[Let's Read] TWOIAF "The Seven Kingdoms (Die Sieben Königslande)", "The Riverlands (Die Flusslande)"; Woche 21

      [Let's Read] TWOIAF "The Seven Kingdoms (Die Sieben Königslande)", "The Riverlands (Die Flusslande)"; Woche 21

      Bitte die Einleitung zu den Flusslanden lesen.
      Augenblicke später hatten tausend Stimmen den Ruf aufgenommen. König Joffrey und König Robb und König Stannis waren vergessen, nur König Brot herrschte noch. "Brot", brüllten die Menschen, "Brot, Brot!" (DSdsL, S.188)
      Diese Zusammenfassung könnte aufgrund des Inhaltes ein wenig länger werden und ich werde zwischenspeichern:

      Wenn ich mir die Einleitung zur Flusslande durchlese, muss ich wirklich wieder an unsere Geschichte, an die Mitteleuropas denken. Gleichzeitig muss ich sagen, dass die Flusslande wirklich eine durchaus blutige, aber interessante und ermüdende Geschichte haben.

      Allein ich hoffe mir ist der Vergleich verziehen, aber die Geographie und Fruchtbarkeit der Flusslande erinnert mich an unsere Urstromtäler (Elbe, Weser, Ems,). Die Nutzung dieser ist ebenso wie für andere Kulturen lebenswichtige Handelsweg. Gerade auch die Erwähn Stakkähne lassen einen an den Spreewald denken (ja ziemlich kitschig, ich weiß) oder die Bewirtschaftung von manchen Gebieten über künstlich angelegte Kanäle wie Waale. So schön die Gegend klingt so schön ist sie nicht.

      Gleichzeitig kann man herauslesen, dass die Flüsse - also der Trident - die wichtigsten Verteidigungsanlagen im Krieg gegen benachbarte Kleinkönige aber auch Schwachstellen sein können. Das erwähnt der Autor selbst mehrfach im Text, um die Invasion der Andalen und die Eisenmänner.

      Außerdem bekommen wir eine gute geographische Übersicht über den Trident und die fruchtbaren Flusslande. So kann man sich wirklich schön vorstellen, wie die drei Ströme in den Gegenden um Schnellwasser, den Zwillingen oder bei Schönmarkt aussehen.

      Was ich persönlich schade finde, ist dass die größeren Orte und Dörfer (Salzpfann, Eggingen, Schönmarkt), obgleich des Handels, eben anders als hier wegen gewisser Kriege zwischen Kleinkönigen in Deutschland nie zu Städten aufgestiegen sind. Vergleicht man dies mit der Geschichte des Nordens, sieht man gravierende Unterschiede. Man muss den Starks anrechnen, den Norden bis vor Ankunft der Andalen befriedet und vereint zu haben. Vermutlich dienten die Flüsse auch oft als Grenzmarkierungen und Hindernisse, so dass sich kein Königreich oder Kleinkönig lange hielt. Die Vereinigung und die Stadtrechte hätten den Flusskönigen sicher gut getan oder genutzt. Stattdessen gab es viele Fehden und Kriege.

      Der Autor springt weiter zur Invasion der Andalen, wo er auch auf die besondere Bedeutung der Sieben für die Andalen eingeht. Schade ist, dass man wenig über die anderen Flusskönige schreibt. Wie oben schon erwähnt fand diese vor allem über den Trident stattfand. Wir erfahren auch, in etwa welche Häuser zu den Ersten Menschen und welche andalischen Ursprungs sind, das Haus Vypren z.B.

      Aber auch diese Geschichten sind mit Vorsicht zu betrachten und Yandel betrachtet manches mit Argwohn. Ich kann mir vorstellen, dass gerade die Geschichten über die Schlacht am Bitteren Fluss, über die 777 Andalenritter extrem geschönt sind. Es würde der Geschichtschreibung der Sieger bzw. der Andalen und deren Septonen entsprechen, dass die Sieben ja doch Wundertaten verbreiten und deswegen heilig sind. Das erinnert mich ein wenig an die Rolle von R'hllor in der Hauptbuchreihe. Typisch für eine Missionierung. Da musste wohl auch der Heilige Wehrholzhain auf Hochherz weichen. Was ich wirklich nicht gerade gut finde. Hier hätte man sich durchaus mit den Ersten Menschen einigen können.
      Dann steht da noch die Frage im Raum, ob die Kinder noch in den Flusslanden gelebt haben (der Geist von Hochherz ist ziemlich interessant) und die Sage um die Insel der Gesichter oder nicht.
      In einer Randnotiz wird auch darauf eingegangen, dass der Wehrholzhain wegen einem der Flusskönige gefällt wurde. Hierzu würden mir der Streit zwischen den Brackens, die den Glauben annahmen, und den Schwarzhains einfallen. Die Schwarzhains werden auch erwähnt, schon in den Süden übergesiedelt und hatten seit jeher eine starke Verbindung zu den Alten Göttern.

      Außerdem bekommen wir nochmal ein wenig genauer die Geschichte von Tristifer IV. und seinem Sohn Tristifer V. aus dem Haus Schlamm erzählt. Der 99 mal gegen die sieben Andalenkönige gekämpft habe aber beim letzten Mal verlor. Hier stimmt Yandel zu, dass die sieben Wohl aus religiöser Selbstdarstellung in der Geschichtsschreibung zustande kam. Zusätzlich werden endlich noch einige Informationen über die anderen Könige während des Zeitalters der Helden. Die Fischers, die Brackens und die Schwarzhains. Das hätte der Autor aber auch mal früher erledigen können!

      Der Streit der Andalenkönige untereinander gibt Aufschluss darüber wie zerstritten die Region wirklich ist. Yandel geht dann über die Gründung und die Herrschaft und den Niedergang des Hauses Gerechtermann ein. Da ist es schon eine Beachtliche Leistung, dass er das Reich so ausdehnen konnte. Ebenso interessant ist, dass Benedikt ein Bastard war. Vermutlich gibt das auch ein Präzedenzfall für die weitere Hauptgeschichte. Und wie es nun einmal ist, machten die Eisenmänner besser die Hoffartts der Herrschaft der Gerechtermanns ein Ende. Wieder gibt es Chaos und Kriege zwischen Kleinkönigen bis zu den Dichter-Königen unter Torrenz Dichter.
      Hier sieht man, dass die Flusslande nicht sehr gut zu kontrollieren sind. Das Söldner wohl keine Lösung sind und man nicht mit Gewalt und nur mit der Peitsche (Androhungen und Geisel) regieren kann, wie es die Dichter-Könige beweisen.
      Auch hier kann der Leser wieder sehr schön Parallelen zur Hauptgeschichte ziehen.

      Wie zerrüttet die Region ist, wird hier noch einmal aufgegriffen. Und es macht mich irgendwie traurig die Geschichte zu lesen. Dass Bündnisse gefällt werden und wieder zerfallen, aber auch wie und warum solche Fehden entstehen. Da ist es verständlich, wenn sich kein Herrscher eines Hauses lange aufschwingen kann, um das Flussvolk unter sich zu vereinen.

      Das man sich schließlich wegen dieser Fehden Fremdherrscher wie Arlan III. Durrandon als Unterstützung holt ist natürlich ein Fehler. Das Ende des Hauses Dichter unter der Herrschaft Umfrieds, die Schlacht der Sechs Könige and den Zitzen der Mutter sowie der Fall mehrerer Oberhäupter bedeutender Häuser beweist das nur zu gut. Vielleicht war aber auch die Herrschaft der Sturmkönige abgesehen von den Rebellionen ein wenig stabilisierend für das Flussvolk. Es stehen jedenfalls keine großartig negativen Berichte darüber. Yandel beschreibt nur, dass die Besatzer nicht so kleinlich und grausamer waren. Besser immerhin als die der Hoffartts, deren Herrschaft und Unterdrückung der Flusslande am Ende des Kapitels beschrieben wird.

      Interessant ist auch hier, dass die Durrandons erst von den Schwarzhains (Roderick Schwarzhain) unterstützt wurden und Harwyn Harthand von den Brackens (Lothar Bracken). Sehr nett übrigens, wenn man bedenkt, dass Lothar Bracken selbst rebellierte und dabei gedemütigt wurde. Obwohl man die Natur der Eisenmänner sicher einschätzen konnte, half man noch Arrec Durrandons Heer zu vernichten und die Sturmländer zu vertreiben als auch Invasionen/Feldzüge zurück zudrängen. Dabei traf es die Schwarzhains natürlich besser, da Arlan noch überlegt hatte Rodericks Tochter zur Königin seinen Sohn deren Gemahl zu machen.

      Sehr interessant sind dabei die angeblichen Worte von Agnes Schwarzhain, die den Hoffartts ein Ende in Feuer und Blut prophezeite. Was sehr interessant wirkt, wissen wir, dass die Schwarzhains auch noch Verbindungen zu den Alten Göttern hatten. Und wie Prophezeiung sollte sich mit dem Tod Harren Hoffartts durch Aegon erfüllen. Dieser ernannte schließlich auch noch die Tullys zum Obersten Herren zum Trident und beugte so vor, dass die Kriege beendet wurden.

      Fazit: Die Geschichte der Flusslande ist auf jeden Fall von Kriegen, Streitigkeiten, Kleinkönigreichen, Meinungsverschiedenheiten, Unterdrückung durchzogen. Gerade große, rivalisierende Adelshäuser mit langer Geschichte wie die Häuser Bracken und Schwarzhain verkörpern die Konflikte in den Flusslanden, sei es auch durch den unterschiedlichen Glauben wie keine Anderen. Außerdem sieht man wie in der Hauptreihe, als auch in der Jüngeren Geschichte, dass es aufgrund ihrer Geographie, immer die Flusslande waren die bluten mussten. Man kann daher nur hoffen, dass sich einige Zwistigkeiten aufgelöst werden oder jemand dort frieden schaft. Ein solcher Frieden käme den Flusslanden definitiv geografisch zu Gute.
      For the night is dark and full of plot holes

      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Aki-chan“ ()

      Als ich mit dem Lesen begann, habe ich zunächst mal wieder gedacht, wie toll das ist, sich so eine explizite Welt auszudenken.

      Die Riverlands selbst sind eigentlich immer schon schwer zu regieren gewesen. Zu Zeiten der Ersten Menschen gab es aber auch hier eine ebenso mystische Geschichte wie im Norden mit sehr mystischen Figuren. Spannend fand ich die Runeninschriften über Heldentaten, die aber erst noch richtig entziffert werden müssen.

      Die eigentliche Geschichte der Riverlands beginnt mit den Andalen. Interessanterweise tauchen aber auch die Kinder des Waldes aus dem Untergrund auf und senden ausgerechnet Wölfe gegen die Andalen, später auch Raben. Die Andalen bringen den Siebenzackigen Stern, der mich sehr an das Christentum erinnert, die Ersten Menschen wären dann quasi die zu bekehrenden Heiden. Vor diesem Hintergrund ist interessant, dass der Norden "heidnisch" bleibt, also eine Verbindung zwischen der alten Zeit resp. den Wildlingen und den zeitgenössischen Westerosi darstellt.

      Die ganzen Könige und Fehden kann ich mir nicht wirklich merken, aber das ergeht mir auch bei unserer Geschichte so. Spannend fand ich, dass Benedict Rivers zu Benedict Justman wird, zeigt es doch die Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs in Zeiten der Unruhe. Ein Verweis auf die Hauptgeschichte?

      Bei den vielen "Petty Kings" musste ich immer an die deutsche Kleinstaaterei und Geschichte denken im Gegensatz zu anderen Ländern und Kulturen, in denen es viel früher nur einen König gab.
      Ja, die Welt ist wirklich beeindruckend die Martin hier geschaffen hat. Da kann man immer wieder staunen, was für Details er verbaut hat. :)

      Du ließt die Englische Version, Hildegunda? Die Runeninschriften werden bei mir wohl nicht erwähnt (ausgelassen bzw. eingekürzt) oder aber ich erinnere mich nicht.
      Wenn ja dann finde ich das auch sehr interessant. Ich wette der Norden hätte bestimmt ebenso viele Runeninschriften zu bieten, die in Vergessenheit geraten sind. (siehe Diskussion über Winterfell oder Jenseits der Mauer).

      Mich würde wirklich interesserieren, wer z.B. noch außer den Fischers (Fishers) von der Nebelinsel weitere Könige der Flusslande waren. Und wo liegt die Nebelinsel überhaupt x'D? Entweder es hört sich sehr nach der Bucht der Eisenmänner an. Dort irgendwo oder im Götterauge oder an der Krabbenbucht. Etwas anderes kommt für mich nicht in Frage.

      Das die Kinder aus dem Untergrund auftauchen fände ich interessant. Aber wir wissen, dass es auch da einige Höhlen gibt. Die Kinder und ihre Höhlen, jaja. Ich finde man merkt hier ziemlich gut, dass welche Kräfte die Kinder aufzubieten hatten. Echte Magie gegen die Beschönten heiligen Kräfte der Sieben. Das ließt man deutlich aus dem Text heraus.

      Mir stellt sich aber die Frage, wie es um die Kräfte der Kinder wirklich bestellt ist.
      Wenn dies bereits im Diskussionsfaden für das Kapitel der Andaleninvasion diskutiert wurde, dann bitte ich dies zu entschuldigen. Aber mir ist nämlich aufgefallen, die Kinder sollen u.a. Naturgewalten heraufbeschwören können, wie beispielsweise die Eng überfluten und die Trittsteine erschaffen. Das traue ich den Kinder nun nicht wirklich zu. So wie hier aufgeführt wird, dass sie sich nicht gegen die Übermacht der Andalen hätten wehren können. Klar die Kinder zogen sich zurück, dass kann natürlich einer der Gründe sein. Sie waren durch die Ausbreitung und die Abholzung der Wehrholzbäume durch die Ersten Menschen eh schon geschwächt.

      Das der Norden "heidnisch" bleibt erinnert mich ein wenig an die Kelten und an Schottland, aber auch an die Völker Skandinaviens, die ja andere Religionen hatten. Die Eng war da wirklich eine gute Barriere.
      Die Brackens und die Schwarzhains repräsentieren die Geschichte ziemlich gut. Kein Wunder warum beides aber so interessante Häuser sind.

      Ja, wie ich bereits oben erwähnt habe, finde ich die Geschichte von Benedict Strom (Rivers) der sich in Gerechtermann (Justmann) umbenannte ziemlich gut. Im Gegensatz zu Torrenz Dichter (Torrenz Teague). Wenn man die Hauptreihe einbezieht, kann man dort eben Vergleiche zu Jon und Aegon mit seinen Söldnern ziehen.

      Mir gefällt die Kleinstaaterei bzw. die vielen Kleinkönige in den Flusslanden auch nicht wirklich und eine Stärkung könnte den Flusslanden ebenso gut tun. Wenn man sich die Hauptgeschichte ansieht, die ja zur Zeit auch vermehrt in den Flusslanden abspielt (Jaime, Brienne, die Bruderschaft/Lady Steinherz, vielleicht kommt Sansa vom Tal auch nach Harrenhal), dann hoffe ich wirklich, dass die Flusslande z.B. ein neues Zentrum und eine bessere vereinte Regierung bekommen. Seien wir optimistisch mit Harrenhal dass nie von einem einzelnen Haus gehalten werden kann. Dazu aber mehr in den nächsten Kapiteln.


      Hildegunda, da du und ich hier wieder fleißig kommentieren, hast du Lust, dass wir uns beim Eingangspost mit den Kapiteln abwechseln? Bedingung ist, niemand anders kommentiert mit.
      For the night is dark and full of plot holes

      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Aki-chan“ ()

      Ja, ich lese die englische Version, das war bei den Büchern erst mal anders. Aber manchmal finde ich es doch kniffelig und überlese wohl auch einiges. Das muss mir wohl auch mit den Nebelinseln passiert sein. Aber wenn jemals TWOW herauskommt, wird es ja auch erst mal auf Englisch gelesen, da übt das.

      Zu den Runeninschriften habe ich im Original gefunden: "During the long centuries when the First Men reigned supreme in Westeros, countless petty kingdoms rose and fell in the riverlands. Their histories, entwined and embroidered with myth and song, are largely forgotten, save for the names of a few legendary kings and heroes whose deeds are recorded on weathered stones in runes whose meanings are even now disputed at the Citadel."
      Ja, von den Runden haben wir vielleicht noch einiges zu erwarten, im Norden und sonstwo. Sam hat ja schon die Aufgabe, nach Informationen über die Anderen zu suchen, da wird er wohl um die Runen kaum herum kommen.

      Ich glaube, die wahnsinnigen Kräfte der Kinder sind viel alte Geschichten und Sagen. Aber das ist in ASOIAF öfter so, dass nie so ganz klar wird, wieviel Magie es nun ist oder ob nicht doch andere Ursachen zugrunde liegen können.

      Ob ich das weiterhin so regelmäßig mit den Kapiteln schaffe, weiß ich nicht. Gerade bin ich im Urlaub und habe mehr Zeit, das wird nächste Woche schon wieder anders aussehen, da bricht wahrscheinlich erstmal alles über mir zusammen. Daher möchte ich mich da noch nicht so festlegen. Und vielleicht macht ja doch mal wieder noch jemand mit....
      Ich lese bei den Büchern auch die englischen Version, zur Zeit ACOK, und einige von Martins Sci-Fi-Werken. Nur Die Welt von Eis und Feuer habe ich auf Deutsch von Wikia gewonnen (2015).

      Ah ich habe das mit den Runen überlesen x'D. Aber es ist ein ziemlich langer Abschnitt. Da können Konzentrationsfehler auftreten.

      Ich kann dich verstehen, Hildegunda. Immerhin haben wir wieder echt aufgeholt und notfalls liest hier ja auch noch jemand anders mit wie Koenig_Brot. Ich hoffe auch, dass hier noch jemand mitmacht. Ein Weltenbuch müssen die meisten wohl als ziemlich unspannen ansehen oder die Motivation ist weg.
      For the night is dark and full of plot holes

      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)