Inhaltliche Diskussion zu "Feuer & Blut"

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      Inhaltliche Diskussion zu "Feuer & Blut"

      Da das Buch ja nun veröffentlicht wurde, hier ein Thread für inhaltliche Diskussionen.

      Der erste Teil von Feuer & Blut umfasst die Geschichte des Hauses Targaryen von Aegons Eroberung bis zum Jahre 136, als König Aegon III. volljährig wird und die Herrschaft seiner Regenten beendet. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Erzmaester Gyldayn, einem Überlebenden der Tragödie von Summerhall, der sich auf verschiedene Quellen aus unterschiedlichen Zeiten und Perspektiven beruft und auch seine eigene Sichtweise einfließen lässt.

      Das Inhaltsverzeichnis ist wie folgt:
      Aegons Eroberung
      Die Herrschaft des Drachen - Die Kriege König Aegons I.
      Drei Köpfe hatte der Drache - Die Regierung unter König Aegon I.
      Die Söhne des Drachen
      Ein Prinz wird König - Der Aufstieg Jaehaerys’ I.
      49 n.A.E. - Das Jahr der drei Bräute
      Herrscher im Überfluss
      Zeit der Bewährung - Die Erneuerung des Reiches
      Geburt, Tod und Verrat unter König Jaehaerys I.
      Jaehaerys I. und Alysanne - Ihre Triumphe und Tragödien
      Jaehaerys I. und Alysanne - Politik, Nachwuchs und Pein
      Die Erben des Drachen - Eine Frage der Thronfolge
      Das Sterben der Drachen - Die Schwarzen und die Grünen
      Das Sterben der Drachen - Sohn um Sohn
      Das Sterben der Drachen - Der rote und der goldene Drache
      Das Sterben der Drachen - Rhaenyra triumphiert
      Das Sterben der Drachen - Rhaenyras Sturz
      Das Sterben der Drachen - Die kurze, traurige Herrschaft Aegons II.
      Nachwehen - Die Stunde des Wolfs
      Unter den Regenten - Die Hand unter der Haube
      Unter den Regenten - Krieg und Frieden und Viehmärkte
      Unter den Regenten - Alyn Eichenfausts Reise
      Der Lysenische Frühling und das Ende der Regentschaft
      Wer in meinen Beiträgen nicht funktionierende Links findet, kann mich auf meiner Pinnwand darauf hinweisen.
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      "We all swore oaths." - Arthur Dayne

      "There are ghosts everywhere. We carry them with us wherever we go." - Jorah Mormont
      so, dann mach ich halt den Anfang.
      Ich bereue es nicht, dass ich mir das Buch gekauft habe, da ich sowieso auch immer geschichtlich interessiert bin - macht mir diese Textsorte eher wenig bedenken. Wobei ich mir doch bei vielen Ereignissen eine Romanfassung interessieren würde.
      meine Gedanken sind ein bisschen unstrukturiert und auch nur paar Stichworte
      eins vorweg: hach, wie toll ist Queen Alysanne. ich mag ihre women councils, die Reise in den Norden. und es tut mir weh für sie, was mit ihren Kindern passiert.
      So wie mir Alysanne sympathisch ist, umso weniger kann ich die Targs (Helaena und Rhaenys, the queen, who never was) vom Drachentanz leiden.
      Es ist schon schön, wie die Geschichten mehr Details enthalten - endlich weiß ich die Namen der 4 Töchter von Lord Baratheon. Wobei ich es doch sehr konstruiert finde, dass kurz nach dessen Tod, ein kleiner Sohn auf die Welt kommt.
      Besonders prominent erscheint mir die Rolle der Hightowers, während sie in ASOIAF erst eher zum Schluß in Erscheinung treten. So wie die Rowans vermute ich, dass sie die Freunde in der Weite sind.
      natürlich hätte ich mir manchmal noch mehr erwartet. Mehr über Argella Durandon. Wie war das Verhältnis zwischen ihr und den Targs, mehr über diese Heiratsbündnisse, die beispielsweise Visenya und Rhaenys einfädelten. Manchmal hätte mir schon ein Name gereicht, wie der zb. der Tocher von Torrhen Stark die Ronnel Arryn heiratete.
      "Die Lust an der Macht hat ihren Ursprung nicht in der Stärke, sondern in der Schwäche." Erich Kästner
      Interessant wäre wenn hier Kapitel als Untertitel auftauchen, in der Art Rereads.

      Ich häng noch mittendrin in dem Buch.

      - Prinzessin Aerea der Hammer. Was erlebte die mit Balerion?...!
      - manch Töchter und Söhne bekommen ein Drachenei in ihre Wiege gelegt. Später wird der Drache geflogen.
      Details der Zähmung fehlen leider.

      - bei Kleingkeiten, die ich überlese
      würde ich mich über Impulse hier zu lesen freuen
      Bin jetzt ungefähr bei Seite 100 bzw. der Herrschaft Maegor des Grausamen.

      Unterhaltsam allemal. Das einzige, was ich ein wenig unrealistisch finde: Die extreme Dichte an Adlelshäusern in Westeros, die schon zur Zeit von Aegon dem Eroberer eine wichtige Rolle spielten und in ASOIAF auch auftauchen.

      Ich rede jetzt nicht von den großen Lords und Exkönigen, sondern deren Vasallen.
      In der realen Geschichte gibt es nicht soviele Häuser, die kontinuierlich so erhalten blieben, das sieht man doch bei jedem Schloss/Burg/Palais, dass die selten 300 Jahre bei einer Familie verbleiben .

      Dass Aegon der Eroberer beim gemeinem Volk soviel Anklang fand, weil damit die Kriege zwischen den Kleinkönigreichen der Vergangenheit angehören sollen, erinnert ein wenig an das antike China: Alles unter einen Himmel.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Dann werf ich auch mal meinen Hut in den iIng.
      Ich fands klasse. Viel von dem in AWOIAF angedeuteten wurde auserzählt, es gibt einige Hinweise auf die EuF Story und, wie Wintermorgen, hat mich die Geschichte von der letzten Reiterin des Schwarzen Schrecken schwer beeindruckt. (Valyria!!!)Jetzt hoffe ich, dass wir da noch was zu hören bekommen, scheint aber eher unrealistisch.
      Sehr schön auch die Charakterisierung König Jaeherys und seiner Kinder, ergreifend fand ich die Szene als Baelon nach dem Tod seines Bruders nach KL zurückkehrt ("I killed thousands of them, but that won't bring him back"). Auch die Ausführung der Geschichte um die Rogarres hat mich überzeugt, das war ja im Weltbuch extrem dünn.
      Im Tanz kann ich für keine der beiden Seiten Symphatie entwickeln(höchstens für Rhaenyras (Kraft)Kinder) und Daemon. Hierbei war ich erfreut über die Quellenbelege und auch den Vergleich der drei verschiedenen Werke, wobei Pilzen's Zeugnis für mich an Seriosität kaum zu überbieten ist.
      Bin ich der einzige der sich bei Larys Kraft an Varys erinnert fühlt?
      Sehr schön beschrieben auch die Situation rund um die Stunde des Wolfes und in diesem Zusammenhang die Person Eichenfausts.(Hab die Verbindung zwischen dem gescheiterten Drachenreiter Alys Velaryon und Alys Eichenfaust tatsächlich bisher nicht gerafft...)
      Eliss Weitmanns Geschichte war für mich tatsächlich der Höhepunkt des Buches, sollte die Seeschlange richtigliegen.
      Also: tolles Buch, viel viel Infos über die Targs vergangener Zeiten, denen endlich Tiefe verliehen wird.
      "Rhaegar fought valiantly, Rhaegar fought nobly, Rhaegar fought honorably. And Rhaegar died."

      "Alles was das Böse braucht, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit"

      Kofi Annan

      ssnake schrieb:

      Unterhaltsam allemal. Das einzige, was ich ein wenig unrealistisch finde: Die extreme Dichte an Adlelshäusern in Westeros, die schon zur Zeit von Aegon dem Eroberer eine wichtige Rolle spielten und in ASOIAF auch auftauchen.

      Ja, das stimmt schon irgendwo. In GRRMs Welt überdauern die Adelsgeschlechter ja grundsätzlich schon sehr lange, aber mal ein paar Beispiele für Häuser außerhalb Harrenhals, die früher mal prominent waren aber dann ausstarben, wäre schon ganz nett gewesen. Vor allem Maegors Herrschaft hätte da schon einiges hergegeben. Es gibt schon einige neue Namen, bei denen man Adelshäuser vermuten könnte, aber bei diesen Rittern weiß man halt nie, ob das deren selbstgewählter Name ist (siehe Rolly Duckfield) oder ein Hausname. Interessant fand ich es aber schon, welche Häuser so prominent vertreten waren in dieser Zeit. Von den Velaryons wussten wir das ja schon, aber auch die Celtigars waren offenbar noch ziemlich enge Verbündete. Die Stauntons, die in der Hauptreihe gar nicht mehr auftauchen, haben auch immer mal ne Rolle gespielt.

      DANYFORTHEWIN schrieb:

      Bin ich der einzige der sich bei Larys Kraft an Varys erinnert fühlt?

      Jein. Er ähnelt Varys natürlich insofern, als dass er ein Spieler hinter den Kulissen ist. Nur irgendwo ohne jegliches Motiv. Er unterstützt mal diesen, mal jenen, aber was das ganze für mich so obskur erscheinen lässt: Am Ende wird er einfach festgenommen und hingerichtet. Das ist für mich etwa so, als ob Varys im fünften Band geschnappt und ohne weiteres hingerichtet worden wäre.

      Die Kriege König Aegons I.
      Ein Kapitel, das ausbaufähig gewesen wäre, wo ich auf der anderen Seite aber auch froh war, dass es nicht länger ging. Der Erste Dornische Krieg war ja eine Aneinanderreihung an​ Wiederholungen, in der beide Seiten es einfach nur übertrieben haben, die Targaryens aber eben einen vollkommen unprovozierten Krieg begonnen haben. Daher fällt mein Mitleid mit der guten Rhaenys etwas mager aus. Interessant natürlich nach wie vor der Inhalt des Briefes, ich glaube immer noch, dass es irgendwas mit Rhaenys zu tun hatte, aber konkrete Mutmaßungen sind da schon schwer. Im Text steht übrigens fälschlicherweise, dass Sunspear ebenfalls gebrannt habe. Das ist falsch, wie auch das Weltbuch schreibt. Alles in allem empfinde ich Aegon in dem Kapitel ziemlich uninspiriert, das wirkt nicht so, als ob der ohne Drachen viel auf die Reihe bekommen hätte.
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      Bin nicht begeistert.
      Bin zuerst nach dem Tanz reingehüpft, weil das die Zeit ist, die mich am meisten interessiert hat. Ich hatte den Eindruck, dass es den zugehörigen Passagen eher gut getan hätte im Fog of War zu bleiben.
      Ganz gewiss zumindest der Stunde des Wolfs:
      "Ich komme runter um die Grünen zu bekämpfen, uh, sind ja keine übrig, joa, jetzt bin ich ja schon mal da, dann bringe ich einfach mal die Anderen um."
      Ich werde es sicher passagenweise weiterlesen, aber das Geschriebene "fühlt sich" für mich "falsch" an. Ich kam mit der World deutlich besser zurecht, mit kleinen Passagen und Anekdoten, bei denen die eigene Fantasie und Logik die Lücken füllen kann.
      GRRM light our fire and protect us from the dark, blah, blah, light our way and keep us toasty warm, the HBO series is full of errors, save us from the scary thing, and blah blah blah some more.
      ich fange mit den positiven Sachen an:

      Die in der World of Westeros eher aufgezählt abgehandelten Figuren bekommen tatsächlich Konturen, die Eifersüchteleien und inzestiös aufgeladenen Intrigen bekommen Fleisch und Blut. Hier gibt es doch einen Haufen mehr Szenen, Dialoge und Personenbeschreibungen.

      Den Drachentanz aus mehreren "Quellen" zusammenzusetzen, und damit wahrscheinlich verschiedene niedergeschriebene Versionen zusammenzuführen, mag von Tolkien abgekupfert sein, aber es funktioniert.

      Obwohl ich in den letzten Tagen wirklich nicht viel Zeit hatte, habe ich die Schwarte doch innerhalb einer Woche geschafft, und das spricht für den Unterhaltungswert. Vom Erzählerischen halte ich sehr viel mehr als von der Welt von Westeros. Die beschriebenen Drachenkämpfe sind teilweise episch, auch wenn sie sich zeitweise ein wenig der Logik entziehen. Aber nun ja, hier lasse ich den Faktor "ist halt Fantasy" ausnahmsweise gelten, und schon aus der Erzählersicht wird ja gleich eingeräumt, das manches eben unerklärlich ist.

      Auch außerhalb der Targaryens werden einige sehr starke Charaktere eingeführt, die Velaryons z.B. werden stark gewürdigt.

      Zu würdigen gäbe es noch mehr, dafür fehlt jetzt die Zeit.

      Schwachpunkte: Manche Charaktere kommen merkwürdig vertraut vor.

      Die Baratheons, Starks, Lannisters scheinen durch alle Zeiten immer irgendwie gleich gestrickt zu sein. Zwischen dem Zwerg Pilz und Thyrion scheint eine besonders enge Geistesverwandtschaft zu bestehen. Und Larys Strong ist nichts anderes als Varys mit einem Pimmel, den irgendwann scheinbar die Lust am Spiel verläßt, so mühelos wie er sich schnappen läßt.

      Die Namensübersetzungen sind wie so oft auf deutsch grausam. Dieselbe Schwarte auf englisch würde bei mir aber tatsächlich alt werden, ich habe nicht mehr den Enthusiasmus, mich durch 1000e Seiten auf englisch zu quälen.

      Manchmal muss ich nachblättern, weil manche Namen so entstellt sind, dass ich nicht mehr weiss, ob es sich um ein mir bereits bekanntes Haus (oder einen Ort) handelt oder doch was neues. (Dafür kann GRRM nichts.)

      Der Cliffhanger ist an einer unpassenden Stelle angesetzt. Warum zu Beginn der eigentlichen Stelle des Drachentods? Da doch besser am Ende des Tanzes.
      Wann der zweite Teil von "Feuer und Blut" rauskommt, möchte ich mir besser nicht ausmalen...

      Und manches erschien mir dann doch ein wenig schlampig ausgemalt. Ich kann mir viel an religiösem Massenwahn ausmalen, aber die Erstürmung der Drachengrube ist ein bißchen zu viel für meine Phantasie, das ist punkto Massenpsychologie doch ein wenig weit her geholt.

      Und die Art und Wesie wie Aegon II. aus dem Nichts wieder auftaucht und wie sein Schwesterchen unbedarft in die Falle läuft, das ist unrealistisch. Könige und ihre Drachen verschwinden nicht einfach so.

      Das wars erstmal im groben. Feuer und Blut frei!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

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