WM 2018 (Europameisterschaft 2016 (früher: Weltmeisterschaft 2014 (noch früher: Europameisterschaft 2012 (noch viel früher: Weltmeisterschaft 2010 (noch sehr viel früher: Europameisterschaft 2008 (noch sehr viel extra früher: Weltmeisterschaft 2006)))))

      Wegen spätem (und nicht unverdienten) Ausgleich der Iren leider nur 1:1.

      Da die Serben und Wales sich freundlicherweise auch 1:1 getrennt haben, ist die WM-Quali für Österreich immer noch möglich.

      Für eine bessere B-Elf haben sie sich ganz gut geschlagen trotz allem.

      Next Stop Confed-Cup. Deutschland mit der B-Garnitur, Chile, Portugal oder gar Gastgeber Russland? Oder sorgt Kamerun für eine Sensation?

      Sportlich so schlecht besetzt wie noch nie, seit es die Probe-WM gibt, und mit Ronaldo wohl nur ein einziger echter Weltstar vor Ort (außer der nimmt sich auch noch Vaterschaftsurlaub), aber sportlich so ausgeglichen wie vermutlich überhaupt nie, seit ich mir seit 2005 diesen Probegalopp gebe.

      Warum Jogi die Atempause für seine Topspieler gutheißt, hat ja vielleicht auch einen abergläubischen Hintergrund: Noch nie wurde ein amtierender Confedcupsieger Weltmeister. ;)
      Sorry, no dragons in Winterfell!

      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      Ich glaube Löw setzt diese Spieler ein, weil der Gewinn des Cups jetzt nicht das größte Prestige bringt und sieht es eher als Testspielwiese für die WM. Habe gerade einen interessanten Artikel gelesen, wie furchtbar es Ribbeck fand 1999 an dem Confed-Cup teilzunehmen. Wäre Deutschland kein Kandidat für die Austragung der WM 2006 gewesen, wäre der DFB mit Sicherheit sogar gar nicht angetreten. Kann man ihm schlecht verübeln, denn ursprünglich war dieser Wettbewerb die Spielerei eines saudischen Königs, den sich die FIFA unter den Nagel gerissen hat. Interessante Spielerauswahl im übrigen: Ronald Maul, Gerber, Wosz und dann noch die üblichen damals schon völlig überalteten Stars wie Matthäus, sogar Paulo Rink war dabei.
      Favorit ist für mich sogar am ehesten noch Chile, weil die in bester Besetzung antreten.

      Und: Iran ist für die WM 2018 qualifiziert.
      "The teaching, as you call it, is simply that there isn't to be a deserted or unhappy child in the world. In the end, that's the world's only security: children are the future, you see. If there were no unhappy children, then the future would be secure." - Kelderek (Shardik, p. 585)
      Chile ist sicher nicht zu unterschätzen. Ribbeck - ich gehe davon aus, wir haben denselben Kicker-Artikel gelesen - war damals sicher eine arme Sau, mit diesen Vorgaben einen Confed-Cup im Sommer in Mexiko bestreiten zu müssen. Allerdings gab es damals diese seltsame Veranstaltung noch im Zwei-Jahre-Zyklus, bevor es zur Probe-WM etabliert wurde.

      Mit einer Aussage hat Ribbeck vermutlich ohnehin recht: Mit dem damaligen Spielermaterial hätten auch andere Trainer das Desaster bei der EM 2000 kaum verhindern können, Deutschlands Nationalmannschaft stand damals vermutlich auf dem traurigsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg. Bosman und die Folgen ...

      Ich denke mir oft: Korruption hin oder her, dass Deutschland die WM 2006 bekommen hat und bei den beiden Europameisterschaften davor so üble Prügel, hat wahrscheinlich der Nachwuchspflege in Deutschland Flügel verliehen.

      Ich denke, bei der "Titel"vergabe sollten die Portugiesen nicht ganz vergessen werden. Für die ist es die erste Teilnahme an dem Bewerb - und wer weiß, wann jemals die nächste kommen wird. Die werden auch mit keiner schwachen Truppe anrücken.
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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      So zum ersten Mal konnte jetzt der Videobeweis in einem halbwegs wichtigen Spiel in Anwendung gesehen werden und es hat in meinen Augen ganz gut funktioniert. Ein irregulärer Treffer konnte somit zurückgenommen werden, aufgrund einer vom Schirigespann nicht gesehenen Abseitsstellung. Das ganze hat höchstens dreißig Sekunden gedauert und den Spielfluss jetzt auch nicht merkt gestört; und das beste: eine Fehlentscheidung hat nicht das ganze Spiel beeinflusst.
      Wenn das konsequent so angewandt wird, könnte das nächstes Jahr die beste WM überhaupt werden.

      PS: Allgemein kann ich über Russland zumindest negativ nichts sagen. Stadien sind zwar nicht gefüllt, aber ich glaube selbst in Deutschland und Brasilien war die zu diesem Vortunier nie ganz ausverkauft. Und Stimmung ist auf jeden Fall, ganz anders als bsw. die Tröt-WM in Südafrika.
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      So zum zweiten Mal konnte jetzt der Videobeweis in einem halbwegs wichtigen Spiel in Anwendung gesehen werden und es hat in meinen Augen überhaupt nicht funktioniert. Ein regulärer Treffer wurde somit zurückgenommen werden, aufgrund einer vom Schirigespann zurecht nicht gesehenen Abseitsstellung; und das Schlimmste: eine Fehlentscheidung wurde erst durch den Videobeweis möglich und wird nun das ganze Spiel beeinflussen.Wenn das konsequent so angewandt wird, könnte das nächstes Jahr die beschissenste WM überhaupt werden.
      Beneath the Gold, the bitter Steel.
      Das war aber hauchzart abseits. ;) Auch wenn es der Stanislawski nicht wahrhaben will.
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      Wurscht ob sein rechtes Knie jetzt 5cm im Abseits war oder nicht, dafür wurde diese Regel nicht erdacht. Wenn nicht mal der Linienrichter klar sehen kann ob es nun Abseits war oder nicht sollte man einfach laufen lassen, das "Wesen" der Regel wurde nicht verletzt. Bei solchen Entscheidungen einen Videobeweis einzuführen sorgt für einen lächerlich unrealistischen Standard an Präzision, der mit dem Spiel überhaupt nichts mehr zu tun hat.
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      Nur sind auch 5cm Abseits Abseits und damit ist das Tor irregulär. :) Sicherlich werden nicht alle Fehlentscheidungen damit verschwinden, ein fälschlich zurückgepfiffener Spieler im Abseits, da wird niemand erfahren wie der Spielzug ausging. Mir gefällt das System jedoch trotzdem. Fehlentscheidungen haben für mich nie eine Nostalgie dieses Sports ausgemacht. Das einzige was mich nervt, warum nicht schon eher?
      Zumindest ein bisschen mehr Gerechtigkeit in dieser Sportart.
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      Um es mit den Worten Olli Kahns zu sagen; Es gibt keine Ungerechtigkeit oder Gerechtigkeit im Fußball. Man muss eine Situation anehmen wie sie ist, und allein daran wird man gemessen. Aber viel wichtiger als diese schwammige Gerechtigkeit: Der Fußball wird seiner wichtigsten Eigenschaft beraubt. Der Emotion. Die Jubeltraube der chilenischen Spieler? Völlig undenkbar, wenn sich das System erstmal etabliert hat. Nach einer halben Minute in der der Schiri abgewägt hat sind sämtliche Hormone schon längst wieder aus der Blutbahn, jede Freude nur noch ein einstudiertes Stück für die Instagram-Accounts der Werbetreibenden. Das mag für den sportlichen Bewerb fairer sein, aber den Status den der Fußball in unserem Leben einnimmt, hat eher wenig mit dem Reiz zu tun Hochleistungssport in Ausübung zu sehen, sondern viel eher mit den Emotionen die er uns bereitet.
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      Und es wurde auch gerade bestätigt, dass falsche Abseitsentscheidungen immer klare Fehlentscheidungen sind. Ich denke anders sieht es bei Hand im Strafraum oder Fouls aus.
      Und da es doch sehr ausgiebige Diskussionen gibt bezüglich des Videobeweises, hat man doch wieder was Neues im Fußball für nostalgische Erinnerungen.
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      Ser Pounce schrieb:

      Wenn nicht mal der Linienrichter klar sehen kann ob es nun Abseits war oder nicht sollte man einfach laufen lassen, das "Wesen" der Regel wurde nicht verletzt

      Wie sehr man sich auf Linienrichter verlassen kann, hat das zweite Tor sehr schön gezeigt. Die Video-Assistenten sind schließlich genau dafür da, einzugreifen wenn die anderen etwas nicht "klar sehen".
      Fazit: Zweimal hat der Videoschiri Fehlentscheidungen seiner Kollegen erkannt und korrigiert, gerne weiter so.
      It`s not easy to be a birdplane.

      Ich muss meine Reaktionen haben dürfen!
      Nostalgie im Fußball ist was für Leute mit Gedächtnisschwund.

      Das einzige, was mir bis jetzt beim Videobeweis auf die Eier ging, war, dass sie im Eröffnungsspiel einen fälligen Elfmeter für Russland NICHT gegeben haben - der warallerdings auch erst in der vierten Zeitlupe zu erkennen und selbst dort konnte man darüber streiten, ob der Stürmer nach dem Selbstabheben getroffen wurde oder tatsächlich durch das Knie des Torhüters zu Fall gebracht wurde.

      Regeln wie früher? Au ja! Lasst uns doch wieder folgende Regeln einführen:

      Beliebig oft erlaubter Rückpass zum Torhüter, der ohne Zeitlimits den Ball halten darf.

      Torraub wieder abschaffen und nach Maßgabe gelber Karten zu beurteilen - also wenn der Verteidiger den Stürmer sanft zu Fall bringt alleine vor dem Tor außerhalb des Strafraums, dann gibt es halt nur Freistoß.

      Abseits immer geben, wenn irgendwer, auch noch so weit entfernt vom Ball, im Abseits steht. Gleiche Höhe ist übrigens auch abseits.

      Hört sich absurd an? So wurde Fußball aber geregelt in den achtziger Jahren. Und mit Ausnahme der restiktiven Abseitsregelungen - und auch die nicht hundertprozentig - vermisse ich genau nichts davon.

      In Zeiten ständig weiter drohender Spielmanipulationen aufgrund von Millionen von Wetteinsätzen war es für mich einfach hoch an der Zeit, den Videobeweis einzuführen. Angesichts der Gagen ist es nun mal leichter, einen Schiedsrichter zu erpressen oder zu bestechen, als die hochbezahlten Spieler.

      Ist der Referee nicht mehr alleinverantwortlich, fällt das zumindest auf höheren Ebenen flach - und deshalb werde ich immer dafür sein. Dass es Diskussionen trotzdem immer geben wird, kennen wir ja von Eishockey und Football zu Genüge. Die Entscheidung, zu welcher Karte z.B. ein Schiedsrichter greift, wird weiterhin unantastbar bleiben.
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      Hodor I. Targaryen wählte nach seiner Inthronisierung das neue Motto seines Hauses aus: "Hodor"!
      P.S. Schön langsam wäre es an der Zeit, den Thread mit dem längsten Titel dieses Forums nochmals ein wenig um zubenennen.
      DAS ist nämlich Nostalgie, auf die ich stehe. Also wenn ein freundlicher Admin da vielleicht mal kurz Zeit hat ...
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      ssnake schrieb:

      Nostalgie im Fußball ist was für Leute mit Gedächtnisschwund


      Für mich geht es ja auch um solche Leute, die etwas gegen den Videobeweis haben, weil es dann so etwas wie Diskussionen um das Wembley-Tor nicht mehr geben würde. Mir wäre eine korrekte Entscheidung bei diesem Tor jedoch wesentlich lieber gewesen, als jetzt noch fünfzig Jahre später darüber diskutieren zu können ob Tor oder nicht. Und mit der "Hand Gottes" konnte ich auch nie was anfangen, für mich eigentlich arg peinlich eine Dreistigkeit solchen Ausmaßes so zu glorifizieren. Passt aber gut zur Argentinien, die solchen Betrug öfters schönreden (siehe Flaschen-Skandal bei WM 1990).
      Aber jetzt haben solche Leute doch wieder was: "Weißt du noch damals, als Spanien fast Weltmeister war, aber dann aufgrund des Videobeweises das Tor doch nicht gegeben wurde." "Jo, das war schon unfair." Blabla.

      Und die von dir angesprochene Elfmetersituation fand ich jetzt wirklich nicht so klar, dass man da hätte eingreifen müssen.
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      An der Hand Gottes fand ich eigentlich genial, dass Maradona im Sprung bemerkte, dass er um Harresbreite zu klein sein würde und deswegen während der Pirouette die Faust am Kopf anlegte. Jeder andere häte es versucht und den ball haarscharf verfehlt, dem schiedsrichter mache ich heute noch keinen Vorwurf daraus. Aber dass es nicht hätte zählen dürfen, steht ja wohl zweifelsfrei fest.

      So sehr ich den Fußballer Maradona bewundert habe, menschlich war er von allen Superstars die der Fußball je hervorgebracht hat auch immer eine der schrägsten Gestalten. Da können andere noch so viele Steuern hinterziehen, der Rekord bleibt ihm bis auf weiteres.

      Vielleicht ist es ja eine Strafe Gottes, dass Argentinien seit 1986 kein WM-Titel mehr vergönnt war. ;)

      Und das Verhältnis so mancher Südamerikaner zum Fußball werden wir Europäer ohnehin nie ganz nachvollziehen können, was bei uns als Wahnsinn gelten würde, gilt dort halt als normal.
      de.wikipedia.org/wiki/Iglesia_Maradoniana
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      Jeder andere häte es versucht und den ball haarscharf verfehlt, dem schiedsrichter mache ich heute noch keinen Vorwurf daraus.

      Ich schon. Meine Erinnerung mag mich täuschen aber ich glaube mich zu erinnern dass Maradonas Hand locker zwei Handbreit über seinem Schädel war als er den Ball traf. Eindeutiger geht es doch kaum.
      "Tigris doofitis ordinaris"
      "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
      "Der Strike ist dem Räumfehler sein Tod..."
      Die deutsche B-Elf spielt sich gerade ein wenig mit Australien. Ein bißchen mehr Ernst die jungen Herren, ich habe auf Sieg mit zwei Toren Abstand oder mehr gewettet. ;)
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