Zuletzt gesehener Film

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      You talkin' to me? :D :D

      HappyTime wrote:

      Mit dem hatte ich tatsächlich Schwierigkeiten. Zu viele Twists, die sich dann einfach nur noch gezwungen anfühlen.

      Das kann ich sehr gut nachvollziehen. In Folge packe ich mal lieber alles in Spoiler.
      Show Spoiler
      Die Zweite "Rückschleife" entrang mir dann auch ein genervtes Zucken. Der wiederholte Effekt vermittelt irgendwie das Gefühl, dass man absichtlich verarscht und die Geschichte lügenhaft erzählt wird. Trotzdem empfinde ich das als deutlich grössere Problem dann doch die Fragwürdigkeit des "Befreiungsplans" an sich. Das Ganze ist einfach nur sehr schwer nachvollziehbar. Selbst wenn Lizzie eingesehen hätte, dass Charlotte das alles nur zu "ihrem" Besten inszeniert hat, ist es einfach nur bedingt glaubhaft dass sie sich dann trotzdem auf ihre Seite schlägt, nachdem sie dazu gebracht wurde sich selbst die Hand abzuhacken, ganz abgesehen davon dass Charlottes Vorhaben an sich schon ziemlich hanebüchen war und viel zu viele unkalkulierbare Variablen beinhaltete. Trotzdem konnte ich das für mich persönlich noch unter dem dünnhäutigen Vorwand, dass die beiden durch ihre Erlebnisse eben zu zwei sehr "speziellen" Charakteren herangereift sind abtun. Es ist jetzt nicht so, dass ich den film superduper gut finde, aber die eigensinnige Erzählweise hat mich dann doch bei der Stange gehalten und hebt ihn von x-bliebigen "rape and revenge"- filmen meiner Meinung nach ab. Auch wenn das Ganze gegen Ende schon etwas absurde Züge annimmt, finde ich bleibt die Message schon noch einigermassen ernst, es gibt zweifellos viele kranke und perverse Kulturkreise in unserer Gesellschaft, in denen genau so üble und grausame Praktiken ausgelebt werden wie hier angedeutet. Ich würde den Film jetzt nicht als must see, sondern als "kann man einen Blick riskieren" einstufen, vor allem für Genre Fans.

      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      Gestern Green Book das erste Mal geschaut.
      Hat echt Spaß gemacht muss ich sagen, vor allem das Zusammenspiel von Viggo Mortensen und Mahershala Ali. Das Thema ist natürlich nicht lustig und wird auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit rüber gebracht, auch wenn das diverse Kritiker in den USA ja etwas anders sehen.
      Aber Green Book ist nunmal auch kein 12 years a slave und will das auch gar nicht sein.
      Ich hatte den im Kino gesehen und fand den auch super, witzig aber auch ernsthaft, genau die Mitte getroffen. Die Kritiken konnte ich auch nicht recht nachvollziehen. Für mich war das eine schöne Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft.
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones

      hodor wrote:

      Mir ging es da ganz ähnlich, ich habe letzte Woche zum erstenmal Taxi Driver gesehen, ein Meisterwerk von Film (Scorcese, de Niro, Jodie Foster). 45 Jahre alt, dieser Film, und immer noch aktuell, ganz und gar bewundernswert, wie man so was fertigbringen kann.


      Der zählt auch immer noch zu meinen Lieblingsfilmen. Leider kennt den heute kaum noch jemand.

      Ich hab mir gestern mal wieder North and South angeschaut. Ich mag Elizabeth Gaskells Bücher, ebenso wie Jane Austens und die BBC-Verfilmungen sind zum größten Teil echt großartig!
      Die Geschichte spielt zur Zeit der Industrialisierung in England. Margeret muss mit ihren Eltern aus dem Süden Englands nach Norden in die fiktive Industriestadt Milton ziehen. Dort lernt sie den Fabrikbesitzer John Thornton und den Arbeiter Nicholas Higgins kennen. Die Kombi ist konfliktgeladen, wie man sich denken kann und Milton ist anders als die feine Londoner Gesellschaft.
      Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, aber wie auch bei Austen liegt der Fokus eher auf den gesellschaftlichen Konventionen dieser Zeit und der Probleme, die sich daraus ergeben. Sehr zu empfehlen!
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett
      zwar kein Film aber ich sah mir gestern den grössten Teil vom Finale zwischen Federer und Djocovic an.
      insgesamt war das natürlich ein hochklassiges und megaspannendes Duell bis zum dramatischen Schluss, trotzdem haben mir persönlich irgendwie die ganz grossen Emotionen gefehlt. Beide zeigten sowohl während als auch nach dem Spiel kaum nennenswerte Emotionen, das fand ich etwas sonderbar beim prestigeträchtigsten und wichtigsten Turnier des Jahres. Entgegen der Meinung vieler bin ich allerdings trotz der Statistiken nicht der Meinung dass Federer besser war, in den entscheidenden Momenten hat er leider gepatzt und das hat ihn am Ende den Sieg gekostet, schliesslich hatte er 2 Championship Points im 8ten game wo er den Sack hätte zumachen können. Vor Djocovic's Leistung kann man nur anerkennend den Hut ziehen, ein mentaler Riese ohnegleichen. Ich möchte mir nicht vorstellen was es bedeutet 5 Stunden lang gegen den härtesten Gegner auf Rasen den es gibt zu spielen und nebenbei noch das gesamte Stadion gegen sich zu haben. Trotzdem hat er es immer wieder geschafft in den kniffligsten Momenten seinen Arsch aus der Schlinge zu ziehen in dem er genau dann sein bestes Tennis ausgepackt und gekontert hat. Somit ein hochverdienter Sieg und hinterher gabs auch faires Lob an den Gegner, es ist echt erstaunlich wie fit und spritzig Federer trotz seines Alters immer noch ist.
      Ich mag Djocovic, er ist der "Bösewicht" der nie was gemacht hat um diesen Titel zu verdienen. Ich finde ihn eigentlich sogar hochsympatisch. Mit Nadal und Federer einer der grössten Sportler unserer Zeit. Die 3 haben zweifellos eine neue Ebene hinsichtlich Konzentration und Fokussierung erreicht, jedes junge Talent auf der Tour kann einem aktuell eigentlich nur leid tun, in einer Liga mit solchen Unmenschen spielen zu müssen, die nun seit nahezu 15 Jahren alles dominieren und gewinnen was wichtig ist.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.
      ich sah neulich wieder mal zwei der tollsten Carpenter's:

      They live und The Thing
      hach, was waren das noch für Zeiten, als Filme noch mit lediglich den aller notwendigsten Dialog-Zeilen auskamen und in der Lage waren mittels Subtext und der Fantasie des Zuschauers gute Geschichten zu erzählen. Zeiten, als Kerle noch echte Kerle waren- schweissgebadet, schmutzig und zerschunden mit Holzfällerhemd und Jeans, dabei trotzdem stets nen coolen Spruch auf den Lippen, der nebenbei auch noch tatsächlich cool war, weil situationsbedingt nachvollziehbar ("Was glaubst du woher die kommen?" - "Na jedenfalls nicht aus Cleveland").
      Anstatt der aufgeblasenen, auf Hochglanz polierten Vin Diesel - Fressen, die heute so durchs Bild hüpfen, zu jedem Zeitpunkt perfekt gestylt, jede Bewegung bis ins kleinste Detail tausend mal erprobt und durchchoreographiert, die ewig selben und gezwungen coolen Sprüche wiederholend, Eye Candys an ihrer Seite, die Röcke tragen welche kürzer sind als der Tanga meiner Freundin, findet man in den Action-Filmen der 80er tatsächlich noch reale Persönlichkeiten die glaubhaft und wirklich rüber kommen (trotz oftmals dystopischer und fantastischer Handlung).
      Die Prügelei in They live ist nicht nur deshalb so legendär, weil sie von beachtlicher Länge und grandios inszeniert ist, sondern hauptsächlich auch deshalb, weil hier zwei Männer (und eigentlich gute Freunde) auf einander einprügeln, die tatsächlich noch ehrliche und wirkliche Standpunkte vertreten. Als Zuschauer bleibt das Ganze trotz Anflug von Testosteronüberschuss immer greifbar und verständlich, die Gewalt wird nicht zum Selbstzweck, der Ausgang des Kampfes ist von entscheidender Bedeutung für die Handlung- so dass man noch richtig im Geiste mitfiebern kann- "jetzt zieh doch endlich diese verfluchte Brille an!", "stell dich der Realität!!".... und trotzdem macht Frank es nicht, er hätte es auch nie getan, unnachgibig bis zum Schluss. Bis ihm letzendlich wild schnaubend, blutend und jeglicher Kräfte beraubt am Boden liegend die Brille gewaltsam auf die Nase gesetzt und ihm dadurch die Augen geöffnet werden.
      Die vergleichsweise "schmutzigen" Sci-Fi-/ Action-Filme der 80er sind für mich im Kontrast zu den überkandidelten Werbeclip-Ähstetik Filmen der heutigen Zeit seit je her ein ähnlicher Augenöffner und immer wieder mal eine willkommene Abwechslung. Was bin ich neidisch auf Snake hier und all die anderen Ü40 Menschen die in dieser Zeit als Teenager all die coolen Filme von Die Hard über Mad Max bis Escape from New York miterleben durften, eine Zeit als Filme noch analog und nicht am Computer entstanden. Ehrliche Bilder mit realen Personen an realen Drehorten und Settings ohne Permanent-Green Screen, Motion Capture Anzügen und irgendwelchen später dazu editierten Schnick Schnack, immer plastisch und greifbar.
      Mir fällt gerade auf, dass ich viel geschrieben und eigentlich nicht wirklich was zu den Filmen gesagt habe, aber was solls. Guckt sie euch einfach an, guckt euch am Besten alle frühen Carpenters von Halloween bis Big trouble in Little China an, und wiederholt das in regelmässigen Abständen. Die Filme nutzen sich nicht ab, ihr werdet sehen. Nahezu alle bekannteren Action-/ und Horrorfilme nach dieser Zeit sind davon inspieriert.
      ich bin der singende, tanzende Abschaum der welt.

      HappyTime wrote:

      "Baby Driver"
      Der Film macht einfach Spaß. Wird wohl einer von denen werden, die ich mir 1-2 mal pro Jahr ansehe.

      Jep! Den fand ich auch super!

      el_drogo wrote:

      Finale zwischen Federer und Djocovic an.

      Mein Sohn hat letzten Herbst mit dem Tennisspielen angefangen. Mein Mann meinte dann, er müsse ihm mal die Größen dieses Sportes näherbringen. Söhnchen fand es nur beeindruckend, dass die "die Bälle nicht selbst aufheben müssen".

      Wir haben gestern mal wieder Zurück in die Zukunft anagesehen.
      Zu dem Film muss man nix sagen, denke ich. Allerdings bin ich etwas über den Namen "Strickland" gestolpert. Kann es sein, dass G.R.R.M. da eine kleine Hommage eingebaut hat?
      "Many that live deserve death. And some that die deserve life. Can you give it to them? Then do not be too eager to deal out death in judgement. For even the very wise cannot see all ends.” - J.R.R.T.

      el_drogo wrote:

      Was bin ich neidisch auf Snake hier und all die anderen Ü40 Menschen die in dieser Zeit als Teenager all die coolen Filme von Die Hard über Mad Max bis Escape from New York miterleben durften, eine Zeit als Filme noch analog und nicht am Computer entstanden.
      Endlich mal was positives am Alt-sein! :D
      Vor allem gab es damals noch tatsächlich neue Ideen und nicht nur Reboots von Reboots und Remakes von Remakes (okay... The Thing nehmen wir hier mal aus, aber immerhin war das Remake besser als das Original! ;) ) und Teil 423 von irgendwas und Michael Bay...
      Something about the howling of a wolf took a man right out of his here and now and left him in a dark forest of the mind running naked before the pack.

      A Game of Thrones, Tyrion I

      Esmeralda wrote:

      el_drogo wrote:

      Was bin ich neidisch auf Snake hier und all die anderen Ü40 Menschen die in dieser Zeit als Teenager all die coolen Filme von Die Hard über Mad Max bis Escape from New York miterleben durften, eine Zeit als Filme noch analog und nicht am Computer entstanden.
      Endlich mal was positives am Alt-sein! :D
      Vor allem gab es damals noch tatsächlich neue Ideen und nicht nur Reboots von Reboots und Remakes von Remakes (okay... The Thing nehmen wir hier mal aus, aber immerhin war das Remake besser als das Original! ;) ) und Teil 423 von irgendwas und Michael Bay...
      So im Nachhinein sieht es so aus, als ob ich ununterbrochen im Kino war als Teenie und die Filme einen Knaller nach dem nächsten brachten, aber das ist natürlich nicht so, es gab auch damals schon Schrott.
      Auf der anderen Seite, wenn man sich mal reinzieht, dass mit kurzen Abständen hintereinander Alien, Apocalypse Now, Das leben des Brian, Empire Strikes Back, Shining, Blues Brothers (und ich könnte jetzt nachgucken und hab bestimmt ein paar Dinger übersehen) im Kino kamen, innerhalb eines Jahres, dann kann man schon etwas verzweifeln...
      ...aber dafür haben wir jetzt 10 mal soviel gute TV-Serien.
      HODOR !

      el_drogo wrote:

      Was bin ich neidisch auf Snake hier und all die anderen Ü40 Menschen die in dieser Zeit als Teenager all die coolen Filme von Die Hard über Mad Max bis Escape from New York miterleben durften, eine Zeit als Filme noch analog und nicht am Computer entstanden.


      Da brauchst du aber nicht neidisch sein, denn du kannst sie ja heute auch alle genießen und dazu hat man noch die Möglichkeit sie sich zu Hause fast mit Kinofeeling anzuschauen, zumindest mit dem Kinofeeling aus den 80ern :D
      Ich hab die damals alle auf VHS mit kleinem Röhrenfernseher gesehen :pardon:
      Generell finde ich aber auch, dass die Quantität heute vor der Qualität kommt und oft der Fokus nur noch auf dem Visuellen liegt, weswegen ich heute viel weniger schaue als früher, obwohl es viel mehr gibt.
      Ein Witz kann eine Idee unter der Tür durchschieben, während die Ernsthaftigkeit immer noch dagegen hämmert. Terry Pratchett

      hodor wrote:


      ...aber dafür haben wir jetzt 10 mal soviel gute TV-Serien.

      This!
      Die paar wirklich genialen Kinofilme der letzten Dekade sind im Vergleich zu der Zeit vor 200X viel zu wenige.

      Habe auf Prime "A Private War" gesehn.
      Der war krass irgendwie. Beide Daumen oben. Ein Hoch auf journalistisch gute und objektive Kriegsberichterstatter!

      edit: Wobei es gab schon ne ganze Menge sehr guter Filme, nur die schiere Masse an Filmen überhaupt erdrückt die guten Filme.


      There are but two types of people in the world:
      1. Those hwo can extrapolate from incomplete data!

      Post was edited 1 time, last by “AracheonoXis” ().

      Heute gab es eine Doppelvorstellung, ich muss meine Watchlist kleiner machen...

      "Prisoners"
      Ein mMn ziemlich gelungener Thriller mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal.
      Es geht darum, dass zwei junge Mädchen am helllichten Tag verschwinden, und wie einer der Väter und der ermittelnde Polizist damit umgehen.
      Wie gesagt, ich find den Film ziemlich gelungen. Spannend, nette Umwege, leider wurde der große "Twist" zu früh erraten. Ein kleines Plothole stört mich am Ende, aber trotzdem eine Empfehlung.

      "Sea of Love"
      Ein Thriller aus den 80ern, mit zwei meiner "all time favourites", John Goodman und Al Pacino.
      Ein ziemlich gelungener Noir-Thriller. Das einzige, was mich gestört hat, war die mMn unpassende Chemie zwischen Pacino und der weiblichen Hauptrolle (Ellen Barkin). Das 80er Saxofon-Gedudel hätte auch eine Spur weniger sein dürfen. Ansonsten Top.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!

      HappyTime wrote:

      "Prisoners"
      Ein mMn ziemlich gelungener Thriller mit Hugh Jackman und Jake Gyllenhaal.
      Es geht darum, dass zwei junge Mädchen am helllichten Tag verschwinden, und wie einer der Väter und der ermittelnde Polizist damit umgehen.
      Wie gesagt, ich find den Film ziemlich gelungen. Spannend, nette Umwege, leider wurde der große "Twist" zu früh erraten. Ein kleines Plothole stört mich am Ende, aber trotzdem eine Empfehlung.


      Den mag ich auch. Die Stimmung ist auch wundervoll in diesem verregnetem düsteren Szenenbild eingefangen. Muss ihn mal wieder schauen, an ein Plothole und der zu früh aufgelöste Twist kann ich mich gar nicht erinnern, also wird es höchste Zeit :D
      “When the snows fall and the white winds blow, the lone wolf dies but the pack survives.”

      George R.R. Martin,
      A Game of Thrones