Episode 7x05 - Eastwatch

      Esmeralda schrieb:

      Doch. Eine Annullierung ist, nicht wie eine Scheidung, eine einfache Auflösung der Ehe. Annullierung bedeutet "Nichtigmachung". Diese Ehe hat durch diese Annullierung quasi (rechtlich) niemals existiert, daher kann kein Kind aus dieser Beziehung ehelich sein.


      Also nach Sams Beschreibung klang das Ganze aber eher nach einer Scheidung, er sagt ja nur, dass man damit die Ehe auflöse. Etwas anderes kann es meines Erachtens auch gar nicht sein, weil der Hohe Septon wohl kaum einen Grund für die Nichtigkeitserklärung (Trunkenheit, Formmangel, Bewusstlosigkeit...) bei einem der beiden feststellen können wird. Denn dann ist die Anullierung rechtswidrig ;) .

      Tyraxes schrieb:

      Esmeralda schrieb:

      Doch. Eine Annullierung ist, nicht wie eine Scheidung, eine einfache Auflösung der Ehe. Annullierung bedeutet "Nichtigmachung". Diese Ehe hat durch diese Annullierung quasi (rechtlich) niemals existiert, daher kann kein Kind aus dieser Beziehung ehelich sein.


      Also nach Sams Beschreibung klang das Ganze aber eher nach einer Scheidung, er sagt ja nur, dass man damit die Ehe auflöse. Etwas anderes kann es meines Erachtens auch gar nicht sein, weil der Hohe Septon wohl kaum einen Grund für die Nichtigkeitserklärung (Trunkenheit, Formmangel, Bewusstlosigkeit...) bei einem der beiden feststellen können wird. Denn dann ist die Anullierung rechtswidrig ;) .

      Wissen wir was in Westeros rechtswidrig ist? Wann ein Septon eine Ehe annulieren darf?
      Die Unterhaltung von Sam und Gilly drehte sich um Annulierung, weil Gilly fragte was das Wort bedeutet. Wenn es eine Scheidung gewesen wäre hätte da auch Scheidung stehen können.

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      Hier gibt es eine schriftliche Wiedergabe der Szene.
      Gilly liest vor: He issued an annulment for a Prince Rha-gur. Dann fragt sie, was "annulment" heißt. Das Wort "annulment" bedeutet Annullierung. Ansonsten hätte sie Divorce gelesen. Ich denke, dass Sam hier einfach (auch weil er genervt ist) so einfach wie möglich erklärt, was es bedeutet.

      Tyraxes schrieb:

      Etwas anderes kann es meines Erachtens auch gar nicht sein, weil der Hohe Septon wohl kaum einen Grund für die Nichtigkeitserklärung (Trunkenheit, Formmangel, Bewusstlosigkeit...) bei einem der beiden feststellen wird.
      Und welche Gründe sollten sie für eine Scheidung haben? Ist so etwas überhaupt vorgesehen im Glauben der Sieben? Mir kam der Glauben immer an den katholischen Glauben angelehnt vor und da kommt eine Scheidung nicht wirklich in Frage.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Thinkerbelle schrieb:


      Wissen wir was in Westeros rechtswidrig ist? Wann ein Septon eine Ehe annulieren darf?
      Die Unterhaltung von Sam und Hilly drehte sich um Annulierung, weil Gilly fragte was das Wort bedeutet. Wenn es eine Scheidung gewesen wäre hätte da auch Scheidung stehen können.


      Nein, wissen wir natürlich nicht. Aber wenn wir schon mit dem unterschiedlichen Verständnis von Annullierung/Scheidung argumentieren, dann müssen wir ja zwangsläufig auch deren ungefähre Gründe anerkennen, und da sieht es m. M. n. bei Rhaegar und Elia ziemlich schlecht aus, wenn man, wie @Esmeralda, das katholische Kirchenrecht zurate zieht:

      Eine Ehe ist nach kirchlichem Recht ungültig geschlossen, wenn bei der Eheschließung
      - ein Konsensmangel vorlag
      - eine Verletzung der Formpflicht vorlag
      - ein Ehehindernis vorlag

      de.wikipedia.org/wiki/Ehenichtigkeit_(Kirchenrecht)

      Wie wir wissen, sind einige mittelalterliche Begriffe in GoT nicht deckungsgleich mit den historischen Vorbildern. So versteht man ja unter Bastarden in Westeros alle unehelich geborenen Personen, egal ob einer der Eltern adelig ist oder nicht. Dabei werden unter dem Begriff Bastard historisch tatsächlich nur solche unehelichen Kinder verstanden, die einen adeligen Elternteil haben. Uneheliche Kinder von Bürgerlichen waren keine Bastarde, sondern Kegel (daher auch die Redewendung "mit Kind und Kegel" - Kinder sind eheliche, Kegel uneheliche Nachkommen).

      Esmeralda schrieb:

      Und welche Gründe sollten sie für eine Scheidung haben? Ist so etwas überhaupt vorgesehen im Glauben der Sieben? Mir kam der Glauben immer an den katholischen Glauben angelehnt vor und da kommt eine Scheidung nicht wirklich in Frage.

      Mir eben auch. Im Wort Annullierung steckt das wort null - also nicht - damit nichtigmachung eben auch mit drin. Ich würde nicht sagen, dass man eine Scheidung möglich ist, da sich Game of Thrones eben an das Mittelalter und damit an die Katholische Kirche anlehnt. Von Trunkenheit kann man nicht mal ausgehen, sondern vor allem nach dem Vollzug- oder Nichtvollzug der Ehe.

      Immerhin wurde aber ein Fakt zwar richtig gemacht, nämlich, dass wenigstens eine der beiden Parteien bei der Annullierung vor den Hohen Septon oder einem Rat der Sieben treten muss. Allerdings wird das eben schwierig wenn, es sich um eine Vollzogene Ehe handelt, mit Kindern. Es gab wohl auch z.B. bei den Hohenturms einen Fall wo Dorian Hohenturm zum Zeitalter der Andalen sich von seiner Frau (20 Jahre lang + Kinder) mit trennte und eine Prinzessin heiratete, aber hier erfahren wir nicht, ob die Ehe rechtsmäßig annuliert wurde. Was sicher auch bitter gewesen sein muss. Zudem ist das eh zu lange her.

      Richtig ist ein König kann eine Auflösung verlangen, in den Büchern, weswegen Loras eben Margaery an Robert vermitteln wollte. Fraglich ist aber, ob der Kronprinz das eben auch kann.

      Das Problem ist aber, dass die beiden Sachen unterschiedliche Medien sind.
      Die Prophezeiung des dreiköpfigen Drachen gibt es in der Serie so nicht, wie vieles anderes - siehe Valonqar obwohl viele Serienfans diese Buchtheorien auf die Serie projezieren. Dennoch deuten die Namen Rhaenys und Aegon - die in Staffel 3 von Thoros erwähnt werden - darauf noch hin. Ein wichtiger Grund könnte ein Ehebruch von Seiten Elia gewesen sein. Allerdings passt dies nicht so recht zu dem Bild von dem was wir von Elia in der Serie zu hören bekommen.
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)

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      Es ist irgendein Beitrag ,egal was drin steht und dann kommt irgendein Seitenhieb auf die Serie der einfach nicht sein muss.
      Genau diese Aussagen sind nämlich diese über die sich Fanboys aufregen. Und über die ihr euch dann beschwert und so weiter und sofort.


      Bei aller Liebe, aber Seitenhiebe hat die Serie in dem Falle verdient. Sie lassen Rhaegar wie einen verliebten Volldeppen dastehn. Und das geht garnicht.
      "Sie waren von Schatten umgeben.
      Ein Schatten war dunkel wie Asche, mit dem schrecklichen Gesicht eines Bluthunds.
      Ein Anderer war gepanzert wie die Sonne, golden und wunderschön. Über beiden ragte ein Riese mit steinerner Rüstung auf, doch als er sein Visier öffnete, waren darin nichts als Finsternis und dickes, schwarzes Blut."

      Esmeralda schrieb:

      Eine zweite Ehefrau nach targaryschem Vorbild hätte hier mehr Sinn gemacht. Ich glaube, hier wollte man Zuschauer nicht vergrätzen, die moralisch ein Problem mit Mehrehe haben. (Und gleichzeitig beklatschen, dass die Tante Dany mit dem kleinen Jonny... )


      Ich habe das auch so verstanden, dass das sehr auf amerikanische Fernsehzuschauer gemünzt war. Viele dort sind eben sehr streng christlich, die wollte man nicht vor den Kopf stoßen. Unlogisch ist das aus den oben genannten Gründen eigentlich auch in der Serien, fällt m. E. aber so sehr im Fluss der Geschichte nicht auf.
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      Im Buch hätte es weitreichendere Folgen, denn bei einer Annullierung der Ehe seiner Eltern bräuchte Aegon - der vielleicht aus ganz anderen Gründen nicht echt ist - von vorneherein keinen Anspruch auf den Thron zu erheben.

      Hildegunda schrieb:


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      Im Buch hätte es weitreichendere Folgen, denn bei einer Annullierung der Ehe seiner Eltern bräuchte Aegon - der vielleicht aus ganz anderen Gründen nicht echt ist - von vorneherein keinen Anspruch auf den Thron zu erheben.


      Spoiler anzeigen
      So wie ich es verstanden habe, war die Annullierung der Ehe heimlich (denn niemand - auch in Dorne - scheint was davon zu wissen). Und dann wäre - wenn Martin den Strang im Buch so umsetzt - Aegon zwar nicht legitim geboren, würde aber dennoch den Thron beanspruchen, da er und alle anderen davon ausgehen, dass er der legitime Erbe von Rhaegar ist. [/quote]
      Real stupidity beats artificial intelligence every time.

      Hogfather (Terry Pratchett )