Zuletzt gesehener Film

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      Dreenan Kel Zalan wrote:

      Die Story passt auf eine Briefmarke und ist platter als platt.

      Naja, ich würde dem jetzt zwar nicht direkt widersprechen. Jedoch macht es für mich persönlich einen gewaltigen Unterschied, ob eine Story vernachlässigt worden und unterentwickelt ist, oder völlig bewusst und absichtlich so knapp gehalten wird. Letzten Endes ist Pacific Rim ein Film in dem sich Monster und Mechs gegenseitig die Fresse polieren, ich persönlich erwarte mir da keine shakespeare’esque Exposition und fände das auch ziemlich merkwürdig. Pacific Rim handelt in der Eröffnungssequenz bereits ab wofür andere Filme zwei Akte benötigen, damit wird der Focus ganz klar festgelegt- die oder wir, eine finale Schlacht soll und wird's entscheiden. Die Prämisse ist absolut simpel und folgerichtig auch die Story dazu. Die Charaktere handeln konsequent und erfüllen ihren Zweck, mehr braucht es nicht. Als Schmankerl gibt es noch Ron Perlman als Unterweltboss, der mit Kaju - Extrakten einen Schwarzmarkt betreibt, ein lockerer Neben-Arc der viele interessante Details und Anspielungen beinhaltet.
      Der Grund warum bspw. als Pendant gerade Bay's Transformers nie wirklich funktionieren ist für mich eben jener, dass er ständig versucht dem Zuschauer sowas wie Komplexität in seiner Story vorzugauckeln und daran dann kläglich scheitert, obwohl er fraglos ebenfalls in der Lage ist schöne Bilder zu kreieren.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Ich erwarte von einem Film wie Pacific Rim auch keine Shakespeare Dialoge.
      Unter "extrem gelungen" stelle ich mir halt etwas anderes vor.
      Tolles Actionkino mit Dialogen zum Kopfschütteln. Meiner Meinung nach.
      Und die Musik war toll.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Sehe es genau wie Dreenan.
      Optik und Musik waren sehr gelungen.

      Aber den gesamten Film als extrem gelungen zu beschreiben grenzt an Realitätsverweigerung.

      Mich haben dabei weniger die Dialoge gestört.

      Aber eine Mauer um den gesamten Pazifik? B U L L S H I T !!!

      Ach und hei, das Kaiju ist jetzt Kat 5 ... na guuut, dann kämpfen wir eben (ausnahmsweise!!!) doch mal mit dem MEGAEXCALIBUR. Vorher ist es uncool.

      OMG
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!
      Eine Mauer UM den ganzen Pazifik zu bauen dürfte freilich schwierig sein. Aber so wie ich das verstanden habe ist davon auch nicht die Rede, es sollten wohl vor allem die dicht besiedelten Küstenregionen damit abgeschirmt werden. Abgesehen davon basiert der Film soweit ich mich recht entsinne auf einer Vorlage (die ich nicht kenne), möglicherweise spielt ja auch dort schon eine Mauer eine Rolle. Trotzdem- warum gerade das jetzt der grösste Bullshit sein soll, wenn man bedenkt, dass wir hier von einem Film reden in dem hundert Meter grosse Roboter gegen riesige Monster kämpfen die aus einem Loch im Meer auftauchen, ist mir etwas schleierhaft. Mei, ist halt Ficiton. Ich persönlich lege bei solchen Filmen nicht so viel Wert auf Realismus.

      AracheonoXis wrote:

      Sehe es genau wie Dreenan.
      Ach und hei, das Kaiju ist jetzt Kat 5 ... na guuut, dann kämpfen wir eben (ausnahmsweise!!!) doch mal mit dem MEGAEXCALIBUR. Vorher ist es uncool.
      OMG

      Hier weiss ich tatsächlich nicht genau was du damit meinst, obwohl ich dachte ich hätte den Film oft genug gesehen. :D :hmm: Der Endkampf findet doch unter Wasser in der Nähe des Breach statt, mit den zwei noch verbliebenen Jägern, die auch schon vorher im Einsatz waren?! ?(
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Mit Excalibur kannst du schon etwas anfangen? ;)

      Ach und, wegen der Mauer... wenn ich mal alle dicht besiedelten Küstenabschnitte um den Pazipik betrachte, kann ich schon quasi von einer Mauer um den Pazifik sprechen.
      Dagegen ist Trumps Mauer ein Witz eines Witzes.
      Mal abgesehen davon, dass nichts die Kaijus daran hindern würde, über unbesiedelte Abschnitte die Städte von Land aus anzubaggern oder gleich in den Atlantik / Indischen Ozean weiterzuziehen...
      Ich bleibe bei BULLSHIT.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!

      Post was edited 1 time, last by “AracheonoXis” ().

      AracheonoXis wrote:

      Mit Excalibur kannst du schon etwas anfangen? ;)
      eigentlich schon, verstehe die Anspielung aber trotzdem nicht. Ich habe zwar eine Vorstellung davon was du meinen könntest, du müsstest es aber trotzdem genauer erläutern, damit ich sicher bin und nicht anfange Argumente gegen eine Behauptung zu bauen, die (noch) gar nicht existiert.

      AracheonoXis wrote:


      Ach und, wegen der Mauer... wenn ich mal alle dicht besiedelten Küstenabschnitte um den Pazipik betrachte, kann ich schon quasi von einer Mauer um den Pazifik sprechen.
      Dagegen ist Trumps Mauer ein Witz eines Witzes.
      Mal abgesehen davon, dass nichts die Kaijus daran hindern würde, über unbesiedelte Abschnitte die Städte von Land aus anzubaggern oder gleich in den Atlantik / Indischen Ozean weiterzuziehen...
      Ich bleibe bei BULLSHIT.

      Der Vergleich mit Trumps Mauer macht wenig Sinn, da diese nichts mit der fiktionalen Realität des Films zu tun hat, in der die Menschheit ganz offensichtlich schon Technologien entwickelt hat, von denen wir aktuell (noch) nicht viel wissen. Die Kaijus kommen immer aus dem selben Punkt im Pazifik, die Routen die sie wählen sind nachdem was wir wissen offenbar berechenbar, daher sollten die Mauern erst mal wohl um die am nächsten gelegenen Grosstädte gebaut werden um diese vor dem ersten Angriff abzuschirmen. In dem Punkt, dass sie dadurch freilich nicht besiegt oder aufgehalten werden können, gebe ich dir natürlich recht aber ich denke auch nicht, dass das der ganze Plan war. Mehr erfahren wir aber leider nicht. Dass die Mauern im Übrigen derart ineffektiv gegen die Kaijus sind, erfahren wir ja erst später, es gab allerdings auch in der Realität des Films schon diese (im Nachhinein berechtigten) Zweifel, weshalb das Jäger-Programm ja auch im Geheimen fortgesetzt wurde.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Nun, die Mauer wird ziemlich offensichtlich nicht nur um die Major Port Cities errichtet.
      Der Film selbst zeigt den Mauerbau in Sitko, aber nur Anchoraga aus Alaska wird im Film als Major Port bezeichnet.

      Aber ich will mich nich wegen der Mauer streiten. Der Film impliziert deren Bau um den Pazifik und das halte ich eben für genauso sinnlos wie Trumps Mauer. Die Szenen vom Mauerbau zeigen jetzt auch keine neuen Technologien, eher die klassische Empire State Building Bauweise.
      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!
      Interessant wie lange man über diesen Film reden kann. Ich hab mir da über Logik nie Gedanken gemacht und ehrlich gesagt, was wäre wenn so etwas wirklich passieren würde? Da gäbe es tausend unlogische Entscheidungen, weil man ja nichts im voraus weiß, man wäre hilflos und würde vielleicht tatsächlich zu so nutzlosen Dingen wie der Mauer greifen. Da hat man eben nicht den Überblick wie ein Zuschauer im Film ;)
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett
      Meine Gründe Pacific Rim zu gucken: Charlie Hunnam, Robert Kazinksy, Max Martini, Idris Elba und natürlich Max. :D
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Dreenan Kel Zalan wrote:

      Ich erwarte von einem Film wie Pacific Rim auch keine Shakespeare Dialoge.
      Unter "extrem gelungen" stelle ich mir halt etwas anderes vor.
      Tolles Actionkino mit Dialogen zum Kopfschütteln. Meiner Meinung nach.
      Und die Musik war toll.


      Man muss einen Film im Kontext seines Genres sehen. Die japanischen Godzilla-Filme sind teilweise noch abstruser, aber wenn man sie in dem Kontext sieht, in dem sie zu verorten sind, sind sie nun mal sehr gut...
      Man muss einen Film im Kontext seines Genres sehen.

      Wenn man das muss, dann sollte man das auch so formulieren. Ansonsten ist die Aussage Genreübergreifend zu vermuten.
      Tatsächlich empfinde ich die amerikanischen Godzilla Filme als noch abstruser.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Also meiner Meinung nach ist ein Film immer innerhalb seines Genres zu beurteilen, alles andere macht nicht viel Sinn. Es gibt zwar freilich auch Filme, die sich in einer Grauzone befinden und das Genre schwer zu bestimmen ist (das sind dann die richtig spannenden), aber so einer ist Pacific Rim ja wohl eindeutig nicht. Von daher würde ich ihn (innerhalb des Genres) auch als gelungen bezeichnen.

      Esmeralda wrote:

      [...]Idris Elba[...]

      "1. Fassen sie mich nie wieder an. 2. Fassen sie mich nie wieder an."
      :D :thumbup:
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      ich bin gestern zufällig bei Netflix auf I kill Giants gestossen.
      Irgendwie hatte ich bei dem Titel eine Mischung zwischen Troll Hunter und Jack and the Giants im Hinterkopf, doch schon nach wenigen Minuten stellte sich das freilich als ganz grosser Blödsinn heraus. Relativ schnell wird klar, dass die "Jagd auf Riesen" hauptsächlich im Kopf der jungen Protagonistin Barbara stattfindet und die Hintergründe dafür, welche vom Zuschauer zunächst lediglich vermutet werden können, gleichermassen tragisch wie unvermeidbar sind.
      Der Film versucht zu ergründen wie sich ein Kind mit der Endgültigkeit des Todes auseinandersetzt und diese verarbeitet. Ob es ihm gelingt dazu ein adäquates Bild zu tansportieren kann ich nicht beurteilen, da das Ganze letzthin doch immer nur der Versuch von Erwachsenen ist, die Position des Kindes einzunehmen um in die Psyche des selbigen vorzudringen. Dabei blenden wir Erwachsenen freilich immer gepflogen aus, dass wir längst vergessen haben wie es ist Kind zu sein und bilden uns lediglich ein, diese Denkweise nachbilden zu können. Nichtsdestotrotz macht der Film meiner Meinung nach einige Sachen in der inszenatorischen Umsetzung richtig gut und einige etwas weniger gut bzw. zu plakativ. Was ich sehr gut fand war die Vielzahl an sorgsam gestalteten Details und Rquisiten z.B. in ihrer Boots-Unterkunft am Strand, im Keller des Hauses oder an der Kleidung, um Barbaras verwirrtes Innenleben zu visualisieren. Der Regiesseur nimmt sich sehr viel Zeit Barbara bei ihren täglichen "Aktivitäten" zu begleiten und ihre Gefühlswelt zu beleuchten. Ausserdem wird vor allem in den ersten 2 dritteln des Films fast ausschliesslich aus ihrer Perspektive erzählt um zu verdeutlichen wie sie ihre Aussenwelt wahrnimmt. Die jungen Protagonistinnen (allen voran natürlich Madison Wolfe) machen ihre Sache ganz fantastisch und Zoe Zaldana passt als empathievolle Schulpsychologin ebenfalls wunderbar ins Bild. Am Ende bleibt eine sehr liebevoll erzählte Geschichte, durchzogen von leiser und tragischer Melancholie, ein Film der Pipi in den Augen heraufbeschwört und tiefe Beschützerinstinkte weckt. Im Grunde genau das, was ich an 364 Tagen im Jahr zu vermeiden versuche, weil ich es ums verrecken nicht ausstehen kann traurig zu sein. Trotzdem verdient es der Film und vor allem die Jungdarstellerinnen, angeschaut und rezipiert zu werden, daher meine Empfehlung.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      "Der dunkle Turm"
      Joa, ich würde sagen, nicht so schlecht, wie es teilweise zu lesen war. Aber auch nicht gut. Muss man nicht sehen, aber ich habe mich im Nachhinein auch nicht über die verschwendete Lebenszeit geärgert.
      Dass es eine seltsame Idee ist, eine 6-teilige Romanreihe mit nur einem Film umzusetzen, ist klar. Als Serie bei einem der großen Streaming Anbieter wäre der Stoff sicher besser aufgehoben. (Ich würde mir aber vorher eine Netflix Version von "the Stand" wünschen.)
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Also ist das ganze tatsächlich schon mit diesem einen Film abgeschlossen? Ich habe ihn mir nie angeguckt, dachte nur ich hätte mal gehört dass da noch was kommen soll.

      Gestern mal wieder durch Netfilx gezappt und mehr oder weniger den Zufall entscheiden lassen.
      Ich sah The Perfection:
      Nachdem ich wieder mal keine Ahnung hatte was mich erwartet, kann ich sagen dass der Film den Zuschauer ziemlich geschickt an der Nase herumführt. Gibt es nach der ersten Hälfte noch unweigerliche Parallelen zu Black Swan, entwickelt sich die Geschichte in der Zweiten Hälfte auf tlw. groteske Art in eine ganz andere Richtung. Es ist hier tatsächlich sehr schwer nicht zu spoilern, nur so viel sei gesagt- auf Nachos mit Käsesesauce würde ich bei dem Film verzichten, da es doch einige recht schwer verdauliche Szenen gibt. Nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen. Mutlosigkeit in Erzählstruktur und Komposition kann man dem Film zweifellos nicht vorwerfen, wirkt alles sehr künstlerisch und stimmig. Allerdings gibt es spätestens in der zweiten Hälfte eine storytechnisch alles überschattende Unzulänglichkeit, die die Handlungslogik zumindest fragwürdig und bestimmte Entscheidungen der Protagonnistinnen schwer nachvollziehbar macht. Wenn man diesen Brocken allerdings schlucken kann, kann man sich zurücklehnen und sich von einem bizarr überbordenden Finale berieseln lassen.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      el_drogo wrote:

      Also ist das ganze tatsächlich schon mit diesem einen Film abgeschlossen?

      Ja, der Film schließt seine Handlung ab. Eventuell hätte man weitere Filme über die beiden Protagonisten drehen können, aber da der Film finanziell gefloppt ist, wird das nicht passieren.

      el_drogo wrote:

      The Perfection

      Mit dem hatte ich tatsächlich Schwierigkeiten. Zu viele Twists, die sich dann einfach nur noch gezwungen anfühlen.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Ich muss gestehen, dass ich erst in den letzten zwei Wochen erstmalig die Godfather-Trilogie gesehen habe.
      Die ersten beiden Teile sind tatsächlich unfassbar großartige Meisterwerke. Da stimmt wirklich alles. Der erste Teil des Paten gefällt mir persönlich dabei noch etwas besser, Teil 2 ist aber nahezu gleichwertig.
      Teil 3 fällt dann aus unterschiedlichen Gründen schon deutlich ab. Jeder der die Reihe kennt, wird wissen was ich meine, daher habe ich gerade nicht die Muße die Schwächen analytisch gesondert aufzuzeigen.
      Insgesamt bin ich aber außerordentlich froh diese Bildungslücke endlich nachgeholt zu haben.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.