Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020

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      Wer den Tweets von Donald noch irgendeine Bedeutung beimisst, ist doch selbst schuld.

      Der Mann hat doch absolut keinen Plan, außer seine engere Anhängerschaft bei Laune zu halten, und da kommt rassistischer Schwachsinn doch immer gut an. Selbst wenn seine eigene Anhängerschaft behirnt, dass es sich um rassistischen Schwachsinn handelt, ist das für die halt immer dennoch ein Schenkelklopfer, nach dem Motto: " Ha, der traut sich was!"

      Ob sich damit eine Mehrheit gewinnen lässt für eine Wiederwahl ist zumindest zweifelhaft. Es stößt die gemäßigten WASP-Wählerschichten ab und wird die nicht zu unterschätzenden Wählergruppen der Hispanics z.B. in Florida, einem Schlüsselstaat, nicht gerade positiv für Donald stimmen.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Es wird halt sehr davon abhängen, wer der Gegenkandidat letztendlich sein wird.

      Und wie sich das Weltgeschehen so entwickeln wird, Stichwort Krieg. Es würde zur langjährigen Praxis passen, gerade jetzt einen Krieg (Stichwort Iran) vom Zaun zu brechen, denn trauriger weise hebt dies meist die Popularität eines Präsidenten, leidige innenpolitische Themen treten dann in den Hintergrund.
      Auch wenn das ja lustiger weise einen zentralen Bruch eines seiner Wahlversprechen - keine neuen Konflikte, in die die USA sich hineinziehen lässt - bedeuten würde. (Neben ganz vielen anderen, wo bleibt eigentlich die Mauer, für die Mexiko bezahlt?)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      AracheonoXis wrote:

      ssnake wrote:

      Wer den Tweets von Donald noch irgendeine Bedeutung beimisst, ist doch selbst schuld.


      Leider tun das eben viel zu viele Menschen in der Welt und besonders in Trumps Welt. Und das ist ja das Problem.

      Es gibt da halt leider 2 Probleme. Zum einen ist DER Donald der Präsident der Vereinigten Staaten und keine Privatperson mehr. Dadurch erhalten sein Wort und leider auch seine Tweets, eine ganz andere Gewichtung.

      Der zweite Punkt hat darüber hinaus noch Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima. Trump haut seine Unwahrheiten und Diffarmierungen in so einer Frequenz raus, dass es für seine Kritiker ermüdend und für alle anderen zur Gewohnheit wird. Eine gewisse Partei hierzulande hat dieses Konzept auch erfolgreich übernommen.


      Ob er bei der nächsten Wahl eine Mehrheit in den Staaten gewinnen kann oder nicht, ist bei dem maroden Wahlsystem dort auch nicht unbedingt entscheident. Trump hatte bereits bei der letzten Wahl keine Mehrheit im eigentlichen Sinne, aber dafür die richtigen Wahlmänner. Alleine bei der Zusammensetzung der Wahlkreise gibt es Möglichkeiten, entgegen der Mehrheitsverhältnisse zu gewinnen, die so nicht existieren sollten.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Ich hoffe so sehr, dass er abgewählt wird :( Ich ertrag ihn echt nich mehr :( Aber dauert ja noch mehr als ein Jahr und noch ist alles offen würde ich sagen.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Ich hoffe so sehr, dass er abgewählt wird Ich ertrag ihn echt nich mehr Aber dauert ja noch mehr als ein Jahr und noch ist alles offen würde ich sagen.


      Ich überlege schon, was ich nächstes Jahr am 11. November tun will. Die Hälfte von mir will die Nacht aufbleiben, um genau zu beobachten, ob er nun endlich weggeht. Die andere Hälfte denkt, dass es ziemlich masochistisch wäre mitten in der Nacht jedes Mal in Verzweiflung zu geraten, wenn er in Pennsylvania gerade um 0,1% führt.

      Wenn er gewinnt, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es irgendeinen Nachfolger unter den Republikanern gibt, der seinen "Charm" 2024 nachahmen kann. Aber dann wird er leider immer noch für immer jede Präsidentschaftswahl gewonnen haben, an der er teilnahm und seine Wähler können sich einreden, dass es nur an seinem Nachfolger lag, dass die Republikaner nicht wieder gewonnen haben.
      Nein, ich glaube, ich schlag mir wegen dieses Trauerspiels nicht die Nacht um die Ohren :(

      Wie meinst du das:
      ​Aber dann wird er leider immer noch für immer jede Präsidentschaftswahl gewonnen haben, an der er teilnahm und seine Wähler können sich einreden, dass es nur an seinem Nachfolger lag, dass die Republikaner nicht wieder gewonnen haben.


      Bisher hat doch jeder Präsident zweimal gewonnen, außer die, die halt abgewählt wurden. Oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch?
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      Lann wrote:

      Ja, hat jeder nach FDR. Das war der Punkt. Wenn Trump nicht mehr antritt, wäre die nächste Niederlage der Republikaner nicht mehr SEINE Niederlage und ich hätte gern, dass Trump verliert.


      Ich bin mir ziemlich sicher, dass er wieder antreten wird.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett

      NannyOgg wrote:

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass er wieder antreten wird.
      hat er das nicht schon klar gesagt ? Gruselig aufjedenfall in fast jeder Hinsicht

      etwas offtopic, aber was ich interessant fand, habe heute (anlässlich des Geburtstages von Samuel Colt)
      einen Bericht gehört (Zeitzeichen), dass der berühmt-berüchtigte Waffenbesitz Zusatz in der US-Verfassung sich eigentlich auf Milizen in den damaligen Unabhängigkeitszeiten beziehen würde und das die entsprechenden
      Wörter bisher einfach ignoriert würden. Würde mich nur wundern wenn nicht Organisationen wie ACLU o.ä. versucht hätten das aufzugreifen. Hat da schon mal wer hier von gehört ?

      Lann wrote:


      Ich überlege schon, was ich nächstes Jahr am 11. November tun will. Die Hälfte von mir will die Nacht aufbleiben, um genau zu beobachten, ob er nun endlich weggeht. Die andere Hälfte denkt, dass es ziemlich masochistisch wäre mitten in der Nacht jedes Mal in Verzweiflung zu geraten, wenn er in Pennsylvania gerade um 0,1% führt.

      Wenn er gewinnt, kann ich mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es irgendeinen Nachfolger unter den Republikanern gibt, der seinen "Charm" 2024 nachahmen kann. Aber dann wird er leider immer noch für immer jede Präsidentschaftswahl gewonnen haben, an der er teilnahm und seine Wähler können sich einreden, dass es nur an seinem Nachfolger lag, dass die Republikaner nicht wieder gewonnen haben.

      Du kannst dir die Stunden der Ergebnisverkündung und des Geschwafels auch sparen. Am Resultat ändert deine Präsenz vorm Fernseher nämlich 0,0 und ich halte dich auch prinzipiell für interessiert und informiert genug, dass für dich das Geschwafel keinen großen Mehrwert hat. Erholsamer Nachtschlaf hingegen bringt wenigstens dir etwas. Zumal die Amis diesen Zirkus immer unter der Woche veranstalten müssen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      Lann wrote:

      Ich meinte, wenn er in 2024 nicht mehr antreten kann.


      Ok, das ist natürlich was anderes. Sollten die Reps dann verlieren, kann man es aber auch Trump zuschreiben, wobei ich dich schon verstehen kann und auch hoffe, dass er schon vorher einen Arschtritt kriegt.

      @Rory2016

      Nie gehört...
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett
      Hi, ich lass mich auch mal wieder blicken und komme gleich mal mit einer dem Anschein nach konträren Meinung daher.

      Ich muss sagen, dass ich Trump bisher gar nicht SO schlimm finde. Natürlich wirkt/ist er ungehobelt, politisch inkompetent und stumpf, aber immerhin hat er (noch) keinen Krieg vom Zaun gebrochen, diesbezüglich muss man natürlich mal abwarten was da jetzt im Iran geschieht.

      Sollte er es ohne Krieg durchhalten (wie ja von ihm angekündigt), sehe ich ihn jetzt nicht unbedingt negativer als seine Vorgänger (insb. den republikanischen, aber auch die Demokraten sind ja keine Unschuldslämmer). Ich sehe die zugegebenermaßen allerdings alle nicht sonderlich positiv. Ich würde auch vermuten das eine USA mit Hillary Clinton als Präsidentin, sich schon im Krieg befinden würde, ist aber natürlich Kaffeesatzleserei, einige Hinweise konnte man aus ihren geostrategischen Ansichen aber schon ziehen.

      Auf mich wirkt ein Obama auch VIEL sympathischer, eloquent und charmant, charismatisch und mitreißend, aber dennoch der selbe Mann der die Drohnenkriege in fremden Ländern kultiviert hat. Bush hat halt einfach mal Kriegsgründe !erfunden!, wenn man noch weiter zurückgeht, wird es auch nicht unbedingt besser.
      Solche Geschichten haben bei mir eine wesentlich höhere Gewichtung als strunzdumme Twitter-Kommentare.

      Trump ist definitiv ein Spalter, aber dies hat (zumindest für uns, meiner Ansicht nach) auch positive Aspekte. Für die EU ist es eine Möglichkeit zu erkennen, dass die USA nicht IMMER und unabdingbar ein völlig zuverlässiger Partner sind, was uns ggf. die Möglichkeit geben sollte uns von den USA zu emanzipieren und unsere eigenen Wert- und Weltvorstellungen in den Mittelpunkt zu rücken, statt denen der USA hinterherzuhecheln. Hat bisher aber auch eher so semi-gut geklappt ..

      Gefühlt untergräbt Trump selbst die weltweite Vormachtstellung der USA indem er z.B. ihren Einfluß auf die Nato freiwillig eindämmt, da die Vorteile die sie dadurch erzielen nicht mittelbar in Dollar abzubilden sind.

      Ist natürlich alles Kokolores, wenn jetzt ein Iran-Krieg kommt, warten wir mal ab ..

      Lann wrote:

      Jaehaerys wrote:

      Auf mich wirkt ein Obama auch VIEL sympathischer, eloquent und charmant, charismatisch und mitreißend, aber dennoch der selbe Mann der die Drohnenkriege in fremden Ländern kultiviert hat.


      Da ist Trump alles andere als besser:
      chicago.suntimes.com/news/2019…ar-exceed-obama-s-numbers
      bbc.com/news/world-us-canada-47480207


      Stimmt, ggf. kam mein Beitrag falsch rüber? Ich wollte nicht implizieren, dass Trump der "bessere" Präsident als Obama ist, ich wollte eher zum Ausdruck bringen, dass ich Trump nicht als wesentlich schlimmer als vergangene Präsidenten sehe. Ich befürchte von einem Rückgang von Drohnenkampfeinsätzen sind wir - egal und welchem Präsidenten - leider weit entfernt.

      Vielleicht nehme ich es Obama tief im inneren etwas übler, da ich es von einem Demokraten (und grade einem, der in seinen Reden sympathisch und menschlich wirkt) solche Vorgehensweisen weniger erwarte als von einem Republikaner.

      PS: auch die beiden Artikel beschreiben ja, dass Obama die Drohneneinsätze etabliert hat.
      Glaub mir, ich nehme Obama das auch übel. Aber wenn Trump mit seiner "take out their families"-Rhetorik Kollateralschaden auch noch entstigmatisiert, macht das Kollateralschaden nicht gerade unwahrscheinlicher. Allerdings habe ich auch in keinen der größeren demokratischen Kandidaten 100%iges Vertrauen, an amerikanischer Außenpolitik viel zu ändern. Vielleicht etwas mehr Hoffnung mit Bernie Sanders, da er jetzt amerikanische Involvierung in Yemen stoppen wollte und seine Opposition zum Irakkrieg stärker in den Vordergrund rückt, aber auch Sanders hat es öfter mal vorgezogen zu amerikanischer Außenpolitik zu schweigen, wenn es ihn bevorteilte. Dazu hatte ich vor kurzem mal einen Artikel gelesen, den ich jetzt leider nicht wieder finde. War aber von einer Website links von Sanders, nur um das offen zu legen.

      Ich hoffe vor allem für eine Niederlage von Trump, damit die ganzen rechtsextremen, die darauf hoffen, Trumps Sieg bedeutet, dass ihre Ideen nun beliebter im Mainstream werden und sie die "schweigende Mehrheit" sind, einen ordentlichen Dämpfer bekommen.

      Jaehaerys wrote:

      dass ich Trump nicht als wesentlich schlimmer als vergangene Präsidenten sehe
      gerade innenpolitisch, was das zurückdrehen von leichten und mühsam erkämpften sozialen Fortschritten angeht sowie die Stärkung von "alternativen Fakten/Fake News" und verschlechterung der Situation von Minderheiten würde ich dem doch energisch wiedersprechen