020_AGOT_Bran 3

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      Narannia wrote:

      Ich hatte ja immer schon von der Serie gehört, wie brutal die sein soll. Das hat mich eigentlich eher abgeschreckt.


      Also ich bin wirklich keiner, der das total gerne sieht, andererseits muss ich sagen, dass ich es gut finde, dass es eine Serie gibt, die den Krieg auch mal von seiner hässlichen Seite zeigt in Zeiten von Marvel und Co, wo Leute massenhaft niedergemetzelt werden, ohne dass es blutet. Das finde ich dann auch wieder nicht gut.

      a.rogue.prince wrote:

      @Narannia

      Ich denke ,"ihre Geheimnisse hart in ihrem Herzen behielt", bezieht sich auf eine spätere Phase der Geschichte. Aus ihrer Geringschätzung für Joffrey und Cersei macht Arya keinen Hehl. Auf ihrer Flucht durch die Flusslande versucht sie ihr Geschlecht und ihre adlige Herkunft zu verheimlichen. Vielleicht bezieht es sich auf die Ausbildung durch die FM, bei denen sie konspiratives, diskretes und planvolles Handeln lernt. Oder dass sie später versucht, diese Ausbildung bzw. den Weg, den sie gegangen ist, vor Jon oder Sansa zu verheimlichen...


      Ja, irgendwie sowas dachte ich auch, aber irgendwie liest es sich in dem Text so, dass es sich um gegenwärtige Geschehnisse handelt. Aber vermutlich wird es so sein, wie du gesagt hast.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Also ich bin wirklich keiner, der das total gerne sieht, andererseits muss ich sagen, dass ich es gut finde, dass es eine Serie gibt, die den Krieg auch mal von seiner hässlichen Seite zeigt in Zeiten von Marvel und Co, wo Leute massenhaft niedergemetzelt werden, ohne dass es blutet. Das finde ich dann auch wieder nicht gut.


      Ich schau mir ja grundsätzlich gerne so Filme wie "Der Soldat James Ryan" an, weil die nicht kriegsverherrlichend sind. Da muss es auch einfach mal schonungslos dargestellt werden, denke ich. (Sehr empfehlenswert finde ich ja "A Testament of Youth". Der ist zwar jetzt nicht so brutal anzuschauen ... aber es wird nichts beschönigt und lässt einen sehr nachdenklich zurück.)
      Aber wenn mir eine Serie schon mit den Worten "die ist ziemlich brutal ... in jeder Folge gibt es mindestens einen Toten ... und auch die Lieblinge sind nicht sicher" angekündigt wird, dann ziehen diese "Argumente" nicht wirklich. Also wenn das alles ist ...!?!?!
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      Zur Brutalität usw. habe ich grad einen super Podcast gehört, von Boiled Leather, in dem Stefan Sasse, der wohl bekannteste dt. ASOIAF-Fan, mal ein paar Unarten in der Community anspricht, so auch den Zynismus. GRRMs Realismus wird gerne mitgenommen, aber die Botschaft dabei ignoriert (Krieg ist nicht gut). Der Podcast hat als Thema, worum es bei ASOIAF eigentlich geht, etwas, worüber viel zu selten gesprochen wird. Der Podcast ist in Englisch, aber ich möchte ihn trotzdem unbedingt empfehlen.
      HODOR !

      Narannia wrote:

      Aber wenn mir eine Serie schon mit den Worten "die ist ziemlich brutal ... in jeder Folge gibt es mindestens einen Toten ... und auch die Lieblinge sind nicht sicher" angekündigt wird, dann ziehen diese "Argumente" nicht wirklich. Also wenn das alles ist ...!?!?!


      Ja, natürlich. Wenn es nur der Brutalität wegen ist, dann langt das natürlich nicht.

      hodor wrote:

      GRRMs Realismus wird gerne mitgenommen, aber die Botschaft dabei ignoriert (Krieg ist nicht gut).


      Ja, das nehme ich auch oft wahr, jedoch auch nicht bei allen. Ich denke, einige nehmen diese Botschaft schon auch wahr.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      GRRMs Realismus wird gerne mitgenommen, aber die Botschaft dabei ignoriert (Krieg ist nicht gut).

      Ist das so? Wird die Botschaft ignoriert? Woher kommt dieses subjektive empfinden?
      Ich kann das in meinem Bekanntenkreis eher nicht wahrnehmen.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Dreenan Kel Zalan wrote:

      Ist das so? Wird die Botschaft ignoriert? Woher kommt dieses subjektive empfinden?
      Ich kann das in meinem Bekanntenkreis eher nicht wahrnehmen.
      Das ist kein subjektives Empfinden, Dreenan, das ist einfach eine Erfahrung mit dem Fandom, vor allem seit der TV-Serie, aber auch schon vorher. In meinem Bekanntenkreis ist es auch nicht so, aber den suche ich mir ja auch aus. ;)
      Ich fand es auch ziemlich interessant, dass der Podcast, den ich seit Beginn verfolge, gerade jetzt darüber diskutiert. Meine Wahrnehmung ist etwa so, dass gut die Hälfte der Leute, eher mehr, die sich als Fans bezeichnen, diese zynische Haltung vertreten. Der Podcast erwähnt in diesem Zusammenhang, das Ned gemeinhin als Idiot hingestellt wird, weil er versucht, ehrenhaft zu sein, und der Hound bewundert wird für seinen Zynismus. Das sind zwei gute Beispiele aus der Serie.
      (Und ich sage nicht, dass es hier im Forum auch so ist, um das mal klarzustellen.)
      Der Podcast ging ja über die großen Themen von ASOIAF und versuchte, die Frage zu beantworten, welche dies sind. Heraus kam, dass es um die menschlichen Schwächen + Eitelkeiten geht, die zum Krieg führen, und als zentrale Stelle wurde die Broken-Man-Rede in AFFC angeführt.
      Dem stimme ich zu.
      HODOR !
      Das ist aber der Punkt. Ich sehe das im Bekanntenkreis nicht so und hier nur sehr selten.
      Woanders komme ich so gut wie gar nicht mit asoiaf in Berührung, kann die These deswegen aus meinem eingeschränkten Sichtfeld nicht zustimmen.
      Was mich schon immer erstaunt und gewundert hat war die außerordentliche Beliebtheit vom Hund und von Bronn.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      Dreenan Kel Zalan wrote:

      Das ist aber der Punkt. Ich sehe das im Bekanntenkreis nicht so und hier nur sehr selten.
      Woanders komme ich so gut wie gar nicht mit asoiaf in Berührung, kann die These deswegen aus meinem eingeschränkten Sichtfeld nicht zustimmen.
      Was mich schon immer erstaunt und gewundert hat war die außerordentliche Beliebtheit vom Hund und von Bronn.


      Mmh, naja in den Medien wird schon oft auf die Nacktheit und die Brutalität hingewiesen, so als wenn es das wäre, was GOT von anderen Serien unterscheidet, aber man darf auch nicht vergessen, dass das irgendwelche Leute sind, die aus beruflichen Gründen eine Folge schauen und dann ihre Berichte schreiben. Das sind keine, die wirklich Interesse daran haben.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

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      Hildegunda wrote:

      Mir kam der Vergleich mit dem Schamanismus, weil Du bei einer schamanischen Reise oftmals das Gefühl hast, zunächst durch einen Tunnel zu gehen oder gezogen zu werden oder zu fallen, und dann in die untere Welt gerätst. Es passieren da halt viele Dinge, die wir als irreal erleben. Dieser Fall gemeinsam mit der Krähe hat mich an den Gang/Fall durch einen Tunnel erinnert. In der unteren Welt triffst Du Deinen Spirit, der Dich begleitet und Dir hilft. Es gibt abe auch die obere welt, in der der Lehrer/weise Führer sich bewegt. Da Bran fällt und die Krähe gewissermaßen auch etwa Lehrendes/Führendes hat, wäre auch daran zu denken. Das sind so meine Gedanken. Traum ist auch nicht schlecht, da passieren ja auch surreale Dinge. Wahrscheinlich nimmt man immer Beispiele, die einem selbst was sagen, aber andere können damit nicht viel anfangen. :/ Dann wäre es spannend zu lesen, woran Dich das alles spontan erinnert hat.


      Das bezog sich eher darauf mit welcher Intention Martin das geschrieben hat. So hatte ich eure Aussagen verstanden, deswegen die Frage ;) Was man evtl selber darin sieht ist dann wieder etwas anderes. Für mich war das, wie schon gesagt, eher ein Ringen mit dem Leben und dem Tod und die Krähe ein Teil von Brans Bewusstsein. Sein Blick auf seine Familie quasi ein Andeutung auf seine späteren Fähigkeiten, entweder ausgelöst durch den Sturz oder sie waren schon immer da. Ich hab da gar nicht so viel reininterpretatiert oder mir Gedanken gemacht, ich fand es aber auch nicht komisch, vielleicht deswegen.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett