Der Frust Thread

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      Alraune schrieb:

      Oh nein, ich hab nur Currypulver, so wird das doch bestimmt eklig.
      Näää, ich glaube, dass ist nicht so lecker... <X

      Kasimir schrieb:

      Uhhh, Reste von Currypulver hab ich mir vor etwa einer Woche ausversehen ins Auge gerieben. War lustig.
      Also machst du das jetzt immer, wenn du schlechte Laune hast, damit du wieder fröhlich wirst? :golly:
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner
      Trägst du jetzt eine weiße Jacke, die so stylish an den Ärmeln gebunden wird?
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
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      Vielleicht solltest du eine Schmerztherapie machen, Kasimir! :D

      Habe die Milch jetzt ohne Kurkuma, aber mit Honig, Zimt, Ingwer, Pfeffer und Muskat getrunken, hat meinem Hals aufjedenfall Linderung verschafft. Und hat auch lecker geschmeckt!
      Jetzt gehe ich aber auch gleich wieder ins Bett. Danke für eure Wünsche und Tipps. Und lustige Geschichten...
      >Angst schneidet tiefer als ein Schwert<
      Okay bevor ich jetzt gleich @Daddy Podrick im Serienthread antworte, muss ich hier leider etwas frust loswerden.

      Auch wenn es vielleicht nicht falsch ist das wir dieses neue Datenschutzgesetz haben aber gerade verfluche ich es wie verrückt :dash:

      Also, ich weiß nicht ob ich es hier schon mal erwähnt hatte aber meine Oma ist dement und wir müssen uns um sie kümmern. Das meißte davon übernimmt meine Mutter. Und heute war so ein Tag wo alles schief ging: Ich war erst beim Arzt wegen meines Arbeitsunfalls vor ungefähr sechs Wochen, der hat sich nach meinen Fortschritten erkundigt und bin von dort direkt zur Physio gegangen.
      Dann ruft meine Mutter auf dem Handy an, sie kann nicht zu meiner Oma gehen, weil sie sich erbrochen hat und der Arzt meinte es könnte mit dem Stress zusammenhängen den sie in letzter Zeit hatte, aber es könnte auch der Magen-Darm-Virus sein der hier gerade die Runde macht. Gut, er braucht eine Urin- oder Stuhlprobe um ganz sicher zu sein, deswegen musste sie in der Praxis bleiben, weil der Bote für das Labor heute die Proben heute nachmittag abgeholt hat.
      Da meine Oma gerade extrem abbaut wollen wir nicht das sie sich ansteckt, heißt bis auf weiteres müssen mein Bruder und ich für meine Mutter einspringen. Da ich nach der Krankschreibung noch meinen Urlaub vom letzten Jahr nachholen muss, ist Zeit jetzt nicht DAS Thema bei mir, aber heute war es das. Ich musste zur Physio, also rufe ich meinen Bruder an und sage ihm das er zu Oma muss.

      Gut, ich bin gerade mit der Therapeutin zugange als die Person vom Empfang rein kommt und mir sagt mein Bruder ist am Telefon. Mein Handy hatte ich nämlich ausgeschaltet, wie immer während der Physio. Gut ich geh ans Telefon und mein Bruder sagt mir: Die Oma ist weg! :S Ich also meine Sachen gepackt und zu meinem Bruder geflitzt, in die Wohnung von meiner Oma. Ich bleibe mit meinem Hinkebein in der Wohnung falls sie wiederkommt und mein Bruder klappert ihre Stammpunkte ab. Ich sitze da und mach mir sorgen, drei Stunden lang nichts und dann der Anruf. Meine Mutter ist am Telefon und fragt warum wir nicht bei der Oma waren. :dash: Ergebnis: Sie war los gegangen um sich um meine Mutter zu kümmern, nachdem diese sie angerufen hatte um ihr zu sagen das ich oder mein Bruder kommen, weil sie krank ist. Bei ihr war ein Taxi-Fahrer der sie zu uns gefahren hat, in ihrer Handtasche ist unsere Adresse drin, sie hatte sich verlaufen und der Taxifahrer hat ihr geholfen und sie zu uns gefahren. Wir wissen nur wo der Taxi-Fahrer sie aufgefunden hat, nicht wo sie die 3 Stunden rumgeirrt ist, und sind ihm sehr dankbar, aber das war echt ein anstrengender Tag.

      Gut, wer nun wissen will, warum wir keinen Pflegedienst engagieren: WÜRDEN WIR GERNE :cursing: Aber nach diesem neuen Datenschutzgesetz muss meine Oma solange sie als mündiger Mitbürger gilt die Angabe ihrer Daten unterschreiben und selbst diesen Pflegedienst engagieren! Um sie für unmündig erklären zu lassen muss SIE, der Mensch der als unmündig zu erklären ist, (weil wir anders nicht darüber bestimmen dürfen ihr einen Pfleger zu engagieren) der Untersuchung durch den Amtsarzt zustimmen! ;( Das alles hätte verhindert werden können hätte sie im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte eine Patientenverfügung gemacht.

      Um es kurz zu machen, wir können überhaqupt nichts machen, bis sie irgendwann einmal wegen irgendwas im Krankenhaus landet und dann übernimmt der Staat. Aber das wollen wir nicht! Der Staat schickt sie nur in ein Heim und meiner Oma geht es vergleichsweise noch sehr gut, sie kann selbst kochen, sie macht den Haushalt und alles noch selbst, sie ist weder verwahllost, noch körperlich fragil. Ein Pfleger der sie betreut würde eine Menge bewirken. Aber wir können da nichts machen, absolut gar nichts und das nur wegen diesem blöden Gesetz! ;( Es ist zum heulen.
      Lesen ist wie Schlafen und Träumen - der Mensch ist in einer anderem Welt: man soll ihn nicht wecken. - Richard Benz

      "Fan" - kommt von Fanatismus, insofern bin ich kein Fan, sondern eine Verehrerin der Bücher von GRRM und der Serie dazu.
      Das tut mir sehr leid. Leider weiß ich da überhaupt keinen Rat für dich. Ich nehme mal an, dass ihr euch da schon habt beraten lassen.
      Ich hoffe, dass es für euch zeitnah doch noch eine für alle zufriedenstellende Lösung gibt.
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      @Esmeralda das hoffe ich auch, dieser Tag hat halt wieder mal gezeigt das sie mehr betreuung braucht als wir ihr geben können. ;( Und das schlimmste ist, diese ständiger Angst das der Staat sie ins Heim schickt wenn sie auch nur einmal im Krankenhaus landet. Wir wollen das sie zuhause bleibt und zwar so lange wie möglich. Meine Mutter will jetzt noch einen Familienanwalt fragen der sich mit solchen Fällen auskennt, die "Hilfe für Demenzkranke und ihre Angehörigen" hat ihr da heute telefonisch eine Adresse und eine Telefonnummer gegeben. Mal sehen ob wir nicht doch irgendwas machen können. Wir hoffen das beste und fürchten das schlimmste.
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      Und als ob das noch nicht genug ist müssen @Daddy Podrick und @Daenerys I auch noch alles auf die Goldwaage legen. Ernsthaft Daenerys ist eine Eroberin mit faschistisch-kolonialen Ansichten. Wer nicht ihrer Meinung ist, ist ein Feind, wer nicht kniet ist ein Feind und wer sie kritisiert ist es erst recht.

      Ich habe echt keine Zeit für so einen Sch**** wenn die kein Leben haben, ich habe eins und es ist gerade verflucht stressig und absolut nicht schön. Wenn ihr zwei unbedingt alles auf die Goldwaage legen müsst weil ihr soviel Zeit habt, schön, ich habe es nicht.
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      Liebe @Liandra , ich weiß ja nicht, wen Du mit "der Staat" jetzt genau meinst, aber höre bitte nicht auf den Blödsinn, der durch Presse und Fernsehen geht, die wollen Quote und Profit machen. Ihr kommt wohl nicht umhin, für Eure Oma eine gesetzliche Betreuung zu beantragen. Die Betreuung kann aber auch ein Angehöriger übernehmen, und dann entscheidet ihr selbst, wohin die Oma geht oder ob sie mit Hilfen erst mal zu Hause bleibten kann. Und außerdem darf man sich auch zu dem Thema beraten lassen, z. B. bei Caritas oder Diakonie oder auch der Betreuungsstelle der Stadt. Und mit etwas Beratung und Überblick sieht dann auch schon einiges anders aus. Und wenn die Oma eine Betreuung bekommt, macht auch nicht "der Staat" heimlich und hinterrücks lauter böse und üble Sachen, sondern es gibt einen Sozialbericht, einen Verfahrenspfleger, der die Rechte der Oma vertreten soll, ein psychiatrisches Gutachten und hinterher noch die richterliche Anhörung. Dabei dürfen natürlich auch Angehörige zugegen sein. Der Nachteil des ganzen Procederes ist, dass das natürlich seine Zeit, sprich: gerne etwas länger dauert. Wenn es ganz dringend ist, wird manchmal eine sogenannte Eilbetreuung eingerichtet. Eure Oma hätte auch keine Patientenverfügung sonderen eine Vorsorgevollmacht ausstellen müssen. Aber jetzt ist es nun mal so, wie es ist. An Deiner Stelle würde ich als erstes mal Kontakt zur Betreuungsstelle aufnehmen. Die beraten und machen auch Hausbesuche. Ich weiß, wie ätzend das mit einem kranken Angehörigen ist.
      @Hildegunda Meine Mutter ist schon in regelmäßigen Kontakt mit "Hilda" (HILfe für Demenzkranke und ihre Angehörigen) sie helfen ihr sehr. Aber gestern war halt so ein besonders schlimmer Tag wo man sich nur noch in die Ecke hocken und heulen möchte. Ich werde sie auch bei ihrem nächsten persönlichen Geswpräch begleiten, meine Mutter telefoniert schon regelmäßig dort mit einer Frau, die ihr auch hilft schon eine Vorauswahl wegen einer ambulanten Pflege zu treffen. Meine Oma muss den Menschen ja dann auch mögen.

      Mit "der Staat" meinte ich die Sozialhilfe/Sozialamt, die werden eingeschaltet vom Krankenhaus sobald sie merken das ein Mensch alleine nicht zurechtkommt und meine Mutter hat das schon mal erlebt als sie noch jung war.
      Ich war noch nicht auf der Welt und eine Tante meiner Oma wurde dement und kam ins Krankenhaus, meine Oma wollte sich um sie kümmern als sie wieder aus dem Krankenhaus kam, aber da hatte bereits das Amt die Vormundschaft bekommen. Lange Rede kurzer Sinn, diese Tante wurde ins Heim gesteckt, die Wohnung aufgelöst und was noch zu verkaufen war, verkauft um das Geld an das Heim zu zahlen. Meine Mutter hat mir erzählt das meine Oma vor allem bedauerte das die Fotos von dieser Verwandten verloren gingen und auch ihre Handarbeit, alles war weg. Es ging nicht um den Materiellen Wert, sondern den persönlichen.

      Und in Omas Wohnung sind noch soviele Sachen von unserem Papa die für uns einen persönlichen Wert haben, sein erster Eishockeyschläger, noch aus Holz und nicht aus Kunststoff, Sein Gesellenstück, etc. sowas halt.

      Und danke, ich war gestern sehr durch den Wind, du hast recht wegen der Vorsorgevollmacht, aber die fehlt genauso wie die Patientenverfügung. Uns graut es schon sollte sie sich so stark verletzen, das wir die letzte Entscheidung treffen müssen ;(
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      @Liandra

      Ich habe echt keine Zeit für so einen Sch**** wenn die kein Leben haben, ich habe eins und es ist gerade verflucht stressig und absolut nicht schön. Wenn ihr zwei unbedingt alles auf die Goldwaage legen müsst weil ihr soviel Zeit habt, schön, ich habe es nicht.


      Weil mir angezeigt wurde, dass Du mich in diesem Thread markiert hast, möchte ich Dir hier auch eine Antwort geben:

      Ich habe keine Worte auf die Goldwaage gelegt, sondern Dir schlichtweg einen Fehler in Deinen nach meinem Befinden doch recht vollmundig getätigten Aussagen - immerhin schriebst das in Großschrift und meintest zum Daddy Prodick sogar noch, er solle sich die Szene noch mal anschauen, obwohl Du diejenige warst, die falsch lag - aufgezeigt. Weil dieser Fehler für mich offenkundig war, kostete es mich übrigens nicht einmal zehn Sekunden, Selbigen zu finden. Um meine Zeit brauchst Du Dich also nicht zu sorgen.

      Den Satz: "PS: Zuweilen wüsste ich gern, welches Game of Thrones Du eigentlich schaust..." hätte ich nicht formulieren müssen, das gebe ich zu, aber ansonsten habe ich nichts zu Beanstandendes getan.

      Deine abwertenden Äußerungen wie: "Du hast wahrscheinlich kein Leben!" solltest Du künftig unterlassen, denn das bewegt sich unterhalb Deines Niveaus. Fakt ist, dass Du mein Stressniveau und das individuelle Ausmaß meiner Stress-Resistenz nicht beurteilen kannst. Insofern ist es auch nicht angebracht, dass Du Dich dazu äußerst, vor allem nicht in einer herabsetzenden Art und Weise. Versichern kann ich Dir jedenfalls, dass mir mein Studium sehr oft mehr als genug Stress bereitet.

      Einst schriebst Du, dass Du nicht mehr auf meine Beiträge reagieren wollest. Das ist natürlich Deine Entscheidung und ich kann sie durchaus respektieren. Wenn Dich die Inhalte meiner Beiträge aber aus subjektiven Gründen Deinerseits psychisch so belasten, würde ich Dir ans Herz legen, meine Texte fortan komplett zu ignorieren, sie also überhaupt nicht mehr zu lesen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daenerys I“ ()

      Liandra schrieb:

      Ich war noch nicht auf der Welt und eine Tante meiner Oma wurde dement und kam ins Krankenhaus, meine Oma wollte sich um sie kümmern als sie wieder aus dem Krankenhaus kam, aber da hatte bereits das Amt die Vormundschaft bekommen.
      Ich gehe mal davon aus, dass sich die Gesetzeslage seit vor deiner Geburt geändert haben könnte. Es bleibt ja nicht immer alles für immer in Stein gehauen.
      Als ich Kind war, durfte der Ehemann noch den Job der Frau kündigen, wenn er den meinte, dass der Haushalt darunter leidet, Homosexualität war noch strafbar und wie lange es gebraucht hat, bis Vergewaltigung in der Ehe endlich strafbar wurde, wollen wir mal gar nicht reden.
      Hör auf Hildegunda, die kennt sich aus. :)
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      Liandra schrieb:

      und meine Mutter hat das schon mal erlebt als sie noch jung war.

      Ich glaube, seit 1992 gibt es das "neue" Betreuungsgesetz. Möglicherweise hat deine Mutter anderes unter anderen Gesetzen erlebt. Ich kann mich nur Esme anschließen, dass auch in meiner Kindheit der Mann den Job der Frau kündigen durfte etc. pp. Das hat im nachhinein selbst meine Mutter geschockt, die das damals gar nicht so wahrgenommen und immer gearbeitet hat. Aber um noch mal auf Deine Oma zurückzukommen, ihr werdet ohne gesetzliche Betreuung für sie (also dass Ihr für sie entscheiden dürft, keine pflegerische Betreuung) wahrscheinlich nicht mehr viel machen können. Informiert Euch, aber da ist der Anwalt vielleicht auch nicht schlecht (nur teuer :) ). Keiner steht draußen mit dem Köcher und will die Oma einfangen, um die Heime endlich mal zu füllen.

      Hildegunda schrieb:

      Liandra schrieb:

      und meine Mutter hat das schon mal erlebt als sie noch jung war.

      Ich glaube, seit 1992 gibt es das "neue" Betreuungsgesetz. Möglicherweise hat deine Mutter anderes unter anderen Gesetzen erlebt. Ich kann mich nur Esme anschließen, dass auch in meiner Kindheit der Mann den Job der Frau kündigen durfte etc. pp. Das hat im nachhinein selbst meine Mutter geschockt, die das damals gar nicht so wahrgenommen und immer gearbeitet hat. Aber um noch mal auf Deine Oma zurückzukommen, ihr werdet ohne gesetzliche Betreuung für sie (also dass Ihr für sie entscheiden dürft, keine pflegerische Betreuung) wahrscheinlich nicht mehr viel machen können. Informiert Euch, aber da ist der Anwalt vielleicht auch nicht schlecht (nur teuer :) ). Keiner steht draußen mit dem Köcher und will die Oma einfangen, um die Heime endlich mal zu füllen.


      Das wusste ich gar nicht. Und du hast natürlich recht, ist nur so das man als Verwandter dann ziemlich Angst hat. Auch wegen der Zeit, man kriegt plötzlich klar gemacht durch die Natur das man nicht mehr viel Zeit hat und sieht sie dann sprichwörtlich ablaufen. ICh bin derzeit halt emotional sehr involviert und das klar denken fällt einem dann nicht leicht. Morgen muss meine Oma jetzt erst mal zum Arzt, da steht schon eine Weile lang eine Untersuchung des Herzens an, den letzten Termin hat sie nicht wahrgenommen, weil sie ihre Krankenkassenkarte verloren hatte. ;( Ernsthaft ich hab echt Angst, was da rauskommen könnte.
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      Neu

      Liandra, als in der Altenpflege tätiger (sowie ich auch schon dementielle Veränderung bei meiner eigenen Oma miterleben musste), wünsche ich dir und deiner Familie viel Kraft für diese schwere und anstrengende Zeit. Aber wie Hildegunda und Esmeralda schon richtig gesagt haben, so schnell kann heute eigentlich keiner mehr Dauerhaft ins Heim gesteckt werden (auch wenn Demenz-WGs z.B. manchmal eine gute Lösung sein können), es gibt die Möglichkeit das ein Betreuer bestellt wird und vielleicht individuell am besten sich beraten zu lassen. Falls die bei dieser Hilda-Organisation nicht weiter wissen sollten, bieten auch die meisten größeren Ambulanten Pflegedienste/Caritativen Träger Pflegeberatung und Fall-Begleitung an. Hoffe der Besuch bei ihrem gewohnten, vielleicht vertrauten Hausarzt konnte auch ein wenig bewirken (manchmal hilft, das die Leute sich eingestehen das sie doch etwas Hilfe brauchen könnten...)

      Eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind generell Dinge, die jeder Mensch über 18 für den Fall der Fälle gut zu Gesicht stehen...

      Neu

      @Rory2016 Auch dir vielen Dank, es ist halt alles sehr neu für mich, ich erzähl mal was heute passiert ist.

      tja heute war dann mal wieder so ein Tag, den ich am liebsten streichen möchte. Zuerst musste zu meinem Unfallarzt, wegen dem Bänderriss der ja ein Arbeitsunfall war. Gut sitze ich also in da in diesem Krankenhaus, geht mein Telefon los. Und was muss ich feststellen: das Telefon funzt nicht, ich höre keinen Ton, ich stell auf lautsprecher in einem vollbesetzten Wartebereich 8| Meine Mutter ist dran: "(Mein Name), du musst heute Nachmittag mit zum Arzt kommen."
      "Wieso? Ich muss noch zu meinem nachträglichen Physiotherapietermin und die Busse lassen heute mal wieder auf sich warten." "Der Arzt hat sich ein Bein gebrochen, aber die Vertretung (Partner in der Arztpraxis) übernimmt die Termine bei dringenden Fällen (Herzuntersucheng, über 80 entspricht einem dringenden Fall wohl bei diesem Arzt, wir haben auch schon die andere Variante kennen gelernt :dash: ) "
      Also ich habe zugestimmt und meine Mutter hat der Vertretung noch ausgerichtet das es vielleicht ein paar Minuten später wird.
      Als ich gerade auflege höre ich ein "Hallo Frau XY!" Da wird der Hausarzt meiner Oma auf einem Rollstuhl nach draußen gefahren. Bein hübsch eingegipst. Ich hätte mir denken können das der in das Krankenhaus kommen würde, dem seine Praxis ist da ja praktisch im Nachbarhaus.

      Also dann am Nachmittag geh ich mit meiner Mutter und meiner Oma in diese Gemeinschaftspraxis zu der anderen Ärztin die in dieser Praxis arbeitet. Und dann bringt meine Oma kein Wort raus und zieht sich auch nicht aus, damit die Ärztin sie untersuchen kann. Es waren wirklich meine Mutter, ich und die Sprechstundenhilfe nötig um meine Oma zur Untersuchung zu bewegen. Und sie hat uns echt beruhigt, nach einem kurzen EKG und einigen anderen Fragen die wir meiner Oma aus der Nase ziehen mussten, sowie unserer Beobachtung, diagnostizierte die Ärztin "nur" eine Herzschwäche. Wir haben mit meiner anderen Oma das gesamte Spektrum der Kardiologie erlebt, sie war seit einer Lungenentzündung Herzkrank, hatte eine künstliche Herzklappe und einen Schrittmacher. Wir hatten deswegen schon das schlimmste vermutet, aber das es jetzt "nur" Herzschwäche ist, auch wenn damit definitiv nicht zu spaßen ist, beruhigt uns ein klein wenig, meine andere Oma ist bei ihrer zweiten Herz-OP gestorben.

      Gut also, der Besuch war anstrengend. Sowohl für uns, als auch für meine Oma.

      Die Vorsorgevollmacht, sowie die Patientenverfügung hat meine Mutter sich jetzt besorgt, werde ich auch bald machen. Ist das eigentlich immer so schwer sich mit der eigenen sterblichkeitauseinander zu setzen? :/
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