004_AGOT_Bran 1​

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      004_AGOT_Bran 1​

      004_AGOT_Bran 1

      Jahr: 298 n.A.E.
      Datum: 01. März
      Englischer Buchtitel: A Game of Thrones
      Deutscher Buchtitel: Die Herren von Winterfell
      Seiten englische Ausgabe: 13 - 21
      Seiten deutsche Ausgabe: 19 -29
      POV: Bran
      Laufende Nummer chronologische Reihenfolge: 004
      Laufende Nummer Buchreihenfolge: 1.2
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Das erste POV-Kapitel macht uns bekannt mit Familie Stark, interessanterweise nur den männlichen Mitgliedern, während die Frauen vermutlich zuhause kochen, nähen und Bogenschiessen üben.
      Bran, unser Held und offenbar die Hauptfigur der Serie (denn wozu sonnst würde ihn GRRM als erstes einführen) ist ein 7-jähriger Junge, der zum erstenmal bei den Großen mitmischen darf - eine Hinrichtung findet statt, aufmerksame Leser bemerken, wer der Delinquent ist.
      GRRM ist sich der Problematik bewußt, aus der Sicht eines Siebenjährigen zu schreiben
      Even at seven, Bran understood, what his brother had done.
      , hier nehme ich es Bran mit viel gutem Willen noch ab, bei späteren Kapiteln hat er eher die Gedankengänge eines 12-jährigen, ein Kritikpunkt für mich.
      Theon wird als
      ass
      eingeführt, Jon und Robb als vorbildliche große Brüder, vor allem aber erfahren wir von meiner Lieblingsnebenfigur, Old Nan. Und hier wird es spannend.
      Ned teilt uns mit, was wir von Old Nans Geschichten zu halten haben, es sind nur Geschichten, aha.
      Gleichzeitig erzählt er seinen Kindern aber
      softly of the age of heroes and the children of the forest.
      Geschichten um kleine Kinder zu erschrecken vs. reale Geschichte.
      In der TV-Serie wird ja mehrmals darauf hingewiesen, dass Bran so wichtig ist, weil er die Geschichten hat, alle Geschichten. Wir werden beim ReRead mal drauf achten, denke ich, denn ich glaube, auch diese Sache mit der Relevanz der Geschichten kommt von GRRM-
      Beste Textstelle:
      Bran thought about it. "Can a man still be brave if he's afraid?"
      "That is the only time a man can be brave," his father told him.
      HODOR !

      hodor wrote:

      Bran, unser Held und offenbar die Hauptfigur der Serie


      Eine Meinung, die ich teile, allerdings erst nach Sichtung der achten Staffel. Zuvor dachte ich mir, naja, er muss ja irgendwie mit jemanden anfangen. Ich bin vor der achten Staffel eher von den Hauptfiguren: Dany, Jon und Tyrion ausgegangen.

      hodor wrote:

      Beste Textstelle:


      Ja, eine wirklich schöne Textstelle :)


      Was mir noch aufgefallen ist:

      - Mance Rayder wird erwähnt und es hört sich für mich so an, als wenn es zumindest nicht ganz ausgeschlossen ist, dass man miteinander verhandelt. Woher kennt man sich?
      - Die Wölfe werden gefunden <3 Ich habe mich gefreut, dass Jon am Ende auch ein Wolf hatte. Hat es eine Bedeutung, dass die Augen geöffnet sind?
      - Theon ist ziemlich schrecklich. Das hatte ich so gar nicht mehr in Erinnerung. Und er scheint auch - anders als in der Serie - mit Jon und Robb nicht so viel am Hut zu haben. Aber im Buch sind sie auch nicht gleich alt.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      Post was edited 1 time, last by “SuSansa” ().

      hodor wrote:

      SuSansa wrote:

      Eine Meinung, die ich teile
      War schon etwas ironisch gemeint. ;)
      Er war zwar meine Lieblingsfigur der Bücher, gerät aber irgendwie immer mehr in den Hintergrund. Dany hat dreimal soviel Kapitel wie er später. Vielleicht ist das auch Absicht, damit er am Ende so richtig reinhaut, wer weiß...


      Ach sooooo :D Ich meinte es schon ernst, wenn man bedenkt, was in der Serie noch kommt. Dass er später so im Hintergrund ist, ist vermutlich deswegen, weil Martin noch nicht so viel von ihm verraten will.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Dass er später so im Hintergrund ist, ist vermutlich deswegen, weil Martin noch nicht so viel von ihm verraten will.
      Das kann gut sein. Auf jeden Fall wird der ReRead spannend. Ich hab ja gleich mal nach dem Finale angefangen, ein paar Bran-Kapitel im voraus zu lesen, und ich sag Dir, das wird krass. Vor allem, was die Geschichten Old Nans angeht und so. Ich hatte das alles vergessen.
      HODOR !

      hodor wrote:

      SuSansa wrote:

      Dass er später so im Hintergrund ist, ist vermutlich deswegen, weil Martin noch nicht so viel von ihm verraten will.
      Das kann gut sein. Auf jeden Fall wird der ReRead spannend. Ich hab ja gleich mal nach dem Finale angefangen, ein paar Bran-Kapitel im voraus zu lesen, und ich sag Dir, das wird krass. Vor allem, was die Geschichten Old Nans angeht und so. Ich hatte das alles vergessen.


      Ich freue mich auch schon. Hab ja auch schon bisschen früher angefangen mit dem ReRead und lese jetzt extra ein anderes Buch, damit wir bald gleich auf sind. Und bereits im übernächsten Bran Kapitel wird es schon schön spannend.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Schönes Kapitel, schöne Einführung.

      Hier noch meine Anmerkungen und Fragen:

      Ned nicht den Namen des Verurteilen als die Hinrichtung ausgeführt wurde, feiert aber gleichzeitig sich und Robert bzw. deren Titel ab… Gab es hier überhaupt eine Verhandlung? Ich frage mich, wie Ned und Co auf den Bericht von Gared reagiert haben. Wahrscheinlich nicht ernst genommen. Dann Frage ich mich noch, warum die Nachtwache diesen Fahnenflüchtling nicht selber gerichtet haben?
      Die Adligen haben nach meinem Verständnis sehr viel Macht. Exekutive, Legislative und Judikative in Personalunion. Wir reden heutzutage davon, dass es keine Chancengleichheit gibt… kann man sich „in echt“ gar nicht vorstellen.

      Wer war nochmal Desmond? Er wird so beiläufig erwähnt.

      Theon kommt hier wie ein aggressiver Sonderschüler rüber der andere Kinder verhaut und immer nur Ärger macht :)
      Ich bin wieder über das Alter der Personen gestolpert. Theon ist 5 Jahre älter als Robb und Jon. Komischerweise hab ich bei letzterem nicht den Serien-Jon vor Augen.
      Schade dass man die Fragen und Antworten des Deserteurs nicht mitbekommt, mich hätte der Wortlaut interessiert. Ich glaube wir erfahren den Inhalt erst später durch Neds Nacherzählung.
      Theon ist genauso wie ich ihn vom Lesen in Erinnerung hatte, ein Kotzbrocken.
      Direwolves <3

      ​Ned nicht den Namen des Verurteilen als die Hinrichtung ausgeführt wurde, feiert aber gleichzeitig sich und Robert bzw. deren Titel ab… Gab es hier überhaupt eine Verhandlung? Ich frage mich, wie Ned und Co auf den Bericht von Gared reagiert haben. Wahrscheinlich nicht ernst genommen. Dann Frage ich mich noch, warum die Nachtwache diesen Fahnenflüchtling nicht selber gerichtet haben?


      Auf Desertieren von der Nachtwache steht die Todesstrafe, daher ist da nicht viel mit Prozess. Finde ich auch hart, vor allem weil er ja einen guten Grund hatte zu fliehen. Ich frage mich aber immer noch wie er durch die Mauer kam ohne der Nachtwache zu begegnen. Erfahren wir das noch? Wegen des Ortes: ich hatte angenommen dass man ihn dort aufgegriffen hat und man sich dann an seinen Warden wandte. Die Mauer ist eben echt weit weg.
      "Let me tell you something about wolves, child. When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies, but the pack survives." -Eddard Stark

      HobGoblin wrote:

      Ned nicht den Namen des Verurteilen als die Hinrichtung ausgeführt wurde, feiert aber gleichzeitig sich und Robert bzw. deren Titel ab… Gab es hier überhaupt eine Verhandlung? Ich frage mich, wie Ned und Co auf den Bericht von Gared reagiert haben. Wahrscheinlich nicht ernst genommen. Dann Frage ich mich noch, warum die Nachtwache diesen Fahnenflüchtling nicht selber gerichtet haben?
      Die Adligen haben nach meinem Verständnis sehr viel Macht. Exekutive, Legislative und Judikative in Personalunion. Wir reden heutzutage davon, dass es keine Chancengleichheit gibt… kann man sich „in echt“ gar nicht vorstellen.


      Mir kam das beim ersten Mal lesen auch sehr hart vor und auch jetzt kapiere ich das nicht so richtig. Dass man ihn noch nicht einmal anhört, warum er gegangen ist. Ich meine, Benjen springt ja auch fröhlich abseits der Mauer herum, um mal eben die Familie zu besuchen, aber wenn jemand einen echten Grund hat und Panik bekommt, dann wird er nicht mal angehört? Auch hier erfährt man, dass Ned das alles für Unfug halten muss, sonst hätte er doch Mitleid oder würde zumindest mal kurz überlegen. Andererseits verstehe ich auch nicht a.) wie ist der Typ über die Mauer gekommen und b.) warum eigentlich? Bei Castle Black wäre er doch auch erstmal sicher gewesen?

      HobGoblin wrote:

      Theon kommt hier wie ein aggressiver Sonderschüler rüber der andere Kinder verhaut und immer nur Ärger macht


      Ja, das trifft es :D
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Benjen springt ja auch fröhlich abseits der Mauer herum, um mal eben die Familie zu besuchen

      Benjen ist aber als offizieller Vertreter der Nachtwache zu Besuch auf Winterfell. Der ist nicht nur zum Spaß dort, aber was wesentlich wichtiger ist, dass er die Erlaubnis hatte.

      Grundsätzlich kann ich in der Situation beide Seiten verstehen. Das Gared möglichst viel Abstand zwischen sich und die Anderen bringen will, ist absolut verständlich. Dass ihn das Auftauchen der Anderen psychisch zu schaffen macht, verwundert mich ebenfalls nicht.
      Neds Handeln macht aber ebenfaĺls Sinn. Ich weiß nicht, wie viele Deserteure er im Laufe seiner Herrschaft hinrichten musste, aber er durfte sich sicher schon viele Geschichten anhören und aus Sicht des Deserteurs waren das vermutlich alles gute Gründe. Ned muss gegenüber Deserteuren einfach konsequent das Gesetz durchsetzen, denn ansonsten kann da in Zukunft jeder kommen.
      Dazu kommt, dass die Anderen so lange verschwunden waren, dass diese Geschichte schwer zu glauben ist. Aber angenommen, Ned würde Gared trotzdem glauben, was würde das ändern? Gared ist nicht nach Castle Black zurückgekehrt und hat seine Kameraden gewarnt, sondern abgehauen. Ja, er mag Angst haben, aber blöderweise hat sein Eid keine Sonderklausel für Panikattacken im Angesicht jahrtausende Jahre alter Feinde. Nach der Rechtsauffassung in Westeros hat sich für Gared nicht viel geändert und er muss immer noch die Reiche der Menschen bis zu seinem Tod schützen.
      Außerdem hat Eddard bei der Befragung wohl einfach nichts aus Gared herausbekommen, was irgendwie Sinn ergeben hätte.

      Wie Gared über die Mauer gekommen ist? Die Mauer zieht sich nicht von Küste zu Küste, sondern wird in der Nähe des Schattenturms durch ein Gebirge unterbrochen. Dem Schutzzauber macht das wohl keine Probleme, sonst wären die Anderen wohl schon auf dem Weg nach Süden. Für Plündertrupps des Freien Volkes ist es dort aber möglich an den Patrouillen vorbei in den Süden zu kommen. Ein einzelner Ranger sollte das auch schaffen können, vor allem wenn er so erfahren wie Gared ist.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

      hodor wrote:

      arf - eine Hinrichtung findet statt, aufmerksame Leser bemerken, wer der Delinquent ist.

      insbesondere dadurch, dass im Buch dieses Kapitel ja direkt nach der Szene im Wald ist.

      In der TV-Serie wird ja mehrmals darauf hingewiesen, dass Bran so wichtig ist, weil er die Geschichten hat, alle Geschichten

      hodor wrote:

      Vor allem, was die Geschichten Old Nans angeht und so. Ich hatte das alles vergessen.

      achja, der musste sich ja alle Geschichten noch ganz oft am Krankenbett anhören. In Kombination mit seinen späteren Fähigkeiten, wirkt das in der Serie dann ja schon als eine schlüssige Aussage...

      HobGoblin wrote:

      Ned nicht den Namen des Verurteilen als die Hinrichtung ausgeführt wurde, feiert aber gleichzeitig sich und Robert bzw. deren Titel ab… Gab es hier überhaupt eine Verhandlung? Ich frage mich, wie Ned und Co auf den Bericht von Gared reagiert haben. Wahrscheinlich nicht ernst genommen

      Ned macht ja schon klar, das ihm wichtig ist die letzten Worte des Verurteilten zu hören und in seinem ersten Kapitel erzählt er ja dann quasi das dieser total durch den Wind wirkte. Wäre natürlich die Frage, was Gared jetzt genau gesehen hat und ob/wie er es berichten würde. Dazu sicher in nem abgerissenen Zustand etc vermutlich nicht so glaubwürdig- dafür hätte er für die "Verhandlung" vermutlich wenigstens auf den LordCommander oder einen Hauptmann der Wache treffen müssen, der ihn vielleicht kannte und hätte einschätzen können.
      Vielleicht braucht Benjen auch die Erlaubnis vom Lord Commander.
      Interessant...euer Fokus liegt ganz anders als meiner...ich bin davon ausgegangen, dass Gared so durch ist, dass Ned gar nicht wirklich erfährt was passiert ist. Ich weiß nicht mehr genau, ob über das Cat-Kapitel hinaus überhaupt noch was zu dem Thema kommt, aber vielleicht hängt es auch mit dem Ausbleiben von Will und Royce zusammen.

      Mein erster Eindruck:

      Zunächst fallen hier das erste Mal die Jahreszeiten auf. Es ist das 9. Jahr des Sommers, gleichzeitig neigt sich der Sommer dem Ende zu ?( Ok...wie das passt, man wird sehen...

      Bran fällt auf, dass sein Vater zwei Gesichter hat, das des Vaters, welches er kennt und das des Lords of Winterfell. Ich denke, da wird im einiges bewusst das erste Mal.

      Jon ist ganz der große Bruder und gibt Bran Tipps, wie er sich verhalten soll. Ehrlich...wer mag ihn da nicht sofort? ^^

      Theon ist einem von Anfang an unsympathisch und auch viel älter als in der Serie oder zumindest älter als Jon und Robb, dennoch wirkt er im Vergleich viel kindischer als Jon.

      @hodor s bester Satz, gefällt mir auch am besten :) Ned ist überhaupt toll, auch seine Überzeugung, warum der Lord selbst der Henker sein muss, ist sehr bewundernswert.

      ​One day, Bran you will be Robb´s Bannerman, holding a keep of your own for your brother and your king and justice will fall to you. When it that day comes, you take no pleasure in the task, but neither must you look away. A ruler who hide behind paid executioners soon forgets what death is.


      Was sagt man dazu? In Hinblick auf das Ende...

      Und taadaa...da sind plötzlich aller Leuts Lieblinge, meine auch :love: Kein Kind widersteht einem Welpen, Theon ist anscheinend schon zu alt, pffff....
      Sehr interessant hier die Passage

      ​corruption clung to it like a womanˋ s perfume


      Corruption lässt sich mit Korruption oder Verderbnis, Verwesung übersetzen. Im deutschen merkt man es nicht, aber im Original soll es bestimmt zweideutig sein.
      Aber bitte....wie der Duft einer Frau...pfui, Herr Martin :miffy:

      Theon prophezeit den schnellen Tod von Jons Welpen, warum? Ist er doch eifersüchtig, ein klein bisschen? Er bleibt als einziger ausgeschlossen, so wie wohl häufiger.
      Dass Jons Wolf als einziger die Augen schon auf hat, könnte tatsächlich darauf hinweisen, dass Jon später der einzige ist, der sieht, vielleicht.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett

      WinterIsComing wrote:

      Ich frage mich aber immer noch wie er durch die Mauer kam ohne der Nachtwache zu begegnen.

      Das frage ich mich auch.

      WinterIsComing wrote:

      Erfahren wir das noch?

      Ich glaube nein. :(

      Brigthroar wrote:

      Wie Gared über die Mauer gekommen ist? Die Mauer zieht sich nicht von Küste zu Küste, sondern wird in der Nähe des Schattenturms durch ein Gebirge unterbrochen. Dem Schutzzauber macht das wohl keine Probleme, sonst wären die Anderen wohl schon auf dem Weg nach Süden. Für Plündertrupps des Freien Volkes ist es dort aber möglich an den Patrouillen vorbei in den Süden zu kommen. Ein einzelner Ranger sollte das auch schaffen können, vor allem wenn er so erfahren wie Gared ist.

      Ist Gared nicht ganz woanders und möchte schnell, schnell weg von den Anderen und diesem Wald? Die Geografie hinter der Mauer ist mir nicht ganz so geläufig. Ich könnte mir vorstellen, dass das Gebirge beim Schattenturm auch streng kontrolliert wird, gerade wegen der Plündertrupps und weil es leichter als die Mauer zu überwinden ist. Allerdings fällt eine einzelne Person natürlich weniger auf. Armer Gared! Erst diese Panik und Flucht, dann wird er hinterher schnöde geköpft.
      Das Kapitel Bran 1 fand ich toll! Es gibt einen guten, ersten Überblick hinsichtl. der Familienverhältnisse der Starks und der Beziehungen (der Söhne) untereinander.

      Mir ist aufgefallen, dass das Wappen der Starks anders als in der Serie ist. Ein Wolf der über ein weißes Feld läuft, nicht nur ein Wolfskopf.

      Nach der Hinrichtung d Deserteurs, erfährt man durch ein Gespräch zwischen Ned u Bran, dass die Starks von den ersten Menschen abstammen und sie deren Gepflogenheiten teilweise übernommen haben – was sie von den restlichen Westerosi unterscheidet.

      Das Highlight des Kapitels ist natürlich, der Fund der toten Schattenwölfin u ihrer Welpen.Die Szenerie wirkt wie arrangiert, die Wölfe als wären sie von irgendwem/irgendwas geschickt worden. Wäre etwas viel *Zufall* sonst...

      NannyOgg wrote:

      Dass Jons Wolf als einziger die Augen schon auf hat, könnte tatsächlich darauf hinweisen, dass Jon später der einzige ist, der sieht, vielleicht.


      Es kommt sehr viel besser zur Geltung, dass Ghost Jons *wölfisches* Äquivalent zu sein scheint – nicht nur durch seine Außenseiterrolle und sein Aussehen, das ihn von seinen Geschwistern unterscheidet, sondern vor allem auch seine Beobachtungsgabe und dadurch, dass er bereits reifer zu sein scheint. Deutlich, finde ich, wird das z. B. durch die Sätze:
      Jon’s eyes were a grey so dark they seemed almost black, but there was little they did not see.​

      Und:
      Bran thought it curious that this pup alone would have opended his eyes while the others were still blind.​


      Interessant ist auch, dass Jon erst nachdem sie die Fundstelle der Welpen verlassen, auf Ghost aufmerksam wird und zwar durch ein Geräusch, das außer ihm niemand wahrnimmt und trotz der Gespräche der Starkmänner und das Hufgetrappel der Pferde, bis zu Jon durchdringt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sie zu diesem Zeitpunkt schon ein erhebliches Stück von der toten Wölfin entfernt sind!
      Besonders frage ich mich aber, wie Jon Ghost überhaupt hören konnte, wo dieser doch keinerlei Geräusche von sich gibt!!!

      Hildegunda wrote:


      Ist Gared nicht ganz woanders und möchte schnell, schnell weg von den Anderen und diesem Wald? Die Geografie hinter der Mauer ist mir nicht ganz so geläufig. Ich könnte mir vorstellen, dass das Gebirge beim Schattenturm auch streng kontrolliert wird, gerade wegen der Plündertrupps und weil es leichter als die Mauer zu überwinden ist. Allerdings fällt eine einzelne Person natürlich weniger auf. Armer Gared! Erst diese Panik und Flucht, dann wird er hinterher schnöde geköpft.

      Ich habe das Ice and Fire-Wiki nochmal zu Rate gezogen. Die Ranger waren 9 Tage im verfluchten Wald unterwegs und sind unter anderem bei Craster vorbei gekommen. Da sie aber die Mauer sehen können, sind sie nicht zu weit nach Norden gezogen. Im Endeffekt können sie zwar überall entlang der Mauer gewesen sein, als der Überfall passierte, aber ich gehe eher davon aus, dass sie sich nicht im Osten befanden. Das würde die Route zu sehr ziehen. Gared hatte außerdem Zugriff auf die Pferde, weshalb er zunächst viele Kilometer gut gemacht haben dürfte.
      Für mich bleiben die südlichen Frostfänge der logischste Weg. An Castle Black, Eastwatch oder Shadow Tower ist Gared sicherlich nicht vorbei gekommen, die anderen Tore sollte er von außen nicht öffnen können und ein Boot über die Seehundbucht können wir denke ich ebenfalls ausschließen. Die einzige Alternative, die mir noch einfiele, wäre der Geheimgang im Nightfort, aber ob er bzw. überhaupt ein aktueller Mann der Nachtwache von dem weiß, bezweifle ich.

      Aufgegriffen wurde er dann nahe Winterfell.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton
      Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir der Verweis eines US-Fans auf das Serienende. Er schrieb sinngemäß, dass er sich vorstellen könne, dass Jon im letzten Kapitel der Bücher (das wäre dann ein Bran-Kapitel) tatsächlich zur NW verbannt wird, und nicht zum Tode verurteilt von König Bran. Ich hab zwar keine Ahnung, wozu es noch eine NW geben soll, aber vielleicht werden die Others ja nicht besiegt, sondern es gibt einen neuen Pakt oder so. Das wäre dann eine schöne Spiegelung zu diesem Kapitel. Bran kann das Schwert nicht selbst führen, also verbannt er. Ich kann mir vorstellen, dass GRRM das wesentlich schlüssiger hinkriegt als die Serie.
      HODOR !
      Ich weiß nicht, ich würde es nicht mögen, wenn Bran Jon verbannt. Warum denn? Was soll sich Jon denn zu Schulde kommen lassen?
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
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