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Star Wars Diskussionsthread

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      Ser Erryk schrieb:

      Sind das denn wirklich die klassischen Filme, die man mit 7 oder 8 schon anschaut? Ich habe die erst mit 14 oder 15 gesehen.


      Ich hab' die selbst auch erst spät gesehen. Hatte vorher aber auch nie Kontakt damit. Meine Eltern haben von dem "amerikanischen Schmarren" nie was gehalten. Wenn ich mir heute meinen Sohn ansehe ... seine Lieblingslektüre ist der Lego-Katalog. Da sind mehrere Doppelseiten mit StarWars-Produkten drin. Dann interessiert ihn das natürlich auch. (Unter anderem gibt es tatsächlich schon Spiderman- und Batman-Sets von Lego Duplo ... das ist das für die 2-Jährigen.) Die werden heutzutage mit diesen Merchandising- und Lizenzprodukten überhäuft ... auch wenn es vom Alter her eigentlich noch gar nichts für sie ist.
      Es gibt ja sogar TipToi Bücher ab 7 Jahre über Star Wars. Also erklärt man es ihnen, was das ist. Und man will es ihnen ja dann auch irgendwie zeigen.
      Er war zum Fasching nun auch tatsächlich als Darth Vader und sein bester Kumpel als Jedi.

      Er wird jetzt dieses Jahr 7. Ich werde mit Star Wars noch ein wenig warten. Den ersten Harry Potter hat er schon gesehen und das hat ihn auch interessiert. Und das gruselige Gesicht vom Voldemort am Ende war nicht schlimm. Ghostbusters liebt er auch. Da ist er durch Playmobil drauf gekommen.
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Ich fand als Kind ja die Szene mit dem Einhorn im Wald beim ersten Harry Potter deutlich am schlimmsten.
      Star Wars habe ich auch schon zu Grundschulzeiten gesehen vor der Veröffentlichung von Episode I, bei der ich wohl so 9 war.
      Ich halte es übrigens in jeden möglichen Fall für am sinnvollsten die Filme einer Reihe in der Reihenfolge des ursprünglichen Veröffentlichungsdatums zu schauen, egal wie die chronologische Reihenfolge innerhalb der Reihe ist.
      Auch bei Prequels gibt es ja häufig Anspielungen auf die Originale, die ansonsten verloren gehen.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.
      Interessante Antworten, ich habe die Filme irgendwie nie als klassische Kinderfilme gesehen, daher war ich so verwundert, dass ihn viele schon mit 7 oder 8 gesehen haben. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, war ich auch der Meinung, dass das eher Filme sind die man ab 10, 11 anschauen sollte. Anders natürlich die Prequels, der Humor richtet sich definitiv auch an Kinder.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Interessante Antworten, ich habe die Filme irgendwie nie als klassische Kinderfilme gesehen, daher war ich so verwundert, dass ihn viele schon mit 7 oder 8 gesehen haben
      .

      Würde ihn eher als "Familienfilm" bezeichnen, so wie die Indy-Filme auch. Allein hätte ich die aber auch nicht gucken dürfen, das ging nur mit explizitem Kinderprogramm. Da tue ich mich tatsächlich schwerer damit, dass die Harry Potter Filme teilweise ab 6 freigegeben sind.

      Ich denke als Elter steckt man sowieso im Dilemma ob man seinem Kind "zu seinen Gunsten" eine Freude "vorenthält" oder lieber nicht. Ob das nun Filme, Pommes oder spät zu Bett gehen sind.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Maegwin schrieb:

      Da tue ich mich tatsächlich schwerer damit, dass die Harry Potter Filme teilweise ab 6 freigegeben sind.


      Ich glaube tatsächlich nur der erste Teil. Aber auch der ist schon nicht ohne.
      Wobei ich tatsächlich sagen muss, dass er mir bisher am heftigsten bei Disney's Merida reagiert hatte, als der Vater die zum Bären verwandelte Mutter gejagt hatte. Das hat ihn sehr mitgenommen, dass sie unwissentlich die Mutter von Merida töten wollten. Gerade bei diesen Disney-Filmen geht es oft um Ängste, mit den Kinder was anfangen können.
      Aber ich komme vom Thema ab ... wobei Star Wars ja nun auch Disney ist.

      Ich glaube, ich hole ihm tatsächlich erst mal so ein Tip-Toi-Buch. Vielleicht reicht das erst einmal die größte Neugierde zu befriedigen.
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      lustigerweise fand ich Star Wars als kind ja eher doof und langweilig. mein interesse galt damals eher dinosauriern, haien und sonstigen uhrzeitmonstern oder auch einfach filmen mit grossen tieren/monstern wie bigfoot etc. entsprechend schaute ich mir dann auch eher bücher über dinos an und war vor allem grosser fan von allen Godzilla- King Kong und anderen dinosaurierfilmen. als kind der 80er war für mich somit das wohl fantastischste filmerlebnis aller zeiten die erste sichtung von Jurassic Park, dicht gefolgt vom Weissen Hai. ich war wohl in etwa 10 oder so, das weiss ich nicht mehr so genau. erst im teenager-alter entwickelte ich dann ein ausgeprägteres interesse an Sci-Fi und Fantasy und fand die Star Wars filme bei erneuter sichtung auf anhieb grossartig.

      bzgl. angemessenem alter zur sichtung von filmen kann ich eigentlich nicht viel sagen- dass ist wohl auch von kind zu kind sehr unterschiedlich und kann nur von den eltern selbst beurteilt werden. mein vater bspw. nahm es mit altersfreigaben nicht so genau, weshalb wir (ich und meine schwester) im grunde von klein an mitgucken durften, was immer er sich auch gerade ansah. meine mutter war da schon etwas strenger, trotzdem waren die beiden insgesamt recht flexibel, sodass ich mir eben auch den weissen Hai schon als 8-9 jähriger angucken durfte, den ich auch unheimlich toll fand und bis heute einer meiner lieblingsfilme ist.
      was im nachhinein wohl möglicherweise etwas "zu viel des guten" war, war die erstsichtung des Exorzisten. ich kann mich noch gut erinnern, dass ich und meine schwester förmlich gebettelt haben, uns den film mit unserem Dad ansehen zu dürfen (für meine mutter war der film nie was, die ging bei sowas einfach ins bett, muss aber fairerweise sagen, dass sie auch voll dagegen war), da mein Dad aber grundsätzlich herzhaft darüber lachen konnte, wenn wir uns gehörig in die hose schissen, hat er sie am ende weichgekocht und schlussendlich durften wir ihn uns mit ihm ansehen. ich glaub ich war etwa 11 und meine schwester wohl 13. was soll ich sagen- wir wollten einfach schauen wer von uns beiden "härter drauf" ist. es stellte sich aber bald heraus dass wir so ziemlich die selben hosenscheisser waren, wochenlang das nachtlämpchen anliesen und auch einige alpträume davon trugen. für meinen vater war das natürlich eine lustige zeit :D . rückblickend muss ich aber sagen, dass uns das beiden im grunde in keinster weise geschadet hat. im prinzip könnte man sagen, dass wir unsere "lektion" gelernt hatten und von da an das horror-genre automatisch bei der filmauswahl für eine weile ausklammerten und generell vorsichtiger wurden. vielleicht schadet es also auch nicht sein kind mal auf die schnauze fallen zu lassen. richtig und falsch gibt's sowieso nicht.

      Edit:
      um nochmals auf Star Wars zurück zu kommen, ich persönlich denke dass man diese filme seinen kindern bedenkenlos in jedem alter zeigen kann.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „el_drogo“ ()

      um nochmals auf Star Wars zurück zu kommen, ich persönlich denke dass man diese filme seinen kindern bedenkenlos in jedem alter zeigen kann.


      Japp. Kann gar nicht früh genug losgehen, am besten ein paar verschmorte Vader-Köpfe als Mobile über der Kinderwiege. Und ein totes Schwein auf dem Legoteppich zum Aufschlitzen ablegen, da können die Kinder dann Eisturm-Verstecken drin spielen.
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      also ich kann mich an keine schweineaufschlitz-szene in Star Wars erinnern, verdammt- offenbar muss ich mir echt nochmal alle filme anschauen, damit ich mit euch nerds mithalten kann.
      Edit:
      nun habe auch ich die Anspielung auf "Lukes versteck" in Episode 5 verstanden :) und nun meine frage- warum sollte denn sowas für ein kind "verstörend" sein? ich habe im alter von 5 oder 6 zum ersten mal gesehen wie ein reales schwein abgestochen und ihm der kopf abgeschnitten wurde.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „el_drogo“ ()

      Da fehlt noch der Satz "Und mir hat es auch nicht geschadet". :P
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont

      el_drogo schrieb:

      nun habe auch ich die Anspielung auf "Lukes versteck" in Episode 5 verstanden und nun meine frage- warum sollte denn sowas für ein kind "verstörend" sein? ich habe im alter von 5 oder 6 zum ersten mal gesehen wie ein reales schwein abgestochen und ihm der kopf abgeschnitten wurde.


      Weil Kinder heutzutage der Meinung sind, dass das Schweinefleisch in mundgerechte Stücke geschnitten aus der Plastikschale kommt.
      Ich glaube Maegwin war's, die die Tage einen Beitrag verlinkt hat, in dem es hieß, dass Kinder erst so mit 8 Jahren unterscheiden können, was denn nun real und was nicht ist. Und ich denke, dass das tatsächlich ein wichtiger Faktor ist.
      Ich selbst war als Kind lange der Meinung, dass Menschen, die in Filmen starben, Menschen waren, die eh sterben wollten/mussten. Mir ist gar nicht in den Sinn gekommen, dass das nicht echt sein könnte.
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      el_drogo schrieb:

      und nun meine frage- warum sollte denn sowas für ein kind "verstörend" sein? ich habe im alter von 5 oder 6 zum ersten mal gesehen wie ein reales schwein abgestochen und ihm der kopf abgeschnitten wurde.


      Ja, weiß auch nicht. Haben vor hundert Jahren alle so gemacht, kann also nicht schlecht sein.

      Weil Kinder heutzutage der Meinung sind, dass das Schweinefleisch in mundgerechte Stücke geschnitten aus der Plastikschale kommt.


      Nein, damit hat das nichts zu tun. Es gibt sehr viele natürliche Vorgänge, bei denen ein Kind aus meiner Sicht nicht zwangsweise dabei sein muss. Auch menschliche Geburten und Tode sind recht natürlich, aber ich würde mit einem fünfjährigen kein Autobahn-Opfer-Sightseeing machen.


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      Wir reden hier aber schon noch von einem Wesen, welches bei seinem Aufschneiden noch nichtmal Blut verliert und dessen Inneres eher aussieht wie das eines Plüschtieres?

      Edit: Es gibt sogar, wen mag es überraschen, einen Tauntaun sleeping bag.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ser Erryk“ ()

      Ser Arthur Dayne schrieb:

      Da fehlt noch der Satz "Und mir hat es auch nicht geschadet". :P

      das wäre wohl etwas zu abgedroschen. :P trotzdem- uns wurde halt damals nicht vorenthalten, wie das was wir essen auf den tisch kommt. allerdings muss ich zugeben, dass ich da eher zufällig zeuge von wurde. dieses (wohl etwas drastische) Beispiel habe ich auch nur gewählt um meine Ansicht zu verdeutlichen, dass ich das alles ziemlich "relativ" betrachte und es meiner ansicht nach keine klare linie gibt wie man solche dinge in der erziehung am besten handhaben sollte. wer möchte kann gerne die FSK als richtlinie heranziehen, bei vielen filmen halte ich deren einschätzung für durchaus angemessen- bei vielen allerdings auch für blödsinnig.

      Maegwin schrieb:

      Ja, weiß auch nicht. Haben vor hundert Jahren alle so gemacht, kann also nicht schlecht sein.

      ist es denn nachgewiesenenrmassen etwas schlechtes? ich kann mich nur auf meinen obigen kommentar berufen, ich bin kein pädagoge und kann zugegebenermassen keine fundierte aussage dazu machen.
      um das nochmals klar zu stellen- ich schrieb ja eingangs, dass sowas meiner meinung nach alle eltern selbst beurteilen müssen, was sie ihrem kind zumuten können und was nicht bzw. wie sie an die sache herangehen wollen. es gibt nun mal kein patentrezept.

      Maegwin schrieb:

      Nein, damit hat das nichts zu tun. Es gibt sehr viele natürliche Vorgänge, bei denen ein Kind aus meiner Sicht nicht zwangsweise dabei sein muss. Auch menschliche Geburten und Tode sind recht natürlich, aber ich würde mit einem fünfjährigen kein Autobahn-Opfer-Sightseeing machen.

      ja, das sehe zufällig genau so. ;)
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Narannia schrieb:

      Ich selbst war als Kind lange der Meinung, dass Menschen, die in Filmen starben, Menschen waren, die eh sterben wollten/mussten. Mir ist gar nicht in den Sinn gekommen, dass das nicht echt sein könnte.

      Hihi, so ähnlich ging es mir auch. Also ich wusste schon früh, dass das Schauspieler sind, die da gefilmt werden, aber ich dachte halt die würden dann tatsächlich sterben, wenn sie im Film sterben. Rückblickend natürlich absurd aber auch irgendwie erheiternd mit welcher Selbstverständlichkeit ich das in Kauf genommen habe.
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      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      Maegwin schrieb:

      Nein, damit hat das nichts zu tun. Es gibt sehr viele natürliche Vorgänge, bei denen ein Kind aus meiner Sicht nicht zwangsweise dabei sein muss. Auch menschliche Geburten und Tode sind recht natürlich, aber ich würde mit einem fünfjährigen kein Autobahn-Opfer-Sightseeing machen.


      Das habe ich auch nicht gesagt. Klar muss ich mit ihnen nicht zu Unfällen fahren. Aber Tod gehört zum Leben dazu. Mein Opa war Metzger. Ich war zwar nie dabei, wenn er ein Schwein geschlachtet hat. Aber wie er den Hasen das Fell abgezogen hat, habe ich schon mitbekommen. Ich habe auch beim Hühnerrupfen geholfen. Ich war dabei, wenn er einem kranken Vogel den Kragen umgedreht hat, oder wie er die Kätzchen erschlagen hat. Geburt klar, würde ich auch nicht wollen. Aber eher deswegen, weil mich die Kinder nicht sehen sollen, wie ich leide. Sollte nun tatsächlich etwas mit den Großeltern sein, würde ich sie auch mit ans Sterbebett nehmen, wenn das denn möglich ist, und sie auch zur Beerdigung mitnehmen.

      Aber nun sind wir ganz weit weg vom Thema. Tut mir leid.
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      Letztlich ist es doch nichtmal der Punkt, ob es den Kindern langfristig (oder auch kurzfristig) schadet: Die Kindheit ist, in meinen Augen, noch eine geschützte und behütete Zeit. Natürlich gehört der Tod zum Leben dazu, ebenso wie Leid, und man kann mit Kindern darüber sprechen, Ihnen von mir aus auch ihre sterbende Großmutter zeigen etc. Das wäre dann eine Vorbereitung auf das weitere Leben.
      Aber es gibt auch Dinge, die muss ein Kind nicht sehen. Narannia hat gesehen, wie einem kranken Vogel das Genick gebrochen wurde und es hat ihr wohl nicht nachhaltig geschadet. Auch meinen Kindern würde das wohl nicht schaden. Dennoch muss man das nicht sehen.
      Ebenso wie meine Kinder nicht sehen müssen, wie ein Mensch durch ein Laserschwert seine Beine und Arme verliert.
      Es bleibt zwar den Eltern überlassen, was sie ihren Kindern zeigen und man kann mit seinen eigenen Erfahrungen argumentieren, wie wenig so ein Film letztlich im Gesamtkontext des eigenen Lebens ausgemacht hat. Aber selbst wenn so ein Film das Kind auch nur für ein paar Tage in Angst versetzt, ihm Albträume bereitet etc., würde das nicht als Gegenargument komplett ausreichen? Mir schon.
      Das Kind mag diese Erfahrung vergessen und es wird ihm vielleicht auch danach nichts mehr ausmachen, aber war es nötig ihm zu früh etwas zu zeigen? Wenn man älter wird sieht man noch genug grausame Dinge und erfährt genug Brutalität, da sollte meiner Meinung nach die Kindheit so frei wie möglich von derlei Einflüssen sein.

      Aber: Im Endeffekt ist es ohnehin von Kind zu Kind verschieden, wie so etwas aufgenommen wird.
      Ich war dabei, wenn er einem kranken Vogel den Kragen umgedreht hat, oder wie er die Kätzchen erschlagen hat. Geburt klar, würde ich auch nicht wollen. Aber eher deswegen, weil mich die Kinder nicht sehen sollen, wie ich leide. Sollte nun tatsächlich etwas mit den Großeltern sein, würde ich sie auch mit ans Sterbebett nehmen


      Das ist mir ehrlichgesagt überhaupt nicht "klar". Wenn die Mama für ein paar Stunden leidet und ein Geschwisterchen dazukommt ist es "schlimm" und Großeltern in endgültiger Agonie, durch Medikamente oder Krebs aufgeschwemmt und womöglich unter Todesangst sollen "dazugehören?" Selbstverständlich hat die Hausschlachtung früher dazugehört - das galt allerdings auch für Sex, Geburt, Krankheit und Tod in der gleichen - oft einzigen beheizten - Stube.

      Ich möchte die Diskussion, die wir schon desöfteren im Forum hatten nicht unbedingt völlig neu aufbrühen. Wie Dayne schon angdeutet, halte ich aber irgendwelche mehr oder weniger drastischen Erlebnisse unter die man alles von "bösen Film geguckt" über "acht Meilen im Schnee zur Schule" bis "ich wurde jeden Sonntag mit der Bratpfanne geschlagen" subsumiert und mit einem obligatorischen "und hat mir auch nicht geschadet" ergänzt mit dem Personen versuchen sich ihre eigene Normalität zu bescheinigen (wofür sich auch die halten, die nebenbei ihren Hund mit dem Eispickel zerteilen) für nicht mehr als einen running gag.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Maegwin“ ()

      LordStannis schrieb:

      Die Kindheit ist, in meinen Augen, noch eine geschützte und behütete Zeit. Natürlich gehört der Tod zum Leben dazu, ebenso wie Leid, und man kann mit Kindern darüber sprechen, Ihnen von mir aus auch ihre sterbende Großmutter zeigen etc. Das wäre dann eine Vorbereitung auf das weitere Leben.
      Aber es gibt auch Dinge, die muss ein Kind nicht sehen. Narannia hat gesehen, wie einem kranken Vogel das Genick gebrochen wurde und es hat ihr wohl nicht nachhaltig geschadet. Auch meinen Kindern würde das wohl nicht schaden. Dennoch muss man das nicht sehen.


      Ich geb' dir recht. Natürlich will man sein Kind schützen. Dass ich mich noch an die Aktionen meines Opas erinnern kann, zeigt ja auch irgendwie, dass es mich wohl beschäftigt hat. Es hätte jetzt nicht sein müssen. Allerdings finde ich persönlich es heutzutage schon wichtig, dass den Kindern vermittelt wird, dass für das, was sie da essen, ein Lebewesen hat sterben müssen.
      Als meine Oma damals gestorben war (Nierenversagen im Schlaf) war ich schon alt genug (27). Konnte mich verabschieden. Zwar zu spät, aber immerhin. Meine Schwester war 7 und wurde von meinen Eltern total davon ferngehalten und durfte auch nicht mit auf die Beerdigung. Sie hat später dann mal erzählt, dass es für sie so schlimm war, dass auf einmal die Oma weg war und dass sie das gar nicht richtig begreifen konnte.

      Bei Filmen finde ich tatsächlich den Punkt wichtig, dass die Kinder schon unterscheiden können, was nun echt ist, und was nicht. Und da muss man sie als Eltern durchleiten. Und aufzwingen würde ich es ihnen jetzt auch nicht.
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      Maegwin schrieb:

      Ich möchte die Diskussion, die wir schon desöfteren im Forum hatten nicht unbedingt völlig neu aufbrühen. Wie Dayne schon angdeutet, halte ich aber irgendwelche mehr oder weniger drastischen Erlebnisse unter die man alles von "bösen Film geguckt" über "acht Meilen im Schnee zur Schule" bis "ich wurde jeden Sonntag mit der Bratpfanne geschlagen" subsumiert und mit einem obligatorischen "und hat mir auch nicht geschadet" ergänzt mit dem Personen versuchen sich ihre eigene Normalität zu bescheinigen (wofür sich auch die halten, die nebenbei ihren Hund mit dem Eispickel zerteilen) für nicht mehr als einen running gag.

      summasumarum kann man also festhalten- letztendlich gefiel dir einfach mein kommentar, dass man SW filme bedenkenlos kindern in jedem alter zeigen könne (aus den von dir selbst aufgezählten gründen) nicht, aber du hast trotzdem kein argument dafür, warum man es nicht machen sollte, daher reichte deine antwort auch nur für sarkastische spitze ;) . du könntest mich aber vielleicht noch überzeugen, indem du mir detailiert erläuterst- inwiefern ein verschmorter vaderkopf furchteinflösender ist als eine clowns-maske. da wo ich her komme werden kleine kinder übrigens noch sehr viel schlimmerem ausgesetzt als schmodder-vaderköpfen-

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