Aktuell_033_AGOT_Eddard 7​

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      Aktuell_033_AGOT_Eddard 7​

      033_AGOT_Eddard 7

      Jahr: 298 n.A.E.
      Datum: 23. September
      Englischer Buchtitel: A Game of Thrones
      Deutscher Buchtitel: Die Herren von Winterfell
      Seiten englische Ausgabe:
      Seiten deutsche Ausgabe: 386 - 409
      POV: Eddard
      Laufende Nummer chronologische Reihenfolge: 033
      Laufende Nummer Buchreihenfolge: 1.31
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Nun folgt Tag zwei des Turniers, diesmal aus Neds Sicht. Wo er am Vortag gesteckt hat, ist mir immer noch nicht klar, aber diesmal geht er mit, wohl auch, weil Septa Mordane noch indisponiert ist. :D ZUnächst aber schaut er mit Ser Barristan den getöteten Knappen an, dabei wird klar, dass es sich um den Ser Hugh, den Knappen von Lord Arryn handelte, den er eigentlich noch befragen wollte. Mir ist beim ersten Lesen noch gar nicht aufgefallen, dass das im ersten Band so ein regelrechter Mittelalter-Fantasy-Krimi ist.

      Dann besucht er den König. Jory hatte ihn nachts extra geweckt, dass Robert kämpfen will, und Ned will es ihm unbedingt ausreden. Ich finde, teilweise wird auch schon da etwas von ihrer alten Freundschaft deutlich, z. B. als er ihm sagt, dass er zu fett für die Rüstung ist. Gleichzeitig wird erwähnt, dass beide Knappen Lannisterjungen sind, die Königin ihm diese empfahl. Robert idealisiert hier wieder Lyanna, diese hätte ihm nicht gesagt, er dürfe nicht kämpfen. Ja, wenn der Gute wüsste...! Nach einem weiteren Temperamentsausbruch von Robert kommt es dann eigentlich zu einem guten Gespräch zwischen Ned und Robert, und Ned hat wieder das Gefühl, dass er seinem alten Freund gegenübersitzt, mit dem er auch über alles sprechen kann.
      Interessant fand ich die Passage, in der Robert sich wegen des Wolfes entschuldigt und über Joffrey spricht:
      You know what stops me? The thought of Joffrey on the throne, with Cersei standing behind him whispering in his ear. My son. How could I have made a son like that, Ned?

      Da scheint er ja schon eine Idee zu haben, wo der Hase langläuft, nur dass Cersei gar nicht so viel zum Flüstern kommen wird.
      Auch sie schätzt er falsch ein:
      Oh, Cersei is lovely to look at, truly, but cold … the way she guards her cunt, you'd think she had all the gold of Casterly Rock between her legs.


      Bei dem Turnier setzt er sich zu Sansa, die schon wieder Feuer und Flamme ist. In Neds Gedanken gibt es wieder jede Menge Hintergrundinformationen, u. a. zu Ser Gregor, dem Berg, der wohl nicht nur zwei Ehefrauen sondern auch eine Schwester und vielleicht den Vater auf dem Gewissen hat. Also, bei Ser Gregor sehe ich bisher keine einzige Grauschattierung...
      Interessant fand ich, dass es ein Bogenschießen gibt und hier ein hochbegabter, aber unbekannter Bogenschütze aus den Dornischen Marschen gewinnt. Anguy heißt er, und auch das ist eine Person, die uns später noch einmal begegnen wird. Anguy lehnt ein Angebot von Ned ab, in der Garde der Hand zu dienen, damit ist der Weg zum Partisanen frei. ;)

      Später am Abend erhält Ned dann einen konspirativen Besuch von Varys. Dieser weist ihn ganz unmissverständlich darauf hin, dass die Königin Robert bewusst provoziert hat, an dem Turnier teilzunehmen, die Lannisters insgesamt ein Komplott planen, um vollständig nach der Macht zu greifen. Auch hier gibt es wieder eine echte Detektivszene: Varys will gehen, und Ned ruft ihn zurück, fragt, womit Jon Arryn umgebracht wurde. Varys erklärt:
      "The tears of Lys, they call it. A rare and costly thing, clear and sweet as water, and it leaves no trace. I begged Lord Arryn to use a taster, in this very room I begged him, but he would not hear of it. Only one who was less than a man would even think of such a thing, he told me."

      Und dann die Antwort auf die wichtige Frage, wer es getan haben könnte:
      "Some dear sweet friend who often shared meat and mead with him, no doubt. Oh, but which one?

      Und schließlich die allerwichtigste Frage:
      "Why? Why now? Jon Arryn had been Hand for fourteen years. What was he doing that they had to kill him?"
      "Asking questions," Varys said, slipping out the door.

      Damit ist ja eigentlich auch Neds Schicksal besiegelt.

      Post was edited 1 time, last by “Hildegunda” ().

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      Arya übt mit verbundenen Augen, kleines Foreshadowing hier. Ned hofft noch, dass sich ihre Tanzerei auswächst, er nimmt es nicht wirklich ernst. Sansa weiss von gar nix, sie denkt, Arya hat tatsächlich Tanzstunden
      You must be a terrible dancer
      meint sie zu Aryas blauen Flecken. :D
      Die Szene mit Ser Gregor ist intensiver, als ich sie in Erinnerung habe. Er ist drauf und dran, Ser Loras zu killen, und es braucht den König und viele Ritter, um ihn zu stoppen. Nicht wirklich ein Ritter, wie Sandor gesagt hat.
      Aber Ser Loras ist auch keiner, mit seinem fiesen Trick, und Barristan misbilligt dies. Alles ist pure Show, die Gesellschaft ist dekadent geworden.
      Podcastsplitter (NotaCast): Wir wissen ja, Tyrion wettet nicht gegen seine Familie. Ned könnte dies auch wissen, wenn er etwas heller wäre, denn Renly sagt
      A pity the imp is not here with us (...)I would have won twice as much.
      Der Dolch kann also nicht von Tyrion gewonnen sein, er hätte nie gegen Jaime gesetzt. Littlefinger sitzt genau daneben. Wieder so eine Stelle, wo man merken kann, wie wacklig Littlefingers Lügen sind, oder besser gesagt, wie dumm unsere Protagonisten sind, dass sie ihm nicht auf die Schliche kommen.
      HODOR !

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      Loras nutzt diesen Trick aber auch nur gegen den Berg und dessen heißblütigen Hengst. Wir haben im Reread festgestellt, dass er am Vortag ebenfalls einen Hengst geritten hat und die Stute vermutlich nur deshalb zum Einsatz kam, um Gregors Hengst aus dem Konzept zu bringen (wobei Gregor den Hengst ja ebenfalls nutzt, um die Pferde seiner Gegner zu verunsichern).
      Wenn man sieht, wie Gregor mit einem, für ihn, ungefährlichen Kontrahenten umgeht, nur weil er es kann, kann ich gut verstehen, dass Loras sich ebenfalls was einfallen lässt. Gegen den Berg ist sportliche Fairness fehl am Platz und es dürfte vermutlich schon reichen, wenn Gregor den Tjost nicht mit der ersten Lanze gewinnt, um ihn zum austicken zu bringen.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

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      Brigthroar wrote:

      (wobei Gregor den Hengst ja ebenfalls nutzt, um die Pferde seiner Gegner zu verunsichern).
      Ich glaube, zum Verunsichern reicht schon ein einzelner Gregor. Ich vermute eher, dass er die großen Schlachtschiffe von Pferd nutzt, um auch tatsächlich im Tjost reiten zu können. Auf jedem normalen Gaul säße er doch, wie ein kleinerer Kerl auf einem Shetland-Pony! ;)
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

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      Es ging mir darum, dass das Pferd extrem aggressiv und, wenn ich mich richtig erinnere, am schäumen war. Gregor selber sollte kein Pferd verunsichern, nur weil er länger als schlau ist.
      Bei uns im Norden werden die Gesetze der Gastfreundschaft noch immer in Ehren gehalten. ~ Roose Bolton

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      Hildegunda wrote:

      Robert idealisiert hier wieder Lyanna, diese hätte ihm nicht gesagt, er dürfe nicht kämpfen. Ja, wenn der Gute wüsste...!
      wobei genau das sagt ihm Ned ja auch recht klar (wobei die andere Frage natürlich ist, ob robert das glaubt)

      Hildegunda wrote:

      Also, bei Ser Gregor sehe ich bisher keine einzige Grauschattierung...

      vorallem sein Reaktion, sowohl seinem Pferd als Loras gegenüber - und das wird ihm einfach so durchgehen gelassen, er darf ohne ein Wort abziehen ...

      hodor wrote:

      Sansa weiss von gar nix, sie denkt, Arya hat tatsächlich Tanzstunden

      :D :D

      hodor wrote:

      Aber Ser Loras ist auch keiner, mit seinem fiesen Trick, und Barristan misbilligt dies. Alles ist pure Show, die Gesellschaft ist dekadent geworden.
      trotzdem nicht vergleichbar mit Gregors Verhalten und das ist weder an diesem noch am Tag davor Show oder so .
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