Star Wars - Episode VIII

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      Ich weiß gar nicht was ihr alle gegen Christensen und die genial geschriebenen Dialoge der Prequel-Trilogie habt.
      Hier noch einmal eine Sternstunde der Saga:



      Ich glaube ich muss mal wieder Plinketts Reviews schauen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      Maegwin wrote:



      Ein Bandscheibenvorfall ist lustiger als Jar Jar Binks.
      Der Vergleich zu Finn hinkt gewaltig, der ist weder in erster noch in zweiter Linie als komödiantischer Sidekick angedacht.

      Genau das. Episode 1 ist für mich übrigens mit Abstand die erträglichste.


      /sign
      In Episode 1 fand ich Anakin ja irgendwie noch ganz süß. Anfangs hat er mich eigentlich gar nicht gestört. Episode II habe ich zumindest teilweise mal irgendwann in der Grundschule als 8-Jähriger gesehen und hab damals schon bemerkt, wie schlecht die Lovestory zwischen Padme und Anakin und Christensen eigentlich sind.
      Unsäglich waren in Episode I allerdings die Neimodianer und die Gungans sowieso. Und die Idee, schon wieder eine kugelförmiges Raumschiff mit einem einzelnen Torpedo zu sprengen...^^.

      ​Die politischen Konflikte also den "Lore"-Teil fand ich sogar hochspannend, aus meiner Sicht hätten die gesamten drei Teile aus Nichts anderem bestehen können. Allerdings stand die Romanze zwischen Anakin und Padme derart penetrant im Vordergrund und war so scheußlich inszeniert, dass es mir schwer fällt mich auf andere Bestandteile zu konzentrieren.

      Die Tatsache, dass Padme völlig sinnfrei an einem akuten Anfall von "Ich bin traurig" gestorben ist, ist für mich da nur der krönende traurige Tiefpunkt dieses beknackten Plots.


      Ebenfalls /sign. Wenn sich eine ernsthafte Interpretation der Trilogie nicht pauschal verbieten würde, könnte man das sogar als Ansatz sehen, Star Wars mit klassischer, dystopischer Science Fiction zu verbinden. Multinationale/Interstellare Konzerne die politische Macht ausüben, selbst im Parlament sitzen und eigene Armeen befehligen...
      Auch der Jedi-Orden hat mir im Grundsatz gefallen. Und dann kommt wieder irgendein hyperalbernes Wesen oder Anakin lässt einen markigen Spruch und ist im nächsten Moment beleidigt, weil sein Meister "ihn nicht vorwärts kommen lässt" (bitte mit der weinerlichen, verzweifelten Stimme eines dreizehn-Jährigen Teenagers lesen).
      Apropo Plinketts Reviews neulich hab ich mir eben das Force Awakens Review angesehen und es ist wahr was der Mann sagt,
      dass die 2. Trilogie also I-III deutlich von IV-VI Elemente übernimmt, nur in umgekehrter Reihenfolge. (Ring-Theorie genannt).



      Wie das hier auch bestätigt wird.

      Grunkins wrote:

      Unsäglich waren in Episode I allerdings die Neimodianer und die Gungans sowieso. Und die Idee, schon wieder eine kugelförmiges Raumschiff mit einem einzelnen Torpedo zu sprengen...^^.

      /sign

      Schlimm ist aber wirklich, dass z.B. die Episoden teilweise so langatmig sind. Ich weiß nicht, da können nicht mal diese großen Actionsequenzen/Landschlachten oder Massenszenen etwas rausreißen.

      /sign Was das Lore und die Lovestory angeht.
      »Die Wälder sind voller wilder Tiere«, erinnerte er seinen Vater. »Die Straßen der Städte auch.« (Sturm der Schwerter, Tyrion I)
      Die Vorfreude auf Ep. VIII wird bei mir jedesmal durch die Erinnerung an Ep. VII im Keim erstickt. :(

      Ep. VII war für mich ein schlechtes Kopieren von Ep. IV, ergänzt mit teils lächerlichen Charakterentwicklung und Hineinquetschen von Altstars. Den Film habe ich wirklich in schlechter Erinnerung, weil mir sofort Szenen einfallen, bei denen ich die Augen Rollen muss. Dazu muss ich sagen, dass ich aufgeschlossen in den Film ging.

      Rogue One fand ich in Ordnung und er ist ein gutes Prequel zu Ep. IV. Bei Interesse an der Saga würde ich dazu raten, Rogue One und anschließend die überarbeitete alte Trilogie anzusehen. Wer dann noch mag, kann sich Ep. I bis III reinziehen, es geht aber auch ohne. :D

      Maegwin wrote:

      Ein Bandscheibenvorfall ist lustiger als Jar Jar Binks.


      Da widerspreche ich nicht.

      Maegwin wrote:

      Der Vergleich zu Finn hinkt gewaltig, der ist weder in erster noch in zweiter Linie als komödiantischer Sidekick angedacht.


      Genau diesen Sidekick stellt er aber im Film dar. Das er gar nicht dafür gedacht war, macht die ganze Sache noch schlimmer.


      The Dragonknight wrote:

      Ich weiß gar nicht was ihr alle gegen Christensen und die genial geschriebenen Dialoge der Prequel-Trilogie habt.


      Ich habe schon einmal darüber nachgedacht ob vielleicht ein anderer Schauspieler das alles besser herübergebracht hätte und es gar nicht an den Dialogen gelegen hat. Tja diese Szene ist immer wieder der absolute Gegenbeweis.
      Death

      TheStranger wrote:

      Ich habe schon einmal darüber nachgedacht ob vielleicht ein anderer Schauspieler das alles besser herübergebracht hätte und es gar nicht an den Dialogen gelegen hat.


      :D
      Man kann es sowieso nicht an einem einzelnen Punkt festmachen. Einen schlecht produzierten, geschriebenen oder gespielten Handlungsstrang wird es meistens in einem Film geben. In Ep.2 und Ep.3 ist aber zu vieles unstimmig, wodurch die "Filmatmosphäre" einfach gestört wird.
      Um ehrlich zu sein kann ich die Leute nicht verstehen, die mit Episode VII so gar nichts anfangen können.
      Aber so ist das nun mal, Geschmäcker sind unterschiedlich. Dem einen gefällt's richtig gut, dem anderen überhaupt nicht.

      Ich selbst fand den Film total super.
      Visuell ist der Film überragend. Tontechnisch finde ich ihn solide, nichts total abgefahrenes, aber auch nichts schlechtes.
      Sobald die Haupthandlung zur Starkiller Base hinüberschwenkt kann ich die Kritik, was das Kopieren von Episode IV angeht, verstehen.
      Doch davor geht der Film seine eigenen Wege. Ja, es werden bereits bekannte Handlungselemente wieder aufgenommen, aber wenn ich die beiden Filme aber direkt miteinander vergleiche, kann nicht von einer Kopie die Rede sein. Aber nun gut, das sieht wohl jeder etwas anders.

      Auch die Kritik am Humor hier im Forum kann ich nicht nachvollziehen und habe dies so auch noch nicht woanders gelesen oder gehört. Es gibt mehr lustige Stellen als in den anderen Filmen, das stimmt. Allerdings ist der Humor weder kindisch (das trifft auf den Humor in der PT zu) noch in irgendeiner Weise störend.
      Ich fand Finn's Humor in 2 Szenen auch etwas zu gewollt, ansonsten gefielen mir die lustigen Szenen gut und ich konnte viel lachen.

      Bei der PT bin ich dann aber wieder voll bei euch.
      Das CGI ist schlimm, die Dialoge furchtbar und der Humor grauenhaft. Lediglich die Musik von John Williams ist ein Lichtblick, zumindest was Episode 1 und 2 angeht. Den dritten Teil wiederum fand ich gar nicht so schlecht bzw. sogar ziemlich gut gelungen, die Leistungen von Ian McDiarmid und Ewan McGregor sowie Order 66 und Vader vs. Obi Wan am Ende reißen sehr viel raus, auch wenn dieser Film seine Schwächen hat.

      Episode 3 gefällt mir aber auch mit der Zeit immer besser, weil man beispielsweise Anakins Verhalten oder die Beziehung zwischen Anakin und Obi Wan nach der Serie "The Clone Wars" viel besser nachvollziehen kann.
      Die Staffeln 4-6 der Serie sind mMn der Höhepunkt vom dem, in dem Zeitraum der Prequels passiert.
      Falls ihr "The Clone Wars" also noch nicht gesehen und die Prequels noch nicht ganz abgeschrieben habt: Schaut euch unbedingt diese Serie an!

      Gründe dafür gibt es mehr als genug:




      Nun aber endlich zu Episode VIII:

      Die vermeintlichen Spoiler im Trailer sind bei näherer Betrachtung ziemlich offensichtliche falsche Fährten. Man beachte bei der Szene am Ende mit Kylo und Rey den jeweiligen Hintergrund. Das ist einfach nur geschickt zusammengeschnitten, der Zuschauer wird hier bewusst in eine falsche Richtung gelenkt.
      Ähnlich ist es auch bei Leia und Kylo. Wieder ein geschickter Schnitt, die Leute in Leia's Hintergrund die absolut seelenruhig sind sprechen dafür, dass die Szene nicht während der Schlacht spielt.

      Von daher wissen wir also deutlich weniger, als manche es glauben. Der Trailer verspricht einen deutlich düstereren Film als Episode VII und daher freue ich mich sehr auf das, was da am 14. Dezember auf uns zukommt. Die Tickets für die Mitternachtspremiere sind gebucht :)

      Post was edited 1 time, last by “Khal Drogo” ().

      Ehrlich gesagt gehe ihn den Film ohne hohe Erwartungen rein. Oder besser gesagt, ich gehe nur mit der Erwartung rein unterhalten zu werden.
      Erwarte nicht viel vom Film, scheint vom Aufbau extrem an die alte Trilogie angelehnt zu sein, also erwarte ich story technisch nichts evolutionäres.
      Natürlich käme ich gern positiv überrascht aus dem Kino, ziehe es aber lieber vor die Messlatte niedrig zu legen.

      Khal Drogo wrote:


      Doch davor geht der Film seine eigenen Wege. Ja, es werden bereits bekannte Handlungselemente wieder aufgenommen, aber wenn ich die beiden Filme aber direkt miteinander vergleiche, kann nicht von einer Kopie die Rede sein. Aber nun gut, das sieht wohl jeder etwas anders.


      Wie du sagst, Geschmäcker sind verschieden, aber darüber, dass der Film fast alle Handlungselemente aus Episode IV kopiert kann man wohl kaum streiten. Es kann einem ja trotzdem gefallen, aber selbst jetzt, mehr als anderthalb Jahre später, fallen mir auf Anhieb 20 Parallelen ein (Auflistung folgt morgen).
      Die Sichtweise wundert mich auch sehr. Ich bin normalerweise niemand, dem solche Parallelen beim ersten Schauen auffallen. Bei TFA war es aber wirklich extrem. Mir will jetzt spontan keine Szene aus A New Hope einfallen, die es nicht irgendwie auch in TFA gegeben hat.
      Die Episoden I-III sind immer noch um Längen besser als VII.

      Mein Ranking ist V,VI,IV,III,I,II.

      Meines Erachtens gibt es einen Kardinalfehler in II und III. Die unglaubwürdige Entwicklung von Hayden Christensen zu Darth Vader. Der sonstige Cast weiß eigentlich zu gefallen. Windu, Yoda, Obi Wan, Qui-Gon, Palpatine, Amidala und Dooku werden gut dargestellt. Da kann man auch einen Jar Jar Binks verkraften. Das Problem ist aber, dass Lucas einfach nicht sinnvoll veranschaulicht, auf welche Weise die dunkle Seite der Macht jemanden anziehen kann. Vielleicht liegt es auch an der Darstellung von Christensen. Bis auf ein paar seltsame CGI-Effekte sind die Filme aber ansonsten grundsätzlich gelungen.

      Episode VII hat mir die ersten paar Minuten sogar ganz gut gefallen, aber Adam Driver ist als Cast noch missratener als Christensen. Ansonsten vermittelt der Film keine Dramaturgie, keine Spannung, kein Gefühl, keinen Witz und keinen Charme. Und er traut sich im Grunde gar nichts. Am schlimmsten ist mit Abstand die Szene von Adam Driver und Harrison Ford ("Ich bin zerrissen"). Abrams darf jetzt wieder Star Trek Filme drehen (was er gut kann) und Rian Johnson darf unter Beweis stellen, dass er es besser kann.

      Gelingt auch der nächste Teil nicht, würde ich mir die Fortsetzung davon dann auch schenken.
      [

      schnoeps wrote:

      Meines Erachtens gibt es einen Kardinalfehler in II und III. Die unglaubwürdige Entwicklung von Hayden Christensen zu Darth Vader.


      Zumal das eigentlich der "Sinn" der Filme war. :)


      schnoeps wrote:

      Das Problem ist aber, dass Lucas einfach nicht sinnvoll veranschaulicht, auf welche Weise die dunkle Seite der Macht jemanden anziehen kann. Vielleicht liegt es auch an der Darstellung von Christensen.


      Naja, er hat es mehr oder weniger so gelöst, dass Anakin schon immer leicht in Rage kam und sich dann völlig irrational an den Strohhalm "Wiederbelegung" klammert. So richtig anziehend wurde die dunkle Seite IMHO gar nicht dargestellt. An den entscheidenden Stellen hat er sich dann wiederholt von Palpatine bequatschen lassen. Die Motivation als Darth Vader weiterzumachen fehlt irgendwie. Das Ganze passt - meiner Meinung nach - auch nicht so richtig zum eher rationalen und überlegenden Darth Vader aus Teil IV-VI bzw. Rogue One.

      Andererseits ... es lag wohl kaum in Lucas Interesse einen Trilogie aufzubauen, welche als Vorlage zur Faszination des Bösen herhalten soll.
      Rogue One habe ich bislang nur teilweise gesehen.

      Und von Episode VII habe ich mittlerweile vieles vergessen, was eher kein gutes Zeichen ist.

      Ich schwanke, ob ich hineingehen soll. Ich habe den Hobbit III gespart und mir Jahre später vor dem Fernseher lachend dazu gratuliert. Einerseits ist die allererste Fortsetzung von Star Wars - Das Imperium schlägt zurück - der beste aller Filme gewesen.

      Nach dem Ansehen von Episode II fühlte ich mich persönlich punkto Intelligenz beleidigt. Das war doch teilweise Kindergartenniveau. Der absolute Tiefpunkt.

      Zur Hayden Christensen-Diskussion möchte ich noch sagen, dass es tatsächlich für jeden Schauspieler schwer gewesen wäre, in der Rolle zu glänzen, dennoch empfehle ich immer schwer die synchronisierte Fassung, denn diese schmierenkomödiantisch gespielte Aufregung in seiner Stimme ist einfach fürchterlich. Zeigt allerdings auch, was für ein mieser Regisseur George Lucas ist, dass er das durchgehen ließ. Entweder lasse ich das ganze so lange drehen, bis es nicht mehr so aufgesetzt wirkt, oder ich feuere den Darsteller.

      So gesehen war Episode VII für mich auch eine schwere Erschütterung der Macht. Ich ging immer davon aus, dass die Filme automatisch besser werden, wenn Lucas NICHT Regie führt (wie bei V und VI). Tja, falsch gedacht.

      P.S. Sollte in einem Trailer irgendwas Ewok-mäßiges oder Jar-Jar-mäßiges vorkommen, bin ich entgültig raus, ansonsten warte ich auf die Kritiken, wie schon beim "Dark Tower". (Bei dem ich dann wieder Geld gespart habe.)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ich wollte gerade im Vorverkauf Tickets für Episode VIII kaufen und bin bei der Ticketauswahl etwas unschlüssig. Auf Englisch wird der Film entweder in 3D gezeigt, was ich nicht brauche (wer tut das schon) und 3€ (!) Aufpreis kostet, oder in 2D dann aber mit deutschen Untertiteln, die ich wiederum als sehr störend empfinde. Alternativ könnte ich natürlich auch auf Deutsch in 2D hineingehen und aber so auf die Originalsprache verzichten. Das Leben ist ein Kompromiss....
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

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      Um ehrlich zu sein kann ich die Leute nicht verstehen, die mit Episode VII so gar nichts anfangen können.


      Ist aber, trotz der verhältnismäßig starken Vertretung im Forum, die Minderheit.
      Episode 1-3 fahren bei Metacritic mit 51/54/68 Punkten und Episode 7 mit 81. Wenn man überall nochmal 10 Punkte abzieht und Episode 1 und 3 vertauscht wäre das in etwa meins.

      Rogue war für mich dagegen ne ziemlich klare 85+. <3
      I have been despised by better men than you.
      Also mir haben die Star Wars Filme alle gefallen. Und das was ich an den Filmen kritisiere ist was völlig anderes als hier im Forum kritisiert wird. Teil 2 finde ich auch den schwächsten, aber nicht wegen Anakin, sondern weil da zu viel Krieg war, zu viel geballert wurde. Und dieselbe Kritik habe ich auch bei Rogue One.
      Ich finde Kriege und Schlachten einfach öde und langweilig und abstoßend. Der letzten GoT Staffel sehe ich daher auch mit gemischten Gefühlen entgegen.
      Die Liebesszene fand ich auch etwas schwülstig, aber nicht schlimmer als in anderen Filmen. Anakin erzählt Padme eben etwas Persönliches. Das gehört auch dazu, wenn man sich kennen lernt. Und es soll tatsächlich Menschen geben, die sich nicht deswegen verlieben, weil sie sich ständig gegenseitig beleidigen, sondern weil sie sich anderen öffnen und was Nettes sagen, die in einer Beziehung nicht die Reibung suchen sondern die Harmonie und das Vertrautsein.

      Die Entwicklung von Anakin fand ich plausibel. Er sah seine Mutter sterben und wollte nie mehr jemanden, den er liebt sterben sehen. Das hat ihn zur dunklen Seite gezogen, da Palpatine ihm gesagt hat, dass er als Sith Lord stärkere Kräfte hat, die auch den Tod besiegen können. Er hat dann innerlich mit sich gerungen, konnte sich nicht sofort dazu durchringen auf die dunkle Seite zu gehen, aber jedes Mal, wenn ihm die Sterblichkeit von Padme vor Augen geführt wurde wurde sein Verlangen größer, diese Macht zu besitzen den Tod zu besiegen. Und ebenso seine Wut auf alle, die ihm das ausreden wollten - jeder, der mit Vernunft kam und sein schlechtes Gewissen fütterte wurde so sein Feind. Diesen inneren Kampf fand ich am spannendsten in Teil 3, der dadurch nach Teil 4 mein zweitliebster Star Wars Film ist.
      Und dass Angst die Menschen auf die dunkle Seite der Macht treibt, das sehen wir ja auch in unserer Welt gerade mit Besorgnis. Wie oft habe ich in den letzten 2 Jahren bei politischen Diskussionen Meister Yoda zitiert:


      Und ich mag auch die eher witzigen Figuren in Star Wars. Den Comic Relief. Es ist eben kein ein emotions- und humorloses/zynisches Abschlachten und Abknallen, wo sich eine Kampfszene an die andere reiht, sondern hat sehr viele Ebenen. Den Humor, die politische Ebene, die Figuren mit ihren Eigenheiten, der innere Kampf einzelner Figuren, ob sie der dunklen Seite der Macht widerstehen können, die Bezüge zu Mythologie und Religion, die kreativen Welten und Aliens - und Droiden, in kleinen Dosen auch mal eine emotionale Liebesgeschichte und natürlich die geniale Musik... diese Mischung macht den ganz besonderen Charme der Reihe aus.
      Und nur in so einem Paket mit sehr vielen anderen interessanten Aspekten kann ich auch die gelegentliche Kampfszene ertragen. Und bisher hat mir jeder Star Wars Teil, einschließlich Rogue One dieses Paket geboten. Und ich freue mich auf die nächsten!
      Die Liebesszene fand ich auch etwas schwülstig, aber nicht schlimmer als in anderen Filmen. Anakin erzählt Padme eben etwas Persönliches. Das gehört auch dazu, wenn man sich kennen lernt. Und es soll tatsächlich Menschen geben, die sich nicht deswegen verlieben, weil sie sich ständig gegenseitig beleidigen, sondern weil sie sich anderen öffnen und was Nettes sagen, die in einer Beziehung nicht die Reibung suchen sondern die Harmonie und das Vertrautsein.


      Es besteht noch etwas Spielraum dazwischen sich "ständig zu beleidigen" und jemandem mit einem Tischtennisball im Mund zu verkünden, "dass man keinen Schnee mag, weil er weiß, kristallin und nass und kalt ist. Nicht so wie du." *FUMMEL.*
      Nach der Ansage hätte ich mich an Padmes Stelle vom Balkon gestürzt.
      .
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      Thinkerbelle wrote:

      Und ich mag auch die eher witzigen Figuren in Star Wars. Den Comic Relief. Es ist eben kein ein emotions- und humorloses/zynisches Abschlachten und Abknallen, wo sich eine Kampfszene an die andere reiht, sondern hat sehr viele Ebenen.


      Zwischen dem Humor eines Han Solo, Lando Calrissian, auch den eher speziellen Wesen der Mos-Eisley Cantina oder dem alten Einsiedler Yoda und solchen .... Karikaturen wie Nute Gunray und Jar Jar Binks liegen Welten. Allerdings sehe ich auch, dass die Witzigkeit der zweiten Trilogie teilweise schon in den alten Filmen angelegt war (Jabba, Ewoks...)
      Ich hätte mir doch ein wenig etwas tiefgründigeres gewünscht, als "Mami ist tot, ich will die Macht über Leben und Tod - also dunke Seite".

      Von jemand, der sein ganzes Leben nebst Kampfkunst mit Medidation und Lernen verbringt - so stelle ich mir eine Jedi-Ausbildung zumindest vor - würde ich mal die Frage stellen: Gibst dafür auch praktische Beweise?

      Es kommt einfach zu dünn rüber. Da entpuppt sich jemand als der Oberböse schlechthin, der Mann der (indirekt) dafür verantwortlich ist, dass der hoch verehrte Qui-Gonn das zeitliche segnen mußte - alles okay, ich krieg dann ja die absolute Macht ohne jeglichen Beweis. Ach ja, und ein bißchen schmollen muß ich auch noch, weil die Jedis mich nicht gleich in den Gemeinderat von Jedihausen gewahlt haben.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Grunkins wrote:

      aber darüber, dass der Film fast alle Handlungselemente aus Episode IV kopiert kann man wohl kaum streiten


      Ich gebe dir teilweise Recht.
      Ja, natürlich gibt es viele Handlungselemente, die sich ähneln.
      Aber eine reine Kopie ist das meiner Meinung nach nicht. Besonders die erste Filmhälfte ist zwar stark an Episode IV angelehnt, bietet mir persönlich aber genug Neues, sodass ich den Film genießen kann.
      Das Ende mit der Starkiller Base finde ich auch "meh", aber der Rest ist für mich nicht allzu problematisch.
      Solange Episode VIII und IX ohne so viele Parallelen auskommen... Wenn die sich auch so stark an den Vorgängern orientieren (wie von einigen befürchtet) sehe ich auch schwarz, noch bin ich optimistisch.
      JJ Abrams, der nach Epsiode VII ja auch bei Episode IX Regie führen wird, gab vor kurzem dazu ein Interview, was sich dementsprechend gut anhört (siehe hier: starwars-union.de/nachrichten/…-Terrio-ueber-Episode-IX/ )

      Maegwin wrote:

      Um ehrlich zu sein kann ich die Leute nicht verstehen, die mit Episode VII so gar nichts anfangen können.

      Ist aber, trotz der verhältnismäßig starken Vertretung im Forum, die Minderheit.

      [...]

      Rogue war für mich dagegen ne ziemlich klare 85+.


      Das kann gut sein. Da ich öfters mal in einem Star Wars Forum mitlese und dort alle auf Episode VII draufhauen bin ich vermutlich etwas vorbelastet was das angeht.

      Rogue One fand ich auch klasse. Hätte gerne mehr Star Wars Filme mit so einer vergleichsweisen düsteren Stimmung.