von GRRM erscheinen und zwar eine, die im ASOIAF-Universum beheimatet ist: http://winteriscoming.net/2017/01/27/anthology-new-story-from-george-rr-martin-2017-fall/

      Edit: Achtung ein böser Serienspoiler ist in dem Artikel.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Hatte auch schon überlegt, einen Thread zu erstellen.
      Da es sich um etwas bereits Geschriebenes handeln dürfte, ist eine weitere Heckenritter denke ich nicht drin. Die meisten gehen offenbar tatsächlich von "Sons of the Dragon" aus, welches er schon einmal auf einer Veranstaltung vorgelesen hat. Alternativ könnte er wahrscheinlich auch noch auf sein Material aus der Drachentanz-Zeit zurückgreifen, auch wenn ich das lieber irgendwann mal in seiner Gesamtheit lesen würde, anstatt immer mehr oder weniger Versatzstücke vorgelegt zu bekommen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      [f]ifteen original tales celebrating fantasy’s golden age of sword and sorcery
      Na, diese Dozois-Antho scheint einen Blick wert zu sein. Mit dem GRRM, das sich höchstwahrscheinlich fett auf das Cover fläzen wird, stehen auch die Chancen, dass der Band es auf den deutschen Markt schaffen wird, recht gut.
      Ich werde mir zu gegebener Zeit anschauen, was und wer drin ist. (Denn das könnte auch ein großer Reinfall werden.)

      Edit: Dass da eine Story aus dem ASOIAF-Kosmos enthalten ist, lässt allerdings den unheilvollen Schluss zu, dass die recht seltsame Auslegung von Sword and Sorcery als "Fantasy with dirt", die sich leider, leider (auf mir nicht wirklich verständlicher und geradezu kafkaesk anmutender Basis) im Pop-Fantasy-Fandom festgesetzt hat, in dieser Antho gilt.
      Klar, eine absolut punktgenaue Definition ist (wie überall in der Fantasy) auch hier nicht gegeben (und wäre m. E. auch nicht sinnvoll), aber wenn dann Sachen wie ASOIAF, Malazan und co. dem selben Subgenre zugeteilt werden wie Conan, Elric, Kane usw., mangelt es mir arg an Verständnis.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Beren Stark“ ()

      grrm.livejournal.com/519773.html

      Wie von GRRM bestätigt, handelt es bei seiner Geschichte wirklich um "Sons of the Dragon". Behandelt werden also die Könige Aenys I. und Maegor I. im Stile einer historischen Abhandlung. Inworld handelt es sich dabei um einen Auszug von "Fire and Blood", einem Werk von Erzmaester Gyldayn.
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      Nebenbei wurde auch bestätigt, dass es noch Jahre dauert, bevor "Fire and Blood" erscheinen wird. Wundert mich natürlich nicht, wenn wohl auch die Hauptsaga noch Jahre bis zur Vollendung braucht, kann man wohl auch von Jahrzehnten ausgehen.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Klar dauert das noch Jahre, war glaube ich von Beginn an auf einen Zeitpunkt nach dem letzten Band der Hauptreihe ausgelegt.
      Wenn GRRM tatsächlich noch einen achten Band verfasst, wird die Hauptreihe nicht vor 2030 enden. Aber vielleicht kommt zwischendrin nochmal was von Dunk und Egg raus.
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      Er wird dieses Jahr 69. Um alles zu erreichen, was er noch will, müsste er mindestens so alt werden wie Richard Adams und auch noch bis ins hohe Alter geistig fit bleiben.
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      sehe ich das richtig, das dieses Buch explizit die Schwerter behandelt im Eis und Feuer Universum oder ist das nur ein Name und das Buch behandelt halt ne Story im Eis und Feuer Universum?
      Evtl erfährt man deutlich mehr über z.B. Dawn oder Longclaw und evtl gibt es sogar Hinweise auf Lichtbringer (falls es ein Schwert ist)


      EDIT: sry. Hab erst jetzt gemerkt das es ein eigener Thread zu dem Buch ist und hab hochgeblättert und weiß nun um was es geht.
      Heute ist das Buch ja rausgekommen. Das Problem: GRRM hatte ja für das Weltbuch ganz viel Zeug verfasst, welches von Elio und Linda durchgesehen wurde und in gekürzter Fassung Eingang in die Endfassung fand. Dabei haben die beiden auch den ein oder anderen Punkt angepasst. Nun hat Dozois für seine Anthologie allerdings die ursprüngliche (sprich unkorrigierte) Version erhalten. Das Resultat: Ein Haufen Widersprüche zum Weltbuch. Nervig.
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      Jahreszahlen sind anders, ebenso Namen und Verwandtschaftsverhältnisse. Stellenweise sachliche Fehler. Ob es dich stört, musst du entscheiden, mich nerven solche vermeidbaren Inkonsistenzen immer ziemlich.
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      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Heute ist das Buch ja rausgekommen. Das Problem: GRRM hatte ja für das Weltbuch ganz viel Zeug verfasst, welches von Elio und Linda durchgesehen wurde und in gekürzter Fassung Eingang in die Endfassung fand. Dabei haben die beiden auch den ein oder anderen Punkt angepasst. Nun hat Dozois für seine Anthologie allerdings die ursprüngliche (sprich unkorrigierte) Version erhalten. Das Resultat: Ein Haufen Widersprüche zum Weltbuch. Nervig.


      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Jahreszahlen sind anders, ebenso Namen und Verwandtschaftsverhältnisse. Stellenweise sachliche Fehler. Ob es dich stört, musst du entscheiden, mich nerven solche vermeidbaren Inkonsistenzen immer ziemlich.

      Meh. Sowas wirkt einfach nur lieblos hingeklatscht. Schade.
      So, kurz mal ein Fazit von mir.

      Wegen vieler Fehlern in Rechtschreibung und Inhalt wirkt die Geschichte lieblos verarbeitet. Da GRRM sich aus dem ganzen Veröffentlichungsprozess ja offenbar vollkommen rausgehalten hat, könnte man jetzt mit dem Finger auf Dozois zeigen, aber daran dürfte es gar nicht einmal liegen. Denn was der erhalten hat, war Rohmaterial, welches dann am Ende anscheinend nicht mehr mit dem bereits veröffentlichten Material im Weltbuch abgeglichen wurde. Es entsteht also der Eindruck, dass GRRMs Name einfach aus verkaufsfördernden Gründen mit reingepackt wurde, ohne dass sich der Mann selber um seine eigene Geschichte gekümmert hat. Man kann ja von der Beteiligung Elios und Lindas am Eis und Feuer-Universum halten, was man will, aber wenn GRRM selber keine Zeit/Lust/was auch immer hat, sollen sich halt die beiden darum kümmern, dann passiert so etwas zumindest in dieser Form nicht.

      Von diesem allgemeinen Statement abgesehen, was hat mir nicht gefallen? Es gibt leider Lücken, die einfach nicht ausgefüllt wurden. So ist nach wie vor vollkommen unklar, wie Aenys' Drache Quicksilver nach dem Tod seines Reiters zu dessen Sohn geraten ist, welcher sich zu diesem Zeitpunkt in den Westlanden aufhielt und ein Jahr später auf dem Drachen in die Schlacht zog, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben, von sich aus zum Drachen auf Drachenstein zu geraten. In meinen Augen ist es ziemlich eklatant, eine derartige Lücke nicht zu berücksichtigen. Über die zwei Jahre von Aenys' Herrschaft mit Maegor als Hand erfahren wir leider gar nichts. Was ich persönlich nervig finde, ist, dass GRRM einfach nicht realisiert, dass es in seiner Welt kein Jahr 0 gibt, und deshalb die Altersangaben für Aegon den Eroberer einfach nicht hinkommen. Dieser soll im Jahre 33 seinen 60. Geburtstag gefeiert haben, was mit seiner Geburt im Jahre 27 vor Aegons Eroberung auch auf den ersten Blick logisch erscheint, bei Berücksichtigung des fehlenden Jahres 0 aber halt unmöglich ist. Ein derartiger Fehler ist aber auch bereits im Weltbuch vorhanden.

      Mein größter Kritikpunkt liegt aber in der Erzählweise, die unfassbar statisch anmutet. Gab es in den vorangegangenen Werken The Princess and the Queen und The Rogue Prince in meinen Augen beispielsweise mit Rhaenyra und Daemon zumindest noch Charaktere, die das Potenzial zum Polarisieren hatten, bleiben die Charaktere in The Sons of the Dragon auffällig eindimensional. Aenys ist als König einfach vollkommen ungeeignet, sodass man es Visenya sogar gar nicht wirklich übel nehmen könnte, wenn sie bei seinem Tod wirklich nachgeholfen haben sollte, Maegor dagegen ist einfach eine soziopathische Killermaschine. Und Maegors Herrschaft ist so übertrieben abgefuckt, dass man als Leser irgendwann nur noch mit den Schultern zuckt, wenn mal wieder beschrieben wird, dass er einen Menschen, eine Menschengruppe oder ein Dorf ins Jenseits befördert. Und hier tritt auch vor allem das Problem der Statik, wenn nicht gar Langeweile ein. Irgendwelche Lords führen Krieg gegen Maegor, er tötet sie, nächstes Jahr sind die Lords aber wieder da, er tötet sie wieder, und jetzt ratet mal, was im Jahr darauf passiert. Und es kommt einem zusätzlich so vor, als ob es immer dieselben Lords wären. Maegor soll so unfassbar viele Häuser vernichtet oder enteignet haben, aber 250 Jahre später laufen halt immer noch die Lords mit den gleichen Namen rum. Am Ende habe ich mich gefragt, warum schon nach sechs Jahren Herrschaft Schluss war, das Spielchen hätte man eigentlich noch 30 Jahre weitermachen können.

      Und ich denke, dass es durchaus Figuren gibt, die einen interessanten Ansatz haben, dann aber vollkommen in dieser Eskalation von Gewalt untergehen. Dabei handelt es sich sogar in erster Linie um Frauen. Visenya, Alyssa, Rhaena, Ceryse da hätte man sicherlich mehr draus machen können. Tyanna dagegen, der mit am meisten Platz eingeräumt wird, ist für mich einfach nur das weibliche Äquivalent zu Maegor.

      Gibt es auch gute Sachen? Joa. Für die Nerds gibt es ein paar neue Namen und Zusammenhänge. Allerdings viel weniger als erhofft. Mein persönliches Highlight war natürlich die Erwähnung von Lady Clarisse Dayne!

      "Soll ich mir das Buch wegen GRRMs Geschichte kaufen?" Nein.
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      Habe sie bis jetzt nicht gelesen.
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