Reise-Erlebnisse

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      Reise-Erlebnisse

      Wie ich es im Ich-bin-nicht-da Thread vor Urzeiten mal geschrieben habe, habe ich mich vom 31.09.2016 bis zum 25.02.2017 vier Monate lang in Nepal aufgehalten, wo ich an einer Art Freiwilligenprojekt teilgenommen habe, von dem ich an dieser Stelle gerne etwas berichten würde :)
      Zwar ist das ganze nun auch schon wieder etwas her, aber vielleicht hilft mir das Schreiben eines kurzen Textes ja gerade die verwirrten und chronologisch weitgehend unzusammenhängenden Erinnerungsfragmente zu ordnen, die derzeit in meinem Kopf rumschwirren.

      Da mich natürlich auch interessieren würde, was andere Forenmitglieder so auf Reisen gesehen und getan haben und ich überraschenderweise noch keinen bestehenden Thread gefunden habe, der sich mit Reise-Erlebnissen beschäftigt, habe ich mir kurzerhand die Freiheit genommen einen neuen aufzumachen.

      Also, wo soll ich anfangen? ?(
      Ich glaube, um einen Eindruck davon zu vermitteln, was ich dort eigentlich im Grossen und Ganzen so gemacht habe, hilft es zuerst einmal das Projekt zu umreissen, in dessen Rahmen ich die Reise tätigte.
      Dieses wurde mir von einem Freund und ehemaligen Klassenkameraden empfohlen, der die Reise dann über weite Teile mit mir zusammen machte, und läuft über eine Vermittlungsorganisation mit dem vielversprechenden Namen Rainbowgardenvillage ( :ill: ), welche auf ihrer Internetseite natürlich das Blaue vom Himmel verspricht.
      Voller Tatendrang und dem dringenden Bedürfnis von zu Hause wegzukommen (so weit weg wie möglich, versteht sich), wählte ich aus den angebotenen Möglichkeiten die Tätigkeit als Dorfschullehrer aus und wartete fortan ungeduldig auf weitere Informationen zur immer näherrückenden Reise. Doch mit der Zeit wuchsen meine Bedenken hinsichtlich der Organisation, der ich 4 Monate meines Lebens und einen gehörigen Batzen meines spärlichen Gymnasiasten-Geldes anvertraut hatte.
      So schmolzen die Wochen und Monate bis zum Beginn der Reise nämlich dahin, die Informationen und Unterlagen, welche man mir versprochen hatten, blieben jedoch nahezu aus.
      Die Ausnahme bildete ein kleines Paket mit ein paar Infos zum Land und einem hässlichen gelben T-Shirt mit dem RGV-Logo drauf, nämlich einem Haufen fröhlich in die Luft springender Kinder ( <X ), welches ich dann in Kathmandu anziehen sollte, damit mich der Taxi-Fahrer erkennen würde.
      Nun hätte ich vielleicht aufgeregt sein sollen, doch irgendwie konnte ich mir wohl zu wenig einen Begriff von alldem machen, als dass mich die Ungewissheiten meiner Reise auf einer tieferen Ebene beschäftigt hätten. Es war mir lediglich peinlich, wenn meine Freunde oder die Eltern mich nach Einzelheiten fragten und ich nicht einmal klar sagen konnte, ob ich nun in der Hauptstadt Kathmandu oder im Dschungel-Hinterland Chitwan wohnen würde.
      Erst am Flughafen in Zürich trafen mich meine Ängste und die Aufregung dann wie ein Schlag. 1000 Fragen, die ich die meiste Zeit über verdrängt oder als trockene Witze in die Runde geworfen hatte, stellten sich mir plötzlich in aller Ernsthaftigkeit:
      Gab es überhaupt so etwas wie ein Projekt oder entpuppte sich das ganze am Ende irgendwie als Betrug? Flug ich gerade ins Nirgendwo hinaus, während sich ein paar krumme Geschäftsleute ins Fäustchen lachten?
      Wie um alles in der Welt sollte ich Kinder unterrichten können, wenn ich doch keine pädagogische Erfahrungen besass und selbst erst gerade noch Schüler gewesen war?
      Und würde ich es überhaupt aushalten, so lange weg von Zuhause zu sein, am anderen Ende der Welt?
      Mehrere Monate ohne alles was ich kannte und liebte, ohne Familie, Freunde, Netflix, Supermärkte und gekühlte Energy-Drinks?

      to be continued...


      Wow, das wird tatsächlich ziemlich ausführlich, wenn ich dieses "Journal" tatsächlich durchziehe :D
      (Ich weiss ehrlich gesagt ja nicht mal, ob es hier wirklich jemanden interessiert^^)

      Damit dieser Thread aber auch sonst einen Nutzen erfüllt, gibt es ja vielleicht noch andere Leute hier, die gerne ihre exotischen Abenteuer in der Ferne teilen würden :)
      Muss auch nicht gerade Nepal sein, Italien oder Frankreich tun's auch.
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor

      LordTywin wrote:

      Ich weiss ehrlich gesagt ja nicht mal, ob es hier wirklich jemanden interessiert

      Mich interessiert es,also gerne mehr davon.

      LordTywin wrote:

      Damit dieser Thread aber auch sonst einen Nutzen erfüllt, gibt es ja vielleicht noch andere Leute hier, die gerne ihre exotischen Abenteuer in der Ferne teilen würden

      Wenn du fertig bist,erzähle ich vielleicht wie und wann ich erfahren habe,welche Mittel besser wirken,wenn man sie anal anstatt oral verwendet.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      LordTywin wrote:

      (Ich weiss ehrlich gesagt ja nicht mal, ob es hier wirklich jemanden interessiert^^)
      Und wie es mich interessiert, wie es weiter geht!!!

      LordTywin wrote:

      Damit dieser Thread aber auch sonst einen Nutzen erfüllt, gibt es ja vielleicht noch andere Leute hier, die gerne ihre exotischen Abenteuer in der Ferne teilen würden
      Naja, bei mir hält es sich mit der Exotik in Grenzen. Vielleicht fällt mir etwas ein, aber wenn erst später.

      HappyTime wrote:

      Wenn du fertig bist,erzähle ich vielleicht wie und wann ich erfahren habe,welche Mittel besser wirken,wenn man sie anal anstatt oral verwendet.
      Da bin ich aber gespannt!!! :popcorn:
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      LordTywin wrote:

      Wow, das wird tatsächlich ziemlich ausführlich, wenn ich dieses "Journal" tatsächlich durchziehe
      (Ich weiss ehrlich gesagt ja nicht mal, ob es hier wirklich jemanden interessiert^^)

      Also mich interessiert das auf alle Fälle auch und der Anfang ist schon mal gelungen und macht neugierig auf die Dinge die da kommen. :)
      Expose yourself to your deepest fear
      After that...you are free
      -Jim Morrison
      @Lord Tywin: Bis jetzt sehr schön geschrieben.

      Im übrigen auch ein sehr schöner neuer Thread. ich reise ja leider wenig, aber wenn ein anderes Foren-Mitglied was interessantes zu erzählen hat - nur zu.

      Müssen ja nicht immer die rauchenden Trümmer von Valyria oder das Dothrakische Meer sein. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Wow, vielen Dank für die positiven Rückmeldungen :)

      Wenn ich Zeit dazu finde, werde ich morgen weiterschreiben.
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor
      Finde solche berichte auch interessant und ich finde es schon komisch, dass die Vermittlungsorganisation nicht so einen tollen Job zu Beginn gemacht zu haben schien und zweifelhaft.
      Sword könnte sich hier auch noch einbringen - der ja auch noch einiges in Afrika erlebt hat.

      Im Übrigen war der Sohn eines Bekannten auch vor kurzem noch in Nepal besser in Kathmandu als Helfer. ^^
      Bin gespannt.
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)
      So, dann mal weiter.

      Ich muss es zugeben: Als ich mich von meinem Vater verabschiedet hatte, brach ich komplett unerwartet in Tränen aus.
      Der Gang in das Flugzeug fühlte sich an, als würde ich mit einem wichtigen und langen Kapitel meines Lebens abschliessen, aber ich war und bin bis heute nicht sicher, ob es tatsächlich ein fast so etwas wie mutiger Schritt in das Unbekannte war, oder eine Flucht vor dem Leben Zuhause, vor all den ungelösten, schwelenden Konflikten und Ängsten, die mir den Schlaf raubten und vielleicht mehr Angst machten, als alles was in Nepal so auf mich warten könnte.
      Naja, ich will jetzt nicht (viel) mehr als nötig ins Pathetische und Fremdschämlastige abschweifen, aber Fakt ist, dass ich meinen ersten interkontinentalen Flug zwar äusserst aufgewühlt antrat, mich dann aber im Flugzeug auch recht schnell wieder beruhigte.
      Vom Flug selbst gibt es nicht viel interessantes zu berichten, ausser einer ziemlich unangenehmen kurzen Episode, als ich mich während der Nacht eine gefühlte Ewigkeit lang nicht auf Toilette getraute, weil ich das ältere, schlafende Päärchen neben mir nicht aufwecken wollte.

      Als wir nach etwa 12 Stunden Flugzeit, plus eines Aufenthaltes in Muskat, endlich in Kathmandu angekommen waren, musste ich als erstes mal mein Visum beantragen, was ich im Vorfeld versäumt hatte, da dies laut RGV "absolut nicht nötig sei" und "sich unkompliziert auch in Nepal selbst erledigen lässt." In Tat und Wahrheit hetzte ich wohl fast 2 Stunden von Automat zu Automat, von Verwaltungsangestellten zu Verwaltungsangestellten, die meiste Zeit ohne genau zu wissen, wofür ich jetzt wieder anstand, während meine Fragen vom Flughafenpersonal meist mit hilflosen Achselzuckern und Zeichensprache, oder mit mürrischem Gemurmel in nahezu unverständlichen Englisch-Brocken quittiert wurden.
      Als ich es dann mit einiger Hilfe von anderen Touristen doch noch irgendwie geschafft hatte, den begehrten Stempel im Pass zu ergattern, musste ich feststellen, dass mein Reisegepäck offenbar nicht mehr im Baggage-Bereich war, woraufhin ich mich erneut an das Flughafenpersonal wenden musste, welches jedoch auch nicht wirklich weiterwusste und auch kein grosses Interesse aufzeigte, mir zu helfen.
      Als ich jedoch nicht verschwand, sondern mit elendem Gesichtsausdruck in der Nähe stehen blieb und mit fiebrigen Augen verzweifelt immer wieder die Gepäcksausgabe absuchte, erbarmte sich schliesslich einer der Angestellten und führte mich zu einem Ecken im Raum, wo er meinen Koffer vermutete. Und da war er dann auch.
      Mir fiel ein Stein vom Herzen und ich bedankte mich so gut ich konnte bei jenem Mann, der dann auch sofort anbot meinen Koffer zum Ausgang zu tragen und dies dann tat, ohne auf meine Einwilligung zu warten.
      Dort angekommen, stellte er das Gepäck ab, wartete bis gerade kein anderes Personal mehr zusah und verlangte dann mit gesenkter Stimme Nepalesische Rupien von mir für seine Dienste. Da ich nicht wusste, wie ich auf die Situation angemessen reagieren sollte und nur grosse Scheine der einheimischen Währung vom Wechselbüro in der Tasche hatte, schüttete ich ihm leicht eingeschüchtert meine restlichen Euro-Münzen in die Hände und machte, dass ich endlich wegkam.

      Doch draussen warteten bereits die Taxi-Fahrer, hungrig wie Löwen, die in kaum ausgewachsenen Europäern wie mir, denen die Unerfahrenheit förmlich ins Gesicht geschrieben steht, die ideale Jagdbeute witterten.
      "Sir! Sir!", "Taxi, good price!", "Come in, come in!" lauteten die Lockrufe dieser gewieften Überlebenskünstlern, die uns Touristen in ihr Gefährt locke wollten, möglichst noch ohne den Preis schon vor der Fahrt verhandelt zu haben.
      Dieses Mal war das Glück jedoch auf meiner Seite: Ein Fahrer hielt ein Schild in seinen Händen, auf dem mein Name geschrieben stand.
      Erleichtert ignorierte ich die Rufe der andern und begrüsste meinen unbekannten Retter aus der Not, der mich an meinem geschmacklosen gelben RGV-Shirt erkannt hatte und stieg in sein Auto, wo er mir mitteilte, dass er gleich hatte gehen wollen, da er sich nicht sicher war, ob ich überhaupt noch kommen würde. Ich fühlte mich inzwischen zu müde, um mir noch Gedanken über Was-Wäre-Wenn-Szenarien zu machen und schaute wie betäubt aus dem Fenster, wo die nächtlichen Lichter der mir fremd anmutenden Grossstadt vorbeirauschten.

      Verträumt realisierte ich, dass ich mich zum ersten Mal ausserhalb von Europa befand und frage mich, wo wir eigentlich genau hinfahren.
      In den spärlichen Info-Mails hatte etwas von einem Hotel im Stadtkern gestanden, wo die Volunteers üblicherweise die ersten Nächte verbrachten, bevor sie dann zu ihrer endgültigen Destination weitergeschickt werden, wo auch immer im Land diese sich befinden mochte.
      Doch als das Auto langsam anfing abzubremsen, schienen wir bei einem privaten Haus angekommen zu sein, wo mich eine nepalesische Frau von etwa 30 Jahren im kleinen Garten begrüsste und den Fahrer verabschiedete.
      Sie stellte sich als Munu vor und führte mich ins Haus hinein, wo ihr kleiner Sohn gerade am Tablet spielte und mich keines Blickes würdigte, während ein blondes Mädchen am Tisch sass und mich verlegen anlächelte, wohl belustigt ab meiner Irritation eine andere Weisse in meinem Alter vorzufinden. Wir gaben uns die Hand, nannten uns gegenseitig unsere Namen und sie sagte auf Englisch, dass sie aus Deutschland komme, woraufhin ich wohl so etwas wie "Schweiz" murmelte und dann von Munu die Treppe hoch- und in mein vorläufiges Schlafzimmer gescheucht wurde. Sie meinte noch, dass ich bestimmt sehr müde von der Reise sei (was auch stimmt), gab mir auf meine Anfrage hin das WLAN-Passwort und liess mich dann alleine, ohne auf noch irgendwelche Fragen von mir einzugehen.
      Nachdem ich meinen Eltern geschrieben hatte, dass ich, trotz aller Komplikationen, gut angekommen war, liess ich den letzten Tag Revue passieren, lachte ob all der Absurditäten, die mir jetzt bereits widerfahren waren und fragte mich, wo und bei wem ich da gelandet war und wie es wohl weitergehen würde. Doch Sorgen machte ich mir irgendwie keine mehr.

      Ich war angekommen, in diesem unendlich seltsamen und aufregendem Land, weit weg von allem was ich kannte.
      Egal was jetzt noch kam, egal ob und was für ein Betrug oder Reinfall dieses Schulprojekt werden würde, es spielte nur noch eine Nebenrolle, denn egal was ich die nächsten 4 Monate über tun würde, ich würde es in Nepal tun und hier schien alles irgendwie aufregend und neu zu sein.
      Trotz einem Anflug von Heimweh schlief ich mit einem Lächeln auf den Lippen langsam ein, während die Lichtketten im Zimmer, die man anlässlich eines Festes aufgehängt hatte, flackerten und vor den Fenstern die Strassenhunde bellten und jaulten.
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      Post was edited 3 times, last by “LordTywin” ().

      Oh ja! Mehr! Irgendwie ist dieser wunderbare Thread in der Versenkung verschwunden, aber ab jetzt werde ich dafür sorgen, dass er mehr gelesen wird!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake wrote:

      Irgendwie ist dieser wunderbare Thread in der Versenkung verschwunden

      War bei mir auch so.Am Mittwoch war ich irgendwie zu müde zum Lesen und dann ging es irgendwie unter.
      Ich finde deine Erlebnisse spannend und wirklich schön und sehr unterhaltsam geschrieben und bin gespannt auf mehr. :)
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      -Jim Morrison
      Bin leider gerade noch im Zivildienst-Kurs (ja, sowas gibts bei uns noch) und habe dementsprechend wenig Zeit, um was zu schreiben.
      Versuche aber am WE oder spätestens nächste Woche weiterzumachen :)

      Und danke für das positive Feedback, sowas motiviert mich sehr!
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      Also, obwohl ich leider gerade ziemlich übermüdet bin, versuche ich mich jetzt mal am dritten Teil meiner kurzen Historie, denn in den nächsten Tagen werde ich wohl ziemlich sicher keine Zeit finden, um etwas auf Papier zu bringen.
      (Vielleicht springt danach ja jemand mit seinen eigenen Erlebnissen aus der weiten Welt in die Bresche ;) )

      An meinem ersten Morgen in Nepal versuchte ich zuerst einmal etwas meine Gedanken zu ordnen: Wo war ich in diesem Haus eigentlich gelandet?
      Ich war mir ziemlich sicher, dass es sich bei meinem Aufenthaltsort nicht um das angekündigte Hotel handelte, worauf ich schloss, dass es wohl Sher gehören musste, meinem von RGV organisierte Kontaktsmann, der mir mal ein kurzangebundenes, mit zahlreichen Schreibfehlern gespicktes Mail geschrieben hatte.
      Meine Vermutung bestätigte sich alsbald ich die Treppe zum Esszimmer hinabschlich und mir an den Wänden Urkunden auffielen, welche u.a. Shers Mitgliedschaft bei den Rotarys und im Lion's Club belegten.
      In der Küche sah ich, dass Munu und das blonde Mädchen, welche ich an dieser Stelle einfach mal Sarah* nenne, bereits eifrig daran waren, Gemüse für das Mittagessen zu schneiden, welches in Nepal üblicherweise bereits zwischen 10 und 11 Uhr stattfindet.
      Ich setzte mich dazu, woraufhin mir ebenfalls ein Messer in die Hand gedrückt wurde, was mir leider die Chance nahm, mein, mit Unerfahrenheit gekoppeltes, haptisches Unvermögen zu verbergen.

      Werde ich es schaffen eine Tomate in kleine Stücke zu zerteilen? Oder gleich zwei? Oder drei? Was wird mit der Kartoffel passieren?
      Können alle diese Cliffhanger aufgelöst werden? Und wer sitzt am Ende auf dem eisernen Thron?


      Nein, tut mir leid, ich merke gerade, dass ich im Augenblick einfach nicht mehr annähernd die Konzentration aufbringen kann, die ich zum Schreiben benötigen würde. Dieses (qualitativ noch ausbaufähige) Textfragment schicke ich auch nur ab, um sozusagen ein Lebenszeichen von mir zu geben, da es (aufgrund von ganztägigen Arbeitszeiten und sozialen Verpflichtungen an den Abenden) diese Woche von meiner Seite aus wieder recht still werden wird hier.

      Am Wochenende hoffe ich dann wieder etwas Zeit und Energie zu finden, weil eigentlich macht es mir ziemlich Spass all die Erinnerungen noch einmal etwas Revue passieren zu lassen, nur möchte ich, dass die darauf basierenden Texte dann auch einigermassen ordentlich herauskommen :)




      *Name der Redaktion bekannt
      “I walked away from the Last Great Time War, I marked the passing of the Timelords, I saw the birth of the universe and I watched as time ran out, moment by moment until nothing remained – no time, no space, just ME! I walked in universes where the laws of physics were devised by the mind of a mad man! And I watched universes freeze and creations burn, I have seen things you wouldn’t believe, I have lost things you will never understand!"
      -The Doctor

      LordTywin wrote:

      Nein, tut mir leid, ich merke gerade, dass ich im Augenblick einfach nicht mehr annähernd die Konzentration aufbringen kann, die ich zum Schreiben benötigen würde. Dieses (qualitativ noch ausbaufähige) Textfragment schicke ich auch nur ab, um sozusagen ein Lebenszeichen von mir zu geben, da es (aufgrund von ganztägigen Arbeitszeiten und sozialen Verpflichtungen an den Abenden) diese Woche von meiner Seite aus wieder recht still werden wird hier.

      Ach,mach dir da mal keine Gedanken.Wenn man in diesem Forum eins gelernt hat,dann ist das Warten. ;)
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      After that...you are free
      -Jim Morrison