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Zuletzt gesehener Film

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      Gestern Doublefeatue des deutschsprachigen Films:

      Zuerst "Tschiller - Off Duty" von und mit Till Schweiger.

      Till Schweiger hat tatsächlich Geld zusammengekratzt, um im Stile von Mission Impossible in Istanbul und Moskau drehen zu können.

      Als Actionspektakel gelang der Film gar nicht mal schlecht, hat aber leider immer eine permanente Schwäche: Till Schweiger, der so gerne die deutsche Antwort auf Tom Cruise sein wil. Aber alles in allem doch recht spannend und unterhaltsam. Aber nichts, was das Leben verändert. Oder den deutschen Film.

      Wesentlich besser unterhalten fühlte ich mich dann doch von der deutsch-öst. Allegro- Produktion "Die Hölle", ins Szene gesetzt von Oscarpreisträger Stefan Ruzowicky ("Die Fälscher").

      Sehr düsteres Bild von der migrantischen Szene von Wien inklusive einer sehr antiheldisch agierenden (allerdings fantastischen) Taxi fahrenden Hauptdarstellerin mit dem Hintergrund eines Serienmörders on tour.

      Einen bis 2/3 des Films wunderbar unsympathischen Kommissar gespielt von Moretti (dass er in dem Fillm "Richard Steiner" statt "Richard Moser" heißt, letzteres war seine Rolle als 1. Leinenhalter von "Rex", halte ich für eine wunderschöne Verbeugung und Verarschung gleichermaßen) der genau wie die weibliche Hauptrolle ein vollkommen gebrochener Charakter ist, kommt als nettes Gimmick dazu, genau wie für Wien überraschende Actionszenen. Da haben sie echt an Verkehrshauptschlagadern diverseste Autos geschrottet und gesprengt. Inklusive Tauchereinsätzen in der winterlichen Donau.

      Und mit spritzendem Blut wird auch nicht gespart. Fazit: Ausgezeichnet, gibt dialektmäßig keine Sprachbarrieren für den dt. Raum - aber nichts für schwache Nerven.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      ssnake schrieb:

      Als Actionspektakel gelang der Film gar nicht mal schlecht, hat aber leider immer eine permanente Schwäche: Till Schweiger, der so gerne die deutsche Antwort auf Tom Cruise sein wil.


      Och, das gelingt ihm doch ganz gut! (Dazu muss man wissen, dass meine Meinung von Herrn Cruise auch keine allzu hohe ist.)
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      Narannia schrieb:

      (Dazu muss man wissen, dass meine Meinung von Herrn Cruise auch keine allzu hohe ist.)
      Psst... meine auch nicht... :D
      "You retreat into the walls of your civilization because you are too weak to stand before nature as part of the natural environment. Instead of living as partner to nature, man hides behind his civilization, curses and defies true life, distorts his environment to accommodate his own failings. Beware that your environment does not strike back from all your blasphemies, for that day mankind shall be snuffed out like the unnatural freak man is!"
      "Two Suns Setting", Karl Edward Wagner

      Narannia schrieb:

      (Dazu muss man wissen, dass meine Meinung von Herrn Cruise auch keine allzu hohe ist.)


      Meine auch nicht. Aber im Gegensatz zu Herrn Schweiger kommt er nicht von der Komödie und beherrscht wenigstens 4-5 verschiedene Gesichtsausdrücke. Statt genau zwei.
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!

      Kasimir schrieb:

      Hab mir gerade Till Schweiger als Stauffenberg in Operation Walküre vorgestellt und muss jetzt weinen.


      Weil du festgestellt hast, dass Tom Cruise eine Fehlbesetzung war? :D
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.
      "Fury"
      Ein Film der eine amerikanische Panzerbesatzung (Brad Pitt, Shia Le Boeuf, Michael Peña, Jon Bernthal) durch einen Tag im 2. Weltkrieg begleitet.
      Zu Anfang war ich sehr angetan. Der Film ist gut gespielt, gute Schauspieler, packend inszenierte Gefechte. Die Kämpfe sind heftig dargestellt, und auch sonst wird wirklich nichts geschönt. Der Film spielt in Deutschland, und es kommt auch zu Begegnungen mit der Zivilbevölkerung. Hier geht mir die "Verbrüderung" ein wenig schnell, und wird stellenweise ein wenig zu sehr verschönert dargestellt, Spannungen gibt es aber auch dort.
      Also eigentlich alles gut, doch leider wird das Finale zur Groteske. Die Zeit wird völlig ignoriert, um auf einmal "schmalzy moments" einzubringen, auf die bis dahin verzichtet wurde. Der militärische Realismus, um den sich zuvor bemüht wurde, fliegt leider komplett über Bord.
      Das ist Schade, denn bis dahin fand ich den Film wirklich sehr stark. Für Genre-Fans trotzdem eine Empfehlung.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Das Ende von "Fury" ist wirklich ganz übel. Völlig absurd und schon dämlich.
      Klar bei den US-Kriegsfilmen, gerade den 2.WK Filmen ist ja völlig klar wie die Verteilung von Sympathie, Moral und Pathos am Ende zu sein hat, ist ja auch alles nachvollziehbar. Was man sich bei dem Ende aber gedacht hat, würde mich echt mal interessieren.

      Neu

      Ich habe den Film zwar nicht gesehen, das lag aber im Trailer begründet. Nach Ansicht dessen habe ich mich gefragt warum in den heutigen Jahren noch Propaganda-Filme aus dem Zweiten Weltkrieg gedreht werden.
      "Not every man has it in him to be Prince Aemon the Dragonknight." -Wyman Manderly

      Ceterum censeo Casimirem esse delendum.

      Neu

      The Dragonknight schrieb:

      Nach Ansicht dessen habe ich mich gefragt warum in den heutigen Jahren noch Propaganda-Filme aus dem Zweiten Weltkrieg gedreht werden.

      Als solchen würde ich den Film wirklich nicht beschreiben. Vom Ende abgesehen war er wirklich gut, was es natürlich noch ärgerlicher macht.

      Ajantis schrieb:

      Klar bei den US-Kriegsfilmen, gerade den 2.WK Filmen ist ja völlig klar wie die Verteilung von Sympathie, Moral und Pathos am Ende zu sein hat, ist ja auch alles nachvollziehbar.

      Hier ist ja gerade die Besonderheit, dass der Film bis zum Ende darauf verzichtet. Die "Helden" sind alles andere als sympathisch gezeichnet, sondern ganz im Gegenteil. Auf den moralischen Zeigefinger wird verzichtet, die Amerikaner kommen in Sachen Grausamkeit kein Stück besser weg als die Deutschen.
      Das am Ende ein solch pathetischer Blödsinn fabriziert wurde, kann ich mir nur durch Einmischung des Studios erklären.
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      Neuer Film, neuer Beitrag?

      "Nightcrawler"
      Sehr empfehlenswert. Jake Gyllenhaal spielt einen irren (genaue Diagnose steht mir nicht zu) Kleinkriminellen, der sich als Metalldieb über Wasser hält, und eher zufällig im Job als Katastrophen-Paparazzi landet.
      Er steigt professionell in das Geschäft ein, für Lokalnachrichten Bilder von Unfällen und Verbrechen zu liefern. Hier gliedert sich der Film einerseits in eine Kritik, die die "Sensationsgeilheit" der amerikanischen Medien kritisiert, andererseits in das Porträt eines Psychopathen, der um seine Vorstellungen zu verwirklichen, alles tut, um sein Ziel zu erreichen.
      Gyllenhaal spielt mega gut. Er ist sowieso seit "Donnie Darko" einer meiner Lieblinge.
      Da würde ich direkt noch "End of watch" empfehlen, mit Gyllenhaal und Michael Peña (ua Fury) in den Hauptrollen.
      Pseudo-found-footage, über zwei Cops in den üblen Vierteln von LA. Schwere Kost.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „HappyTime“ ()

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