Filmtipps

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      Habe das Forum ein wenig durchforstet, aber keinen vergleichbaren Thread gefunden.

      Anders als im "zuletzt gesehene Filme", soll es nicht darum gehen jeden gesehenen Film hier zu posten und zu rezensieren, sondern eher darum gezielt nach Filmvorschlägen zu bestimmten Themen oder Genres zu fragen und Anregungen zu erhalten.
      Finde es im ganzen Ozean aus Filmen manchmal wirklich schwer mich zu orientieren und Entscheidungen zu treffen.

      Ich mache mal gleich den Anfang:

      Ich hätte mal wieder Lust auf einen (Psycho)Thriller. Gerne etwas mysteriös, im häuslich-familiären bzw. Kleinstadtbereich.
      Vielleicht etwas Richtung Täuschung, Stalking...

      Habe in der Richtung beispielsweise gesehen: Die Hand an der Wiege, The House at the End of the Street, Orphan, The Resident.

      Habt ihr Tipps? :D
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Wenn auch Fernsehproduktionen gelten, wäre die "Frau in Weiß" von BBC vielleicht etwas ... aber augepasst, da gibt es mehrere Versionen auch zwei Mini-Serien von BBC. Ich weiß nur leider nicht von WANN der Film ist :/ Ich glaube allerdings es war Ende der neunziger als ich ihn im Fernsehn sah. :hmm:

      Googlet kurz :gamer:

      Jupp war 1997.
      Lesen ist wie Schlafen und Träumen - der Mensch ist in einer anderem Welt: man soll ihn nicht wecken. - Richard Benz

      "Fan" - kommt von Fanatismus, insofern bin ich kein Fan, sondern eine Verehrerin der Bücher von GRRM und der Serie dazu.
      Frailty (Dämonisch) mit Matthew McConaughey ist schon ein bisschen älter, sollte aber alle Anforderungen erfüllen. Von dem war ich damals positiv überrascht.

      Eher psychologisch schlau und twisty wären Gone Girl und Girl on the Train (enthalten aber nichts übernatürliches).

      Zu allen dreien gilt: Nicht spoilern lassen. :)
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Ui! Da sind ja doch noch einige Vorschläge gekommen! :)
      Vielen Dank, bis auf "Gone Girl" kenne ich die Filme auch alle noch nicht!
      Dann habe ich ja mal wieder etwas Futter.

      Übernatürlich muss es auch nicht sein! Finde es super, wenn die "Realität" schlimm genug ist. ;-D

      Jetzt gerade gucke ich "The Gift", bisher auch nicht schlecht.
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      spontan fielen mir gerade ziemlich viele tolle Psycho-Thriller ein und ich fing auch gleich an fröhlich drauf los zu tippen, bis mir irgendwann auffiel, dass lange und unübersichtliche listen eigentlich ziemlich doof und unsympathisch sind, daher versuche ich mich mal auf das (für mich persönlich) denkwürdigste zu beschränken.

      am ehesten auf deine angaben zutreffend ("Gerne etwas mysteriös, im häuslich-familiären bzw. Kleinstadtbereich. Vielleicht etwas Richtung Täuschung, Stalking...") und für mich gleichzeitig einer der grausamsten filme die ich je sah, wäre evtl. Jack Ketchum's Evil.

      Tipps eher experimenteller Natur wären evtl.:
      - wenn du auf Mystery stehst, die meisten David Lynch filme (bekannteste Vertreter sind wohl Lost Highway oder Mullholland Drive)
      - wenn du auf verstörendes zeug stehst, Gaspar Noê filme (Irreversible oder Menschenfeind) oder die belgische Mockumentary Mann beisst Hund. Achtung: das alles ist aber meiner Ansicht nach wirklich nichts für schwache nerven!

      bekanntere, konventionellere und deutlich unterhaltsamere filme aus dem Sektor Psycho/Thriller/Mystery der jüngeren zeit wären evtl. noch The Visit, Black Swan, Donnie Darko, Butterfly Effect, Disturbia, Shutter Island, It Follows oder Don't Breathe.

      noch ein persönlicher Geheimtipp der auch aus der Mystery-Ecke kommt wäre Kontroll, ein preisgekrönter ungarischer independent-film der ausschliesslich im U-Bahn system der Stadt Budapest spielt.

      Edit: Hitchcock geht natürlich auch immer, Vertigo ist immer noch ziemlich unerreicht, aber auch Das Fenster zum Hof, Im Schatten des Zweifels.... naja wie gesagt, Hitchcock geht immer :D
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „el_drogo“ ()

      Mir gefiel seiner Zeit auch "The Village" von M. Night Shyamalan. Diese Idee, dass alle etwas besser machen wollen, die Schwierigkeiten sich aber einfach nur verschieben und das Elend auf eine andere Weise daherkommt, war nicht schlecht.

      Alraune schrieb:

      Gerne etwas mysteriös, im häuslich-familiären bzw. Kleinstadtbereich.
      Vielleicht etwas Richtung Täuschung, Stalking...

      Bis auf Stalkikng eigentlich alles drin.
      Danke für immer mehr Tipps! Wow!

      Hitchcocks Klassiker habe ich natürlich schon viel gesehen, auch viele der konventionelleren, wie Donnie Darko, Butterfly Effekt und Black Swan. The Village kenne ich auch schon.


      el_drogo schrieb:

      Tipps eher experimenteller Natur wären evtl.:
      - wenn du auf Mystery stehst, die meisten David Lynch filme (bekannteste Vertreter sind wohl Lost Highway oder Mullholland Drive)
      - wenn du auf verstörendes zeug stehst, Gaspar Noê filme (Irreversible oder Menschenfeind) oder die belgische Mockumentary Mann beisst Hund. Achtung: das alles ist aber meiner Ansicht nach wirklich nichts für schwache nerven!


      Hier kenne ich aber tatsächlich nichts von, würde dich aber gerne Fragen was du mit "nichts für schwache Nerven" meinst?
      Denn mir ist immer der atmosphärische psychologische Horror (wo ich Lynch bisher einordnen würde) am wichtigsten und mag übermäßige Brutalität und Gewalt eher nicht.
      Daher schätze ich wäre deine erste Empfehlung "Jack Ketschums`s Evil" vermutlich nichts, wenn der so grausam sein soll. :/
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Scheint eine Neuverfilmung von The Girl Next Door zu sein und der ist eigentlich auch nur eine langgezogene Folterorgie im fadenscheinigen Psychologiestudienmäntelchen.
      Würde weder Original noch Remake gucken wollen, dass der Film auf realen Begebenheiten basiert macht alles nur noch schlimmer.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      Orphan fand ich noch ganz gut. Und Identität mit John Cusack.
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Alraune schrieb:

      Hier kenne ich aber tatsächlich nichts von, würde dich aber gerne Fragen was du mit "nichts für schwache Nerven" meinst?

      mit nichts für schwache nerven meine ich hier, dass diese filme (die explizite darstellung physischer und psychischer gewalt klammere ich mal aus) durch die unkonventionelle erzählstruktur, die ungewöhnliche komposition von bild und ton, sowie zum teil extrem dynamischer kamera (Irreversible) ein perfides spiel mit den sinnen des zuschauers treiben um gezielt psychologischen terror zu propagieren. klar, man muss sich auch drauf einlassen können. ich kenne viele leute, die sich bei solchen filmen vermutlich nach 10 minuten langweilen und verwirrt den fernseher ausmachen würden. Lynch´s psychologischen Horror wie du es nennst finde ich dagegen noch relativ harmlos. ein weiterer, ziemlich bekannter film, den ich ebenfalls dieser kategorie zuordnern würde, wäre übrigens noch der Lars von Trier film Antichrist.

      Maegwin schrieb:

      Scheint eine Neuverfilmung von The Girl Next Door zu sein und der ist eigentlich auch nur eine langgezogene Folterorgie im fadenscheinigen Psychologiestudienmäntelchen.

      hier scheinst du wohl was zu verwechseln, denn The Girls Next Door ist der Originaltitel des films. Jack Katchum´s Evil ist der "deutschsprachige" Titel nach dem gleichnahmigen Buch von Jack Katchum. es gibt allerdings noch eine fast parallel erschienene (und sehr viel bekanntere) verfilmung welche die selben ereignisse thematisiert, An American Crime mit Ellen Page, welche ich mir allerdings bisher gespart habe, da mir dieser gereicht hat.
      wie du das mit dem Psychologiestudienmäntelchen meinst kann ich nicht beurteilen. ich finde ja, dass der film eher beobachtet, denn konkrete aussagen trifft. eine Folterorgie (für den geist) ist er allerdings tatsächlich. Jedoch nicht aufgrund von expliziter, endloser gewaltdarstellung (tatsächlich sucht man solche szenen hier grösstenteils sogar vergebens) sondern vor allem deshalb, weil er ein erschütternd glaubhaftes bild einer gesellschaft entwirft, in der das was hinter des nachbars verschlossener tür passiert, unter dem eigenen dach nichts verloren hat und deshalb auch nicht thematisiert werden muss. das portrait des verwirrten protagonisten (ein junge von ca. 11 jahren oder so), aus dessen sicht die ereignisse geschildert werden, erzeugt im zuschauer ein höstmass an unbehagen, verzweiflung, macht-/ und hilflosigkeit, sodass man hinterher die gesamte menschliche rasse am liebsten mit einem mal in die luft sprengen würde und sich nie mehr geschämt hat dieser spezies anzugehören.

      Maegwin schrieb:

      Würde weder Original noch Remake gucken wollen, dass der Film auf realen Begebenheiten basiert macht alles nur noch schlimmer.
      heisst das, du hast den film gar nicht gesehen?
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „el_drogo“ ()

      hier scheinst du wohl was zu verwechseln, denn The Girls Next Door ist der Originaltitel des films. Jack Katchum´s Evil ist der "deutschsprachige" Titel nach dem gleichnahmigen Buch von Jack Katchum. es gibt allerdings noch eine fast parallel erschienene (und sehr viel bekanntere) verfilmung welche die selben ereignisse thematisiert, An American Crime mit Ellen Page, welche ich mir allerdings bisher gespart habe, da mir dieser gereicht hat.


      Oh, japp. Das kann gut sein. Wobei "Evil" auch nur der deutschsprachige Titel ist, das Buch heißt im Englischen ebenfalls The Girl Next Door.

      heisst das, du hast den film gar nicht gesehen?​


      Das steht recht eindeutig da. Ich habe äußerst erfolglos versucht das Buch anzulesen - was mich daran stört ist, dass Ketchum versucht den Leser zum kleinen Jungen zu machen. Der das Ganze in seiner Abartigkeit halt doch erstmal zu spannend findet um einfach wegzugehen oder vernünftigerweise gleich Hilfe zu holen.
      Entsprechend war das Buch für mich keine Gesellschaftskritik sondern eher das Pendant zum Unfallgaffen. Ich glaube im Film ist der Junge etwas schon zu Beginn "netter" und "hilfloser" dargestellt als im Buch aber alles in allem hätte es für mich schlicht keinen Mehrwert ihn zu gucken.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

      Maegwin schrieb:

      Das steht recht eindeutig da.
      Der erste Satz aus deinem eingangsposting stiftete diesbzgl. Verwirrung:

      Maegwin schrieb:

      Scheint eine Neuverfilmung von The Girl Next Door zu sein und der ist eigentlich auch nur eine langgezogene Folterorgie im fadenscheinigen Psychologiestudienmäntelchen.

      da du den film beurteilst, legt das zunächst erst mal den schluss nahe, dass du ihn gesehen hast. aber nun ist das ja geklärt. trotzdem erlaube ich mir noch die Anmerkung, dass es nicht sonderlich fruchtbar ist von büchern auf filme und umgekehrt zu schliessen. da ich das buch nicht kenne, kann ich zu deiner Anmerkung auch nichts weiter sagen, ausser dass der junge im film nicht so gezeichnet wurde wie du es beschreibst, da hier zweifel und Verwirrung bzgl. der vorgänge immer im Vordergrund stehen, aber zunächst schlicht die angst zu gross ist, davon etwas offenbaren. das finde ich in einer spiessbürger-vorstadtgessellschaft ende der 50er jahre durchaus denkbar (eigentlich ist sowas heute noch denkbar). die Handlung im film soll im übrigen ja auch in einigen (entscheidenden) aspekten vom buch abweichen. über den gesellschafts-psychologischen wert des films kann ich allerdings nichts sagen... das könntest du sicherlich besser beurteilen. auf dem Cover meiner DVD steht ein Zitat von Stephen King: „Der erste wirklich schockierende amerikanische Film, den ich seit Henry: Portrait of a Serial Killer vor 20 Jahren gesehen habe.“
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      da du den film beurteilst, legt das zunächst erst mal den schluss nahe, dass du ihn gesehen hast.


      Wenn du das so meinst.
      Ghostbusters 3 ist ein schwachsinniges, unkomisches und überflüssiges Remake (Den habe ich auch nicht gesehen).


      Ich bin nicht auf das Buch angewiesen. Der Film auf Metacritic nicht deshalb eine Wertung von 29%, weil er sonderlich hochgeistig oder sozialkritisch wäre.
      Gucken wir uns die Kritiker-Reviews an:

      "An obligatory yank at sociological import comes through Ruth referring to “fellow travelers,” as the burgeoning torture-snuff genre receives another tediously grim entry,"

      "The film’s director, Gregory M. Wilson, presents the revolting mistreatment of the girls, the youngest of whom is a cripple, in graphic style, leaving absolutely nothing to the imagination. He also seems to delight in every unsavory image.
      He makes no attempt to explain Ruth’s sadistic behavior, or why David – who willingly watches Megan’s humiliation – doesn’t seek help. He makes half-hearted attempts to talk with his parents, but never follows through."


      Because they never convince us of their all-for-one camaraderie, it’s never clear why David, the world’s least heroic adolescent, doesn’t do the obviously right Thing. (..) So we get to see the abuse — little is left to the imagination — without understanding it.

      If there is anything positive in “The Girl Next Door,” it is the brave performance by Auffarth, who is in her early 20s. Other than that, there’s little reason to see the movie. Unless, of course, you get off on watching the sexual exploitation of underage Girls.

      Ich unterstelle einfach mal, dass die den alle geguckt haben also haben mich meine magischen Hellseherkräfte vor einer kräftigen Zeitverschwendung bewahrt.

      auf dem Cover meiner DVD steht ein Zitat von Stephen King: „Der erste wirklich schockierende amerikanische Film, den ich seit Henry: Portrait of a Serial Killer vor 20 Jahren gesehen habe.“


      Stephen King ist Horrorautor, genauso wie Ketchum Horrorautor ist. Das kann man mögen oder nicht mögen aber den Versuch das eigene Bedürfnis nach Schock als Kunst und Publikumssensibilisierung zu verkaufen finde ich ehrlich überflüssig.
      Vorliegend stört mich die Vorgehensweise hauptsächlich deshalb, weil es keine Fiktion ist sondern eben tatsächlich passiert ist und das möchte ich durch die Unterhaltungsbranche nicht ausgeschlachtet haben. Ich würde auch keinen Höxterhaus-Horrorfilm gucken wollen und keinen Köln-Brand-Horrorfilm vom letzten Wochenende.

      Das finde ich in einer spiessbürger-vorstadtgessellschaft ende der 50er jahre durchaus denkbar (eigentlich ist sowas heute noch denkbar).


      Ich kann mich nur wiederholen: Es ist nicht denkbar, es ist passiert: en.wikipedia.org/wiki/Murder_of_Sylvia_Likens
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.

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