Tarantino - Thread

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      Tarantino - Thread

      Aus gegebenem Anlass (Kinostart: Once upon a time... in Hollywood) und dem Gespräch mit SuSansa im Kino-thread, hier ein Thread rund um Tarantino und seine bisherigen Filme.
      Fühlt euch frei alles kund zu tun und zu diskutieren was und worüber ihr möchtet. Habt ihr alle gesehen? Wenn nicht, welche fehlen euch noch? Welches sind eure Favoriten und was macht sie besonders? Welche mögt ihr nicht so gerne oder auch gar nicht? Was haltet ihr von Tarantino selbst? Einer der besten Regiesseure unserer Zeit oder ein überschätzter Plagiator und selbsternannter Filmexperte, der lediglich das beste von grossen Vorbildern wie Leone, Corbucci, Peckinpah, Kurosawa, Kubrik, Spielberg und wie die alle heissen zusammen zitiert und kopiert, was ihm von Puristen durchaus tlw. vorgeworfen wird? Die wenigsten Filme werden sowohl von Kritiker-Presse, Experten als auch Ottonormal-Film Konsumenten so heiss erwartet und diskutiert wie seine. Ich denke, man kann seine Filme mögen oder auch nicht. Was man meiner Meinung nach jedoch nicht wirklich abstreiten kann ist, dass jeder Film von Tarantino mit extrem viel Liebe zum Detail und grosser Leidenschaft produziert ist, diese Besonderheit bemerkt man meist schon beim Vorspann im Kinosessel.
      Hier eine Liste seiner bisherigen 9 Filme (Kill Bill wird von ihm selbst als 1 Werk betrachtet):

      1992: Reservoir Dogs
      1994: Pulp Fiction
      1997: Jackie Brown
      2003: Kill Bill – Volume 1 (Kill Bill: Vol. 1)
      2004: Kill Bill – Volume 2 (Kill Bill: Vol. 2)
      2007: Death Proof
      2009: Inglourious Basterds
      2012: Django Unchained
      2015: The Hateful Eight
      2019: Once Upon a Time in Hollywood

      Tarantino hat in den letzten Jahren immer wieder angedeutet, dass er nach dem 10ten Film seine Karriere als Regisseur beenden möchte. Was haltet ihr davon? Ich persönlich bezeichne mich als grosser Tarantino-Fan und fände das jammerschade, jedoch könnte ich auch verstehen wenn er nach seiner fast 30 jährigen Karriere und ohne ein „missratenes Kind“ in seinem bisherigen Repertoire die Kurve kratzen und sich anderen Dingen wie Familie etc. widmen will. Er ist ja seit geraumer Zeit verheiratet und erwartet ein gemeinsames Kind mit seiner Frau Daniella Pick, welche er 2009 bei der Vorstellung von Inglourious Basterds 2009 in Israel kennen lernte.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      War gestern in Once upon a time in Hollywood.

      Habe die letzte halbe Stunde buchstäblich verschlafen. Was alles über den Film aussagt.

      Vor lauter Detailverliebtheit, die 60er authentisch rüberzubringen, hat wohl niemand ans Drehbuch gedacht. Der schlechteste Film von Tarrantino, keine Frage.

      Pitt und di Cabrio taten mir leid.

      Dagegen waren die auch eher misslungenen "Death Proof" und " Hateful 8" noch echte Meisterwerke!

      Edit: Wenn wir schon über Tarantino diskutieren wollen, sollten wir dann nicht auch über seinen Kumpel Robert Rodriguez reden? Sin City, From Dusk till down etc.?

      Tarantino war an den meisten Produktionen von Rodriguez beteiligt. Und auch andere großartige Projekte wie "Natural Born Killers" wären ohne ihn nie ins Leben gerufen worden.

      Sollte OATIH tatsächlich wie angekündigt Tarantinos letzter Film gewesen sein, wars eine ganz üble Gelegenheit, sich ans eigene Denkmal zu pinkeln.

      Im Missverständnisse zu vermeiden: Kill Bill, Inglourios Basterds, Django unchained und Pulp Fiction gehören zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Was habe ich gestern die Wow-Effekte aus besagten Vorbildern vermisst!
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Post was edited 3 times, last by “ssnake” ().

      Tarantino ist ein typisches Gewächs der 1990er Jahre.

      el_drogo wrote:

      Einer der besten Regiesseure unserer Zeit oder ein überschätzter Plagiator und selbsternannter Filmexperte, der lediglich das beste von grossen Vorbildern wie Leone, Corbucci, Peckinpah, Kurosawa, Kubrik, Spielberg und wie die alle heissen zusammen zitiert und kopiert, was ihm von Puristen durchaus tlw. vorgeworfen wird?

      Ich denke, sein Verdienst ist es, ein bestimmtes Genre popularisiert zu haben. Filme wie "Trainspotting" (1996) oder "Lock, Stock & Two Smoking Barrels" (1998) sind bewußt als Teil des "Pulp Fiction"-Hypes vermarktet worden. Tarantinos bester ist und bleibt "Reservoir Dogs", dicht gefolgt von "Jackie Brown" und schließlich "Kill Bill".


      Interessant finde ich auch die Frage, ob Tarantinos Schatten in das Fantasy Genre reicht. Ich meine vor allem Grimdark, das maßgeblich von Martin popularisiert worden sein soll. Joe Abercrombie ist bekennender Tarantino Fan. Wie sieht es mit anderen Autoren aus? Hat der Erfolg von Tarantinos "Pulp Fiction" ein günstiges popkulturelles Klima für Martins Fantasy und Grimdark geschaffen?
      “I: You’re a communist then. S: Let’s say I’m old enough not to be dazzled by Ayn Rand.”

      Kameron Hurley, The Light Brigade

      Post was edited 3 times, last by “a.rogue.prince” ().

      Ich weiß, ich stehe mit der Meinung ziemlich alleine da, aber Reservoir Dogs haben mich irgendwie nie richtig gefesselt.

      Halte, wenn es schon ums Gangster-Genre geht, Pulp Fiction für wesentlich ausgereifter und empfinde es immer noch als ziemliche Schande, dass seinerzeit der allzusüßliche Forrest Gump (wer die Romanvorlage kennt, kann die Verfilmung mit Tom Hanks nicht wirklich zur Gänze gut heißen) dem als bester Film bei den Academy Awards vorgezogen wurde.

      Das interessante bei den frühen Tarantinos ist, dass er damals sich noch nicht als Leichenfledderer bedient hat. Das hat so richtig bewußt ein bißchen als Stilmittel bei Jackie Brown angefangen und wurde dann mit Kill Bill das alles bestimmende Element.

      Da ja auch in OATIH der Name Sergio Corbucci mal wieder gefallen ist, glaube ich ja irgendwie, Quentin wünscht sich in Wirklichkeit, Corbucci zu sein.

      Wäre es dann nicht folgerichtig, Remakes von Corbucci-Filmen zu machen?

      "Kopfgeld: ein Dollar" (alternativer Titel "An seinen Stiefeln klebte Blut") ist schon dermaßen oft in Sachen Szenen, Filmmusik etc. zitiert worden, dass es eigentlich mal folgerichtig wäre, ein komplettes Remake abzuliefern, den unterschätzten Streifen mit einem damals sehr jungen Burt Reynolds kennt in den USA ohnehin kein Schwein.

      Nur die Filmmusik eines gewissen Lee Nichols, die kennt dank Kill Bill, Django Unchained und Hateful 8 mittlerweile jeder.

      Show Spoiler
      Ennio Morricone gab sich tatsächlich mal einen amerikanisch klingenden Künstlernamen und tauchte in besagtem Corbucci-Film als Lee Nichols als Komponist auf. Zum Totlachen.

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      ssnake wrote:



      Das interessante bei den frühen Tarantinos ist, dass er damals sich noch nicht als Leichenfledderer bedient hat. Das hat so richtig bewußt ein bißchen als Stilmittel bei Jackie Brown angefangen und wurde dann mit Kill Bill das alles bestimmende Element.



      Hust...Der Meinung ist man wohl eher, wenn man City on Fire nicht gesehen hat...Pulp Fiction scheint sein einziger origineller Film zu sein. Tarantino hat sich am Anfang eher am asiatischen Kino bedient, das ist wohl die Aussage. Bissel ernüchternd, wenn man sich Lady Snowblood ,die Vorlage zu Kill Bill anguckt. Das ist der deutlich bessere Film. Und der dauert nicht 4 Stunden, sondern nur 90 Minuten.

      dirtyblack7 wrote:

      Pulp Fiction scheint sein einziger origineller Film zu sein
      Das stimmt wohl, aber Originalität ist nicht alles. Ich persönlich mag ihn zwar überhaupt nicht seit er David Lynch gedisst hat :D , finde aber die Filme okay. Er ist ganz offensichtlich ein Filmliebhaber, der seine Liebe teilen will. Ich hab nur leider nen anderen Geschmack. Mir gefällt übrigens Jackie Brown am besten.
      HODOR !
      Ach, bin mir sicher, Pulp Fiction würde auch keinen Originalitätspreis gewinnen. Zum Vorwurf Reservoir Dogs wäre ein Rip-off von City on Fire und zu diesem Originalitätsbegriff wird hier erhellendes geschrieben. Als Teaser ein Zitat daraus:


      Everything has been already been done, or so it seems. This leads to the following question: isn’t every cultural product just a remix of other ideas? It’s a very Western notion to call something ‘original’, assuming ideas come out of nowhere. The widely held belief is that ideas spring from the mysterious magical force of something called ‘creativity’. This is very tied in with our capitalist notion of exclusively ‘owning’ (and making money off) an idea, but that’s a topic for a totally different article and I won’t get into it here. Like it or not, but acclaimed directors such as Martin Scorsese can easily be blamed for borrowing ideas, shots and plot points from other works. That’s how culture works.
      “I: You’re a communist then. S: Let’s say I’m old enough not to be dazzled by Ayn Rand.”

      Kameron Hurley, The Light Brigade

      el_drogo wrote:

      Was haltet ihr von Tarantino selbst? Einer der besten Regiesseure unserer Zeit oder ein überschätzter Plagiator und selbsternannter Filmexperte, der lediglich das beste von grossen Vorbildern wie Leone, Corbucci, Peckinpah, Kurosawa, Kubrik, Spielberg und wie die alle heissen zusammen zitiert und kopiert, was ihm von Puristen durchaus tlw. vorgeworfen wird


      Weder noch ist meine Antwort :)

      Ich glaube, der Mann ist ein guter bis sehr guter Regisseur, dessen besonderes Talent es ist, das Beste aus einem Schauspieler herausholen zu können und ein Händchen dafür hat, seine Charaktere sehr passend zu besetzen. Er ist ein guter Regisseur, ein guter Drehbuchauto, ein schlechter Schauspieler. Aber er ist nicht der Filmgott, den viele in ihm sehen. Meiner Meinung nach. Und der beste ist er meiner Meinung nach auch nicht. Dafür gibt es einfach zu viele gute Filme von Nolan etc. Er ist sicherlich nicht der einzige Regisseur mit einem Talent. Und ich habe halt leider einige politische Probleme mit ihm.

      Meine Lieblingsfilme von ihm sind Kill Bill und Pulp Fiction :)
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      @a.rogue.prince
      Danke für das Verlinken des Artikels, liest sich sehr gut und spiegelt ziemlich genau meine Meinung zum Thema wieder. Das Besondere bei Tarantino ist ja, dass er absolut keinen Hehl daraus macht, bei wem er "abkupfert", sondern zum Teil sogar so weit geht, dass er ganze Szenen und Dialogzeilen 1:1 kopiert. Dabei haben seine Filme jedoch stets ihre ganz eigene, spezielle Tonalität, sodass von blosem Kopieren letztendlich eben doch nicht mehr die Rede sein kann. Tarantino macht im Grunde nichts anderes als andere Regiesseure, er lässt sich von seinen Vorbildern inspierieren und kreiert dann seine ganz eigene Film-Idee.

      a.rogue.prince wrote:

      Ich denke, sein Verdienst ist es, ein bestimmtes Genre popularisiert zu haben.

      Hierzu frage ich mich gerade, welches Genre das sein sollte? Im Prinzip sind seine Filme grösstenteils keinem bestimmten Genre zu zu ordnen (mal abgesehen vielleicht von Death Proof und evtl. noch Reservoir Dogs), da es sich um bunte Genre-Mixes handelt. So wird allgemein eigentlich immer nur von "Tarantino-Filmen" gesprochen, als ob Tarantino selbst das Genre wäre, was im Grunde gar nicht mal so weit von der Wahrheit weg ist. Als "typisches Gewächs" der 90er würde ich ihn deshalb auch nicht bezeichnen.

      @SuSansa,
      Ich halte ihn nicht für den besten, aber zähle ihn auf jeden Fall zu der Riege dazu. :)
      Was meinst du mit "einige politische" Probleme? Sprichst du hier seine ursprünglich enge Beziehung zu Weinstein an? Oder was anderes?

      ssnake wrote:

      War gestern in Once upon a time in Hollywood.

      Habe die letzte halbe Stunde buchstäblich verschlafen. Was alles über den Film aussagt.

      Vor lauter Detailverliebtheit, die 60er authentisch rüberzubringen, hat wohl niemand ans Drehbuch gedacht. Der schlechteste Film von Tarrantino, keine Frage.

      Pitt und di Cabrio taten mir leid.

      Finde ich sehr schade, dass du von dem Film enttäuscht wurdest Snake, auch wenn ich diese Einschätzung keineswegs teile, kann ich sie dennoch nachvollziehen. Der Film hat im Grunde keine Story, da gebe ich dir recht. Das Drehbuch wurde wie du sicherlich weisst von Tarantino selbst verfasst. Er hat jahrelang an den Figuren Rick Dalton und Cliff Booth gearbeitet, ohne eine besondere Geschichte für sie zu entwerfen. Er selbst gab dazu zum Besten, dass er irgendwann zur Ansicht gelangt ist- dass seine Figuren auch ohne Rahmenhandlung interessant genug wären und er sich in Folge dazu entschloss, sie einfach bei ihrem Tagesablauf zu begleiten. Aus meiner Sicht ein aussergewöhnliches, wenn auch zweischneidiges Wagnis, was deine Einschätzung (und auch die vieler Kritiker) belegen. Für mich hat die Idee vollstens funktioniert, Pitt und di Caprio taten mir auch keineswegs leid, aus meiner Sicht haben beide eine fantastische Vorstellung abgeliefert und sich mit diesem Film Denkmäler gesetzt.

      ssnake wrote:

      Edit: Wenn wir schon über Tarantino diskutieren wollen, sollten wir dann nicht auch über seinen Kumpel Robert Rodriguez reden? Sin City, From Dusk till down etc.?

      Selbstverständlich wir können über alles reden, Tarantino soll ja sogar unfassbarerweise eine ungenannte Drehbucharbeit bei Bays Action-Kracher "The Rock" geleistet haben. :D

      ssnake wrote:

      Sollte OATIH tatsächlich wie angekündigt Tarantinos letzter Film gewesen sein, wars eine ganz üble Gelegenheit, sich ans eigene Denkmal zu pinkeln.

      Wie ich oben schon erwähnte war dies Tarantinos 9er Film. Seine bisherigen Aussagen nach war seine Idee immer 10 Filme zu machen und dann seine Karriere als Regiesseur zu beenden. Das bedeutet zumindest einen Film wird uns Tarantino uns auf jeden Fall noch schenken.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      Post was edited 3 times, last by “el_drogo” ().

      Das mit Weinstein ist das eine, das andere sind so Geschichte wie die Tatsache, dass er Polanski verteidigt hat. Da wird mir dann schon manchmal etwas unwohl.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      SuSansa wrote:

      Das mit Weinstein ist das eine, das andere sind so Geschichte wie die Tatsache, dass er Polanski verteidigt hat. Da wird mir dann schon manchmal etwas unwohl.

      Naja, ich bin natürlich kein Zeitzeuge und weiss über die genauen Ereignisse nicht bestens Bescheid- aber man könnte hier fairerweise anmerken, dass auch andere grosse Regiesseure wie Scorsese, Allen oder Almodovar sich hinter Polanski gestellt haben. Laut Wiki soll sogar das Missbrauchs-Opfer Samantha Geimer selbst sich 2010 dazu geäussert haben, dass sie Polanski als "ausreichend bestraft" betrachte, und sie sich durch den Medienrummel und den Umgang mit einem in ihren Augen korrupten Justizapparat mehr geschädigt fühle als durch den Vofall mit Polanski selbst.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Ich will ihn auch nicht verurteilen, weil wir alle wissen nicht, was und wie viel er wusste, aber ein komisches Gefühl oder ein leichtes Unbehagen kann ich da nicht unterdrücken. Das ist ja nichts, was man einfach abstellen kann :) Mir war zum Beispiel die Szene sehr unbehaglich in der Leonardo DiCaprio das Mädchen auf dem Schoß hatte bei Once upon a time.
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      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones
      Laut Wiki soll sogar das Missbrauchs-Opfer Samantha Geimer selbst sich 2010 dazu geäussert haben, dass sie Polanski als "ausreichend bestraft" betrachte, und sie sich durch den Medienrummel und den Umgang mit einem in ihren Augen korrupten Justizapparat mehr geschädigt fühle als durch den Vofall mit Polanski selbst.

      Das Opfer wird Jahre später noch einmal mit dem Verbrechen konfrontiert und will nichts anderes als in Ruhe gelassen werden.
      An der Straftat hat sich nichts geändert und darüber ob Polanski überhaupt bestraft wurde darf man auch streiten.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."

      el_drogo wrote:

      Hierzu frage ich mich gerade, welches Genre das sein sollte? Im Prinzip sind seine Filme grösstenteils keinem bestimmten Genre zu zu ordnen...


      Reservoir Dogs, Pulp Fiction und Jackie Brown könnte man zum Neo-Noir zählen. Wichtiger ist jedoch Tarantinos Bezugznahme auf Exploitation Filme und Pulps (in denen auch Fantasy lange Zeit beheimatet war). Seit den 1990er Jahren finden sich im Mainstream Kino und im Serienbereich Stilmittel, Darstellungsweisen und Motive, die dort lange Zeit verpönt waren. Ich behaupte nicht, dass dafür allein Tarantino verantwortlich ist. Er war aber sicher ein wichtiger Vervielfacher dieses Trends.
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      Kameron Hurley, The Light Brigade