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Panini Comics- auf deutsch zur Fantasy-Saga Game of Thrones!

Entstehung der Saga

Die Entstehung der Saga

Es war im Jahr 1991, und George R.R.Martin war noch Drehbuchautor in Hollywood, als ihm beim Schreiben eines Science-Fiction Buches plötzlich eine unbekannte Szene in den Sinn kam: Im hohen, eisigen Norden einer unbekannten Welt finden zwei Jungen fünf (Schatten-) Wolfswelpen im Schnee.
Im ersten Kapitel von "A Game of Thrones", dem ersten Buch des Fantasy-Zyklus "A Song of Ice and Fire",  hat Martin diese Idee literarisch umgesetzt.

 

Die beiden Jungen sind Robb Stark und Jon Snow, Söhne von Eddard Stark, dem Herrscher des Nordens des sagenumwobenen Kontinents Westeros. Martin machte sich an die Arbeit an dem neuen Buch und wie er selbst gerne sagt, schien das Werk sich wie von selbst zu schreiben.

uf den ersten Schritt folgte der zweite Schritt, auf den zweiten der dritte und so weiter. Natürlich hatte Martin zu dieser Zeit aber noch andere Verpflichtungen und so legte er das große Projekt nach einigen Monaten erst einmal auf Eis und entwickelte eher nebenbei Karten, Familienstammbäume und Hintergrund-Material. ...

 

Inspiriert haben Martin bei der Entwicklung der Serie wohl eine Reihe anderer Autoren, aber auch historische Ereignisse.
Wie einige Leser festgestellt haben und er selbst auch immer gerne erklärt, ließ er sich vor allem bei den Gestaltungen einiger Charaktere von historischen Persönlichkeiten, besonders aus der Zeit des "Krieges der Rosen" in England und des Hundertjährigen Kriegs beeinflussen.
Aber auch andere Autoren, deren Werke er in seiner Kindheit gern las gaben Anstöße für "ASOIAF". Mit "Memory, Sorrow and Thorn"
(in Deutschland als "Das Geheimnis der großen Schwerter"), geschrieben von Tad Williams,  nennt Martin des Öfteren auch ein recht modernes Werk der Fantasy, dass ihm zeigte, dass es sich lohnte auf dem Gebiet der Fantasy zu schreiben.
Vor seiner Zeit in Hollywood hatte der Amerikaner sein Geld vor allem mit Romanen und Kurzgeschichten der Science-Fiction und Horror-Literatur, weniger aber mit Fantasy-Werken verdient.

 

Was macht "ASOIAF" nun so besonders, dass es Unzählige von Lesern auf der ganzen Welt fesselt und von Vielen sogar höher als "Der Herr der Ringe" eingeschätzt wird?

 

Dafür lassen sich einige Gründe aufzählen. Zum einen ist es die Handlung, bei der sich G.R.R.Martin über die meisten, in dem Genre der Fantasy, üblichen Konventionen hinwegsetzt und neue, eigene Wege geht.

 

So wird man bei Martin keine mit Feuerbällen um sich schleudernde Zauberer finden, und auch keine Unmengen von Orks, die von einigen, wenigen Helden aufgerieben werden.
Im Gegenteil, zu Beginn geht es um politische Intrigen, zwischenmenschliche Konflikte und vor allem um die Frage nach der Herrschaft der Sieben Königsreiche.

Würde die Serie nicht auf dem Kontinent Westeros spielen, könnte man fast glauben, einen historischen Roman zu lesen. Einen hervorragenden solchen, wohlgemerkt.

 

Erst langsam finden magische Elemente ihren Weg nach Westeros. In dieser Hinsicht nennt Martin gerne den "Herrn der Ringe" als Vorbild. Auch dort findet nur sehr selten die tatsächliche Anwendung von Magie statt, doch trotzdem hat jeder Leser ein Bild von Mittelerde als magisches Land. Tolkiens Magie war, nach Aussage von Martin, viel mysteriöser und feinsinniger. Nach diesem Vorbild hat Martin seine eigene Serie entwickelt. Zwar steigt der Anteil der magischen Elemente mit jedem weiteren Buch an, doch bleibt die Magie immer ungewöhnlich und wunderhaft.


Ein weiterer Faktor, der ASOIAF von "konventionellen" Fantasy-Serien hervorhebt ist die wundervolle, lebendige Zeichnung der Charaktere durch den Autor.
Hier gibt es keine moralisch korrekten Helden, die nur nach edlen Maßstäben leben und handeln und wenn, dann sind sie in der Welt Westeros, in der fast jeder nur für sein eigenes Wohlergehen sorgt, hoffnungslos verloren. In Westeros finden sich nur menschliche und damit auch meist in vielerlei Hinsicht fehlerhafte Charaktere. Kaum einen Charakter kann man nach "Gut" oder "Böse" Kriterien einteilen und gerade, wenn man denkt, man hätte sich ein gutes Bild von einer Person gebildet, zeigt Martin, dass dieses Bild vollkommen falsch war. Auch sollte man nie zu sehr an einem Charakter halten, denn GRRM reduziert mit Vorliebe von Zeit zu Zeit seinen seitenfüllenden Satz von Charakteren und macht dabei auch nicht vor scheinbar wichtigen Personen halt.

 

Vielen Dank an Johannes "Rhaegar" Esch!

 


 

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