Episode 7x02 - Stormborn

      Ist Olennas Handeln nicht nachvollziehbar? Sie hat innerhalb einer Minute die komplette Zukunft ihres Hauses verloren...es wäre absolut unrealistisch, wenn sie nicht auf Rache aus wäre und stattdessen rational handeln würde...

      Ansonsten ist das mit der Armbrust gegen die Drachen auch in Ordnung...auch nicht unkreativ...was sollten sie denn eurer Meinung nach ausgraben oder erfinden? Eine Flak-Abwehr aus dem 21. Jahrhundert? Das ist auf die Schnelle noch die beste Lösung und Qyburn weiß sicher auch, dass das nicht das non plus ultra ist, aber es besteht immerhin eine Chance, dass man einen Treffer landet.

      Grunkins schrieb:

      Also an alle die mir geantwortet haben zusammengefasst:

      Ich seh den Plan nicht als schlechtes Writing an, ganz im Gegenteil, das bestmögliche Szenario für einen spannenden War of Queens wurde entworfen, ich wollte lediglich darstellen, dass Olenna am richtigsten lag und die Charakterisierung "Racheengel" nicht treffend ist.
      Ich meinte nicht, dass sie KL niederbrennen lassen soll, sondern wie es ein User sagte, normal erobern und die Drachen entsprechend einsetzen. Zum Beispiel gegen Eurons Flotte, der dann nicht unbedingt den Überraschungsvorteil der Nacht (erst Recht nicht mit hoch kreisenden Drachen) gehabt hätte und den man mit den Drachen sehr gut abwehren hätte können. Eine derart überlegende Armee aufzuteilen macht einfach keinen Sinn. Die Versorgung von so vielen Einheiten dürfte auch nicht leicht sein, also ist das sinnvollste schnellstmögliche Schaffung klarer Verhältnisse.

      Und das das einfache Volk in jedem Krieg leidet ist klar, aber zu behaupten, eine lange Belagerung, bei der Cersei erstmal alle Nahrungsmittel für ihre Soldaten aufteilt, bevor sie irgendwem was abgibt, würde weniger Leiden verursachen ist in meinen Augen komplett Quatsch. Siehe die Beschreibungen von Stannis, wie er Sturmkap gehalten hat. Da halte ich es für deutlich sinnvoller, Kollateralschäden bei der Erstürmung in Kauf zu nehmen. Wo die Unbefleckten sich auch sehr gut eignen, denn die vergewaltigen und plündern nicht.

      Und das es so wichtig ist, dass das einfache Volk Dany toll findet, leuchtet mir halt nicht ein. Was soll es machen? Nach einem Krieg nach dem Anderen noch einen sinnlosen Bürgerkrieg gegen eine Königin mit Drachen führen? Ohne Führung? Nein, die sind froh wenn Dany sich dahin pflanzt und solange sie komplette Ungerechtigkeiten vermeidet, wird sich Niemand gegen sie stellen. Cersei ist die einzige Gefahr und die muss beseitigt werden.


      TheMountain schrieb:

      Ist Olennas Handeln nicht nachvollziehbar? Sie hat innerhalb einer Minute die komplette Zukunft ihres Hauses verloren...es wäre absolut unrealistisch, wenn sie nicht auf Rache aus wäre und stattdessen rational handeln würde...

      Ansonsten ist das mit der Armbrust gegen die Drachen auch in Ordnung...auch nicht unkreativ...was sollten sie denn eurer Meinung nach ausgraben oder erfinden? Eine Flak-Abwehr aus dem 21. Jahrhundert? Das ist auf die Schnelle noch die beste Lösung und Qyburn weiß sicher auch, dass das nicht das non plus ultra ist, aber es besteht immerhin eine Chance, dass man einen Treffer landet.



      Flak-Abwehr :thumbsup: Der war gut!
      Aber lach nicht, bei den Glaskerzen oder anderen "magischen" Dingen und beim Komet habe ich schon zuweilen an ... nun sagen wir mal.... futuristische Hintergründe oder Ursprünge ( Raumschiffe, Außerirdische) gedacht, wenn auch nur gaaaanz flüchtig. :pardon:



      :thumbup: Ja, mMn sind das beides stimmige Beiträge.

      Cloud Dancing schrieb:

      Aber lach nicht, bei den Glaskerzen oder anderen "magischen" Dingen und beim Komet habe ich schon zuweilen an ... nun sagen wir mal.... futuristische Hintergründe oder Ursprünge ( Raumschiffe, Außerirdische) gedacht, wenn auch nur gaaaanz flüchtig.


      Könnte daher kommen, dass GRRM vor ASOIAF bevorzugt im SF-Bereich geschrieben hat. Einige denken ja auch Westeros gehört zu seinem Universum der Thousand Worlds, aber das hat er bereits verneint.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Cloud Dancing schrieb:

      Aber lach nicht, bei den Glaskerzen oder anderen "magischen" Dingen und beim Komet habe ich schon zuweilen an ... nun sagen wir mal.... futuristische Hintergründe oder Ursprünge ( Raumschiffe, Außerirdische) gedacht, wenn auch nur gaaaanz flüchtig.

      Kein Wunder warum dann Theoretiker wie Preston Jacobs glauben, dass DLVEUF in einer postapokalyptischen Welt des Tausend Welten-Universums stattfindet - obwohl das George das vom Tisch gewischt hat. In "Die Flamme erlischt" erklärt Martin nämlich die enge Verbindung eines gewissen Tieren zu den Menschen (darunter auch Katzen) mit psionischen Kräften erklärt. (Siehe "Planetenwanderer") Genauso wie dort Telepathie weit verbreitet sind. Ebenso wie in Wildcards. Aber "Superhelden" sind eigtl. auch nur ein Subgenre der Sci-Fi.

      Das kommt dadurch zustande, dass Martin in der gesamten Fantastischen Literatur zu Hause ist. In vielen Werken vermischt er Grenzen, so wie in Sci-Fi-Werken eben Horror-Elemente wie "Zombies" einzubauen oder gerade Bezüge zu H.P. Lovecraft zu schaffen (liest man mal "Die Steinstadt", "Der Fleischhausmann", "Im Hause des Wurms" - allein diese Titel lesen sich schon teilweise Horrormäßig) oder in der Fantasy eben Sci-Fi- und Horror-Elemente (sieht man an den Wiedergängern, an Qyburn, an Lovecraft-Bezügen in ASOIAF wie den Tiefen Wesen).
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

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      Aki-chan schrieb:


      Teilweise war es das einfache Volk und teilweise die Adligen bzw. die aus den Hohen Familien in Meereen. Das kann man per se nicht unter einen Hut kehren und nur den ehemaligen Großen Meistern in die Schuhe schieben, oder wie es die Serie gemacht hat: zu sagen, dass das ganz klar von Außen ausgeht wie die Bewaffnung der Söhne durch den Verbund der Hochburgen des Sklavenhandels.

      Da muss man sich doch mal diese Prostituierte (Vala) aka "Evil Sexworker" ansehen, die mit den Söhnen der Harpyie gemeinsame Sache machte. Es werden nicht alle Bewohner damit einverstanden gewesen sein, dass Dany daher kam und mir nichts dir nichts ihre Unterhaltung bzw. wichtige Pfeiler der Kultur wegnahm, andere hatten Anpassungsschwierigkeiten (wie dieser alte Mann Fennesz, der als Sklavenlehrer sogar irgendwie glücklich war)


      Also würdest du behaupten, dass das einfache Volk in Westeros gemeinsame Sache mit Tywin Lennister gemacht hat, nur weil eine Prostituierte (Shae) ihm geholfen hat?
      Natürlich suchen sich Adelige ihre Handlanger...
      Spielt aber auch keine Rolle, weil die Szenarien Meereen/Westeros so grundverschieden sind, dass es einfach kompletter Blödsinn ist sie zu vergleichen.
      In Meereen: Versorgungsprobleme aufgrund Belagerung, Embargos etc.
      In Westeros: Mit Dorne, Weite schon zwei wichtige Verbündete, wenn Cersei beseitigt ist keine Gegner mehr (kein einzelner kleiner Lord wird gegen sie aufbegehren)

      In Meereen: Komplette Kultur und Wirtschaft wird mit einer einzigen Maßnahme zerschlagen
      In Westeros: Keinen Grund irgendetwas grundlegend an der Gesellschaft zu ändern

      In Meereen: Meereener Adel komplett entmachtet
      In Westeros: Unbeliebte, schlechte Regentin (Cersei) wird ersetzt sonst werden nur die Lennisters beseitigt. Tyrells, Martells (Edit: bzw. akzeptierte Nachfolger), Graufreuds bleiben an der Macht. Freys sind schon weg...Es muss nichts geändert werden außer der Person, die auf dem Thron hockt und das dürfte eher gut ankommen.

      Grunkins schrieb:

      Also würdest du behaupten, dass das einfache Volk in Westeros gemeinsame Sache mit Tywin Lennister gemacht hat, nur weil eine Prostituierte (Shae) ihm geholfen hat?
      Natürlich suchen sich Adelige ihre Handlanger...

      Ich würde sagen die in dem Fall wie du ihn beschreibst; ganz klar nein. Einzelne Individuen Zählen nicht unbedingt.

      Die beiden Fälle sind auch wieder Grundverschieden, wie du selbst sagst.
      Bei den Söhnen der Harpyie handelt es sich eigentlich um eine terroristische Anonymous-Bewegung. Da kann dahinterstecken wer will. Sogar die einfache Bevölkerung von Meereen, vielleicht sogar in die Kleidung der Mittel und Oberschicht gekleidet. So wie Dany sie mit der Hinrichtung von Mossador als auch den Kämpfen in den Arenen verprellt hat. Hinzu kommt, dass nach dem Angriff in der Arena von Daznak auch sogar das Grafiti "Mhysa is a Master" auftauchte. Wenn in Meereen als eine Person "gewonnen" werden konnte, wird es sicherlich auch noch noch mehr geben, die nicht mit dem Strom schwimmen und Angst oder Bedenken haben, dass ihre Kultur zerstört wird.
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

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